5 – Rechte nicht garantiert
Der Globale Rechtsindex des IGB

Guatemala

Die Mitgliedsorganisationen des IGB in Guatemala sind die Central General de Trabajadores de Guatemala (CGTG), die Confederación de Unidad Sindical de Guatemala (CUSG) und die Unión Sindical de Trabajadores de Guatemala (UNSITRAGUA).

Praxis

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Richter stimmt Aufhebung der Immunität des Bürgermeisters von Tiquisate und Aufnahme von Ermittlungen wegen Gewerkschaftsverfolgung zu 14-11-2016

Am 14. November 2016 entschied die Gemischte Regionalkammer des Berufungsgerichts von Antigua, Guatemala, dem Vorverfahren zur Aufhebung der Immunität des Bürgermeisters von Tiquisate, Departement Escuintla, Héctor Portillo Coronado, wegen Vergehen des Amtsmissbrauchs, Nötigung, Drohungen und Gewalt gegen die der Gewerkschaft Sindicato de Empleados Municipales Organizados de Tiquisate del Departamento de Escuintla (SEMOT–MSICG) angeschlossenen Arbeitnehmer stattzugeben. Da sich die Arbeitnehmer geweigert hatten, auf die gewerkschaftliche Organisation zu verzichten, war der Bürgermeister dazu übergegangen, rechtswidrigerweise die Auszahlung ihrer Löhne unbefristet auszusetzen und hatte anschließend begonnen, mit Einwilligung des Kollegialgerichts erster Instanz für Arbeit und Sozialfürsorge des Departements Escuintla die Mitarbeiter auf der Grundlage einer rechtswidrigen Vereinbarung betreffend die Arbeitsverträge massiv zu entlassen.

Junger Gewerkschafter ermordet06-01-2016

Am 6. Januar 2016 wurde der leblose Körper von Marlon Dagoberto Vásquez López, 19, Mitglied der Bau- und Dienstleistungsgewerkschaft Sindicato Nacional de Trabajadores de la Construcción y Servicios de Guatemala (SINCSG) und aktives Mitglied des Netzwerks junger Gewerkschafter in Quetzaltenango gefunden. Die Behörden haben den Mord an dem jungen Gewerkschaftsführer bisher nicht aufgeklärt.

Gewerkschaftsfeindliche Entlassungen in San Rafael und Purulhá 17-02-2016

Am 12. Februar 2016 wurden mit Einzug des neuen Bürgermeisters Carlos Alfonso Mazariegos Ramirez in der Gemeinde San Rafael Pie de la Cuesta, Departement San Marcos, eine Reihe ungerechtfertigter Entlassungen ausgesprochen, die über 15 Arbeitnehmer betreffen, darunter die Sekretärin für Sozialfürsorge der Gewerkschaft.

Ähnliches geschah ein paar Tage später am 17. Februar in der Gemeinde Purulhá, Departement Baja Verapaz. Mit Ankunft des neuen Bürgermeisters Sebastian Castro García wurde ohne Rücksicht auf gewerkschaftlichen Kündigungsschutz eine Reihe ungerechtfertigter Entlassungen ausgesprochen, von denen 106 Beschäftigte betroffen sind, darunter Mitglieder der Gewerkschaft und deren Vorstand.

Staatliche Behörden schränken die Ausübung der Tarifverhandlungen ein 16-02-2016

Im Februar 2016 kündigte die Generalstaatsanwaltschaft die Einleitung von mehr als 14 Ermittlungen gegen kollektive Vereinbarungen an, die zwischen verschiedenen öffentlichen Einrichtungen und den Gewerkschaften dieser Einrichtungen getroffen worden waren. Seitdem hat sich eine konstante Verfolgung gegenüber Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst in Guatemala entfesselt, wobei die Vereinbarungen, die die Gewerkschaftsorganisationen inmitten kontinuierlicher rechtlicher und praktischer Hindernisse für deren Ausübung, gefördert haben, stigmatisiert wurden. Als Ergebnis dieser staatlichen Maßnahmen werden die Tarifverhandlungen für das Defizit im Staatshaushalt verantwortlich gemacht, wobei die persönliche Verantwortung, die die an diesen angeblichen Unregelmäßigkeiten beteiligten Beamten und die überbordende Korruption, die den Staat seit Jahren prägen, haben könnten, außer Acht gelassen wird.

Diese Situation führte zu einem missbräuchlichen Eingreifen des Ministeriums für Arbeit, das Klauseln in den kollektiven Abkommen zufällig und willkürlich gemäß seiner einseitigen Entscheidung einfriert oder beseitigt. Im Fall des Tarifvertrags der Gemeinde Jalapa, hat das Ministerium für Arbeit eine Resolution herausgegeben, in der es die Beseitigung einiger Artikel entschied, die sich auf erworbene Rechte beziehen, in deren Genuss die Arbeitnehmer seit mehreren Jahren kommen. Diese einseitig getroffene Entscheidung, die seit einem Jahr angewendet wird, konnte nicht revidiert oder vor einer öffentlichen Behörde infrage gestellt werden. Die Ermittlungen zu Akten der Korruption, bei denen möglicherweise missbräuchliche Verwendung der Kollektivverhandlung gemacht wurde, können nicht länger als Mechanismus verwendet werden, um die legal und rechtmäßig von den Arbeitnehmern erworbenen Rechte oder das Recht der gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten des öffentlichen Sektors darauf, bessere Arbeitsbedingungen zu fordern, zu verweigern.

Mord an Führer, der für Land und Wasser gekämpft hat16-03-2016

Am 16. März 2016 wurde Walter Manfredo Mendez Barrios, Vorsitzender und Rechtsvertreter der Genossenschaft „La Lucha“, in der Gemeinde Las Cruces im Departement Petén, Gründer und Mitglied der Antistaudamm-Bewegung Frente Petenero Contra las Represas, einer nationalen Bewegung von Menschen, die vom Bau von Staudämmen betroffen und bedroht sind und ein aktives Mitglied der Vereinigung Asociación de Comunidades Forestales de Petén (ACOFOP), Opfer eines bewaffneten Angriffs durch Unbekannte auf einem an sein Haus angrenzenden Grundstück und starb, während er ins regionale Krankenhaus von San Benito gebracht wurde.

Gewerkschaftsführerin der Unsitragua-histórica ermordet 19-06-2016

Am 19. Juni 2016 wurde die Koordinatorin der Kommission für Rechtsbeistand der Gewerkschaftseinheit Unidad Sindical de los Trabajadores de Guatemala Unsitragua-histórica, Brenda Marleni Estrada Tambito, ermordet, als sie einen Bus in der Zone 1 von Guatemala-Stadt nahm und sich von ihrem Vater, ebenfalls Verteidiger der Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechte, Jorge Estrada, verabschiedet hatte. Sie wurde von einer unbekannten Person ermordet, die mehrmals auf sie schoss und anschließend flüchtete. Brenda war Mitglied der Gruppe Organizadores de Guatemala und des kontinentalen Rechtsteams der panamerikanischen Sektion des Internationalen Gewerkschaftsbundes (CSA) und war weithin anerkannt für ihre Rechtsberatung bei der Aushandlung von Tarifverträgen in Bananenanbaugebieten.

Mord an indigenem Führer, der für Land gekämpft hat08-06-2016

Am Nachmittag des 8. Juni 2016 wurde Daniel Choc Pop, Verteidiger der Menschenrechte, Indigener und Landwirt der Gemeinde San Juan Tres Rios, von Unbekannten getötet, die mehrmals auf ihn geschossen hatten. Daniel Choc Pop war ein bekannter Führer, der sich für die lokalen Wasserquellen und das Land einsetzte, die Gegenstand eines Streits im Grenzbereich zwischen den Gemeinschaften und einem privaten Eigentümer waren. Am 30. März 2016 tauchte in San Juan Tres Rios eine Gruppe von Männern auf, die Pistolen und Macheten trugen. Sie gaben bekannt, dass der Eigentümer von Rancho Alegre ihnen die Genehmigung dazu erteilt habe, die Gemeinschaft, die auf dem umstrittenen Land angesiedelt ist, gewaltsam zu vertreiben. Den Gemeindevorständen wurde damit gedroht, dass sie entführt und getötet würden. Als sie sich zurückzogen, drohten die bewaffneten Männer damit, zurückkehren, um die Bewohner zu töten. Am nächsten Tag reichten mehrere Bewohner von San Juan Tres Ríos eine Beschwerde bei der Geschäftsstelle des Ombudsmanns für Menschenrechte in Alta Verapaz ein und forderten, dass diesen Drohungen nachgegangen werde, was jedoch ergebnislos blieb.

Verfolgung von Gewerkschaftern durch den Bürgermeister der Gemeindeverwaltung von Chiisec des Departements Alta Verapaz30-06-2016

Im Jahr 2016 hielt der Bürgermeister der Gemeinde Chiisec des Departements Alta Verapaz, eine Politik der Verfolgung gewerkschaftlich organisierter Mitarbeiter aufrecht und hetzte die nicht gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter gegen sie auf. Ferner hat der Bürgermeister beim Arbeitsministerium wiederholt alle Informationen über Gewerkschaftsvorstände sowie auch die ständige Überwachung der Dokumente, buchhalterischen Unterlagen und Akten des Vorstands und der Gewerkschaftssitzungen angefordert und schuf damit ein Klima der Einschüchterung für die Mitglieder. Im Juni 2016 wurde bei der Staatsanwaltschaft Klage gegen den Bürgermeister eingereicht.

Kürzung der Löhne von Beschäftigten des Kongresses von Guatemala 18-07-2016

Im Juli 2016 informierte der Präsident des Kongresses, Mario Taracena, über die Entscheidung, die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter des Kongresses zu kürzen, da die Berechnung eines prozentualen Anteils dieser Zahlungen ausgehend von einem falschen Betrag erfolgt war, was zu sehr großzügigen Einkommen einiger der Beschäftigten geführt habe. Darüber hinaus kündigte er den Beginn der Entlassungen von etwa 1.662 Arbeiternehmern an, denen offensichtlich keine öffentlichen Aufgaben zugewiesen worden waren. Die Gewerkschaft Sindicato de Trabajadores del Organismo Legislativo (STOL) forderte die Achtung der gesetzlich verbrieften und legitimen Rechte der Arbeitnehmer und forderte die Schaffung eines Raumes für den Dialog, um die möglichen Fehler zu identifizieren, die bei der Zahlung der Löhne unterlaufen sein könnten und um Lösungen zu suchen, die nicht gegen die legitimen Rechte und Garantien verstoßen. Der Missbrauch des Vorsitzes des Kongresses liegt in diesem Fall in den Händen der Justiz.

Gewerkschaftsführerin der SITRACONALFA ermordet30-10-2016

Am 24. Februar 2016 ermordeten zwei Unbekannte Silvia Marina Calderón Uribio, städtische Koordinatorin für Alphabetisierung von Patulul, Suchitepéquez, und Mitglied der Gewerkschaft Trabajadores del Comité Nacional de Alfabetización (SITRACONALFA). Im Oktober 2016 lieferten die Behörden eine vorläufige Version der Geschehnisse, wonach es Mord infolge eines Diebstahls war, aber die Mitglieder der Gewerkschaftsorganisation forderten vollständige Aufklärung der Geschehnisse.

Ermordung des Führers von SEMOT09-11-2016

Am 9. November 2016 wurde Eliseo Villatoro Cardona, Sekretär für Organisation und Öffentlichkeitsarbeit und Mitglied des Vorstandsausschusses der Gewerkschaft Sindicato de Empleados Municipales Organizados de Tiquisate (SEMOT), des Departements Escuintla, die dem Movimiento Sindical, Indígena y Campesino Guatemalteco (MSICG) angeschlossen ist, ermordet. Eliseo Villatoro wurde auf seinem Weg nach Hause von zwei Unbekannten ermordet, die von einem Motorrad aus schossen. Die Gewerkschaft erhielt ab dem Moment ihrer Gründung verschiedene Drohungen und Druck von der Gemeinde Tiquisate, die zunächst die Löhne der Mitarbeiter, die der SEMOT angeschlossen waren, nicht mehr auszahlte und sie anschließend entließ.

Entlassungen wegen Gründung von Gewerkschaft bei Bimbo de Centro América S.A.17-01-2017

Am 30. Juni 2016 beschloss eine Gruppe von 13 Beschäftigten von Bimbo de Centro América S.A. sich gewerkschaftlich zu organisieren. Kaum vier Stunden später entließ das Unternehmen alle. Später, am 2. und 6. Juli, entließ das Unternehmen eine weitere Gruppe von 22 Beschäftigten mit der Begründung einer „personellen Umstrukturierung“. Trotz der Repression beschlossen über 100 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Initiative wiederaufzugreifen und 20 Tage später wurden beim Arbeitsministerium alle für die Bildung der Gewerkschaft Sindicato de Trabajadores y Trabajadoras de Bimbo de Centro América S.A. (Sitrabimbo) erforderlichen Unterlagen eingereicht. Ferner wurde eine Kopie der Forderungen für künftige Tarifverhandlungen in den sieben landesweit gegründeten Zweigniederlassungen eingereicht. Das Unternehmen entließ sofort Dutzende von Beschäftigten im ganzen Land. Am 8. September ordnete die zweite Kammer des Gerichts für Arbeit und Sozialfürsorge die Wiedereinsetzung von 75 rechtswidrig entlassenen Arbeitnehmern an, doch Bimbo weigerte sich, den Entscheid umzusetzen und drohte auch weiter mit Entlassungen und der Schließung von Filialbetrieben.
Am 26. Dezember 2016 gab Bimbo de Centro América S.A., nachdem die Eintragung der Sitrabimbo im Amtsblatt veröffentlicht worden war, eine Mitteilung heraus, in der es die gewerkschaftliche Organisation anerkannte und sich dazu verpflichtete, das Vereinigungsrecht seiner Mitarbeiter zu achten.
Allerdings gab die zweite Kammer des Berufungsgerichts für Arbeit und Sozialfürsorge am 17. Januar 2017 eine Entscheidung vom 25. Dezember des Vorjahres bekannt, durch die die vom Arbeitsgericht in erster Instanz gegen Bimbo de Centro América S.A. erlassenen Verfügungen aufgehoben und wirkungslos wurden, sodass über 250 wegen der Bildung der Gewerkschaft entlassene Arbeitnehmer nicht wiedereingestellt wurden.

Gegen Gewerkschaftsführer gerichtete Drohungen und Verfolgung 30-05-2016

Benedicto Vicente Ordoñez, Generalsekretär der Gewerkschaft der Beschäftigten der Gemeindeverwaltung von Santa Barbara, Suchitepequez, zeigte am 20. Januar 2015 bei der staatsanwaltschaftlichen Sonderstelle zur Bekämpfung von Straftaten gegen Gewerkschafter an, dass er aufgrund seiner Gewerkschaftstätigkeit Opfer von Verfolgung, Drohungen und Mobbing geworden sei. Mehrmals sei er von unbekannten Personen verfolgt worden und es sei nicht auszuschließen, dass die Verfolgung von der Gemeindeverwaltung ausgehe, weshalb er um Ermittlungen gegen den Bürgermeister und den Gemeinderat bitte, wobei zu berücksichtigen sei, dass ein dem Bürgermeister nahe stehendes Familienmitglied mit drohendem Unterton zu verstehen gegeben habe, dass die einzige Form, frei in der Gemeindeverwaltung arbeiten zu können, diejenige sei, den Gewerkschaftsführer verschwinden und ausschalten zu lassen.

Rechtswidrige Entlassung in der Finca Mi Tierra, Departement Suchitepéquez 28-02-2016

Die Gewerkschaft der Beschäftigten der Finca Mi Tierra, Sociedad Anónima, reichte Klage gegen das Unternehmen Mi Tierra wegen unzähliger arbeitsrechtlicher Verstöße gegenüber Beschäftigten ein. Dabei wurden vor allem genannt: Vergeltungsmaßnahmen, Löhne unter dem Mindestlohn, Verhandlung über gesetzliche Ansprüche (wie Weihnachtsgeld, Bonus vierzehn, Urlaubstage und Feiertage), Lohnabzüge für Sozialversicherung ohne dass der Arbeitgeber seinen Arbeitgeberanteil einzahlt, Mobbing am Arbeitsplatz, unzumutbare Anhebung des Arbeitspensums und kontinuierliche Entlassungsdrohungen aufgrund der Einforderung von Rechten und Ansprüchen.

Zwischen 1999 bis 2015 entstand ein umfangreicher Prozess, bei dem verschiedene Anhörungen, Schutzmaßnahmen und obligatorische Schlichtungen stattfanden und Berufung eingelegt wurde. Am 6. April 2015 erklärte sich das Schlichtungsgericht für die Befassung mit diesem Konflikt zuständig. Zwischen dem 22. und dem 29. April 2015 wurden mindestens vier Anhörungen der betroffenen Parteien durchgeführt. Am 29. April wurde das Urteil zur Wiederherstellung der Rechte der Arbeitnehmer gesprochen, doch am 10. Mai legte der Rechtsvertreter des Unternehmens Beschwerde gegen das Urteil ein. Am 15. Juli 2015 erklärte die Vierte Kammer des Berufungsgerichts für Arbeit und Sozialfürsorge von Suchitepequez die Beschwerde für unzulässig. Am 21. August 2015 wurde der Fall an das ursprüngliche Gericht zurückverwiesen. Laut Aussage der Gewerkschaft hat die beklagte Partei bis Februar 2016 noch nichts von dem, was im Schlichtungsspruch angeordnet worden war, umgesetzt.
Was die unrechtmäßige Entlassung von 29 gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten betrifft, so wurden die Beschäftigten am 25. März 2015 wieder an ihre Arbeitsplätze eingesetzt, doch bis August 2015 hatte die beklagte Partei ihnen noch keinerlei Funktionen zugewiesen oder ihnen die Löhne gezahlt, die zwischen ihrer Entlassung und ihrer Wiedereinstellung nicht ausgezahlt worden waren.

Verstöße gegen das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit31-03-2015

Im August 2014 wurden Beschäftigte im Verlauf eines Arbeitskampfes beim Unternehmen Plantaciones de Café el Ferrol, la Florida y Santa Elena (FEFLOSA S.A.) von ihren Arbeitgebern körperlich angegriffen und bedroht. Anlass des Arbeitskampfes waren ausstehende Lohnforderungen und ungerechtfertigte Entlassungen. Nach diesem Vorfall warf die Arbeitsaufsichtsbehörde den Beschäftigten vor, ihren Arbeitgeber zu erpressen. Am 7. August 2014 erhoben die Arbeitnehmer Beschwerde bei der Staatsanwaltschaft. Bis März 2015 hatten sie noch keine Informationen zum Ermittlungsstand erhalten.
Am 30. September 2014 unterschrieb der gesetzliche Vertreter des Unternehmens ein vom Arbeitsministerium verfasstes Dokument, mit dem er sich verpflichtete, den Arbeitnehmern die ausstehenden Löhne auszuzahlen, was bis Ende Oktober nur zum Teil geschehen war. Diese verzweifelte Situation veranlasste einen der Beschäftigten dazu, sein Recht „auf Widerstand zum Schutz und zur Wahrnehmung seiner Rechte und Verfassungsgarantien“ auszuüben und einen Schuppen auf der Plantage zu besetzen. Angesichts dieser Lage weigerte sich der Arbeitgeber generell, die noch ausstehenden Löhne auszuzahlen und versuchte, den Arbeitnehmer und seine Familie mit Gewalt zu vertreiben. Dabei wurde die Frau des Arbeiters schwer verletzt.

Zwischen dem 25. März und dem 8. April 2014 wurden drei Mitglieder der Kommunalarbeitergewerkschaft von Jalapa (Sindicato de Trabajadores Municipales Sindicato) erschossen. Sie hatten von der Gemeindeverwaltung Jalapa die Zahlung von sieben ausstehenden Monatslöhnen gefordert.

Am 7. Juli 2014 wurde Gabriel Enrique Ciramagua Ruiz, Organisationssekretär der Angestelltengewerkschaft der Gemeinde Zacapa (Sindicato de Trabajadores de la Municipalidad de Zacapa, SITRAMUZAC), ermordet.
Am 28. Juni 2014 wurde Joaquín Chiroy y Chiroy, Gründer und stellvertretender Generalsekretär der Gewerkschaft der Verkäufer und ähnlicher Berufe auf dem städtischen Markt in Sololá (Sindicato Gremial de Vendedores y Similares del Mercado Municipal de Sololá), um 4:30 Uhr in der Früh 200 m von seiner Wohnung entfernt von Unbekannten umgebracht. Am 21. Juli wurde der für den Bezirk zuständige Staatsanwalt von der Staatsanwaltschaft des Departments Sololá mit der Ermittlung beauftragt. Der Vorgang liegt im Büro dieses Staatsanwaltes. Das Verfahren wird unter der Nummer MP086-2014-1528 geführt. Bis zum heutigen Tag haben die Ermittlungen zu keinerlei Ergebnis geführt.

Die Bananenanbaugebiete30-12-2014

Die Bananenanbaugebiete im Süden und Norden Guatemalas sind seit vielen Jahren Schauplatz schwerer Verstöße gegen die Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechte sowie gegen die körperliche Unversehrtheit der dort beschäftigten Arbeitnehmer. 2013 und 2014 war Guatemala der weltweit zweitgrößte Bananenexporteur, was zu immensen Unternehmensgewinnen führte. Die Beschäftigten verdienen allerdings nur ca. 12,90 USD für 12 Stunden Arbeit, ohne Kranken- und Sozialversicherungsleistungen. Im Süden des Landes ist es nach wie vor aufgrund von Gewalt und Drohungen unmöglich, Gewerkschaften zu gründen. Im Norden wurde die SITRABI, die Gewerkschaft der Bananenarbeiter in Izalbi, gegründet. Trotz der Gewalt gegen ihre Mitglieder und deren Familien sowie der ständigen Verletzung des Rechtes auf Tarifverhandlungen besteht diese Gewerkschaft weiter.

Gewerkschaftsfeindliche Entlassungen in Purulhá17-02-2016

Nach dem Amtsantritt des neuen Bürgermeisters Sebastián Castro García wurden in der Gemeinde Purulhá im Departement Baja Verapaz am 17. Februar 2016 106 Beschäftigte ungerechtfertigterweise entlassen, einschließlich Mitgliedern der Gewerkschaft und ihres Vorstandes, obwohl führende GewerkschaftsvertreterInnen eigentlich gesetzlich geschützt sein sollten.

Gewerkschaftsfeindliche Entlassungen in San Rafael12-02-2016

Nach dem Amtsantritt des neuen Bürgermeisters Carlos Alfonso Mazariegos Ramírez wurden in der Gemeinde San Rafael Pie de la Cuesta im Departement San Marcos am 12. Februar 2016 15 Beschäftigte ungerechtfertigterweise entlassen, darunter auch die für Fragen der sozialen Sicherheit zuständige Gewerkschaftssekretärin.

Gewerkschaftsfeindliche Entlassungen bei der Zuckerfabrik Palo Gordo 25-11-2015

Die Zuckerfabrik Palo Gordo hat in Guatemala gezielt Gewerkschaftsmitglieder entlassen, um die Gewerkschaft und den Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
zu untergraben. Zunächst wurden am 28. Februar 2015 zehn Beschäftigte entlassen, dann weitere zehn am 15. Oktober 2015, fünf am 6. November 2015 und noch einmal zehn am 20. November 2015. Die Mitgliederzahl der bei dem Betrieb vertretenen Gewerkschaft, der Sindicato de Trabajadores del Ingenio Palo Gordo, ging im November 2015 von 283 auf lediglich 203 zurück. Der Betrieb führt eine gewerkschaftsfeindliche Kampagne, um die Beschäftigten von einem Gewerkschaftsbeitritt abzuhalten und Gewerkschaftsaktivitäten zu unterbinden.

Gewerkschafter aus Jalapa ermordet 20-10-2015

Am 24. September 2015 wurde der Gewerkschafter Mynor Rolando Ramos Castillo, Mitglied der Gewerkschaft SITRAMJ (Sindicato de Trabajadores de la Municipalidad de Jalapa), ermordet. Der Kommunalbeschäftigte war wegen seiner Gewerkschaftsaktivitäten entlassen worden und hatte sich an der Kampagne beteiligt, mit der der Bürgermeister von Jalapa, Elmer Leónidas Guerra, dazu veranlasst werden sollte, sich an die Anordnung des Arbeitsgerichtes zu halten und ungerechtfertigterweise entlassene Beschäftigte wieder einzustellen.

Transportarbeiterführer ermordet15-05-2014

Am 11. Mai 2014 wurde der Transportarbeiterführer Luis Arnoldo López Esteban von der Gewerkschaft SITRASEPUCPA (Sindicato de Trabajadores del Transporte en Servicio Público de Ciudad Pedro de Alvarado) in Jutiapa ermordet. Er hatte zwei Anhalter mitgenommen, die ihn anschließend in einem abgelegenen Gebiet töteten.

Coca Cola suspendiert Gewerkschaftsmitglieder30-04-2014

Im April 2014 hat Coca Cola eine aggressive Medienkampagne gestartet, um die Gewerkschaft Sindicato de Trabajadores de Alimentos y Bebidas Atlántida S.A. (SITRAABASA) in Misskredit zu bringen. Es hieß, dass es bei dem Unternehmen zwei Gruppen von Beschäftigten gebe, diejenigen, die ungeachtet ihrer Position „vertrauenswürdig“ seien, und diejenigen, die der Gewerkschaft angehörten.

Erstere Gruppe hat Lohnerhöhungen erhalten, während die Gewerkschaftsmitglieder auf ihre bis zur Unterzeichnung des Tarifvertrages warten müssen.

Als Reaktion auf diese Diskriminierung verweigerten eine Reihe der Beschäftigten Überstunden. Daraufhin wurden sie am 24. April suspendiert.

Olympisches Komitee Guatemalas nimmt ungerechtfertigte Entlassungen vor28-02-2014

Am 31. Januar 2014, nur zehn Tage nach seinem Amtsantritt, hat das Olympische Komitee Guatemalas 20 seiner Beschäftigten (sieben Männer und 13 Frauen) ungerechtfertigterweise entlassen. Alle waren Gewerkschaftsmitglieder, darunter der gesamte Vorstand und Konsultativrat der Gewerkschaft.

Attentat auf Bananenarbeitergewerkschaft15-01-2014

Der guatemaltekische Gewerkschaftsverband Unión Sindical de Trabajadores de Guatemala (UNSITRAGUA-HISTORICA) hat über ein Attentat auf Beschäftigte des landwirtschaftlichen Unternehmens Omagua Campo Verde I und II in Puerto Barrios, Izabal, berichtet, eines Produktionsbetriebes des transnationalen Unternehmens Chiquita Brands.

Am 10. Januar 2014 schossen unbekannte Männer auf eine Gruppe von 11 Arbeitnehmern, die am Sitz der Gewerkschaft versammelt waren. Der Generalsekretär, Juan de Dios Sagastume Rodas, wurde von einer der Kugeln am Knie verletzt.

Die nationale Zivilpolizei wurde zwar unmittelbar über die Vorkommnisse informiert, schickte aber erst am nächsten Tag zwei Beamte in die Klinik der Sozialversicherung von Puerto Barrios, um Sagastume Rodas zu vernehmen.

Ermordung eines jungen Gewerkschafters10-01-2014

Der IGB hat die Ermordung des knapp 19 Jahre alten Gewerkschafters Marlon Dagoberto Vásquez López verurteilt. Marlon gehörte der Bau- und Dienstleistungsgewerkschaft Sindicato Nacional de Trabajadores de la Construcción y Servicios de Guatemala (SINCSG) an, befand sich im Abiturjahr und war aktives Mitglied des Netzwerkes junger Gewerkschafter von Quetzaltenango. Sein Leichnam wurde am 6. Januar 2014 in der Gemeinde Concepción Chiquirichapa gefunden.

Gewerkschaftsfeindliches Verhalten der Gemeindeverwaltung Jutiapa07-01-2014

Am 6. Januar 2014 meldete die Confederación de Unidad Sindical de Guatemala (CUSG), dass 10 Beschäftigte der Gemeindeverwaltung Jutiapa, von denen 9 Mitglieder der Gewerkschaft waren, entlassen wurden.

Gewerkschaftsfeindliches Verhalten im Bürgermeisteramt von Malacatán16-12-2013

Am 3. Dezember 2013 meldete die Confederación de Unidad Sindical de Guatemala (CUSG), dass das Bürgermeisteramt von Malacatán, San Marcos, von den städtischen Angestellten, die einer Gewerkschaft beitreten möchten, eine Genehmigung verlangt. Die CUSG bestätigte, dass der Bürgermeister, Juan Raul Fuentes Montes, öffentlich erklärt habe, dass er „keine Gewerkschafter im Bürgermeisteramt haben will“.

Anschlag auf Hafenarbeitergewerkschaftsführer13-12-2013

Am 14. November drangen bewaffnete Personen in das wenige Schritte von seinem Haus entfernte Privathaus eines Familienangehörigen ein. Sie gaben an, Befehle „von oben“ zu befolgen und zeigten ein Foto von Ramos, den sie als ihr eigentliches Ziel bezeichneten.

Am 22. November 2013 meldete die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) einen Anschlag auf die Familie von Lázaro Ramos, den Generalsekretär einer ihrer Mitgliedsgewerkschaften, der Sindicato de Trabajadores de la Empresa Portuaria Quetzal (STEPQ).

Die STEPQ und die ITF sind davon überzeugt, dass dieser jüngste Vorfall unmittelbar mit den Maßnahmen zusammenhängt, die ergriffen wurden, um die Gewerkschaft davon abzuhalten, juristisch gegen die Privatisierung eines Teils des Hafens und dessen Konzessionierung an das spanische Unternehmen TCB (Terminal de Contenedores de Barcelona) vorzugehen.

Arbeitskampf bei Industria de Café S.A.24-09-2013

Am 27. August 2013, fast ein Jahr nach dem Beginn direkter Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
und obwohl bereits 97 der 115 Punkte der Gewerkschaftsforderungen unterzeichnet worden waren, veranlasste das Beharren des Unternehmens INCASA auf der Anwendung anderer Lohnstufen auf neue Beschäftigte die Gewerkschaft Sindicato de Trabajadores de la Industria de Café S.A. (SITINCA) dazu, Streikmaßnahmen zu ergreifen.

Coca Cola übt Druck auf Beschäftigte aus, damit sie der Gewerkschaft nicht beitreten24-09-2013

Nur wenige Wochen nach der Gründung der Sindicato de Trabajadores de Alimentos y Bebidas Atlántida S.A. (SITRAABASA) bei dem kürzlich von Coca Cola übernommenen Abfüllbetrieb in Tuculután ging die Geschäftsleitung gegen die Gewerkschaftsmitglieder vor. Am 12. Februar hielt Arthur Goossens, Vorsitzender des Verwaltungsrats und gesetzlicher Vertreter des Unternehmens, die gesamte Belegschaft des Werks sieben Stunden lang fest und übte Druck auf sie aus, um sie davon abzuhalten, der Gewerkschaft beizutreten.

Drohungen gegenüber Gewerkschaftern in Purulha31-01-2013

Im Januar 2013 erstatteten die Gewerkschafter der Kommunalverwaltung von Purulha, Baja Verapaz, bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Anzeige wegen Morddrohungen. Die ihnen von der Staatsanwaltschaft zugesprochenen Korrekturmaßnahmen wurden jedoch nicht ergriffen, und zudem erhielten sie noch eine gerichtliche Klage des Innenministers wegen Nichterscheinens bei einer Sitzung, zu der sie nie eingeladen worden waren.

Gemeindeverwaltung von Jalapa entlässt Beschäftigte24-09-2013

Der Bürgermeister von Jalapa, Elmer Leónidas Guerra Calderón, hat seit seinem Amtsantritt in der Gemeindeverwaltung Maßnahmen gegen Gewerkschaften ergriffen, durch die seit April 2012 260 Beschäftigte entlassen wurden. Trotz einer Verfügung des zuständigen Richters zur Wiedereinstellung der Beschäftigten zeigte sich der Bürgermeister auch weiterhin nicht gewillt, diese richterliche Verfügung umzusetzen. Dieses Problem wurde im Dezember 2012 dank der nachdrücklichen Maßnahmen des IGB und des TUCA gelöst.

Verfolgung von Gewerkschaftern in den Gemeindeverwaltungen24-09-2013

Seit Einzug der neuen Gemeindeverwaltungen, die ihre Arbeit am 15. Januar 2012 aufnahmen, sind die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dieses Sektors mit ernsthaften Verletzungen der grundlegenden Arbeitnehmerrechte konfrontiert, die von Mobbing, Morddrohungen, Verfolgung, Einschüchterung, ungerechtfertigten Entlassungen, geschlechtsspezifischer Diskriminierung, Nichtauszahlung des gesetzlichen Mindestlohns, Verstößen gegen die im Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
über Arbeitsbedingungen festgeschriebenen Rechte bis hin zur Ermordung von Gewerkschaftsführern und Mitgliedern der Basis reichen.

Das Register für Katasterauskünfte entlässt Beschäftigte24-09-2013

Im Februar 2013 reagierten die Behörden auf die Absicht der Beschäftigten des Registers für Katasterauskünfte, eine Gewerkschaft zu gründen, mit Massenentlassungen und der Weigerung, die Organisation als juristische Person anzuerkennen.

Koa Modas geht gegen Gewerkschafter vor24-09-2013

Seit der Gründung der Gewerkschaft im Juni 2012 führt das Bekleidungsunternehmen Koa Modas eine Verleumdungskampagne gegen die Mitglieder des Exekutivausschusses durch. Im Oktober 2012 wurde die Gewerkschaftsführerin Mariela Miranda angegriffen und mit dem Tode bedroht. Im April 2013 wurden 13 der Gewerkschaft angeschlossene Beschäftigte entlassen.

Arbeitsdirektorat trägt Gewerkschaften nicht ein24-09-2013

Am 12. Juni 2013 meldete die Movimiento Sindical y Popular Autónomo Guatemalteco, dass die Behörden des Generalarbeitsdirektorats die Satzungen mehrerer Organisationen nicht eingetragen oder nicht genehmigt hätten, darunter die folgender Gewerkschaften: Sindicato de la Municipalidad de San José El Rodeo; Sindicato de Trabajadores de la Dirección General de Aeronáutica Civil; Sindicato de Trabajadores de la Educación de Sololá; Sindicato de Trabajadores del Zoológico La Aurora und Sindicato de Trabajadores de Purulá.

Eintragung von Tarifvertrag verzögert31-07-2012

Im Juli 2012 haben Mitglieder der Gewerkschaft der städtischen Bediensteten von Pueblo Nuevo Viñas im Departamento Santa Rosa der Arbeitsaufsichtsbehörde einen Tarifvertragsentwurf zur Regelung der Arbeitsbedingungen vorgelegt. Als nach Monaten keine Reaktion darauf erfolgt war und die Gewerkschaft die Behörde um Informationen über den Stand der Dinge bat, wurde ihr gesagt, dass die Unterlagen nicht auffindbar seien.

Gewerkschaftsfeindliche Diskriminierung31-01-2012

Am 15. Januar 2012 entließ der Bürgermeister von San José El Rodeo 24 Beschäftigte, weil sie das Verfahren für die Gründung einer Gewerkschaft der städtischen Beschäftigten eingeleitet hatten.

Im Juni 2012 entließ Ingenio Palo Gordo, einer der wichtigsten Betriebe im Rohrzuckersektor, sieben Vorstandsmitglieder der Gewerkschaft.

Zwischen 2011 und 2012 hat die Präsidiale Menschenrechtskommission nahezu alle Mitglieder des Gewerkschaftsvorstandes entlassen.

Gewalt gegenüber Gewerkschaften 16-08-2013

Mitglieder und führende Vertreter/innen von Gewerkschaften sehen sich kontinuierlich körperlicher Gewalt, Drohungen und Entführungen ausgesetzt. Mindestens 53 Gewerkschafter/innen wurden in den letzten sechs Jahren ermordet.

Gewerkschaften sind einem Klima von Gewalt ausgesetzt31-12-2010

Während die Gesetzgebung Bestimmungen zum Schutz der gewerkschaftlichen Rechte enthält, bedienen sich in Wirklichkeit die tatsächlichen Machthaber Guatemalas einer Reihe von Machenschaften unterschiedlichster Art, um die Gründung von Gewerkschaften zu unterbinden, und zwar insbesondere in der Privatwirtschaft. Die meisten Gewerkschaften bzw. ihre Mitglieder wurden bereits Opfer von Tötungsdelikten, Vergewaltigungen, Körperverletzungen, Drohungen, Hetzkampagnen, Infiltration und Gründung von parallelen Scheingewerkschaften sowie Ausschluss aus allen Bereichen des sozialen Dialogs – und trotzdem haben sie unter derart schwierigen Bedingungen an ihrer soziopolitischen Arbeit vom Standpunkt einer unabhängigen Gewerkschaftsbewegung festgehalten. Die Städte bzw. Stadtverwaltungen verletzen häufig die gewerkschaftlichen Rechte und missachten die Arbeitsbedingungen in einer Atmosphäre von Angst und Gewalt.

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