4 – Systematische Rechtsverletzungen
Der Globale Rechtsindex des IGB

Peru

Die Mitgliedsorganisationen des IGB in Peru sind die Central Autónoma de Trabajadores del Perú (CATP) und die Central Unitaria de Trabajadores del Perú (CUT).

Praxis

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Gewerkschaftsfeindliche Verfolgungen bei dem Agrarindustrieunternehmen TALSA05-04-2016

Nach der Entlassung des Vorstands der Betriebsgewerkschaft Betriebsgewerkschaft Damit kann entweder eine Unternehmensgewerkschaft oder eine gelbe Gewerkschaft gemeint sein SITETSA sowie zwei früheren Mitgliedern hat das Unternehmen die Legalität der Gewerkschaft sowie der Nationalen Föderation der Arbeiter der Agrarindustrie (FENTRAIR), der es angehört, in Frage gestellt. Das Unternehmen leitete nicht nur eine Druck- und Drohkampagne gegen die Arbeitnehmer ein, um diese zum Gewerkschaftsaustritt zu bewegen, sondern beabsichtigte auch eine ihren Interessen nahe stehende Gewerkschaft zu gründen, um einen neuen Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
auszuhandeln.

FENTRAIR und SITETSA starteten eine internationale Kampagne gegen die gewerkschaftsfeindlichen Praktiken von TALSA und brachten die Entlassungen vor Gericht. Das zweite Arbeitsgericht des Bezirks La Libertad gab der Klage aufgrund der Nichtigkeit der Entlassungen statt und forderte vorläufige Maßnahmen zwecks Wiedereinstellung der entlassenen Gewerkschaftsführer.

Gewerkschaft der nationalen Aufsichtsbehörde Sindicato de la Superintendencia Nacional de Fiscalización Laboral denunziert Angriffe und Nichterfüllung von Verpflichtungen 18-05-2016

Im Mai 2016 kündigte die Gewerkschaft Sindicato de Trabajadores de la Superintendencia Nacional de Fiscalización Laboral (SI-Sunafil) einen landesweiten unbefristeten Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
an, weil die Regierung systematisch die Arbeitsrechte sowie die Gewerkschaftsfreiheit der Arbeitsaufsichtsbeamten verletzt hatte.

Sunafil gewährt weder die Mindestbedingungen noch -garantien für die Verrichtung der Arbeit der Aufsichtsbeamten, wie z.B. Mobilität, Uniformen und ein angebrachtes Arbeitsumfeld, so dass keine angemessene Überprüfung der Einhaltung der Arbeitsnormen erfolgen kann. Des Weiteren wurde die Nichteinhaltung verschiedener im Forderungskatalog festgelegter Verpflichtungen angeführt.

Die Generaldirektion für Arbeit des Ministeriums für Arbeit und Beschäftigung (MTPE) erklärte den Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
, zu dem die Gewerkschaft aufgerufen hatte, für unzulässig und bestellte Sunafil und SI-Sunafil zu einem Schlichtungsgespräch ein. Der Leiter der Aufsichtsbehörde gab zu, dass man der Verpflichtung, die Arbeitsaufsichtsbeamten mit Berufskleidung und persönlicher Schutzausrüstung auszustatten, nicht nachgekommen ist. Außerdem erkannte er an, dass der Prozess der Einhaltung der Vorschriften für Gesundheitsschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz langsam gewesen ist, allerdings Fortschritte gemacht wurden.

Entlassung von gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmern des Bergbauunternehmens Chinalco als Vergeltungsmaßnahme für Streik 28-06-2016

Am 28. Juni 2016 forderte die Gewerkschaft Sindicato Unificado de Trabajadores de la Minera Chinalco de Perú von dem chinesischen Unternehmen die Wiedereinstellung der wichtigsten Gewerkschaftsführer, die als Vergeltungsmaßnahme für einen Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
, der den Betrieb der Kupfermine in Toromocho lahm gelegt hatte, entlassen worden waren. Mit dieser Maßnahme wurde das Gewerkschaftsrecht, das diese Arbeitnehmer schützt, verletzt.

Der Konflikt begann am 31. Mai 2016, als 800.000 gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte des chinesischen Bergbauunternehmens Chinalco, das im Distrikt Morococha in der Provinz Yauli (Region Junín) liegt, einen viertägigen Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
durchführten, um die Zahlung der vereinbarten Bonus-Zulagen sowie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen einzufordern. Nach der Demonstration schickte das Unternehmen dem stellvertretenden Generalsekretär sowie dem Rechtsvertreter und dem Pressesprecher Kündigungsschreiben mit dem Argument, dass diese Unterlagen hinsichtlich der Teilnahme der Arbeitnehmer an der Versammlung, auf der die Gewerkschaft beschlossen hatte, in den Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
zu treten, gefälscht hätten.

Die Gewerkschaft versuchte mit der Chinalco Mining Corp. eine Einigung zu erzielen, das Unternehmen war jedoch nicht verhandlungsbereit. Aus diesem Grund bat die Gewerkschaft um die Intervention der Generaldirektion für Arbeit des Ministeriums für Arbeit und Beschäftigungsförderung (MTPE) sowie der Regionalregierung von Junín. Obwohl ein Treffen beider Parteien geplant war, wurden die staatlichen Vertreter nicht vorstellig, so dass keine Schlichtung Schlichtung Der Versuch einer neutralen dritten Partei, eines Schlichters, bei der Beilegung eines Arbeitskonfliktes behilflich zu sein, indem die Kommunikation verbessert wird, Ratschläge gegeben werden und bei der Interpretation strittiger Fragen geholfen wird, um die Konfliktparteien so weit zu bringen, dass sie ihre Differenzen beilegen können. Ein Schlichter spielt keine so aktive Rolle wie ein Vermittler oder ein Schiedsmann.


vgl. Schiedsverfahren, Vermittlung
erfolgen konnte.

Entlassungen von Gewerkschaftlern bei Nestlé Peru 01-09-2016

Im September 2016 wurden 19 Arbeitnehmer der Presslinie von Nestlé Peru, von denen 12 der Nationalen Gewerkschaft der Nestlé-Arbeiter Peru Sindicato Único Nacional de Trabajadores Nestle Perú (SUNTRANEP) angehörten, darüber informiert, dass sich das Unternehmen von ihnen unter der juristischen Formel „Auflösung des Arbeitsverhältnisses im gegenseitigen Einverständnis“ trennen würde. Die Arbeitnehmer versicherten jedoch, dass die Entscheidung einseitig getroffen worden sei. Die Entlassungen erfolgten inmitten der Tarifverhandlungen, die vor sieben Monaten initiiert wurden.

Das Unternehmen hatte die Schließung der Presslinie, in der Deckel und Böden der Kondensmilchverpackungen hergestellt werden, beschlossen, da es rentabler ist, diese von anderen Fabriken zu kaufen als sie weiterhin selbst zu produzieren. Die Beschäftigten streben eine Unterbringung in anderen Bereichen oder den ausgelagerten Unternehmen an, allerdings versicherte das Unternehmen, dass dies nicht möglich sei.

Entlassungen und Angriffe aufgrund eines Streiks in der Zuckerfabrik Pomalca Pomalca12-11-2016

Am 12. November 2016 kündigten die Beschäftigten der Agrarindustrieunternehmen der Region Lambayeque die Bildung eines Aktionsbündnisses zur Verteidigung der Interessen der Zuckerindustrie an, um ihre Arbeits- und Gewerkschaftsrechte einzufordern. Das neue Gremium besteht aus den Gewerkschaften der Agrarindustrieunternehmen in Pomalca, Tumán, Cayaltí, Pucalá und Úcupe und deren Ablegern.

Eigentliches Ziel des Gremiums war die Lösung der Konflikte der Zuckerfabrik Pomalca, zu denen es gekommen war, weil das Unternehmen, das von der Oviedo-Gruppe geführt wird, über 460 Mitarbeiter nicht bezahlt haben soll. Aus diesem Grund wurde gegen die Geschäftsführung protestiert, was die Entlassung von 17 Beschäftigten nach sich zog. Während der Protestaktionen wurde der Mitarbeiter Manuel Saavedra Romero durch eine Schusswaffe verletzt. Seine Mutter, Domitila Romero López, machte den Sicherheitsbeamten der Zuckerfabrik, Rosendo Fernández Coronel, für den Angriff verantwortlich.

Arbeitnehmer von Gerdau Peru protestieren gegen Entlassungen und Nichtanerkennung der Gewerkschaft28-11-2016

Am 28. November 2016 protestierten die Beschäftigten des Stahlunternehmens Gerdau, das in Chimbote, Peru liegt, gegen die Verletzung ihrer Rechte, Entlassungen, die Nichtanerkennung der Gewerkschaften sowie die Outsourcing Outsourcing vgl. Contracting Out -Bestrebungen des Unternehmens.

Im Juni 2016 entließ das Unternehmen in Lima Beschäftigte und die Arbeitnehmer, die sich weigerten zu kündigen, wurden in die Anlage in Chimbote versetzt. Mit der Personalkürzung beabsichtigte das Unternehmen, die Arbeit an eine Vertragsfirma zu übergeben. Außerdem stockte das Unternehmen die tägliche Arbeitszeit von 8 auf 10 Stunden auf. Aus den genannten Gründen und weil das Unternehmen sich weigerte, die Gewerkschaft als gültigen Gesprächspartner bei der Kompromissfindung und Konfliktlösung anzuerkennen, entschieden die Arbeitnehmer zusammen mit anderen Gewerkschafts-, Nachbarschafts- und politischen Organisationen aktiv zu werden.

Behinderung der Gewerkschafsfreiheit, des Streikrechts und des Rechts auf Tarifverhandlungen der Justizangestellten15-12-2016

Im Jahr 2016 wurden Justizangestellte Opfer von Beeinträchtigungen der Gewerkschafsfreiheit und des Rechts auf Tarifverhandlungen sowie von Diskriminierung aufgrund ihrer Gewerkschaftsmitgliedschaft und von willkürlichen Verhaftungen im Rahmen von Streikmaßnahmen.

Im Dezember 2016 rief die Justizgewerkschaft Federación de Sindicatos del Poder Judicial (Fenasipoj) zu einem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
vor dem Gerichtshof Lima Sur auf, der von der nationalen Polizei gewaltsam unterdrückt wurde. Diese setzte gegen die Arbeitnehmer zunächst Tränengas und später Schusswaffen ein, glücklicherweise waren jedoch keine Verletzten zu beklagen. Im Rahmen dieses Eingriffs nahm die Polizei drei Arbeitnehmer fest, u.a. einen Gewerkschaftsführer.

Im Justizwesen werden Kampagnen geführt, um den Gewerkschaftsaustritt von Arbeitnehmern zu erreichen, sowie Vergeltungsmaßnahmen gegen Gewerkschaftsmitglieder unterstützt, wie die Nichterneuerung von Verträgen und Personalrotationen. Des Weiteren besteht auf Unternehmerseite keine ernsthafte Bereitschaft zu Tarifverhandlungen, so dass, wenn die vorgeschriebene notwendige Dokumentation angefordert wird, Unwillen und Verzögerungen an der Tagesordnung sind.

Telekommunikationsunternehmen Telefónica Perú lässt seine Subunternehmen umziehen, um arbeitsrechtliche und gewerkschaftliche Verpflichtungen zu umgehen 29-12-2016

Im Dezember 2016 schloss das multinationale Unternehmen Telefónica seine Subunternehmen LARI, COBRA, ESENTIZ und DOMINION, um gerichtlichen Verfügungen und gewerkschaftlichen Verpflichtungen zu entgehen. Obwohl Telefónica und seine Subunternehmen weiterhin vertraglich gebunden sind, wechseln diese ihren Standort in andere Regionen, um sich von den Arbeitnehmern zu trennen, ihre arbeitsrechtlichen Verpflichtungen zu umgehen und die Gewerkschaftsbasis zu destabilisieren.

Im Laufe des Jahres 2016 wurden Hunderte Beschäftigte in allen Regionen des Landes entlassen, vor allem jedoch in den Städten Trujillo, Cajamarca, Lima und Tacna.

Das Unternehmen Telefónica del Perú entschied einen Standortwechsel der Subunternehmen genau zu dem Zeitpunkt, als der Oberste Gerichtshof das Unternehmen aufrief, den Gerichtsentscheid hinsichtlich des Forderungskatalogs, der von der Gewerkschaft Sindicato de las Empresas de Telefónica en el Perú sowie der Gewerkschaft SITENTEL angestoßen worden war, im Hinblick auf die ausgelagerten Vertragsunternehmen der Telefongesellschaft für den Zeitraum 2010-2011 auszuführen. Das Unternehmen Telefónica versicherte, dass eine Entlassung der Beschäftigten ausschließlich die Entscheidung der Subunternehmen sei, auf die das spanische Unternehmen keinen Einfluss habe.

Diskriminierung und Angriffe auf das Streikrecht sowie das Recht auf Tarifverhandlungen bei Peruana de Perforación SAC31-12-2016

Im Jahr 2016 wurden die Arbeitnehmer der Gewerkschaft Peruana de Perforación SAC Opfer von Diskriminierung aufgrund ihrer Gewerkschaftsmitgliedschaft sowie von Angriffen auf ihr Streikrecht und das Recht auf Tarifverhandlungen.

Die diskriminierende Behandlung findet ihren Ausdruck in Entlassungen, Versetzungen und Anreizen für Nichtgewerkschaftsmitglieder. Des Weiteren werden einige Gewerkschaftsführer vom Unternehmen benutzt, damit diese Gewerkschaftsmitglieder manipulieren, um im Gegenzug in den Genuss gewisser Vorzüge zu kommen.

Im Falle der Arbeitnehmer hat das Arbeitsministerium diese gezwungen, weder Demonstrationen noch Streiks durchzuführen, da die genannten Maßnahmen als illegal erklärt und im Allgemeinen von der Polizei niedergeschlagen werden. Von Unternehmerseite werden die Streiks durch die Androhung von Entlassungen bei Arbeitsniederlegung sowie die Zusendung von schriftlichen Verwarnungen an die teilnehmenden Beschäftigten verhindert.

Angesichts der Krise der Erdölpreise drohte die Rechtsabteilung des Unternehmens der Gewerkschaft im Hinblick auf die Tarifverhandlungen mit der Schließung ihrer Installationen, sollte diese deren Kündigungsangebote nicht annehmen.

Angriffe auf das Streikrecht, die gewerkschaftliche Organisation sowie Diskriminierung des Arbeitnehmerbundes Centro Federado de Empleados der Banco Continental31-12-2016

Im Laufe des Jahres 2016 wurden die Mitglieder des Arbeitnehmerbundes Centro Federado de Empleados del Banco Continental Opfer von Diskriminierung und Angriffen, die gegen das Recht auf die gewerkschaftliche Organisation verstoßen. Das Unternehmen hat keine Bereitschaft gezeigt, über die legitimen und realistischen Forderungen der Gewerkschaft zu verhandeln, was deren Aktivitäten behindert. Aufgrund ihrer Gewerkschaftszugehörigkeit wurden die Arbeitnehmer Opfer von Diskriminierung. Die Beschäftigten haben Angst, der Gewerkschaft beizutreten, denn wenn sie dies tun, werden sie vom Unternehmen ausgegrenzt, nicht befördert, stigmatisiert und angefeindet.

Verletzungen der Gewerkschaftsfreiheit und des Rechts auf Tarifverhandlungen durch das Unternehmen MT INDUSTRIAL SAC31-12-2016

Im Laufe des Jahres 2016 wurden Arbeitnehmer der nationalen Gewerkschaft des Unternehmens MT INDUSTRIAL SAC Opfer von Angriffen auf ihr Recht auf Vereinigungsfreiheit Vereinigungsfreiheit Das Recht auf die Gründung von und den Beitritt zu Gewerkschaften nach eigener Wahl sowie das Recht der Gewerkschaften, ungehindert zu arbeiten und ihre Aktivitäten ohne unzulässige Eingriffe zu verrichten.

vgl. IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
und das Recht auf Tarifverhandlungen sowie von Diskriminierung aufgrund ihrer gewerkschaftlichen Organisation.

Die Arbeitnehmer haben Angst, der Gewerkschaft beizutreten, denn wenn sie dies tun, werden sie vom Unternehmen ausgegrenzt, stigmatisiert und angefeindet. Des Weiteren werden sie nicht befördert und Lohnerhöhungen werden nur nicht gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten gewährt. Als Teil einer gewerkschaftsfeindlichen Strategie hat das Unternehmen auf Entlassungen und Versetzungen zurückgegriffen. Die Gewerkschaftsführer wurden in dem Moment, als sie die Gewerkschaft gründeten, entlassen und später wurden gegen die Mitglieder der Gewerkschaft Disziplinarverfahren eingeleitet. Der Arbeitnehmervertreter Josué Calderón Valdez wurde am 3. März 2016 entlassen und das Schlichtungsverfahren für Juli 2017 angesetzt, was die Verzögerungen bei den Gerichtsverfahren deutlich macht.

Des Weiteren zeigt das Unternehmen zwei Jahre nachdem der Forderungskatalog vorgelegt und an das Ministerium weitergeleitet worden war, nicht den geringsten Willen, über diesen zu verhandeln. Permanent handelt das Unternehmen wider Treu und Glauben, um Beschwerde gegen die Anforderungen einzulegen.

Mitglieder der Gewerkschaft Monsanto werden bedrängt, diskriminiert und angegriffen31-12-2016

Im Jahr 2016 wurden Mitglieder der Gewerkschaft des Unternehmens Monsanto Opfer verschiedenster Arten von Schikane, Diskriminierung, Aggression und Angriffen seitens des Unternehmens.

Monsanto drohte den Arbeitnehmern, sie für die nächsten Ernteperioden nicht mehr einzustellen bzw. sie an andere Produktionslinien zu versetzen, wenn sie mit den Gewerkschaftsführen in Kontakt stehen. Diese diskriminierende Behandlung wird durch befristete und immer wieder unterbrochene Arbeitsverträge möglich. Der diskriminierende Umgang mit den Gewerkschaftsmitgliedern beinhaltet die Nichtakzeptanz von Freistellungen und Beurlaubungen, schlechte Evaluierungen, Zuweisung zusätzlicher Arbeit und die Nichtbezahlung von Überstunden.

Die Arbeitnehmer denunzierten die unrechtmäßige Einmischung des Unternehmens durch eine Desinformationskampagne hinsichtlich der Aktivitäten der Gewerkschaftsführer und die Art und Weise, wie die Gewerkschaft ihre Sitzungen abhält, um auf diese Weise das Vertrauen der Beschäftigten zu mindern. Des Weiteren haben sie die Tarifverhandlungen verhindert und verzögert.

Schließlich hat das Unternehmen notarielle Schreiben an den gesamten Vorstand versandt, in denen es droht, die Vorstandsmitglieder anzuzeigen, sollten sie nicht den Namen des Administrators ihrer Facebook-Seite preisgeben, sowie den Inhalt der Seite zu zensieren.

Obwohl die Nationale Arbeitsaufsichtsbehörde Sunafil (Superintendencia Nacional de Fiscalización del Trabajo) gegen das Unternehmen Geldbußen verhängt hat, gehen die Missbräuche weiter.

Sintrarimac denunziert Entlassungen, Verfolgungen und Angriffe21-04-2017

Im Laufe des Jahres 2016 wurden Mitglieder der Gewerkschaft Sindicato de Trabajadores Rima (Sintrarimac) Opfer gewerkschaftsfeindlicher Entlassungen, Verfolgungen, Drohungen, Schikane und Diskriminierung von Seiten des Unternehmens. Aus dem Technologiebereich wurden sechs Gewerkschaftsmitglieder und -gründer willkürlich entlassen, nachdem sie gezwungen worden waren, ihren Wohnsitz von Lima in verschiedene Provinzen zu verlegen. Im Jahr 2014 entlassene Arbeitnehmer strengten einen Prozess an, um ihre Wiedereinstellung zu erreichen, allerdings wurde dieser von Rimac hinausgezögert. Die nächste Anhörung ist für Juni 2017 vorgesehen.

Darüber hinaus ließen sie dem Vorstand notarielle Schreiben zukommen, in denen sie unter Androhung der Erstattung einer Strafanzeige verlangten, die Identität des Administrators der Facebook-Seite der Gewerkschaft zu erfahren. Des Weiteren fallen die jährlichen Leistungsbeurteilungen der Mitarbeiter, die der Gewerkschaft beitreten oder eine Beziehung zu dieser unterhalten, besonders schlecht aus und sie haben keine Chance auf eine Beförderung, Dienstbefreiung oder Beurlaubung, ein klarer Beweis für Schikane und Diskriminierung. Das Unternehmen mischt sich mit falschen Mitteilungen und E-Mails ein, die die Beschäftigten desinformieren.

Die Mitglieder des Vorstands werden verwarnt, wenn sie an Schlichtungssitzungen teilnehmen und haben außerdem große Schwierigkeiten bei der Beantragung von Dienstbefreiungen für Gewerkschaftsangelegenheiten.

Rimac Seguros und Rimac EPS sträubten sich schon immer, die Gewerkschaft und folglich die Verhandlungen zu akzeptieren. Auch wenn die Tarifverhandlungen im April 2015 initiiert wurden, verzögern sie mit Rechtsbehelfen den Prozess der direkten Verhandlung, der Schlichtung Schlichtung Der Versuch einer neutralen dritten Partei, eines Schlichters, bei der Beilegung eines Arbeitskonfliktes behilflich zu sein, indem die Kommunikation verbessert wird, Ratschläge gegeben werden und bei der Interpretation strittiger Fragen geholfen wird, um die Konfliktparteien so weit zu bringen, dass sie ihre Differenzen beilegen können. Ein Schlichter spielt keine so aktive Rolle wie ein Vermittler oder ein Schiedsmann.


vgl. Schiedsverfahren, Vermittlung
und eines Schiedsverfahrens immer weiter.

Schließlich prangerten die Beschäftigten an, dass das Unternehmen die Mandate der Resolutionen der nationalen Aufsichtsbehörde für Arbeit Sunafil (Superintendencia Nacional de Fiscalización del Trabajo) nicht einhält und dass, wenn ihm Strafzahlungen auferlegt werden, diese zwar beglichen der Missbrauch jedoch nicht behoben werde.

Entlassungen bei Medifarma als Vergeltungsmaßnahme für Gewerkschaftsgründung03-03-2017

Am 3. März 2017 entließ das Unternehmen Medifarma drei Beschäftigte und schickte fristgebundene Kündigungsschreiben an weitere 17, weil sie die Gewerkschaft Sindicato Único de Trabajadores de Medifarma (Sutramed) gegründet hatten, die am 5. Februar 2017 vom Ministerium für Arbeit und Beschäftigungsförderung (MTPE) anerkannt worden war. Die Beschäftigten des multinationalen Konzerns mit peruanischer Kapitalbeteiligung organisierten eine Demonstration vor dem MTPE und forderten die Wiedereinstellung der Entlassenen sowie die sofortige Beendigung des Angriffs auf ihre Gewerkschaft.

Bauarbeitergewerkschafter ermordet27-11-2014

Am 25. November 2014 wurde der Gewerkschafter Carlos Malásquez Bastante, Mitglied einer Einzelgewerkschaft im Baugewerkschaftsbund FTCCP, ermordet. Nach Angaben von José Villanueva Carbajal, Vorsitzender der FTCCP, wurde er im Hafen von Lima, Callao, von Unbekannten erschossen. Villanueva erklärte, dass seine Gewerkschaft von zuvor erfolglos Personenschutz für Malásquez beantragt hatte, weil er ständig verfolgt und bedroht worden war.
Er erhob den Vorwurf, dass der Mord als Vergeltung für die ständigen Beschwerden zu verstehen sei, die Carlos Malásquez wegen der kriminellen und erpresserischen Tätigkeit der Pseudogewerkschaften in diesem Sektor vorgetragen hatte, wobei letztere während der Regierungszeit von Alan García gegründet worden seien, um sich der echten Gewerkschaften zu entledigen.
Der Generalsekretär des Gewerkschaftsbundes Confederación General de Trabajadores del Perú (CGTP), Mario Huamán, hat wiederholt geklagt, dass die frühere Regierung von Alan García die Existenz paralleler Gewerkschaften gefördert und damit die Zulassung von Gewerkschaften ohne jegliche Repräsentativität, einschließlich krimineller, ermöglicht habe.
Laut CGTP wurden in den letzten Jahren 15 führende Vertreter von Bauarbeitergewerkschaften ermordet.

Prekarisierung durch Arbeitsgesetzreformen 30-01-2015

Im November 2014 beschloss der peruanische Kongress ein Gesetz, das einen bis zu 5%igen Personalabbau Personalabbau Verkleinerung der Belegschaft eines Unternehmens, gewöhnlich in dem Bemühen, die Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. in Unternehmen zulässt, wenn diese als Grund angeben, dass ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit gefährdet sei. Einen Monat später wurde das Gesetz Nr. 30.288 über Jugendarbeit beschlossen, das weitere Kürzungen zulässt.

Im gesamten Monat Januar 2015 organisierten Gewerkschaften und Studentenorganisationen Demonstrationen und Kundgebungen gegen die Prekarisierung Prekarisierung Die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitnehmerschaft durch den Ersatz unbefristet beschäftigter Vollzeitkräfte durch Beschäftigte mit befristeten, irregulären Verträgen. und Beschneidung der Arbeitnehmerrechte. Am 15. Januar wurde eine solche gewerkschaftliche und studentische Protestveranstaltung von der Polizei gewaltsam aufgelöst. Dabei gab es mehrere Verletzte und Festnahmen.

Ende Januar 2015 feierten die peruanischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Aufhebung des Jugendarbeitsgesetzes, setzten jedoch ihre Proteste gegen das andere Gesetz fort, das die Arbeitnehmerrechte ebenfalls verletzt.

Gewerkschaftsfeindliche Entlassung bei Mineralölgesellschaft24-03-2015

Am 24. März 2015 wurde der Gewerkschafter Julio Rodríguez La Chira, Generalsekretär der Federación Nacional de Hidrocarburos (FENANHID), willkürlich entlassen. Nach Auffassung des Unabhängigen Gewerkschaftsbundes von Peru, CATP, stellt die Entlassung des Gewerkschaftsführers eine gewerkschaftsfeindliche Handlung des Unternehmens SAVIA Perú S.A. dar, eines Mineralöl fördernden und produzierenden Unternehmens.
Obwohl dem Arbeitgeber die gewerkschaftliche Vertretungsfunktion von Julio Rodríguez eindeutig bekannt war, zögerte er nicht, ihn im Zuge einer gewerkschaftsfeindlichen Strategie zu entlassen, um die Zahl der Gewerkschaftsbeitritte zu senken und die übrigen Beschäftigten einzuschüchtern.

Nestlé setzt sich über Tarifvertrag hinweg30-05-2015

Der Generalsekretär der Betriebsgewerkschaft Betriebsgewerkschaft Damit kann entweder eine Unternehmensgewerkschaft oder eine gelbe Gewerkschaft gemeint sein bei Nestlé Perú (SUNTRANEP), Alexander Caballero, beklagt, dass sich das Unternehmen weigere, jene Beschäftigte als „Produktionsleiter“ einzustufen, die diese Tätigkeit seit mehr als einem Jahrzehnt ausüben. Dies stelle eine Verletzung des geltenden Tarifvertrags dar.

Das transnationale Unternehmen erklärte seinerseits, dass diese Beschäftigten für eine Einstufung als Produktionsleiter einige Prüfungen ablegen müssten, um ihre Qualifikation für diese Aufgabe nachzuweisen, die sie seit zehn Jahren erfüllen.

Caballero unterstrich, dass es sich um eine Nestlé-Strategie handele, um Entlassungen dieser Arbeitskräfte zu erleichtern und andere einzustellen, die geringer entlohnt würden. Bis heute setzt sich das Unternehmen über den Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
hinweg und befördert die Beschäftigten mit über zehn Jahren Berufserfahrung nicht wie im Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
vorgesehen.

Gewerkschaftsfeindliche Haltung bei Vertragspartnern von Telefónica30-12-2015

Im Jahr 2015 setzte sich der Arbeitskampf Arbeitskampf Ein Konflikt zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern bezüglich der Arbeitsbedingungen oder -umstände; kann zu Arbeitskampfmaßnahmenführen. bei folgenden Vertragsunternehmen von Telefónica in Peru fort: ITETE, CALATEL und Konsortium Antonio Lari Mantto. Diese Vertragsunternehmen diskriminierten ihre Beschäftigten durch ihre Weigerung, Tarifverhandlungen zu führen und gingen auf dem Verwaltungs- und dem Rechtsweg gegen die Forderungen der Gewerkschaften vor.

Diese Vertragsunternehmen missachten fortgesetzt die gewerkschaftliche Vertretung und weigern sich, ggf. die Gewerkschaftsbeiträge von den Löhnen direkt abzuführen, so dass sie die finanzielle Grundlage der Gewerkschaften gefährden.

Anschlag und Drohungen gegen Gewerkschaftsführer im Bausektor10-02-2016

Das nationale Exekutivsekretariat des Gewerkschaftsdachverbandes Confederación General de Trabajadores del Perú (CGTP) hat die Gewalt und die Anschläge, die auf Arbeitnehmer und Gewerkschaftsführer der Baugewerkschaft Federación de Trabajadores en Construcción Civil del Perú (FTCCP) verübt wurden, verurteilt.

Auf Manuel Coronado Lino, Generalsekretär der CGTP Loreto und nationaler Vertreter der Confederación General de Trabajadores del Perú (CGTP), wurde im Februar 2016 ein Anschlag verübt, bei dem ein Sprengsatz vor seinem Wohnhaus explodierte und nicht nur er selbst, sondern auch seine gesamte Familie in Gefahr gebracht wurde.

Im selben Monat erhielt nach Angaben der CGTP der für Organisation zuständige Sekretär der CGTP Lambayeque, Wilmer Zegarra Bonilla, Morddrohungen, wurde ständig belästigt und von unbekannten Personen verfolgt.

Gewerkschaftsfeindliche Praxis und willkürliche Entlassungen bei TALSA30-03-2016

Im März 2016 entließ das Agrarindustrieunternehmen TALSA, das zum Rocío-Konzern gehört, willkürlich den gesamten Vorstand der Betriebsgewerkschaft Betriebsgewerkschaft Damit kann entweder eine Unternehmensgewerkschaft oder eine gelbe Gewerkschaft gemeint sein SITETSA und erstattete Strafanzeige wegen Urkundenfälschung gegen den Vorstand, der angeblich die Unterschriften in einem Protokoll einer Versammlung von 2013 gefälscht haben soll, bei der ein neuer Vorstand eingesetzt worden war. TALSA ist eines der größten Agrarexportunternehmen Perus und auf die Erzeugung von Spargel, Heidelbeeren, Artischocken und Avocados spezialisiert. Für die Diskreditierung der Gewerkschaftsführer und die Vorbereitung der Strafanzeige engagierte das Unternehmen einen der Strafverteidiger des ehemaligen peruanischen Präsidenten Alberto Fujimori.

Die entlassenen Gewerkschaftsführer gaben an, sie seien als Vergeltungsmaßnahme wegen ihrer wiederholten Beschwerden über die schlechten Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen in dem Betrieb entlassen worden. Laut Gewerkschaft leitete das Unternehmen mit den Entlassungen eine große Druck- und Drohkampagne gegen die Arbeitnehmer ein, um sie zu einem Gewerkschaftsaustritt zu bewegen.

Ein Toter bei Streik in einem Eisenbergwerk in der Provinz Nazca31-05-2015

Ein Arbeiter wurde getötet und schätzungsweise 200 wurden Berichten zufolge verletzt, als die Polizei am 25. Mai auf streikende Bergarbeiter schoss, die eine Schnellstraße in der Nähe des Eisenbergwerkes von Shougang Hierro Perú in Marcona in der Provinz Nazca, Region Ica, blockiert hatten. Mindestens ein weiterer Beschäftigter erlitt eine Schusswunde. In den peruanischen Medien wurden Videos gezeigt, in denen die Arbeiter die Polizei aufforderten, nicht zu schießen. Zu dem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
hatte die Gewerkschaft FNTMMSP aufgerufen, um gegen die Entlassung von mehr als 80 Beschäftigten beim Subunternehmen Coopsol zu protestieren. Die Streikenden forderten zudem Strompreissenkungen und ein Trinkwasserprojekt für die örtliche Bevölkerung. Alle 963 Arbeiter des Bergwerkes beteiligten sich an dem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
, und das Unternehmen hat während der laufenden Verhandlungen mit der FNTMMSP keine Leiharbeiter als Ersatzarbeitskräfte eingesetzt. Am 18. Mai hatte die FNTMMSP zu einem landesweiten Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
aufgerufen, um gegen Regierungserlasse zu protestieren, die einen verstärkten Rückgriff auf Subunternehmer im Bergbausektor ermöglichen. Der Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
wurde am 27. Mai beendet. Der Marcona-Komplex, Perus größtes Eisenbergwerk, gehört dem größten chinesischen Eisenproduzenten, dem Konzern Shougang. Das Bergwerk war bereits in den Jahren 2009 und 2007 durch Streiks lahmgelegt worden.

Gewerkschaftsfeindliche Entlassungen bei Topy Top30-04-2015

Das Unternehmen Topy Top hat im April 2015 während laufender Tarifverhandlungen den Sekretär der Gewerkschaft SINTOTTSA, Huber Amed Albújar, entlassen.

Zudem wurden 12 weitere Mitglieder der Gewerkschaft entlassen, von denen fünf besonderen Kündigungsschutz genießen.

Albújar hatte den Missbrauch von Kurzzeitverträgen offen kritisiert und sich nachdrücklich für die Arbeitnehmerrechte bei dem Unternehmen eingesetzt. Es ist nicht das erste Mal, dass Topy Top versucht hat, sich seiner zu entledigen.

Er muss sich jetzt wegen vier angeblicher Vergehen verantworten. Albújar bestreitet sämtliche Vorwürfe.

Führender Gewerkschaftsvertreter nach Anschlag im Krankenhaus12-09-2014

Im September 2014 fiel Luis Cardenas, ein führender Gewerkschaftsvertreter bei dem Sicherheitsunternehmen Prosegur, einem brutalen und gewaltsamen Anschlag in der Nähe seines Zuhauses in Peru zum Opfer. Cardenas, der nicht im Dienst war, musste nach dem Zwischenfall, bei dem ihm ein Unbekannter mit einem Stein auf den Kopf geschlagen hatte, im Krankenhaus behandelt werden.

Cardenas wurde nichts gestohlen, was darauf hindeutet, dass es der Angreifer nur wegen seiner Gewerkschaftstätigkeit auf ihn abgesehen hatte. Lediglich einen Monat zuvor waren Flugblätter an Prosegur-Mitarbeiter verteilt worden, in denen Cardenas als Gewerkschaftsführer genannt und fälschlicherweise beschuldigt worden war, Gewerkschaftsgelder entwendet zu haben.

Gewerkschaftsvertreter bei der Fluggesellschaft LAN-TAM eingeschüchtert24-06-2014

Am 21. Juni 2014 wurde Juan Carlos Talavera Flores, der Pressesekretär der peruanischen Gewerkschaft SITALANPE und führender Vertreter der internationalen Solidaritätskampagne zum Schutz der Standards in der südamerikanischen Luftfahrt, seinen eigenen Angaben zufolge inhaftiert, als er am Flughafen Jorge Chavez in Lima Informationsmaterial verteilte und Fragen von Passagieren zu den anstehenden Aktionen und Streiks bei LAN und TAM verteilte.

Angriffe auf Beschäftigte des Unternehmens Risk Control 23-04-2014

Im April 2014 hat die Gewerkschaft bei dem im Erdölsektor tätigen Unternehmen Risk Control tätliche Angriffe auf Mitglieder der Belegschaft verurteilt. Die Beschäftigten waren für den Sicherheitsdienst an den Pipelines des Ölunternehmens Savia Perú zuständig, als sie angegriffen wurden.

Die Gewerkschaft beklagte zudem das Fehlen von Arbeitsaufsichtsbeamten in der Stadt Talara sowie die Weigerung des Unternehmens, auf die Tarifforderungen der Jahre 2012 und 2013 zu reagieren.

Angaben der Gewerkschaft zufolge hätten sich die Manager des Unternehmens nicht an die gesetzlichen Verfahren gehalten und es versäumt, die Nationalpolizei und andere relevante Behörden über die Zwischenfälle zu unterrichten.

Die Vertreter der Regionalregierung lehnten es ihrerseits ab, die Anwesenheit von Arbeitsaufsichtsbeamten anzufordern.

Petrex verhandelt nicht in gutem Glauben mit Ölarbeitern23-04-2014

Im Oktober 2013 ist die Gewerkschaft beim Unternehmen Petrex (Sindicato General de Trabajadores de la Empresa PETREX S.A. -SIGETRAPETREX), eine Mitgliedsorganisation der Central Autónoma de Trabajadores del Perú (CATP), in die direkte Verhandlungsphase des Tarifprozesses eingetreten und hat um Einsicht in die Buchhaltungsunterlagen gebeten, um sich einen Überblick über die Gewinne und Verluste des Unternehmens zu verschaffen. Bis April 2014 hatte die Arbeitsverwaltungsbehörde den relevanten Bericht jedoch noch nicht vorgelegt.

Bei einem Treffen zwischen der Gewerkschaft SIGETRAPETREX und dem Unternehmen im April 2014 weigerte sich Letzteres, die Forderungen der Beschäftigten zu akzeptieren. Die Manager wussten, dass die Gewerkschaft während der Verhandlungen keinen Zugang zu den relevanten Finanzdokumenten hatte. PETREX gehört zur SAIPEM-Gruppe, die sich aus PETREX S.A. und dem italienischen Konzern ENI zusammensetzt.

Gewerkschaftsfeindliche Repressionen in der Agrarindustrie19-03-2014

Camposol ist eins der größten Agrarunternehmen in Peru und auch eins der gewerkschaftsfeindlichsten. Am 13. März, einen Tag nach dem Beginn von Aktionen zur Untermauerung der Arbeitnehmerforderungen, wurden Beschäftigte von Camposol brutal von der Polizei angegriffen. Achtzehn von ihnen wurden inhaftiert, und eine führende Gewerkschaftsvertreterin wurde mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Die Gewerkschaft SITECASA (Sindicato de Trabajadores de la Empresa Camposol S.A.) hatte sich zu der Aktion entschlossen, nachdem die Verhandlungen gescheitert waren und sie genug hatte von „den gebrochenen Versprechen, der schlechten Behandlung, den Entlassungen und Repressionen“ seitens der Unternehmensleitung.

Am Nachmittag des 13. März hatte sich eine Gruppe von Beschäftigten im Rahmen der Aktion am Eingang der Anlage des Unternehmens in Chao niedergelassen. Die von der Betriebsleitung herbeigerufene Polizei begann ohne Vorwarnung mit der Vertreibung der Beschäftigten um jeden Preis.

Augenzeugen berichteten, dass die Polizei mit hemmungsloser Gewalt vorgegangen sei. Die Gewerkschaftsvertreterin Carmen Silvestre wurde am Kopf verletzt und zunächst vor Ort in Chao behandelt, später jedoch in das Krankenhaus Essalud in Viru verlegt. Achtzehn Beschäftigte wurden inhaftiert, darunter SITECASA-Generalsekretär Felipe Arteaga Saavedra, sein Vorgänger, Santos Garro Rojas, und die ehemaligen Spitzenvertreter Elmer Riveros Escobal und Teresa Cóndor Cotrina.

Saturno entlässt Gewerkschafter/in13-02-2014

Bei dem agroindustriellen Betrieb Saturno im Bezirk Chulucanas wurden Mercedes Camacho Juárez und Luis Alberto Manrique Santos entlassen, die im November 2013 zur Frauensekretärin bzw. zum Organisationssekretär der Gewerkschaft Sindicato de Trabajadores Agrarios del Perú (SITAG) gewählt worden waren. Der Betrieb nahm die abgelaufenen Arbeitsverträge der beiden Beschäftigten zum Vorwand, um den wirklichen Entlassungsgrund zu verschleiern.

Talsa entlässt führenden Gewerkschaftsvertreter 13-02-2014

Bei dem zur Rocío-Gruppe gehörenden Agrarbetrieb Talsa in der Region La Libertad, der Spargel, Artischocken und Blaubeeren exportiert, wurde am 25. Januar 2014 der Gewerkschaftsvertreter Felipe Román Rodríguez Moreno, der gerade zum Schriftführer der Gewerkschaft gewählt worden war, in das Büro von Personalchef Manuel Razzeto Chauca einbestellt.

Bei dem Gespräch wurde er vor die Wahl gestellt: Entweder er verzichtet auf seine Funktion und seine Mitgliedschaft bei der Gewerkschaft oder es droht Entlassung. Angaben der Federación Nacional de Trabajadores de la Agroindustria y Afines (FENTAGRO) zufolge habe ihm der Personalchef gesagt, dass er angesichts seiner Gewerkschaftsmitgliedschaft ein „schlechtes Beispiel für die Belegschaft“ abgebe.

Am folgenden Montag, dem 27. Januar, durfte Rodríguez Moreno den Betrieb nicht mehr betreten und Razzeto Chauca eröffnete ihm, dass er entlassen sei und ihm dies noch notariell mitgeteilt werde.

Tarifprozess im öffentlichen Dienst in Gefahr11-02-2014

In dem Bemühen um einen Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
mit der peruanischen Regierung haben drei Gewerkschaftsbünde des öffentlichen Dienstes im Februar 2014 eine gemeinsame Petition vorgelegt. Gefordert werden u.a. das Recht der Beschäftigten auf die Gründung von Gewerkschaften und die Achtung der Arbeitnehmerrechte, auch wenn der Staatsdienst „eine Berufung“ sei.

Der branchenweite Verhandlungsvorschlag „bietet die Gelegenheit, Fortschritte hinsichtlich der Achtung der Vereinigungsfreiheit Vereinigungsfreiheit Das Recht auf die Gründung von und den Beitritt zu Gewerkschaften nach eigener Wahl sowie das Recht der Gewerkschaften, ungehindert zu arbeiten und ihre Aktivitäten ohne unzulässige Eingriffe zu verrichten.

vgl. IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
und des Tarifprozesses im öffentlichen Dienst zu erzielen, die gegenwärtig in Gefahr sind“, so Jorge Villa García, stellvertretender Generalsekretär der Federación Nacional de Trabajadores Administrativos del Sector Educación (FENTASE) und Koordinator der Internationale der Öffentlichen Dienste (IÖD) für Peru. „Dies ist eine Chance für uns, faire Löhne auszuhandeln und Verträge abzuschließen, die Konflikte verhindern und uns dabei helfen, den öffentlichen Dienst in Peru zu verbessern.“

Glencore Xstrata in Peru gewerkschaftsfeindlich wie immer24-01-2014

Im Dezember 2013 hat IndustriAll die Tatsache verurteilt, dass Glencore Xstrata auf ungerechtfertigte Entlassungen, Nötigung und Eingriffe in Gewerkschaftsangelegenheiten zurückgreife, um Techniker in der Kupfermine Antapaccay in der Region Cuzco in Peru an einer gewerkschaftlichen Organisierung Organisierung Der auf die Gründung von oder den Beitritt zu einer Gewerkschaft hinauslaufende Prozess bzw. Bemühungen darum, dass andere Beschäftigte eine Gewerkschaft gründen oder einer Gewerkschaft beitreten. zu hindern.

Gewerkschaftsfeindlichkeit bei der Corporación Lindley31-10-2013

Am 16. Oktober 2013 entließ die Corporación Lindley willkürlich 32 der Betriebsgewerkschaft Betriebsgewerkschaft Damit kann entweder eine Unternehmensgewerkschaft oder eine gelbe Gewerkschaft gemeint sein Sindicato de Trabajadores de la Corporación Lindley S.A. (SITRACORLINSA) angehörende Arbeitnehmer/innen und setzte sich damit über die Vorgabe des Arbeitsministeriums, sie in Festanstellung zu übernehmen, hinweg, wie Pedro Huapaya, der Generalsekretär der SITRACORLINSA, berichtet.

Huapaya erklärte, dass die Gewerkschaft einen Antrag auf Inspektion gestellt hatte, und zwar aufgrund der durch technologische Innovation begründeten Änderung zeitlich befristeter Arbeitsverträge von 35 Beschäftigten, die eigentlich ein Recht auf Festanstellung hatten, da sie bereits seit über zwei Jahren mit befristeten Verträgen beschäftigt waren.

Das Ergebnis der Inspektion lautete, dass 294 Beschäftigte, darunter Arbeiter und Angestellte, geänderte Verträge hatten.

Zur Wahrung ihrer Rechte beschlossen 127 Beschäftigte, der Gewerkschaft beizutreten, woraufhin das Unternehmen am 16. Oktober als Vergeltungsmaßnahme 32 Gewerkschaftsmitglieder entließ.

Verdeckte Entlassungen bei San Miguel Industrias PET24-09-2013

2012 wurde bei dem Unternehmen San Miguel Industrias PET, Hersteller von Plastikbechern, eine Gewerkschaft gegründet. Im August 2013 schloss das Unternehmen den Bereich „Lager“ und „bot“ allen Beschäftigten eine „Auflösung des Arbeitsvertrags in gegenseitigem Einvernehmen mit finanziellen Anreizen“ an. Nähmen sie den Vorschlag nicht an, so würden sie in die Stadt Arequipa, die 17 Stunden auf dem Landweg entfernt im Süden der Hauptstadt liegt, versetzt werden.

Verfolgung der Gewerkschaften bei Saga Falabella29-07-2013

Am 29. Juli 2013 stellten die Beschäftigten von Saga Falabella, Peru, vor dem Geschäft auf der Plaza San Miguel in Lima zur Wahrung ihrer Arbeitnehmerrechte und ihrer Vereinigungsfreiheit Vereinigungsfreiheit Das Recht auf die Gründung von und den Beitritt zu Gewerkschaften nach eigener Wahl sowie das Recht der Gewerkschaften, ungehindert zu arbeiten und ihre Aktivitäten ohne unzulässige Eingriffe zu verrichten.

vgl. IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
eine Mahnwache auf. Die Gewerkschaft verlangt die Einstellung der gewerkschaftsfeindlichen Verfolgungsmaßnahmen durch Führungskräfte und Vorgesetzte gegenüber Beschäftigten und führenden Vertretern der Sindicato Unitario de Trabajadores de Saga Falabella (SUTRASAF).

Willkürliche Entlassung und Verfolgung eines Arbeitnehmers05-04-2013

Drei Monate lang musste Juan Flores Haro die Vergeltungsmaßnahmen seines Arbeitgebers, des Unternehmens Redondos Alimentos, das von der peruanischen Justiz gezwungen worden war, ihn wegen ungerechtfertigter Kündigung wieder einzustellen, ertragen. Schließlich wurde ihm am 5. April 2013 erneut gekündigt.

Peruanischer Textilbetrieb ignoriert Gerichtsentscheid30-06-2013

Im Juni 2013 hat sich die Texpop Corporation auch nach unzähligen Einsprüchen, Entscheiden und Beschlüssen weiterhin vehement geweigert, den Gerichtsanordnungen nachzukommen und die 129 Beschäftigten wieder einzustellen, die 2009 durch einen eklatanten Verstoß gegen das Vereinigungsrecht entlassen worden waren.

Gewerkschaftsfeindliche Diskriminierung19-08-2013

Das spanische Telekommunikationsunternehmen Telefónica hat systematisch Beschäftigte entlassen, die bei mehreren seiner Subunternehmen versucht hatten, eine Gewerkschaft zu gründen. Besonders krass war der Fall bei dem Telefónica-Subunternehmen ITETE SA, das alle Beschäftigten entließ, die der Gewerkschaft SITENTEL angehörten.

Fidel Polo, ein örtlicher Gewerkschafter bei Agricola Viru, einem der größten Agrarexportunternehmen Perus, und stellvertretender Generalsekretär der Nationalen Landarbeitervereinigung FENTAGRO, wurde entlassen, nachdem er in einem regionalen Fernsehprogramm über die schlechten Arbeitsbedingungen in der peruanischen Agrarexportindustrie gesprochen hatte.

Keine Anerkennung als Tarifpartei19-08-2013

Der Getränkebetrieb AJE hat die für den Sektor zuständige Gewerkschaft (SINTRABVA) nicht als Tarifpartei anerkannt und sich geweigert, an von der Nationalen Konfliktbeilegungsstelle anberaumten Sitzungen teilzunehmen. Die Gewerkschaft hat daraufhin zu einem landesweiten Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
aufgerufen, der vom Arbeitsministerium als illegal betrachtet wurde.

Verletzung von Tarifverhandlungen15-12-2011

Im Dezember 2011 gab das Arbeitsministerium die Zahl der noch nicht beigelegten Tarifkonflikte landesweit mit 18 an. Bei elf der betroffenen 18 Unternehmen ging es um die Nichtanerkennung von Tarifverhandlungen mit den jeweiligen Gewerkschaftsorganisationen, wobei es sich hier um Unternehmen aus dem Bereich der Elektroindustrie und der Luftfahrt handelte. Bei drei weiteren betroffenen Unternehmen aus der Baubranche standen die Lohn- und Arbeitsbedingungen im Mittelpunkt der Tarifkonflikte; ein weiterer Tarifkonflikt war durch die Nichteinhaltung von Tarifvereinbarungen ausgelöst worden, Thema der restlichen drei Tarifkonflikte waren anderweitige Probleme im Zusammenhang mit den Arbeitnehmerrechten.

Lückenhafte Gesetzgebung erweist sich immer wieder als Hindernis für Tarifverhandlungen31-12-2011

In Peru zeigt sich wenig bis gar kein politischer Wille, die Verhandlung von Branchentarifverträgen zu fördern. Einschlägige arbeitsrechtliche Bestimmungen zur Ausgestaltung von Branchentarifverträgen fehlen bis heute. Derartige Verhandlungen werden vom Gesetz weder garantiert noch durch ein entsprechendes Regelwerk gefördert.

Der Konzern Telefónica del Perú, eines der solventesten Unternehmen Perus, erteilt der Verhandlung von Branchentarifverträgen regelmäßig eine Absage und nimmt somit den Beschäftigten seiner Tochtergesellschaften systematisch die Möglichkeit, entsprechende Tarifverhandlungen zu führen. Dies hat eine Diskriminierung bei den Arbeitsbedingungen zur Folge, denen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unterliegen, die in Firmen beschäftigt sind, die zwar nicht direkt dem Konzern Telefónica del Perú angehören, die aber verschiedene Tätigkeiten für den Konzern ausführen und ebenfalls dem Telekommunikationssektor angehören.

Bis August 2011 weigerte sich das chilenische Unternehmen Ripley über einen Forderungskatalog zu verhandeln, der im Jahr 2010 von der Betriebsgewerkschaft Betriebsgewerkschaft Damit kann entweder eine Unternehmensgewerkschaft oder eine gelbe Gewerkschaft gemeint sein der Unternehmensgruppe Ripley, SUTRAGISA (Sindicato Único de Trabajadores del Grupo Ripley), vorgelegt worden war. Dieser Forderungskatalog beinhaltete Verbesserungen der Lohn- und Arbeitsbedingungen für rund 5.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Erst nach einer Intervention des Arbeitsministeriums, welches die Firma aufgefordert hatte, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, konnte schließlich im Oktober 2011 eine Einigung erzielt werden.

Befristung von Arbeitsverträgen als gewerkschaftsfeindliche Maßnahme30-11-2009

Mit betrügerischen Absichten greifen Industrieunternehmen vermehrt auf befristete Arbeitsverträge zurück, um Anerkennung Anerkennung Die Bestimmung einer Gewerkschaft durch die zuständige staatliche Stelle zur Tarifpartei für die Beschäftigten in einer gegebenen Tarifeinheit oder die Akzeptanz der kollektiven Vertretung der Beschäftigten durch eine Gewerkschaft seitens des Arbeitgebers. und Bezahlung der Arbeitnehmerrechte und die gewerkschaftliche Organisation der Arbeitnehmer/innen zu umgehen. Mithilfe von Zeitarbeitsverträgen wird den Arbeitnehmer/innen das Recht auf Vereinigungsfreiheit Vereinigungsfreiheit Das Recht auf die Gründung von und den Beitritt zu Gewerkschaften nach eigener Wahl sowie das Recht der Gewerkschaften, ungehindert zu arbeiten und ihre Aktivitäten ohne unzulässige Eingriffe zu verrichten.

vgl. IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
aberkannt; da sie kein dauerhaftes Arbeitsverhältnis genießen, müssen sie lange Arbeitszeiten, niedrige Gehälter, schlechte Arbeitsbedingungen, Ausbeutung und eingeschränkten Anspruch auf Renten- und Krankenversicherung hinnehmen.

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