Mexiko - Zwangsarbeitspraktiken (2012)
Anfang 2011 kontrollierte ein ca. 60 Jahre alter Beschäftigter im Eingangsbereich des Sam`s Club im rund um die mexikanische Hauptstadt gelegenen Bundesstaat „Estado de México“ die Mitgliedsausweise der Besucher. Da es ihm offensichtlich nicht gut ging, fragte ihn einer der Besucher, was mit ihm los sei. Daraufhin deutete der Beschäftigte auf seine Körpermitte, so dass der besorgte Besucher sehen konnte, dass er an der Hüfte festgebunden war. „Sie haben mich wie einen Hund an die Kette gelegt“, fügte er noch hinzu. Man hatte ihn festgebunden, um ihn so zu zwingen, an seinem Platz zu bleiben. Der über diese eklatante Menschenrechtsverletzung empörte Besucher verlangte vom herbeigerufenen Filialleiter, dass der Mann losgebunden werde, was dann auch geschah. Die anderen anwesenden Beschäftigten begrüßten zwar offensichtlich das Eingreifen des Besuchers, wagten aber aus Angst um ihren Arbeitsplatz nichts zu sagen. Der Filialleiter wurde umgehend in eine andere Filiale versetzt, um zu vermeiden, dass die Zivilgesellschaft den Vorfall aufgreift und an die Öffentlichkeit bringt.