5 – Rechte nicht garantiert
Der Globale Rechtsindex des IGB

Indien

Die Mitgliedsorganisationen des IGB in Indien sind die Confederation of Free Trade Unions of India (CFTUI), Hind Mazdoor Sabha (HMS), der Indian National Trade Union Congress (INTUC) und die Self-Employed Women’s Association (SEWA).

Praxis

Browse by:

Gewalt und Morddrohungen gegenüber Gewerkschaftsorganisatoren bei Bekleidungshersteller 30-06-2018

Im Juni 2018 deckte das Worker Rights Consortium (WRC) in Washington in einem Bericht eine Kampagne grausamer Repressionen auf, mit denen die Arbeitnehmer von Shahi Exports daran gehindert werden sollten, eine Gewerkschaft zu gründen und sich für eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen.
Shahi Exports ist Indiens größter Bekleidungsexporteur, der Bekleidung für Top-Marken wie H&M und Benetton herstellt. Im März 2018 verbreiteten mehrere Gewerkschaftsanhänger eine Petition, in der die Unternehmensleitung aufgefordert wurde, für sauberes Wasser zu sorgen und die Löhne zu erhöhen. Die Shahi-Vorgesetzten sprachen daraufhin mehreren mit der Gewerkschaft sympathisierenden Beschäftigten Morddrohungen aus und forderten andere Mitarbeiter dazu auf, diese zu schlagen.
Das WRC sagte, seine Prüfer hätten mehr als 30 Arbeitnehmer/innen im Shahi-Werk „Unit 8“ in Bangalore befragt. Sie stellten dabei fest, dass acht Vorgesetzte für Gewalt und Morddrohungen verantwortlich sind und 15 gewerkschaftsfreundliche Arbeitnehmer/innen suspendiert wurden.
Mehrere Vorgesetzte hatten Gewerkschaftsanhänger/innen in ihr Büro gerufen, sie beschimpft und dann andere Mitarbeiter angewiesen, sie zu schlagen. Ein Manager forderte andere Arbeiter auf, eine weibliche Gewerkschaftsanhängerin zu schlagen, wobei einer sie fast erwürgt hätte. Ein zweiter Vorgesetzter schlug eine andere weibliche Gewerkschaftsanhängerin und sagte anderen Mitarbeitern: „Diese Huren wollen unsere Fabrik schließen! Schlagt sie und tötet sie!“ Die Arbeiterin wurde geschlagen, ihre Kleidung wurde zerrissen, Halskette, Handy und Handtasche wurden gestohlen.
Der Druck des WRC und die Reaktion der westlichen Abnehmer von Shahi, insbesondere nach der negativen Presse nach der Veröffentlichung des WRC-Berichts, führten im Juli zu einer Ankündigung von Shahi, die fraglichen Vorgesetzten zu entlassen. Shahi stellte auch die 15 Arbeiter/innen wieder ein, zahlte ihnen das Gehalt zurück und erklärte sich bereit, die Gewerkschaft Karnataka Garment Workers’ Union anzuerkennen und mit ihr zu verhandeln.

Streikrecht für U-Bahnmitarbeiter/innen verweigert 30-06-2018

Am 29. Juni 2018 genehmigte das Oberste Gericht in Delhi eine Petition der Verkehrsgesellschaft Delhi Metro Rail Corporation (DMRC), die die 9.000 nicht-leitenden Angestellten— Zugpersonal, Instandhaltungspersonal, Stationslotsen, Techniker — daran hindern sollte, in Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
zu treten. Begründet wurde dieser Schritt mit den dadurch entstehenden „erheblichen Unannehmlichkeiten“ für Pendler.
Die Pendler selbst hingegen stellten sich auf die Seite der U-Bahnmitarbeiter/innen. Der Pendlerverband Delhi Metro Commuters’ Association (DMCA) veröffentlichte am 30. Juni eine Erklärung zur Unterstützung der DMRC-Beschäftigten, die bereits zehn Tage für höhere Löhne und das Recht auf die Gründung einer Gewerkschaft demonstriert hatten.
Die Bahngesellschaft behauptete, im Juli 2017 einen Vergleich mit dem Personalrat erzielt zu haben. Aber die Angestellten, die mehrere Tage lang an verschiedenen U-Bahn-Stationen wegen nicht-erfüllter Forderungen Sitzblockaden organisiert hatten, wiesen darauf hin, dass die DMRC die Bedingungen dieser Vereinbarung nicht erfüllt habe.

Repressalien nach Zulassungsantrag15-08-2017

Im Juni 2017 hat der Gewerkschaftsbund Indian National Trade Union Congress (INTUC) die Zulassung einer Betriebsgewerkschaft Betriebsgewerkschaft Damit kann entweder eine Unternehmensgewerkschaft oder eine gelbe Gewerkschaft gemeint sein bei M/s TATA Advanced Systems Ltd. Adibatla, einem Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie, beantragt, die von der Regierung nicht erteilt wurde, und am 15. August 2017 nahm die Polizei elf Amtsträger und aktive Mitglieder der Gewerkschaft wegen einer Demonstration fest. Laut Polizei sei die Demonstration gemäß Abschnitt 144 der Strafprozessordnung, der Versammlungen von mehr als vier Personen untersagt, verboten worden.

Gewerkschaft im informellen Sektor verboten27-12-2017

Am 27. Dezember 2017 hat die BJP-Regierung des Bundesstaates Jharkhand die Mazdoor Sangathan Samiti (MSS), eine seit 30 Jahren existierende Gewerkschaft, die Beschäftigte im informellen Sektor vertritt, im Rahmen des Strafrechtsänderungsgesetzes verboten. Unter Berufung auf dieses Gesetz wurden zudem Verfahren gegen zehn Amtsträger der MSS angestrengt, wobei Angaben der Gewerkschaft zufolge falsche Anschuldigungen vorgebracht wurden.

Das Verbot erfolgte, nachdem die MSS den renommierten Telugu-Dichter Varvara Rao eingeladen hatte, anlässlich des 100. Jahrestages der russischen Revolution zu sprechen. Die Regierung leitete daraus den Beweis für die Verbundenheit der MSS mit der Maoistischen Partei ab und verbot sie. Ferner warf sie der MSS vor, auf illegale Weise Mittel für ihr Programm aufzubringen.

Die MSS wurde 1985 gegründet und 1989 zugelassen. Im Jahr 2017 hatte sie 22.000 Mitglieder, ausschließlich im informellen Sektor. Die MSS hat Beschäftigte in den Kohlebergwerken von Dhanbad, in Wärmekraftwerken, in der Landwirtschaft und an der Pilgerstätte Shikharji organisiert. Die Gewerkschaft betreibt zudem ein Krankenhaus in Jharkhand, das alle Arbeitskräfte und Stammesgruppen in der Region kostenlos versorgt, und sie veröffentlicht eine monatlich erscheinende Zeitung für die Beschäftigten. Durch ihre Arbeit im informellen Sektor kämpft die MSS seit mehr als drei Jahrzehnten an vorderster Front für Stammesgruppen und Arbeiter.

Darüber hinaus spielt die MSS eine führende Rolle beim Widerstand gegen ein Programm in Jharkhand, in dessen Rahmen Stammesgruppen vertrieben und ihre Existenzgrundlagen zerstört werden, indem sie im Namen der Entwicklung natürlicher Ressourcen beraubt werden.

Die MSS geht davon aus, dass diese Arbeit und die bekannte Aversion der Regierung gegen militante Gewerkschaften die wahren Gründe für das Verbot waren.

Massenentlassungen im Gesundheitswesen nach Streik 09-12-2017

Das Gesundheitsministerium des Bundesstaates Haryana hat am 9. Dezember rund 500 Zeitarbeitskräften wegen eines Streiks gekündigt.

Die Zeitarbeitskräfte waren aktiv geworden, um wie die in den Jahren 2012 und 2013 mit festen Verträgen eingestellten Beschäftigten ihre Festanstellung beim Gesundheitsministerium des Bundesstaates zu fordern. Laut Gesundheitsministerium hätten sie es versäumt, einer Anordnung zur Rückkehr an ihren Arbeitsplatz nach 24 Stunden nachzukommen, weshalb sie entlassen worden seien. Das Gesundheitsministerium hatte jedoch bereits am 8. Dezember die Entlassung der an dem Protest Beteiligten angeordnet.

Automobilarbeiter wegen versuchter Gewerkschaftsgründung schikaniert und bedroht 31-10-2017

Im Oktober 2017 warfen Beschäftigte von SPM Autocomp Systems Pvt. Limited, eines Herstellers und Lieferanten von Autoteilen in Manesar im Bezirk Gurugram im Bundesstaat Haryana, der Betriebsleitung vor, sie zu schikanieren und versteckte Drohungen gegnüber ihren Familien auszusprechen, um sie von der Gründung einer Gewerkschaft abzuschrecken. Beschwerden beim „Labour Commissioner“, dem für Arbeitsfragen zuständigen Regierungsbeamten, und bei der Polizei blieben ergebnislos.

Die Beschäftigten hatten beschlossen, eine Gewerkschaft zu gründen, nachdem im April 2017 ein Kollege sein Leben verloren hatte, als er bei der Arbeit in ein Förderband geraten war. Die Betriebsleitung begann jedoch unmittelbar nach dem Beginn des Zulassungsverfahrens im September mit der Schikanierung der Amtsträger der Gewerkschaft. Einer von ihnen gab an, dass Mitglieder der Betriebsleitung sogar zu den Amtsträgern nach Hause gekommen seien und versteckte Drohungen ausgesprochen hätten.

Der Gewerkschaftsvorsitzende Ravinder gab an, am 9. Oktober zusammen mit einem halben Dutzend anderen Amtsträgern in dem Betrieb festgehalten, verprügelt und gezwungen worden zu sein, Papiere zu unterschreiben, um eine Vereinbarung mit dem Unternehmen über die Gewerkschaftsgründung zu erzielen. Zudem wurden Dorfbewohner aufgefordert, ihnen zu drohen, und seit dem 10. Oktober durften sie das Betriebsgelände nicht mehr betreten.

Der Anwalt der Beschäftigten stellte Folgendes fest: „In den meisten Betrieben in Gurugram werden die Beschäftigten wegen der Gründung einer Gewerkschaft schikaniert. Die Tatsache, dass in nur etwa 100 von mehreren Tausend Fabriken Gewerkschaften vertreten sind, spricht Bände.“

Polizei greift streikende Stahlarbeiter an 22-09-2017

Am 22. September 2017 wurden Beschäftigte von Tayo Rolls, einer Tochter von Tata Steel, und ihre Familien brutal von der Polizei verprügelt, als sie außerhalb des Stahlwerkes in Jamshedpur einen friedlichen Protest abhielten.
Sie protestierten gegen die Schließung des Werkes und forderten alternative Beschäftigungsmöglichkeiten oder eine angemessene Abfindung, als sie von einer Gruppe von Polizisten, die auch Wasserwerfer einsetzten, verprügelt wurden, wobei schätzungsweise 40 Protestierende verletzt wurden. Gegen zahlreiche Beschäftigte brachte die Polizei zudem falsche Beschuldigungen vor.
Die Beschäftigten forderten u.a. die Zahlung ausstehender Löhne, alternative Beschäftigungsmöglichkeiten in anderen TATA-Werken bzw. für den Fall, dass dies nicht möglich sein sollte, die Zahlung einer Abfindung in Höhe von 100 monatlichen Grundlöhnen und eine Teuerungszulage, wie nach der Schließung eines ähnlichen Werkes derselben Gruppe einige Jahre zuvor. Das Unternehmen hatte ein freiwilliges Abfindungsprogramm angeboten, das etwa 284 Beschäftigte jedoch als unzureichend abgelehnt hatten.
Die Beschäftigten hatten die Schließung des Werkes angefochten und eine Petition beim Arbeitsministerium eingereicht, in der sie argumentieren, dass die korrupten Praktiken von Unternehmensvertretern zu den Verlusten geführt hätten und das Unternehmen wiederbelebt werden solle, um allen Beschäftigten Arbeitsmöglichkeiten zu bieten. Da das Unternehmen eine TATA-Tochter sei, gebe es alternative Beschäftigungsmöglichkeiten an anderen Standorten.
Im Oktober 2016 wurde der Antrag auf die Schließung des Werkes vom Arbeitsministerium in Jharkhand abgelehnt, aber das Unternehmen stellte die Zahlung der Löhne in dem Monat ein.
Im Juni 2017 gingen einige Beschäftigte vor das Arbeitsgericht, um die Zahlung der ausstehenden Löhne durchzusetzen, während das Unternehmen bezüglich der Schließung Einspruch beim Obersten Gerichtshof erhob.

Punjab verbietet Lkw-Fahrer-Gewerkschaften21-07-2017

Am 21. Juli hat die Regierung des Bundesstaates Punjab eine Mitteilung veröffentlicht, der zufolge Lkw-Fahrer-Gewerkschaften verboten würden.

Das Verbot erfolgte im Rahmen eines bundesstaatlichen Gesetzes aus dem Jahr 2017 zur Verhinderung von Kartellbildungen im Güterverkehr, und die Regierung behauptete, dass ihr Beschluss darauf abziele, der Güterverkehr-Mafia, die das Lkw-Geschäft durch ihren politischen Einfluss monopolisiere und die Freizügigkeit im Güter- und Warenverkehr behindere, ein Ende zu setzen.

Reifenhersteller erkennt Gewerkschaft nicht an und gründet eigene gelbe Gewerkschaft 02-08-2017

Als der Gewerkschaftsdachverband Gewerkschaftsdachverband Dachorganisation auf nationaler, regionaler oder Bezirksebene, die sich aus ihren Mitgliedsgewerkschaften zusammensetzt; bezeichnet häufig einen Verband oder Dachverband eines Landes. Centre of Indian Trade Unions (CITU) im Mai 2017 mit der Organisierung Organisierung Der auf die Gründung von oder den Beitritt zu einer Gewerkschaft hinauslaufende Prozess bzw. Bemühungen darum, dass andere Beschäftigte eine Gewerkschaft gründen oder einer Gewerkschaft beitreten. der Beschäftigten beim Reifenhersteller JK Tyres Factory in der Nähe von Manimangalam im Bezirk Kanchipuram in Tamil Nadu begann, reagierte die Geschäftsführung mit der Gründung ihrer eigenen Betriebsgewerkschaft Betriebsgewerkschaft Damit kann entweder eine Unternehmensgewerkschaft oder eine gelbe Gewerkschaft gemeint sein .

Ein CITU-Vertreter, Muthukumar, erklärte, dass einige festangestellte CITU-Mitglieder unter Druck gesetzt worden seien, der internen Gewerkschaft beizutreten und zu Amtsträgern gemacht wurden. Die Geschäftsführung habe zudem aktive CITU-Vertreter mittels Suspendierungen und Versetzungen ins Visier genommen. Die Beschäftigten hatten sich zu einem CITU-Beitritt entschlossen, um Beschwerden zur Sprache zu bringen, die von niedrigen Löhnen und Produktionsdruck bis hin zu fehlenden betrieblichen Einrichtungen reichten.

Am 24. Juli legten mehr als 600 Beschäftigte die Arbeit nieder, um die Anerkennung Anerkennung Die Bestimmung einer Gewerkschaft durch die zuständige staatliche Stelle zur Tarifpartei für die Beschäftigten in einer gegebenen Tarifeinheit oder die Akzeptanz der kollektiven Vertretung der Beschäftigten durch eine Gewerkschaft seitens des Arbeitgebers. ihrer Gewerkschaft zu fordern. Am 2. August, eine Woche nach Streikbeginn, erklärte die Betriebsleitung den Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
für rechtswidrig, da Betriebe in der Automobilindustrie öffentliche Versorgungsbetriebe seien. Sie drohte mit Disziplinarmaßnahmen, und mehr als 27 Beschäftigte wurden wegen „unbefriedigender Arbeitsleistung“ entlassen.

Die Beschäftigten setzten ihre Aktion fort und erhöhten den Druck durch Proteste vor der Bezirksverwaltung und in anderen Teilen des Bezirks Kanchipuram.

Nach 17 Streiktagen erklärte sich die Betriebsleitung bereit, mit der mitgliederstärksten Gewerkschaft zu verhandeln und die 27 während des Streiks Entlassenen wieder einzustellen.

Wegen eines Protestes gegen ungezahlte Löhne verhaftet 19-06-2017

Am 19. Juni 2017 wurden 115 Kantinenbeschäftigte, die alle der Gewerkschaft Noon Meal Scheme Workers’ Union angehörten, außerhalb einer Kommunalverwaltungseinrichtung in Srikakulam im Bundesstaat Andrah Pradesh verhaftet, als sie gegen verspätete Lohnzahlungen und die Verweigerung von Rechten wie etwa auf Leistungen aus der Angestelltenversicherung und der Unterstützungskasse protestierten. Sie waren seit Dezember 2016 nicht bezahlt worden.

Die Regierung des Bundesstaates hatte die Mittel für das Mittagessenprogramm, das eingeführt worden war, um die Schulabbrecherquoten zu senken, gekürzt und den Betrieb eines Teils der Essenszentren privaten Akteuren und nichtstaatlichen Organisationen übertragen.

Streikende Bergleute verhaftet24-06-2017

Etwa 60 Arbeitnehmervertreter und Beschäftigte des Kohlebergbauunternehmens Singareni Collieries Company Limited wurden am 16. Juni 2017 in der Region Ramagundem verhaftet, als sie sich an einem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
beteiligen wollten, zu dem fünf große Gewerkschaften aufgerufen hatten (INTUC, CITU, AITUC, HMS und BMS), nachdem die Gespräche über die Wiedereinführung des Programms für die Beschäftigung von Abhängigen gescheitert waren. Weitere 30 Personen wurden in Khammam festgenommen, und auch in Adilabad wurde über Verhaftungen berichtet.

Singareni Collieries betreibt 30 Schachtanlagen und 16 Tagebauprojekte und hat insgesamt 56.000 Beschäftigte in dem riesigen Kohlerevier im Godavari-Tal im Bundesstaat Telangana. Das Ziel des Programms bestand darin, Abhängigen von Beschäftigten, die sich krankheitsbedingt freiwillig für einen vorgezogenen Ruhestand entscheiden, Arbeitsmöglichkeiten anzubieten. Es hatten vier Verhandlungsrunden stattgefunden, bevor die Gewerkschaften am 31. März weit im Voraus einen Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
angekündigt hatten. Die Verhaftungen wurden wegen rechtswidriger Versammlung gemäß Abschnitt 144 der Strafprozessordnung vorgenommen, der es den Behörden ermöglicht, jede Versammlung von mehr als vier Personen für rechtswidrig zu erklären. Wie die Gewerkschaften erläuterten, war der Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
jedoch gesetzeskonform, da die vorgeschriebenen Verfahren eingehalten worden waren, und die Verhaftungen seien somit unbegründet gewesen.

Der Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
wurde am 24. Juni ausgesetzt, um weitere Gespräche zu führen.

Protestierende Automobilarbeiter angegriffen und festgenommen31-05-2017

Am 31. Mai ging die Polizei im Bundesstaat Haryana beim japanischen Automobilwerk Aisin Automative Ltd im IMT Rohtak mit Schlagstöcken gegen Beschäftigte vor und nahm mehr als 400 von ihnen fest, darunter 35 Frauen.

Angaben des Gewerkschaftsbundes Centre of Indian Trade Unions (CITU) zufolge sei es zu dem Zwischenfall während eines Solidaritätsmarsches gekommen, durch den Aisin-Beschäftigte bei ihrem friedlichen Protest im Anschluss an die Entlassung von 20 Kollegen unterstützt werden sollten. Mehrere Personen wurden durch den Einsatz der Schlagstöcke verletzt.

„Aisin-Beschäftigte haben die Initiative ergriffen, eine Gewerkschaft gegründet und ihren Antrag beim Arbeitsministerium des Bundesstaates eingereicht. Die von der BJP geführte Regierung in Haryana hat den Antrag jedoch ohne Angabe eines Grundes abgelehnt, und nahezu zeitgleich, am 3. Mai 2017, hat Aisin Automotive 20 führenden Arbeitnehmervertretern, darunter vier Frauen, fristlos und ohne Begründung gekündigt“, heißt es in einer Erklärung von CITU-Generalsekretär Tapan Sen.

Sen gab ferner an, dass die verbleibenden 700 Beschäftigten von Aisin im Anschluss an die Proteste ebenfalls aus dem Werk geschickt und „angewiesen“ worden seien, erst dann zurückzukehren, wenn sie schriftlich ihren Verzicht auf eine Gewerkschaftsmitgliedschaft erklärt hätten.

Der CITU hat die unverzügliche Freilassung aller Beschäftigten sowie bilaterale Gespräche zur Klärung der von ihnen angesprochenen Probleme gefordert.

Gewerkschaftsfeindliche Diskriminierung bei BASF22-05-2017

Am 22. Mai 2017 haben die Beschäftigten des indischen BASF-Werkes in Mangalore einen friedlichen Protest begonnen und von dem Unternehmen gefordert, seine gewerkschaftsfeindlichen Praktiken zu beenden und seinen eigenen Verhaltenskodex einzuhalten, wie IndustriALL berichtet.

Der Verhaltenskodex von BASF ist für alle Beschäftigten der BASF-Gruppe weltweit verbindlich und umfasst global gültige Verhaltensstandards, einschließlich Menschrechts-, Arbeits- und Sozialstandards.

Bei BASF in Mangalore werden Beschäftigte jedoch diskriminiert. Nichtgewerkschaftsmitglieder, die ähnliche Aufgaben wie Gewerkschaftsmitglieder verrichten, werden auf Posten versetzt, die besser vergütet werden und mit besseren Leistungen und weniger Arbeitsstunden einhergehen, wodurch die Beschäftigten dazu ermutigt werden, auf eine Gewerkschaftsmitgliedschaft zu verzichten.

Die gewerkschaftsfeindlichen Strategien der Betriebsleitung haben im Laufe der Zeit zu einer Verminderung der Zahl der als „Arbeiter“ eingestuften Beschäftigten von 138 auf 78 geführt. Wer seine Rechte einfordert, erhält eine Abmahnung.

Nach mehreren Unfällen in dem Werk hat der Ortsverband der Gewerkschaft „BASF India Worker’s Federation“ Transparenz und Konsultationen bezüglich der Unfalldetails und der Maßnahmen gefordert, die die Werksleitung ergriffen hat, um Abhilfe zu schaffen. Die Bitte um Informationen wurde von der Werksleitung abgelehnt.

Gewerkschaftsmitglieder waren zudem besorgt über die Beschäftigung zahlreicher ausländischer Gelegenheitsarbeiter und Tagelöhner in der Produktion, wo gefährliche Chemikalien verwendet werden. Die Gewerkschaft hat das Unternehmen aufgefordert, für gefährliche Arbeiten künftig keine prekären Zeitarbeitskräfte einzusetzen und mehr feste Stellen zu schaffen.

Auch an anderen BASF-Standorten in Thane (Mumbai) und Ankleshwar (Gujarat) haben die Beschäftigten ähnliche Probleme angesprochen und die BASF-Betriebsleitung aufgefordert, den Verhaltenskodex einzuhalten.

Verkehrschef erkennt Gewerkschaft nicht an 02-05-2017

Im April 2017 hat Tukaram Mundhe, der Vorsitzende und Geschäftsführer von Pune Mahanagar Parivahan Mahamandal Limited (PMPML), einer staatlichen Verkehrseinrichtung, eine Mitteilung veröffentlicht, der zufolge keine der dortigen Gewerkschaften im Rahmen des Unternehmensgesetzes aus dem Jahr 1956 legitimiert sei. Er wies die Verwaltung an, keine ihrer Briefe oder Mitteilungen mehr zur Kenntnis zu nehmen und kündigte an, dass gerichtliche Schritte folgen würden, falls die Gewerkschaften versuchten, die Beschäftigten der Einrichtung in irgendeiner Weise „irrezuführen“.

Jede Gewerkschaft, die die Interessen der Arbeitnehmer schützen wolle, benötige eine Genehmigung der Regierung des Bundesstaates oder der Zentralregierung, und bei PMPML verfüge derzeit keine Gewerkschaft über eine solche Genehmigung, weshalb alle dortigen Organisationen rechtswidrig seien.

Nuruddin Inamdar, der Generalsekretär der Gewerkschaft der Beschäftigten, einer Mitgliedsorganisation des Gewerkschaftsbundes Indian National Trade Union Congress (INTUC), dazu: „Unsere Gewerkschaft hat die Genehmigung des Arbeitsgerichtes, und die Gerichte sind befugt, darüber zu entscheiden, welche Arbeitnehmerorganisationen eine Genehmigung erhalten. Wir kämpfen seit zehn Jahren für die Rechte und Interessen der Arbeitnehmer.“

Zwölf Leiharbeitskräfte wegen Forderung nach Mindestlohn entlassen 30-04-2017

Laut einem Bericht der Gewerkschaft Delhi Hospitals Contractual Workers Union (DHCWU), die Krankenhausbeschäftigte vertritt, wurden am 12. April 2017 12 Leiharbeitskräfte im AIIMS-Traumazentrum entlassen, weil sie sich bei der Krankenhausverwaltung darüber beschwert hatten, dass sie nicht den Mindestlohn erhalten.

Die 12 Beschäftigten waren bei der privaten Leiharbeitsagentur Sudarshan Facilities Pvt Ltd angestellt, die den Auftrag erhalten hatte, das Raumpflegepersonal für das AIIMS-Traumazentrum zu vermitteln.

Als die Beschäftigten den gesetzlichen Mindestlohn forderten, schaltete die Krankenhausleitung die Polizei ein, die Berichten zufolge äußerst unsanft mit den Beschäftigten umging.
Daraufhin wandten sich die Beschäftigten an den „Labour Commissioner“, den für Arbeitsfragen zuständigen Regierungsbeamten.

„Am nächsten Tag wurde den 12 Beschäftigten gekündigt“, so DHCWU-Präsident Dr. Animesh Das.

Die Gewerkschaft hat den AIIMS-Direktor zudem schriftlich darauf hingewiesen, dass der Sanitärinspektor Geld für die Zuweisung von Aufgaben von ihren Mitgliedern verlange, sie zwinge, Tätigkeiten von Personal der Kategorie III, wie OP-Technikern und Computeroperateuren, zu verrichten, die Lohnzahlungen verzögere, sie beschimpfe und manchmal sogar tätlich angreife.

Führende Gewerkschaftsvertreter wegen Transportarbeiterstreiks suspendiert 12-04-2017

Die Regierung des Bundesstaates Haryana hat am 12. April 2017 120 Beschäftigte von Haryana Roadways suspendiert, weil sie gestreikt und den Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
nicht ordnungsgemäß angekündigt hätten. Die Geschäftsführer der 24 Depots von Haryana Roadways wurden angewiesen, jeweils fünf Beschäftigte zu suspendieren. Alle 120 Suspendierten waren Amtsträger der Transportarbeitergewerkschaften auf betrieblicher Ebene.

Bei dem Konflikt ging es um den Beschluss der Regierung, privaten Transportunternehmen Genehmigungen zu erteilen. Der Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
hatte begonnen, nachdem die Gespräche zwischen den protestierenden staatlichen Roadways-Bediensteten und der Regierung am Vortag gescheitert waren.

Die Gewerkschaftsführer machten die Regierung für den Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
verantwortlich. Es hieß, dass Ministerpräsident Manohar Lal Khattar ihnen bei einem Treffen im März versichert habe, dass privaten Transportunternehmen keine Genehmigungen erteilt würden, obwohl später das Gegenteil beschlossen wurde.

Der Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
wurde nach vier Tagen beendet, nachdem der Verkehrsminister und die Gewerkschaftsvertreter der Beschäftigten von Haryana Roadways zusammengetroffen waren. Verkehrsminister Panwar erklärte, dass die Regierung des Bundesstaates eine neue Verkehrspolitik konzipieren und Anregungen der regionalen Verkehrsbehörde RTA sowie der Gewerkschaften berücksichtigen werde. Die Suspendierung der 120 Beschäftigten werde aufgehoben.

Die für 873 Busse erteilten Genehmigungen blieben gültig, jedoch mit der Auflage, dass die Inhaber der Genehmigung den von der Regierung Haryanas festgelegten Gruppen eine kostenlose Beförderung zu ermöglichen haben.

Vierunddreißig Automobilarbeiter, einschließlich der gesamten Gewerkschaftsvertretung, wegen Unterstützung freigesetzter Kollegen entlassen 31-03-2017

Zwischen Mitte Februar und Mitte März 2017 hat Omax Autos in Dharuhera insgesamt 34 festangestellte Beschäftigte entlassen, einschließlich der gesamten Gewerkschaftsvertretung, nachdem die Schlichtungsgespräche mit den Beamten des Arbeitsministeriums gescheitert waren.

Der Konflikt hatte am 1. Februar begonnen, als Omax Autos 388 Leiharbeitskräfte entlassen hatte, von denen die meisten 15 bis 20 Jahre für den Betrieb gearbeitet hatten. Einer von ihnen, Ajay Pandey, beging aus Verzweiflung am 13. Februar Selbstmord. Bei den anschließenden Protesten wurde die Betriebsleitung aufgefordert, der Familie von Ajay Pandey eine Abfindung zu zahlen und Gespräche über die Wiedereinstellung der Entlassenen zu beginnen. Die Stammbelegschaft schloss sich dem Protest an, um ihre „befristet“ beschäftigten Kollegen zu unterstützen. Die Betriebsleitung gab dem Druck nach und erklärte sich zu einer Abfindungszahlung bereit, stellte die Beschäftigten jedoch nicht wieder ein. Omar Autos verfügt über neun Niederlassungen im ganzen Land, und Berichten der Beschäftigten zufolge habe das Unternehmen die Produktion an andere Standorte verlegt und den Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
somit unwirksam gemacht.

Regierung von Uttar Pradesh verbietet Streiks an Universitäten und Hochschulen31-03-2017

Die Regierung des Bundesstaates Uttar Pradesh hat am 31. März 2017 sämtliche Formen von Streiks der Angestellten und Lehrkräfte an staatlichen Universitäten und Hochschulen mit sofortiger Wirkung verboten. Das Verbot ermöglicht der Polizei Festnahmen ohne Haftbefehl und sollte bis zum 30. Juni gelten, um die Prüfungszeit abzudecken.

Die Regierung hat das Verbot im Rahmen des Gesetzes zur Aufrechterhaltung wesentlicher Dienste (Essential Services Maintenance Act, ESMA) erlassen, das den Beschäftigten in diesen „wesentlichen Diensten“ Streiks streng verbietet. Das Gesetz ermöglicht es den Bundesstaaten, die Dienste, für die das ESMA geltend gemacht werden kann, selbst festzulegen. Es besagt, dass die Beteiligung an einem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
mit einer Haftstrafe von bis zu sechs Monaten zu ahnden ist.

Lebenslange Haft und offensichtliche Gewerkschaftsfeindlichkeit 18-03-2017

Am 18. März 2017 hat ein Gericht in Gurugram im nordindischen Bundesstaat Haryana 13 Beschäftigte von Maruti Suzuki India Limited in Manesar wegen krimineller Verschwörung, Beweisvernichtung und Mord im Zusammenhang mit ihrer mutmaßlichen Beteiligung an Zusammenstößen, zu denen es im Juli 2012 in dem Automobilwerk gekommen war, zu lebenslanger Haft verurteilt. Von den 13 Verurteilten waren 12 Gewerkschaftsvertreter.

Im Jahr 2011 hatten festangestellte und Zeitarbeitskräfte in dem Werk versucht, eine unabhängige Gewerkschaft Unabhängige Gewerkschaft Eine keinem nationalen Dachverband angehörende Gewerkschaft; kann auch eine nicht von einem Arbeitgeber beherrschte Gewerkschaft bezeichnen.

vgl. gelbe Gewerkschaft
zu gründen, um die extreme Prekarisierung Prekarisierung Die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitnehmerschaft durch den Ersatz unbefristet beschäftigter Vollzeitkräfte durch Beschäftigte mit befristeten, irregulären Verträgen. der Arbeitsplätze zu beenden und die Arbeitsbedingungen zu verbessern, aber die Geschäftsführung von Maruti Suzuki hatte deren Zulassung mit Unterstützung der Regierung von Haryana verhindert. Obwohl den Beschäftigten schließlich im Jahr 2012 die Gründung einer Gewerkschaft gelang, wurde diese von der Betriebsleitung nicht anerkannt.

Am 18. Juli 2012 schlugen die Spannungen in Gewalt um. Bei einem unbeabsichtigt verursachten Brand kam der Personalleiter des Werkes, Awanish Kumar Dev, ums Leben und mehr als 100 Beschäftigte wurden von der Polizei und den Wachleuten verletzt. Es gibt keine Beweise dafür, dass die verurteilten Männer überhaupt anwesend waren, als das Feuer ausbrach. Festgenommen wurden sie, weil sie auf einer Liste standen, die die Betriebsleitung der Polizei übergeben hatte.

Die Verteidigung der Männer wies darauf hin, dass die Untersuchung in mehreren entscheidenden Aspekten nicht unvoreingenommen gewesen sei und stellte fest, dass die Anklagevertretung während des Prozesses keine stichhaltigen Beweise für eine Verbindung zwischen den Beschäftigten und der Gewalt bzw. Brandstiftung vorgelegt habe.

Die Anwältin Vrinda Grover hat angemerkt, dass die 13 Männer Amtsträger der Gewerkschaft und deren führende Vertreter seien und man sie ins Visier genommen habe, weil sie für die Arbeitnehmerrechte eintreten. Es gebe weniger als dürftige Beweise, die die 13 Beschäftigten mit Gewalt und Brandstiftung in Verbindung bringen.

Die Anwälte der Beschäftigten von Maruti haben angekündigt, dass sie beim Obersten Gerichtshof Berufung gegen das Urteil einlegen werden.

Gewerkschaftsrechte in Indiens Banken verweigert 02-03-2017

Ein Konflikt Ende Februar 2017 hat den Mangel an Gewerkschaftsrechten in Indiens Banken deutlich gemacht. Angestellte der staatlichen Banken, die unter Federführung des Ortsverbandes Ludhiana der Bankengewerkschaft UFBU (United Forum of Bank Unions) seit Mitte Februar gestreikt hatten, haben am 28. Februar eine Massendemonstration vor der Canara Bank, Bharat Nagar Chowk, abgehalten und der Regierung sowie der Bankenvereinigung IBA vorgeworfen, ihre Forderungen zu ignorieren.

Der UFBU-Vertreter Naresh Gaur sprach auf der Kundgebung und erklärte, dass es immer mehr Fälle gebe, in denen die Gewerkschaftsrechte verweigert würden, zu denen auch das Recht auf eine Vertretung in den Aufsichtsräten der Banken und das Recht auf Tarifverhandlungen gehörten. Außerdem werde gegen Vereinbarungen verstoßen und das Streikrecht in Frage gestellt. Und es werde alles darangesetzt, um feste Arbeitsplätze im Bankensektor auszulagern, was mit Risiken verbunden sei.

Er stellte fest, dass die Bankangestellten seit zwei Jahrzehnten gegen die staatlichen Reformen im Bankensektor kämpfen, die die Arbeitnehmerrechte untergraben.

Regierung ignoriert kontinuierlich Gewerkschaftsforderungen02-09-2016

Am 2. September 2016 nahmen mehr als 100 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in ganz Indien an einem landesweiten Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
aus Protest gegen die arbeitnehmerfeindliche Politik der Regierung teil. Zu der Aktion aufgerufen hatten zehn indische Gewerkschaftsdachverbände (INTUC, AITUC, HMS, CITU, AIUTUC, TUCC, SEWA, AICCTU, UTUC und LPF), die zunehmend frustriert darüber waren, dass ihre Forderungen kontinuierlich von der Regierung ignoriert wurden.

Besonders besorgt waren die Gewerkschaften über die arbeitnehmerfeindlichen Arbeitsrechtsreformen, die die von der Bharatiya Janata Party (BJP) angeführte Nationale Demokratischen Allianz angestrebte. Sie hatten einen 12-Punkte-Forderungskatalog vorgelegt, aber die Regierung blieb dem Verhandlungstisch fern.

Gefordert wurden u.a. die strenge Inkraftsetzung aller grundlegenden Arbeitsgesetze, die Beendigung der Prekarisierung Prekarisierung Die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitnehmerschaft durch den Ersatz unbefristet beschäftigter Vollzeitkräfte durch Beschäftigte mit befristeten, irregulären Verträgen. , die Ausweitung des Mindestlohngesetztes auf alle Beschäftigten, eine garantierte Rente für alle und die obligatorische Zulassung von Gewerkschaften innerhalb von 45 Tagen sowie die unverzügliche Ratifizierung der IAO Internationale Arbeitsorganisation Eine dreigliedrige Organisation der Vereinten Nationen (UN), die 1919 ins Leben gerufen wurde, um die Arbeits- und Lebensbedingungen zu fördern. Sie ist die für die Formulierung und Überwachung internationaler Arbeitsnormenwichtigste internationale Organisation.

vgl. Dreigliedrigkeit, IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
-Übereinkommen 87 und 98.

Der landesweite Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
im September 2016 war Teil einer Reihe von Gewerkschaftsaktionen wie nationaler Zusammenkünfte, Streiks und Proteste am 30. März 2016, 10. März 2016, 2. September 2015, 5. Dezember 2014, 12. Dezember 2013 und 28. Februar 2012 sowie eines historischen Marsches zum Parlament am 23. Februar 2011.

Hersteller hydraulischer Pressen weigert sich, Gewerkschaft anzuerkennen09-01-2017

Die Beschäftigten des Unternehmens Suja Shoie, das hydraulische Pressen produziert, bemühen sich seit 2014 um die Anerkennung Anerkennung Die Bestimmung einer Gewerkschaft durch die zuständige staatliche Stelle zur Tarifpartei für die Beschäftigten in einer gegebenen Tarifeinheit oder die Akzeptanz der kollektiven Vertretung der Beschäftigten durch eine Gewerkschaft seitens des Arbeitgebers. ihrer Gewerkschaft als Tarifpartei. Das Unternehmen hat darauf mit Einschüchterungen reagiert und bei einem Gewerkschaftsbeitritt mit Kündigung gedroht. Alle mehr als 400 Beschäftigten sind als Leiharbeitskräfte eingestellt, obwohl sie seit über sieben Jahren dort arbeiten. Eine der Hauptforderungen der Gewerkschaft ist die Festanstellung aller Beschäftigten. Am 9. Januar 2017 wurde die Gewerkschaftsfahne außerhalb des Betriebs gehisst, obwohl die örtliche Polizei zunächst versucht hatte, den Protest zu verbieten. Nach einer Intervention des stellvertretenden Polizeichefs war der Protest jedoch genehmigt worden.

Entlassungen, Festnahmen und Polizeigewalt gegenüber Gewerkschaftsgründern in Sonderwirtschaftszone 23-12-2016

Als die Beschäftigten in der Sonderwirtschaftszone Aequs am 5. September 2016 eine Gewerkschaft gründeten, reagierte die Verwaltung unverzüglich mit der Entlassung aller acht Amtsträger. Kurz darauf wurden vier weitere Gründungsmitglieder entlassen. Es folgten Proteste, und die Beschäftigten wurden weiter von der Zonenverwaltung belästigt und schikaniert.

Am 17. Dezember spitzte sich die Lage zu, als 42 Beschäftigte in einen Arbeitsraum gesperrt wurden, weil sie gegen die Anweisung der Verwaltung, der Gewerkschaft nicht beizutreten, protestiert hatten. Als sich andere Beschäftigte ihrem Protest spontan anschlossen, schaltete die Verwaltung die Polizei ein, die mit Schlagstöcken auf die Beschäftigten losging und 195 von ihnen festnahm. Ein örtliches Gericht hat 160 von ihnen am 23. Dezember 2016 gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt.

Nach einem Treffen der Gewerkschaftsvertreter, der Aequs-Verwaltung und des Arbeitsministeriums hat der Minister die Zonenverwaltung angewiesen, die 15 Entlassungen rückgängig zu machen und die gegen die Beschäftigten erstatteten Anzeigen zurückzuziehen.

Gewerkschaftsfeindlichkeit bei Elektronikfirma19-07-2016

LG Electronics India Pvt. Ltd hat auf die Gründung einer Gewerkschaft bei dem Betrieb mit typischen gewerkschaftsfeindlichen Taktiken reagiert. Die Beschäftigten von LG hatten im Januar 2016 eine Gewerkschaft gegründet und die Zulassung der LG Electronics Employees Union beim zuständigen Regierungsbeamten beantragt. Der Betrieb hat rund 2.350 Beschäftigte, von denen etwa 850 fest angestellt und 1.500 Leiharbeitskräfte sind.

Die Betriebsleitung hat darauf mit der Beförderung aktiver Gewerkschaftsmitglieder reagiert, so dass sie der Gewerkschaft nicht mehr angehören durften. Anschließend hat der Zulassungsbeamte der Gewerkschaft ihre gesetzliche Zulassung unter Berufung auf die Beförderung ihrer Amtsträger verweigert.

Am 9. Juli wurde elf Beschäftigten, darunter die Amtsträger der neuen Gewerkschaft, der Zutritt zum Betriebsgelände verwehrt, und die Betriebsleitung nahm ihnen ihre Ausweise ab. Anschließend wurden die Beschäftigten darüber unterrichtet, dass sie an andere Standorte in entlegenen Gegenden Indiens versetzt würden und dort zur Arbeit zu erscheinen hätten. Eine zwölfte Person erhielt den Versetzungsbescheid zwei Tage später. Aus Solidarität mit ihnen hielten alle Festangestellten, darunter 60 Frauen, am 11. Juli einen Sitzstreik Sitzstreik Eine Form des Arbeitskampfes, bei der sich die Beschäftigten an ihrem Arbeitsplatz hinsetzen, jedoch keine Arbeit verrichten.

vgl. Streik
ab, um die Widerrufung der Versetzungen, die Anerkennung Anerkennung Die Bestimmung einer Gewerkschaft durch die zuständige staatliche Stelle zur Tarifpartei für die Beschäftigten in einer gegebenen Tarifeinheit oder die Akzeptanz der kollektiven Vertretung der Beschäftigten durch eine Gewerkschaft seitens des Arbeitgebers. der Gewerkschaft, einen gesetzlichen Achtstundentag, eine Lohnerhöhung und die Festanstellung der Leiharbeitskräfte zu fordern. Etwa 250 Festangestellte demonstrierten außerhalb der Werktore, während 650 im Betrieb selbst protestierten.

Am 19. Juli nahm die Polizei drei Beschäftigte fest, weil sie angeblich versucht hatten, Leiharbeitskräfte am Betreten des Betriebes zu hindern. Sie wurden auf dem Polizeirevier Surajpur festgehalten. Angesichts der Festnahmen und aus Angst vor Schlägern im Dienste des Arbeitsgebers einigten sich die Beschäftigten am 20. Juli mit der Betriebsleitung, die auf einige, aber nicht auf alle ihrer Forderungen einging, woraufhin der Protest beendet wurde.

Transportarbeiter wegen eines Streiks entlassen16-06-2016

Die Verkehrsgesellschaft Himachal Road Transport Corporation (HRTC) hat 30 Beschäftigte entlassen, weil sie am 16. Juni 2016 gestreikt hatten. Elf bei HRTC vertretene Gewerkschaften hatten einen gemeinsamen Koordinierungsausschuss eingesetzt, der u.a. die Festanstellung der Leiharbeitskräfte und den Schutz der Rentenbezüge forderte. Sämtliche Entlassenen waren Mitglieder des Koordinierungsausschusses.

Das Oberste Gericht von Himachal Pradesh befand den Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
unter Berufung auf das Gesetz über die Aufrechterhaltung wesentlicher Dienste für „rechtswidrig“ und wies die Beschäftigten an, sich nicht an der Demonstration zu beteiligen. Nahezu 8.000 Beschäftigte, größtenteils Leiharbeitskräfte, legten zur Untermauerung ihrer Forderungen dennoch die Arbeit nieder und bewirkten, dass mehr als 2.800 HRTC-Busse in ihren Depots blieben.

Der Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
wurde nicht wie ursprünglich geplant am nächsten Tag fortgesetzt.

Polizeigewalt gegenüber protestierenden Textilarbeiterinnen19-04-2016

Als Textilarbeiterinnen am 18. und 19. April 2016 in Bengaluru im Bundesstaat Karnataka protestierten, ging die Polizei mit brutaler Gewalt gegen sie vor. Die Frauen protestierten gegen die Änderung des staatlichen Pensionsfonds-Systems, durch die sie daran gehindert würden, ihre Beiträge in voller Höhe zu entnehmen. Der Gewerkschaftsbund All-India United Trade Union Centre (AIUTUC) hat diese Maßnahme als „arbeitnehmerfeindlich“ bezeichnet, da es nicht mehr möglich wäre, in Notfällen auf die Mittel zurückzugreifen.

Während des Protestes ging die Polizei mit Schlagstöcken auf die Frauen los, zog sie an den Haaren, stieß sie zur Seite und beschimpfte sie. Videomaterial zeigt, wie die Polizisten auf Frauen einschlugen, die zu Boden gefallen waren und sie anflehten, aufzuhören.

Einige der Protestierenden wurden verhaftet und angeklagt.

Wegen Solidaritätsprotesten suspendiert15-02-2016

Der Motorenhersteller Tata Motors in Sanand hat Mitte Februar 2016 26 Beschäftigte suspendiert, weil sie gegen die Suspendierung von zwei Kollegen protestiert hatten. Die Suspendierung der ersten beiden Beschäftigten war eine Disziplinarmaßnahme im Anschluss an Proteste während des Jahres 2015 zur Forderung nach einer Lohnerhöhung. Nach einem Untersuchungsverfahren beschloss der Betrieb, sie nicht wieder einzustellen, woraufhin es zu dem Protest im Februar kam. Am 23. Februar 2015 legten über 400 Beschäftigte des Betriebes die Arbeit nieder, um die Wiedereinstellung ihrer Kollegen zu fordern. Der Arbeitgeber behauptete, der Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
sei rechtswidrig.

Der Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
dauerte einen Monat, und eine Vereinbarung wurde erst nach einer achtstündigen Sitzung mit der Betriebsleitung erzielt, woraufhin der Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
am 23. März 2016 beendet wurde. Tata Motors erklärte sich bereit, die Suspendierung von 13 der 26 Beschäftigten rückgängig zu machen und über den Verbleib der anderen 13 nach Abschluss einer Untersuchung zu entscheiden. Bezüglich der beiden anderen suspendierten Beschäftigten werde ein Beschluss gefasst, wenn sie auf die zweite Aufforderung nach einer Begründung gegenüber dem Betrieb reagiert hätten. Tata erklärte sich ferner bereit, die Gewerkschaft anzuerkennen und Verhandlungen über die Löhne und andere Forderungen zu beginnen.

Massenentlassungen bei Honda wegen Forderung nach Anerkennung der Gewerkschaft 19-09-2016

Beschäftigte, die sich bei der Honda-Niederlassung im indischen Tapukara (Honda Motorcycles and Scooters India) um die Anerkennung Anerkennung Die Bestimmung einer Gewerkschaft durch die zuständige staatliche Stelle zur Tarifpartei für die Beschäftigten in einer gegebenen Tarifeinheit oder die Akzeptanz der kollektiven Vertretung der Beschäftigten durch eine Gewerkschaft seitens des Arbeitgebers. ihrer Gewerkschaft und feste Verträge bemühten, waren ernsthaften Repressionen ausgesetzt.

Am 16. Februar 2016 kam es zu einem Protest, nachdem ein Vorgesetzter einen bereits erschöpften Leiharbeiter angegriffen hatte, nachdem dieser weitere Überstunden verweigert hatte. Als seine Kollegen aus Protest einen Sitzstreik Sitzstreik Eine Form des Arbeitskampfes, bei der sich die Beschäftigten an ihrem Arbeitsplatz hinsetzen, jedoch keine Arbeit verrichten.

vgl. Streik
begannen, schaltete die Betriebsleitung die Polizei ein, die mit Schlagstöcken auf die Beschäftigten losging und ihnen schwere Verletzungen zufügte. Hunderte Arbeiter wurden verhaftet und 44 in Gewahrsam genommen. Eine Freilassung gegen Kaution wurde zunächst abgelehnt, jedoch später von einer höheren Instanz genehmigt.

Die Betriebsleitung suspendierte rund 100 Beschäftigte wegen Sabotage und strengte gegen mehrere von ihnen einen Prozess an. Etwa 3.000 Leiharbeitskräfte und mehr als 500 Festangestellte wurden entlassen. Im Laufe der folgenden sieben Monate wurden nach zahlreichen Protesten und umfassender Unterstützung circa 350 von ihnen wieder eingestellt, aber das Schicksal von rund 200 Festangestellten und 3.000 Leiharbeitskräften blieb ungewiss.

All dies geschah vor dem Hintergrund der kontinuierlichen Weigerung, die im August 2015 gegründete Gewerkschaft, die „Honda Motorcycle and Scooter 2f Kamgar Union Tapukara“, anzuerkennen. Eine ihrer Hauptforderungen war die Festanstellung der Tausenden Beschäftigten mit prekären Verträgen. Nach den Zusammenstößen vom Februar 2016 hat die Betriebsleitung die Gründung einer Gewerkschaft gefördert, die vom rechtsgerichteten nationalen Gewerkschaftsbund Bharatiya Mazdoor Sangh (BMS) unterstützt wird, und verhandeln wollte sie nur mit dem BMS.

Im September 2016 hat die Betriebsleitung einen Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
mit der vom BMS unterstützten Gewerkschaft unterzeichnet, der jedoch in keiner Weise auf die Forderungen der Beschäftigten einging, wie etwa auf die Wiedereinstellung der Leiharbeitskräfte oder die Rücknahme der Strafanzeigen.

Die Beschäftigten setzten ihre Proteste u.a. mit Hungerstreiks fort, die am 19. September begannen. Das Unternehmen stellte Ersatzarbeitskräfte ein, und zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Eintrags war der Konflikt immer noch nicht beigelegt worden.

Regierung nimmt Start-up-Unternehmen vom Geltungsbereich des Gewerkschaftsgesetzes und anderer maßgeblicher Arbeitsgesetze aus12-01-2016

Das Arbeitsministerium hat am 12. Januar 2016 eine Verfügung erlassen, mit der sogenannte Start-up-Unternehmen von Inspektionen und der Anwendung von neun maßgeblichen Arbeitsgesetzen, einschließlich des Gewerkschaftsgesetzes, ausgenommen werden.

Als Start-up-Unternehmen gelten diejenigen, die innerhalb der letzten fünf Jahre gegründet oder in ein Handelsregister eingetragen wurden und deren Jahresumsatz nicht höher als 250 Millionen Rs ist (rund 3,7 Millionen USD). Die neun betroffenen Gesetze sind: Industrial Disputes Act 1947 (Arbeitskonflikte), Trade Unions Act 1926 (Gewerkschaften), Building and Other Construction Workers Act 1996 (Baugewerbe), Industrial Employment (Standing Order) Act 1946 (Industrie), Inter-State Migrant Workmen Act 1979 (Wanderarbeitskräfte aus anderen Bundesstaaten), Payment of Gratuity Act 1972 (Zahlung von Gratifikationen), Contract Labour (Regulation & Abolition) Act 1970 (Leiharbeit), Employees Provident Fund Act 1952 (Pensionsfonds) und Employees State Insurance Act 1948 (staatliche Versicherung). Die Verfügung hat zur Folge, dass in den betroffenen Einrichtungen mindestens drei Jahre lang keine Inspektionen stattfinden, so dass sich die Arbeitgeber ungestraft über grundlegende Arbeitsgesetze hinwegsetzen können.

Beschäftigte im Gesundheitswesen wegen eines Protestmarsches verletzt und verhaftet 13-12-2015

Die Polizei hat am 13. Dezember Beschäftigte im Gesundheitswesen (Accredited Social Health Activists – ASHA) verhaftet, als sie in Kandi im Bezirk Medak im Bundesstaat Telangana eintrafen. Sie hatten an einem fünftägigen Protestmarsch teilgenommen. Als die Polizei den Protest auflöste, wurden rund 20 Beschäftigte verletzt und fünf, darunter CITU-Sekretär K. Raiaiah, in ein Krankenhaus eingeliefert. Bei einem anderen Zwischenfall am selben Tag wurden Dutzende Gesundheitsbeschäftigte in Kuknoorpally von der Polizei festgenommen, als sie auf dem Weg von Sircilla nach Hyderabad waren. Es hatte im Laufe des Jahres eine Reihe von ASHA-Protesten im Zusammenhang mit den Löhnen und Arbeitsbedingungen gegeben.

200 Erzieherinnen nach Lohnprotesten verhaftet31-12-2015

Schätzungsweise 200 Erzieherinnen wurden im Dezember 2015 wegen ihrer Teilnahme an Protesten verhaftet. Sie hatten von der Regierung die Zahlung der ihnen zustehenden Lohnerhöhungen gefordert. Viele berichteten, dass ihre sowieso bereits niedrigen Löhne seit über vier Monaten nicht mehr gezahlt worden seien. Der Gewerkschaftsdachverband Gewerkschaftsdachverband Dachorganisation auf nationaler, regionaler oder Bezirksebene, die sich aus ihren Mitgliedsgewerkschaften zusammensetzt; bezeichnet häufig einen Verband oder Dachverband eines Landes. Centre of Indian Trade Unions (CITU), der bei der Organisation der Proteste geholfen hatte, hat die Verhaftungen verurteilt und erklärt, dass die Frauen für ihre legitimen Rechte kämpften. Die Beschäftigten haben zudem aus eigener Tasche zum Betrieb der Kinderbetreuungseinrichtungen beigetragen. Die Regierung hat später einige ihrer Forderungen erfüllt, u.a. eine einmonatige Lohnfortzahlung bei krankheitsbedingter Fehlzeit und die Bereitstellung von Geldern für den Bau neuer Einrichtungen.

Gewerkschaftssekretär suspendiert 05-11-2015

Am 5. November hat das Unternehmen Bharat Sanchar Nigam Limited in Amritsar den Bezirkssekretär der Gewerkschaft seiner Beschäftigten (Bharat Sanchar Nigam Limited Employees Union, BSNLEU) suspendiert. Drei Monate zuvor hatte die Gewerkschaft die Unternehmensleitung schriftlich aufgefordert, strittige Fragen zu klären, wie etwa die Bezahlung von Arztrechnungen und Versetzungen. Die Unternehmensleitung unternahm jedoch nichts, um auf die Forderungen einzugehen, und die Gewerkschaft vermutet, dass die Suspendierung ihres Sekretärs eine Vergeltungsmaßnahme für ihre Forderungen und wiederholte Verhandlungsbemühungen war.

Bergbauunternehmen reagiert auf Organisierungskampagne mit Morddrohungen und Entlassungen22-06-2015

Panchratna Mahakud, der Vorsitzende der Gewerkschaft Thriveni Mazdoor Sabha, wurde am 22. Juni 2015 vom Bergbauunternehmen Thriveni wegen falscher Anschuldigungen entlassen. Zuvor hatte B. Prabhakaran, der Eigentümer und Geschäftsführer von Thriveni, ihm gedroht, dass er Tausende Kilometer weit weggebracht und getötet werde. Die Gewerkschaft Thriveni Mazdoor Sabha ist ein Ortsverband der nationalen Bergarbeiterföderation Hind Khadan Mazdoor Federation (HKMF), die eine Organisierungskampagne durchgeführt hatte. Das Unternehmen hatte versucht, eine gewerkschaftliche Organisierung Organisierung Der auf die Gründung von oder den Beitritt zu einer Gewerkschaft hinauslaufende Prozess bzw. Bemühungen darum, dass andere Beschäftigte eine Gewerkschaft gründen oder einer Gewerkschaft beitreten. durch eine Einschüchterungskampagne zu verhindern, bei der zunächst im September 2014 sieben Gewerkschaftsorganisatoren entlassen worden waren.

Elektrizitätsgesellschaft beendet Arbeitnehmerprotest durch gerichtliche Anordnung 20-07-2015
Polizei untersagt Arbeitskampf der U-Bahn-Beschäftigten in Delhi 27-05-2015

Einen Tag nach einer Protestaktion von mehr als 1.000 nicht leitenden Mitarbeitern der Delhi Metro Rail Corporation (DMRC) und einem Streikposten Streikposten Personen, die vor den Toren der betroffenen Betriebe auf einen Arbeitskonfliktoder einen Streik aufmerksam machen und versuchen, andere Beschäftigte dazu zu veranlassen, den Betrieb nicht zu betreten bzw. die Verbraucher davon abzuhalten, den Arbeitgeber zu unterstützen. Die Aufstellung von Streikposten vor einem nicht direkt an dem Konflikt beteiligten, neutralen Betrieb zielt darauf ab, indirekt Druck auf den Arbeitgeber, der die eigentliche Zielscheide der Aktion ist, auszuüben. an der U-Bahnstation Yamuna Bank zur Forderung nach besseren Löhnen und Gehältern am 27. Mai 2015 hat die Polizei in Delhi Unterlassungsanordnungen verhängt.

Nahezu 2.500 nicht leitende Mitarbeiter der DMRC hatten seit dem 5. Mai protestiert, schwarze Armbinden über ihren Uniformen getragen und Streikposten Streikposten Personen, die vor den Toren der betroffenen Betriebe auf einen Arbeitskonfliktoder einen Streik aufmerksam machen und versuchen, andere Beschäftigte dazu zu veranlassen, den Betrieb nicht zu betreten bzw. die Verbraucher davon abzuhalten, den Arbeitgeber zu unterstützen. Die Aufstellung von Streikposten vor einem nicht direkt an dem Konflikt beteiligten, neutralen Betrieb zielt darauf ab, indirekt Druck auf den Arbeitgeber, der die eigentliche Zielscheide der Aktion ist, auszuüben. an Bahnsteigen aufgestellt. Ihre Hauptforderungen waren eine Erhöhung ihres Grundgehalts, Arbeitsplatzsicherheit und ein verantwortungsvollerer Personalrat.

Mehr als 250 CITU-Mitglieder verhaftet09-06-2015

Schätzungsweise 268 Mitglieder des Gewerkschaftsbundes Centre of Indian Trade Unions (CITU) wurden am 9. Juni 2015 verhaftet, als sie in der Nähe des Bahnhofs Tirupur eine Straße blockierten, um die Achtung der Arbeitnehmerrechte in Industriebetrieben zu fordern. Sie verlangten u.a. einen Mindestlohn in Höhe von 15.000 INR für 8-Stunden-Schichten und Überstundenzulagen für jede zusätzliche Arbeitsstunde sowie die Gründung von Gewerkschaften in allen Industriebetrieben.

Protestierende nach langjährigem Lohnkonflikt inhaftiert31-12-2015

Am 31. Dezember 2015 hat die Polizei auf dem Land als Zeitarbeitskräfte beschäftigte Gewerkschaftsaktivisten inhaftiert, die vor dem Sekretariat der Regierung gegen Niedriglöhne protestiert hatten. Sie waren in den vergangenen sieben Jahren mehrfach mit dem Minister für ländliche Entwicklung und anderen hohen Beamten zusammengetroffen, aber der Konflikt war nicht beigelegt worden. Zudem waren besser bezahlte offene Stellen ausgeschrieben worden, aber den seit Jahren beschäftigten Zeitarbeitern waren keine festen Verträge angeboten worden. Die Polizei hatte versucht, die Protestierenden vom Ministerium zu entfernen und sie, als dies nicht gelang, auf das örtliche Polizeirevier gebracht und sie bis zur Erstellung eines Berichtes inhaftiert.

Zeitarbeiter bei Lohnprotest angeschossen und verletzt 26-09-2015

Ein privater Wachmann hat am 26. September 2015 einen Bauarbeiter bei einem Betrieb des schweizerischen Zementmultis Holcim in Jamul, Chattisgarh, angeschossen und verletzt. Die Beschäftigten waren über zwei Monate lang nicht bezahlt worden und hatten ihren Lohn gefordert. Sie wurden zunächst beschimpft und angerempelt und schließlich beschossen, wobei ein Beschäftigter verletzt wurde. Ein anderer Arbeiter und Mitglied der Gewerkschaft Pragtisheel Cement Shramik Sangathan (PCSS), die Zeitarbeitskräfte organisiert, wurde verprügelt, als er versuchte, den Vorfall zu filmen.

Zeitarbeiter sind bei Holcim besonders schlecht gestellt, da sie lediglich den Mindestlohn erhalten, obwohl die Richtlinien des für die Branche zuständigen Lohngremiums besagen, dass sie denselben Lohn wie Festangestellte erhalten sollten.

Braunkohleunternehmen entlässt nach Streik Gewerkschaftsführer und nimmt Lohnabzüge vor03-11-2015

Die Geschäftsleitung der Neyveli Lignite Corporation (NLC) hat im August den Vorsitzenden einer der anerkannten Gewerkschaften ihrer Beschäftigten entlassen, weil er während des Jahres 2014 einen 52-tägigen Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
von Zeitarbeitskräften angeführt hatte. Thirumavalavan, der Vorsitzende der Gewerkschaft DMK, einer Mitgliedsorganisation der Labour Progressive Front (LPF), war ein Jahr lang Untersuchungen und Disziplinarverfahren ausgesetzt.

Seine Entlassung erfolgte im Anschluss an den Beschluss vom Juli 2015, eine gerichtliche Anordnung zu erwirken, um drei führende Vertreter der NLC Workers Progressive Union und der NLC Anna Workers and Staff Union daran zu hindern, im Zusammenhang mit einem Lohnkonflikt einen Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
zu beginnen. Dieser Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
fand letztendlich auf Initiative von 13 Gewerkschaften am 20. Juli statt, nachdem die Gespräche mit der Betriebsleitung gescheitert waren. Der Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
dauerte bis zum 27. August, ohne dass die Arbeitnehmerforderungen erfüllt wurden. Am 3. November gab die NLC-Unternehmensleitung bekannt, dass von den Löhnen der an dem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
beteiligten Mitglieder der Gewerkschaft CITU NLC Labour and Staff Union Abzüge für sechs Tage vorgenommen würden.

Führende Gewerkschaftsvertreter einen Tag vor Protest inhaftiert06-09-2015

Die Polizei in Kashmir hat mehrere führende Gewerkschaftsvertreter am 6. September inhaftiert, einen Tag vor einem geplanten Protest in Lal Chowk gegen das Versäumnis der Regierung, die Opfer der Überflutungen vom Vorjahr zu unterstützen. Die Protestierenden hatten vor einer völligen Lähmung ganz Kashmirs gewarnt. Einer der Anführer war Shawkat Chaudhary, der Vorsitzende des Wirtschaftsbündnisses Kashmir Economic Alliance. Er hatte darauf hingewiesen, dass, obwohl die internationale Gemeinschaft angeboten habe, Kashmir nach den Überflutungen zu helfen, die Zentralregierung externe Hilfe abgelehnt habe, da sie den Opfern selbst Unterstützung gewähren werde. Ein Jahr später war dies jedoch immer noch nicht geschehen.

Arbeitsreformen drohen den Arbeitnehmerschutz und die Gewerkschaftsrechte zu untergraben 15-04-2015

Im April 2015 hat die Regierung der Nationalen Demokratischen Allianz die Zusammenfassung von drei Arbeitsgesetzen, des Gewerkschaftsgesetzes von 1926, des Arbeitsbeziehungsgesetzes von 1947 und des Gesetzes über die Beschäftigung in der Industrie von 1946, in einem einzigen Arbeitsbeziehungsgesetz vorgeschlagen. Die Gewerkschaften haben kritisiert, dass sie nicht genügend in die Vorbereitungen des Gesetzes, das die Gewerkschaftsrechte und den Arbeitnehmerschutz untergraben würde, einbezogen worden seien.

Der Gesetzentwurf sieht erhebliche Änderungen in Bezug darauf vor, wie Gewerkschaften in Betrieben gegründet und von der Regierung registriert werden können. Nach den bisher geltenden Gesetzen können sieben Mitglieder einer Gewerkschaft deren Registrierung beantragen, ungeachtet der Größe des Betriebes. Der neue Entwurf sieht vor, dass mindestens zehn Prozent der Gesamtbelegschaft oder 100 Beschäftigte für die Gründung einer Gewerkschaft erforderlich sind.

Auch die Definition eines Streiks wird durch den Entwurf geändert und soll künftig auch „Gelegenheitsurlaub von 50 Prozent oder mehr der Beschäftigten in einer Branche an einem gegebenen Tag“ beinhalten.
Das neue Gesetz enthält keine Bestimmungen zur Förderung von Tarifverhandlungen, sondern setzt stattdessen auf ein Schiedsverfahren Schiedsverfahren Ein Mittel zur außergerichtlichen Beilegung von Konflikten durch die Einschaltung einer neutralen dritten Partei, die entweder eine Einzelperson oder ein Schiedsgremium sein kann. Bei einem unverbindlichen Schiedsverfahren steht es den Konfliktparteien frei, die daraus resultierende Empfehlung abzulehnen, während sie sich im Falle eines verbindlichen Verfahrens an den Schiedsspruch halten müssen. Als obligatorisches Schiedsverfahren wird ein Prozess bezeichnet, bei dem sich die Parteien nicht freiwillig dafür entscheiden, sondern bei dem es gesetzlich vorgeschrieben ist oder von den Behörden beschlossen wird.

vgl. Schlichtung, Vermittlung
. Mehrere Bestimmungen des Gesetzes beziehen sich auf entweder anerkannte oder zertifizierte Verhandlungsführer, ohne die Verfahren für die Anerkennung Anerkennung Die Bestimmung einer Gewerkschaft durch die zuständige staatliche Stelle zur Tarifpartei für die Beschäftigten in einer gegebenen Tarifeinheit oder die Akzeptanz der kollektiven Vertretung der Beschäftigten durch eine Gewerkschaft seitens des Arbeitgebers. dieser Verhandlungsführer festzulegen. Zudem sollen künftige alle Amtsträger einer eingetragenen Gewerkschaft in den Betrieben oder Branchen, in denen die Gewerkschaft aktiv ist, beschäftigt sein, wodurch das Recht der Gewerkschaft auf die freie Wahl ihrer eigenen Amtsträger eingeschränkt wird.

Eine andere Bestimmung würde es Unternehmen mit bis zu 300 Beschäftigten (zuvor 100) ermöglichen, ohne staatliche Genehmigung Freisetzungen vorzunehmen. In Indien haben 85 Prozent der verarbeitenden Betriebe weniger als 50 Beschäftigte, und ungefähr die Hälfte dieser Beschäftigten arbeiten mit Kurzzeitverträgen und verdienen nur 5 oder 6 US-Dollar pro Tag. Durch die Vorschläge der Regierung würde ihnen ein unerlässlicher gesetzlicher Schutz genommen und ihre Situation wäre noch prekärer als bisher.
Im September haben die indischen Gewerkschaftsdachverbände INTUC (Indian National Trade Union Congress), AITUC (All Indian Trade Union Congress), HMS (Hind Mazdoor Sabha), CITU (Centre of Indian Trade Unions), AITUC (All India Trade Union Congress), TUCC (Trade Union Coordination Committee), SEWA (Self-Employed Women’s Association), AICCTU (All India Central Council of Trade Unions), UTUC (United Trade Union Congress) und LPF (Labour Progressive Federation) aus Protest gegen die geplanten Reformen zu einem landesweiten Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
aufgerufen. Zig Millionen Menschen sind diesem Aufruf gefolgt. Die Gewerkschaften hatten einen Forderungskatalog mit zwölf Punkten vorgelegt, der neben der Ablehnung der Arbeitsgesetzänderungen auch einen neuen Mindestlohn, die Beendigung von Zeitarbeitsverträgen im Falle einer mehrjährigen dauerhaften Beschäftigung und die Zahlung derselben Löhne und Leistungen für Zeitarbeitskräfte wie für reguläre Beschäftigte für ähnliche Tätigkeiten, die strikte Inkraftsetzung aller grundlegenden Arbeitsgesetze, soziale Sicherheit für alle Beschäftigten, die zwingende Registrierung von Gewerkschaften innerhalb von 45 Tagen ab der Einreichung des entsprechenden Antrages sowie die unverzügliche Ratifizierung der IAO Internationale Arbeitsorganisation Eine dreigliedrige Organisation der Vereinten Nationen (UN), die 1919 ins Leben gerufen wurde, um die Arbeits- und Lebensbedingungen zu fördern. Sie ist die für die Formulierung und Überwachung internationaler Arbeitsnormenwichtigste internationale Organisation.

vgl. Dreigliedrigkeit, IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
-Übereinkommen 87 und 98 beinhaltete.
Als Reaktion auf die Proteste hat die Regierung einen interministeriellen Ausschuss eingerichtet und den Gewerkschaften versichert, dass Konsultationen über die Reformen stattfinden würden. Bis Ende 2015 waren noch keine Reformen beschlossen worden.

Zwölf aktive Gewerkschafter/innen nach Streik verhaftet30-04-2015

Zwölf aktive Gewerkschaftsmitglieder, darunter zwei Busfahrerinnen, Padmasri Raje und Kalawati Narwade, wurden in der Stadt Nanded im Bundesstaat Maharashtra verhaftet und dann gegen Kaution freigelassen, nachdem die Betriebsleitung die Polizei eingeschaltet hatte. In Maharashtra waren 97 Prozent der Betriebshöfe wegen Blockaden der Gewerkschaft MSTKS geschlossen, während ein Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
der Taxi-, Lkw- und Rikschafahrer dazu führte, dass das gesamte Straßenverkehrsnetz zusammenbrach. Der Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
richtete sich gegen den Entwurf eines neuen Straßenverkehrsgesetzes (Road Transport and Safety Bill 2014), das den Weg für die vollständige Privatisierung der Straßenverkehrsgesellschaft MSRTC (Maharashtra State Road Transport Corporation) geebnet hätte. Laut der Gewerkschaft MSTKS würde der Gesetzentwurf u.a. dazu führen, dass die Zulassung von Fahrzeugen externen Unternehmen übertragen würde. Zu dem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
war nach einer Dringlichkeitssitzung des Verkehrsministers des Bundesstaates, Divakar Raote, mit allen Transportgewerkschaften in Mumbai aufgerufen worden. Der Minister erklärte sich bereit, das Gesetz in Maharashtra nicht in Kraft zu setzen.

Piloten dürfen keine Gewerkschaften mehr gründen31-08-2015

Im April 2015 hat sich das Ministerium für Zivilluftfahrt auf Ersuchen der Fluggesellschaft Air India um einen Zusatz zum Gesetz über Arbeitskonflikte aus dem Jahr 1947 bemüht, um Piloten und Flugzeugingenieure aus der Kategorie der „Arbeiter“ im Sinne des Gesetzes herauszunehmen und ihnen somit das Recht auf die Gründung von Gewerkschaften und auf Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
zu nehmen. Durch diese Neueinstufung kann die Fluggesellschaft ihre Beschäftigungsbedingungen ohne die ansonsten gesetzlich vorgeschriebene Ankündigung ändern. Diese Beschäftigten können sich im Falle eines Konfliktes oder einer Entlassung künftig nicht mehr an den für Arbeitsfragen zuständigen Beamten (Labour Commissioner) oder an ein Arbeitsgericht, sondern nur noch an die Zivilgerichte wenden.

Die Bemühungen um eine Gesetzesänderung erfolgten genau zu dem Zeitpunkt, zu dem sich Air India vor dem Obersten Gerichtshof verantworten musste, weil sie die Gehälter um 25 Prozent gekürzt hatte, ohne das vorgeschriebene Verfahren einzuhalten und zuvor die Gewerkschaft ihrer Beschäftigten zu informieren.

Das Arbeitsministerium hat die Gesetzesänderung im August 2015 bestätigt.

Air India schikaniert führenden Gewerkschaftsvertreter30-04-2015

L.S. Sibu, Mitarbeiter der Bodenabfertigung von Air India am Flughafen Trivandrum Airport und Regionalsekretär der Aviation Industry Employees Guild, wurde Anfang April unter Missachtung der für Versetzungen geltenden Vorschriften nach Hyderabad versetzt. Seine Kollegen und Gewerkschaftsmitglieder gingen davon aus, dass dies eine Vergeltungsmaßnahme für die Aufdeckung gewisser Managementpraktiken war, wie etwa der Übertragung des lukrativen Bodenabfertigungsgeschäftes an ein privates Joint Venture.

DHL weiterhin gewerkschaftsfeindlich30-04-2015

Im April 2015 hat die ITF berichtet, dass DHL Indien 26 einstweilige Verfügungen gegen Aktivist/innen und führende Vertreter der Gewerkschaft verhängt habe, um sie in Bezug auf Arbeitnehmerrechtsverletzungen mundtot zu machen. Die Beschäftigten bei DHL kämpfen bereits seit vielen Jahren für Gewerkschaftsrechte. Ein von der ITF in Auftrag gegebener Bericht, der auf umfangreichen Gesprächen mit DHL-Beschäftigten, Gewerkschaftsvertretern und Experten für Arbeitsfragen basiert, dokumentiert Drohungen, Einschüchterungen und die Diskriminierung von Beschäftigten, die der Gewerkschaft nahestehen. Die Unternehmensleitung versetzt Beschäftigte an weit entlegene Standorte, um aktive Gewerkschafter/innen zu bestrafen und ihre KollegInnen einzuschüchtern, bemüht sich aktiv um die Untergrabung bereits existierender Gewerkschaften und versucht, Kuriere daran zu hindern, der Gewerkschaft ihrer Wahl beizutreten. Wie bereits berichtet, hat DHL die Absicht, Kuriere als „Führungskräfte“ einstufen, um sie an einem Gewerkschaftsbeitritt zu hindern, und offenbar wird jetzt versucht, diesen Konflikt über Jahre hinweg gerichtlich klären zu lassen.

Arbeitgeber schalten Polizei und Sicherheitskräfte ein, um Streikende zur Rückkehr an ihren Arbeitsplatz zu bewegen 07-01-2015

Die Polizei hat am 7. Januar 2015 Beschäftigte des Bergwerks Rajmahal in Jharkhand angegriffen und fünf weitere verhaftet, nachdem es zu einem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
gegen die staatliche Kohleverordnung gekommen war, die es Privatunternehmen ermöglicht, Kohle zu fördern und zu verkaufen.

„Sie greifen auf die Polizei, die Sicherheitskräfte, Leiharbeitsfirmen und asoziale Elemente zurück, um die Streikenden zur Rückkehr an ihren Arbeitsplatz zu zwingen“, so Ramendra Rai, der Vorsitzende des Gewerkschaftsbundes AITUC. Die Polizeiaktion habe die Streikenden jedoch provoziert und sie in ihrem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
bestärkt.

Kohle ist die wichtigste Energiequelle Indiens und deckt etwa 52 Prozent des kommerziellen Primärenergiebedarfs des Landes. Coal India produziert rund 80 Prozent der Kohle in Indien und beliefert 82 der 86 indischen Kohlekraftwerke. In den letzten sechs Jahren hat das Unternehmen seine Produktionsziele jedoch nicht erreicht, was dazu geführt hat, dass das Land zum drittgrößten Kohleimporteur weltweit wurde, obwohl es über die viertgrößten Brennstoffreserven der Welt verfügt.

Am 7. Januar 2015 hat Coal India Limited berichtet, dass es weniger als die Hälfte seines Tagessolls, lediglich 645.000 Tonnen, liefere, einschließlich der Tagesproduktion und Vorräten, und hauptsächlich auf Leiharbeitskräfte zurückgreife.

Coal India hat eine Stammbelegschaft von mehr als 280.000, ohne Abteilungsleiter oder Führungskräfte, und beschäftigt zusätzlich 65.000 Leiharbeitskräfte. Die Produktion könnte weiter zurückgehen, wenn sich die Leiharbeitskräfte dem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
anschließen, so ein Unternehmensvertreter.

Polizei stoppt Arbeitnehmerproteste und nimmt zahlreiche Verhaftungen vor09-04-2014

Am 9. April 2014 hat die Polizei einen Protestmarsch aufgehalten und zahlreiche Beschäftigte verhaftet, als sie versuchten, ins Stadtzentrum Lal Chowk in Srinagar zu marschieren.

Zahlreiche Mitglieder der National Front Trade Unions Federation (NFTF) hatten eine Demonstration im Journalistenviertel Press Enclave organisiert, um gegen die angeblich gewerkschaftsfeindlichen Maßnahmen der Regierung zu protestieren. Die Demonstranten führten Spruchbänder und Plakate mit sich und forderten die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Inkraftsetzung aller Arbeitsgesetze, die Beendigung von Leiharbeit, eine Änderung des Mindestlohngesetzes und die Festlegung des gesetzlichen Mindestlohns auf mindestens 10.000 Rupien pro Monat.

Sie forderten die Regierung auf, ihre Zusagen einzuhalten und für Arbeitsplätze, Sicherheit und angemessene Löhne zu sorgen.

Die Polizei nahm zahleiche Demonstranten fest, u.a. den NFTF-Präsidenten, Ashraf Lone Nizami, sowie Fayaz Ahmed Bhat, um den Protest zu beenden.

Air India macht Freistellung für Gewerkschaftstätigkeiten ohne Konsultationen in gesetzwidriger Weise rückgängig 30-06-2014

Im Juni 2014 hat die Fluggesellschaft Air India die Freistellung führender Gewerkschaftsvertreter für hauptamtliche Gewerkschaftstätigkeiten einseitig rückgängig gemacht, woraufhin die 15 wieder ihre normalen Aufgaben erfüllen mussten.

Die Vereinbarung war in den 80er Jahren getroffen und regelmäßig verlängert worden, bis sie Mitte 2014 plötzlich ohne Begründung, Vorankündigung oder Konsultationen aufgehoben wurde. Die betroffenen Gewerkschaften, die Aviation Industry Employees Guild (AIEG), Air India Employees Union und Air India Service Engineers Association, wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Maßnahme wird als Versuch gewertet, die Zahl der von der Fluggesellschaft anerkannten Gewerkschaften drastisch zu senken.

Die AEIG erklärte, dass die einseitige Aufhebung der Vereinbarung einen Verstoß gegen das Gesetz über Arbeitskonflikte darstelle, da die Betriebsleitung verpflichtet sei, eine derartige Maßnahme vorher anzukündigen, was in diesem Fall nicht geschehen sei.

2.000 Beschäftigte wegen Streikposten verhaftet 03-10-2014

Polizeiberichten zufolge wurden am 3. Oktober 2014 mehr als 2.000 Beschäftigte und ihre Familienmitglieder verhaftet, als sie versuchten, in den Braunkohleminen des Konzerns NLC in Nevyeli, Cuddalore, Streikposten Streikposten Personen, die vor den Toren der betroffenen Betriebe auf einen Arbeitskonfliktoder einen Streik aufmerksam machen und versuchen, andere Beschäftigte dazu zu veranlassen, den Betrieb nicht zu betreten bzw. die Verbraucher davon abzuhalten, den Arbeitgeber zu unterstützen. Die Aufstellung von Streikposten vor einem nicht direkt an dem Konflikt beteiligten, neutralen Betrieb zielt darauf ab, indirekt Druck auf den Arbeitgeber, der die eigentliche Zielscheide der Aktion ist, auszuüben. aufzustellen.

Die Beschäftigten hatten bereits 31 Tage lang gestreikt, um einen sechs Punkte umfassenden Forderungskatalog durchzusetzen, darunter die Regularisierung des Beschäftigungsverhältnisses, eine Lohnerhöhung und eine Zulage.

Es war widerholt versucht worden, die Angelegenheit durch Zusammenkünfte der Gewerkschaften und der Betriebsleitung in Anwesenheit des für Arbeitsfragen zuständigen Regierungsbeamten zu klären.

Beschäftigte von Bosch wegen Streik verhaftet und schikaniert14-10-2014

Im Oktober 2014 legten die Beschäftigten bei Bosch in Adugodi, Bangalore, Südindien, mehr als fünf Wochen lang die Arbeit nieder, um ihrer Forderung nach u.a. besseren Löhnen und Arbeitsbedingungen, der Erstattung von Lohnabzügen aufgrund früherer Streiks, der Beendigung der Schikanierung von Gewerkschaftsmitgliedern und der Wiedereinstellung ungerechtfertigterweise Entlassener Nachdruck zu verleihen.

Der Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
wurde am 10. Oktober 2014 von der Regierung des Bundesstaates Karnataka kraft des Gesetzes über Arbeitskonflikte aus dem Jahr 1947 verboten, was in einigen Medien als „offensichtlicher Versuch, den Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
für Bosch zu brechen“ bezeichnet wurde.

Anschließend forderte das Unternehmen die Beschäftigten zur Beendigung ihres „rechtswidrigen“ Streiks und zur Rückkehr an ihren Arbeitsplatz auf und kündigte für jede Streikstunde Abzüge von acht Stundenlöhnen an.

Am 14 Oktober 2014 verhaftete die Polizei von Karnataka etwa 150 Streikende, als sich schätzungsweise 1.000 Beschäftigte vor dem Amtssitz von Ministerpräsident Siddarmaiah versammelt hatten, um gegen das Streikverbot zu protestieren.

Beschäftigte von NVH India wegen Streik festgenommen03-01-2015

Am 3. Januar 2015 wurden mehr als 90 Beschäftigte festgenommen, weil sie sich an einem Sitzstreik Sitzstreik Eine Form des Arbeitskampfes, bei der sich die Beschäftigten an ihrem Arbeitsplatz hinsetzen, jedoch keine Arbeit verrichten.

vgl. Streik
bei NVH India Auto, einem Zulieferer von Hundai, beteiligt hatten.

Die Streikenden forderten die Wiedereinstellung von 17 Kollegen, die nach einem früheren Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
entlassen worden waren, sowie die Anerkennung Anerkennung Die Bestimmung einer Gewerkschaft durch die zuständige staatliche Stelle zur Tarifpartei für die Beschäftigten in einer gegebenen Tarifeinheit oder die Akzeptanz der kollektiven Vertretung der Beschäftigten durch eine Gewerkschaft seitens des Arbeitgebers. ihrer Gewerkschaft.

„Sie haben seit gestern einen Sitzstreik Sitzstreik Eine Form des Arbeitskampfes, bei der sich die Beschäftigten an ihrem Arbeitsplatz hinsetzen, jedoch keine Arbeit verrichten.

vgl. Streik
auf dem Gelände abgehalten. Heute haben wir sie festgenommen“, berichtet die Polizei gegenüber der Presse.

NVH India Auto produziert Sonnenblenden, Dachhimmel und Teppichboden für Hyundai Motor India. Das Unternehmen beschäftigt rund 120 Mitarbeiter, 300 Leiharbeitskräfte und etwa 100 Auszubildende.

Gewerkschaften marschieren für die Freilassung von 147 inhaftierten Beschäftigten18-07-2014

Am 18. Juli 2014 haben Gewerkschaften aus Gurgaon, Manesar und anderen Teilen des Bundesstaates Haryana in Alt-Gurgaon einen Marsch organisiert, um die Freilassung von 147 Kollegen zu fordern, die zwei Jahre zuvor nach einem Zwischenfall bei dem Betrieb Maruti in Manesar inhaftiert worden waren.

Am 18 Juli 2012 war es im Zuge eines Arbeitskonfliktes zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen, bei denen ein leitender Angestellter des Betriebes ums Leben kam und viele Beschäftigte verletzt wurden. Das Unternehmen hatte daraufhin 2.500 Beschäftigte entlassen und den Betrieb länger als einen Monat geschlossen. Die Polizei hatte 147 Beschäftigte, darunter führende Gewerkschaftsvertreter, verhaftet.

Am 18. Juli 2014 saßen die 147 Beschäftigten nach wie vor im Gefängnis und mussten sich vor Gericht verantworten.

„Wir fordern die Freilassung der 147 inhaftierten Beschäftigten und eine unabhängige Untersuchung dieses Vorfalls“, erklärte ein Mitglied der an dem Marsch beteiligten Gewerkschaften.

Am 17. Juli 2014 fand ein Flaggenmarsch der städtischen Polizei statt, als „Warnsignal für die Gewerkschaften, dass keine öffentliche Ruhestörung akzeptiert“ werde.

Gewerkschaften demonstrieren für Recht auf Vereinigungsfreiheit und auf Tarifverhandlungen 30-09-2014

Im September 2014 haben mehrere Gewerkschaftsdachverbände in Westbengalen eine Kampagne für die Ratifizierung der IAO Internationale Arbeitsorganisation Eine dreigliedrige Organisation der Vereinten Nationen (UN), die 1919 ins Leben gerufen wurde, um die Arbeits- und Lebensbedingungen zu fördern. Sie ist die für die Formulierung und Überwachung internationaler Arbeitsnormenwichtigste internationale Organisation.

vgl. Dreigliedrigkeit, IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
-Übereinkommen über Vereinigungsfreiheit Vereinigungsfreiheit Das Recht auf die Gründung von und den Beitritt zu Gewerkschaften nach eigener Wahl sowie das Recht der Gewerkschaften, ungehindert zu arbeiten und ihre Aktivitäten ohne unzulässige Eingriffe zu verrichten.

vgl. IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
und Tarifverhandlungen gestartet.

Bei der Ankündigung der Kampagne hat das Aktionsforum der Gewerkschaften erklärt, dass die Nichtratifizierung der Übereinkommen Nr. 87 und 98 der Internationalen Arbeitsorganisation die Arbeitnehmerrechte im ganzen Land gefährde.

„Obwohl Indien Mitglied der IAO Internationale Arbeitsorganisation Eine dreigliedrige Organisation der Vereinten Nationen (UN), die 1919 ins Leben gerufen wurde, um die Arbeits- und Lebensbedingungen zu fördern. Sie ist die für die Formulierung und Überwachung internationaler Arbeitsnormenwichtigste internationale Organisation.

vgl. Dreigliedrigkeit, IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
ist, hat es die Regierung nie für notwendig erachtet, die Übereinkommen zu ratifizieren. Infolgedessen wird Tausenden Gewerkschaften regelmäßig die Anerkennung Anerkennung Die Bestimmung einer Gewerkschaft durch die zuständige staatliche Stelle zur Tarifpartei für die Beschäftigten in einer gegebenen Tarifeinheit oder die Akzeptanz der kollektiven Vertretung der Beschäftigten durch eine Gewerkschaft seitens des Arbeitgebers. und Zulassung verweigert“, so der Sekretär des Centre of Indian Trade Unions (CITU), Prashanta Nandi Chowdhury.

Dem Aktionsforum gehören u.a. das mit der Marxistisch-Kommunistischen Partei Indiens verbandelte CITU und der Arbeitnehmerflügel der Kommunistischen Partei, der All India Trade Union Congress (AITUC), an.

Angaben des Forums zufolge hätten zwischen 2011 und 2012 rund 2.500 Gewerkschaften ihre Zulassung beantragt, aber nur 600 seien tatsächlich zugelassen worden.

Arbeitnehmerproteste gegen Gesetzesreform27-02-2015

Die indische Regierung hat im Anschluss an ein 2008 begonnenes Verfahren, bei dem verschiedene Änderungsanträge beraten und Konsultationen abgehalten wurden, im Juni 2014 die geplanten Änderungen am Fabrikgesetz aus dem Jahr 1948 bekannt gegeben. Die Gewerkschaften haben daraufhin seit Juni zahlreiche Proteste organisiert.

Nach Ansicht von Colin Gonsalves, Anwalt am Obersten Gerichtshof und Gründer des Human Rights Law Network, seien die Änderungen „belanglos, gewerkschaftsfeindlich und unausgereift“ und sie trügen der Reformagenda der Gewerkschaften in keiner Weise Rechnung. Für die Gewerkschaften hätten folgende Reformen Priorität:

• Einführung des Rechtes auf eine „geheime Urabstimmung“, wenn es um die Anerkennung Anerkennung Die Bestimmung einer Gewerkschaft durch die zuständige staatliche Stelle zur Tarifpartei für die Beschäftigten in einer gegebenen Tarifeinheit oder die Akzeptanz der kollektiven Vertretung der Beschäftigten durch eine Gewerkschaft seitens des Arbeitgebers. einer Gewerkschaft geht;
• dass das Recht der Arbeitnehmer auf Einschaltung der Gerichte nicht durch die Bestimmung eingeschränkt wird, dass dafür eine Genehmigung der Regierung gemäß Abschnitt 10 des Gesetzes über Arbeitskonflikte erforderlich ist, was ein Gerichtsverfahren jahrelang verzögern kann;
• dass die beiden gewerkschaftsfeindlichen Urteile des Obersten Gerichtshofs im Fall Umadevi und im Fall SAIL per Verordnung aufgehoben werden, damit befristet Beschäftigte, die jahrelang im öffentlichen Dienst gearbeitet haben, Anspruch auf eine Festanstellung haben und dass Leiharbeitskräfte, wenn das Leiharbeitssystem abgeschafft wird, fest eingestellt werden.

Im Oktober 2014 haben Beschäftigte aus einer Vielzahl von Wirtschaftszweigen an einer vom Workers Solidarity Centre organisierten Kundgebung gegen die geplanten Arbeitsrechtsreformen teilgenommen, da das „derzeitige System der Ausbeutung und Unterdrückung“ ihrer Ansicht nach durch die Reformen weiter gefestigt würde.

An der Kundgebung nahmen u.a. Gewerkschaften teil, die Beschäftigte in den Betrieben von Hero MotoCorp, Maruti Suzuki, Manesar, Nerolac Paints, Autofit, Sunbeam, Belsonica, Maruti Suzuki, Gurgaon und Munjal Kiriu vertreten.

Die Gewerkschaften haben darauf hingewiesen, dass die geplanten Änderungen des Fabrikgesetzes bedeuten, dass nur Einheiten mit mindestens 20 Beschäftigten gesetzlich anerkannt und Tausenden Beschäftigten von Klein- und Kleinstbetrieben ihre Rechte genommen würden.

Am 27. Februar 2015 wurden 80 Gewerkschafter in Vorbeugehaft genommen, als sie in Ongole gegen die Arbeitsrechtsreformen protestierten.

Angaben der Polizei zufolge wurden 50 Gewerkschaftsmitglieder in Kandukur festgehalten, 15 in Ongole und weitere 15 in Markapur.

Bericht deckt umfassende Arbeitnehmerrechtsverletzungen in der südindischen Textilindustrie auf31-10-2014

Das Centre for Research on Multinational Corporations (SOMO) und das India Committee of the Netherlands (ICN) hat im Oktober 2014 einen Bericht mit dem Titel Flawed Fabrics: The abuse of girls and women workers in the South Indian textile industry veröffentlicht. Neben einer Vielzahl von Verletzungen des Arbeitsrechts beschreibt der Bericht die Möglichkeiten der Arbeitnehmer in dieser Branche, ihr Recht auf Vereinigungsfreiheit Vereinigungsfreiheit Das Recht auf die Gründung von und den Beitritt zu Gewerkschaften nach eigener Wahl sowie das Recht der Gewerkschaften, ungehindert zu arbeiten und ihre Aktivitäten ohne unzulässige Eingriffe zu verrichten.

vgl. IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
wahrzunehmen:

-  Der gewerkschaftliche Organisationsgrad in der indischen Bekleidungsindustrie ist äußerst gering. In keiner der fünf Textilfabriken, die für den Bericht untersucht wurden, gab es eine aktive Gewerkschaft, und keines der Belegschaftsmitglieder, mit denen Gespräche geführt wurden, war Gewerkschaftsmitglied.
-  Gewerkschaften müssen sich gegen umfassende Beeinträchtigungen und Einschränkungen bei ihrer Formierung, Zulassung und Arbeit zur Wehr setzen. Der Bericht stellt fest: „Kriminalisierung, Bedrohung von Aktivisten oder streikenden Arbeitnehmern und Gewalt gegen Gewerkschaftsmitglieder und NGO sind an der Tagesordnung.“
-  Der Bericht beschreibt die Vorstellung der Vereinigungsfreiheit Vereinigungsfreiheit Das Recht auf die Gründung von und den Beitritt zu Gewerkschaften nach eigener Wahl sowie das Recht der Gewerkschaften, ungehindert zu arbeiten und ihre Aktivitäten ohne unzulässige Eingriffe zu verrichten.

vgl. IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
als eine Fiktion für die Frauen in dieser Branche. „Tatsache ist, dass niemand der befragten Arbeitskräfte eine Vorstellung davon hat, was eine Gewerkschaft ist, und sie wissen auch nicht, dass sie das Recht haben, sich einer Gewerkschaft anzuschließen.“
-  Die Beschäftigten in dieser Industrie, viele davon Arbeitsmigranten, haben kaum Kontakt zur Außenwelt und schon gar nicht zu Gewerkschaften oder Arbeitsanwälten. Eine der befragten Personen sagte: „Wir haben keine Kontakte nach draußen, also wie sollen wir uns jemals einer Gewerkschaft anschließen?“
-  Mehrere der Befragten waren davon überzeugt, dass Frauen keine Gewerkschaftsmitglieder werden können.
-  Andere waren der Meinung, dass der Wunsch einer Gewerkschaftsmitgliedschaft voraussichtlich zu ihrer Entlassung führen wird.

Durchgesickerter Bericht des indischen Nachrichtendienstes soll Klima der Angst schüren 26-06-2014

Ein vertraulicher Bericht des indischen Nachrichtendienstes, der im Juni 2014 durchsickerte, nachdem er Ministern der im Mai 2014 gebildeten neuen Regierung von Premierminister Modi übergeben worden war, lässt Gewerkschaften und nichtstaatliche Organisationen einen Angriff auf die bürgerlichen Freiheiten befürchten.

In dem Bericht wurden die Absichten und Finanzierungsquellen zahlreicher nichtstaatlicher Organisationen in Frage gestellt, und es hieß, dass sie für 2-3-prozentige Einbußen beim Wirtschaftswachstum verantwortlich seien und als Fassade für ausländische Interessen fungierten.

Am 26. Juni 2014 unterzeichneten 62 Vertreter einer breiten Palette von zivilgesellschaftlichen Organisationen, Bürgerinitiativen, Gewerkschaften und Massenbewegungen eine gemeinsame Erklärung, in der der Bericht als ein „kaum verhüllter Einschüchterungsversuch von offizieller Seite“ bezeichnet wird, der darauf abziele, „den Bürgerinnen und Bürgern ihr demokratisches Recht auf Dissens und Protest vorzuenthalten.“

Aurobindo Pharma suspendiert 31 Gewerkschaftsunterstützer und schikaniert Beschäftigte, die einen Tarifvertrag wollen24-11-2014

Im Jahre 2014 hat das Werk Pydibhimavaram von Aurobindo Pharma im Distrikt Srikakulam fünf Gewerkschaftsführer und 26 Belegschaftsmitglieder suspendiert und die Beschäftigung zahlreicher anderer Arbeitnehmer durch ungesetzliche Transfers und unbegründete Rechtsforderungen gefährdet. Die Unternehmensleitung hat Arbeitnehmer ebenfalls schikaniert, als diese eine tarifliche Lohnvereinbarung forderten, und sie hat Belegschaftsmitgliedern am 26. Oktober 2014 den Zutritt zum Werk verwehrt.

Die Diskriminierungen und Schikanen waren eine weitere Maßnahme, nachdem das Unternehmen die Zulassung der Gewerkschaft im Jahr 2013 hinausgezögert hatte. Für diese Zulassung hatten die Arbeiter fast 83 Tage lang demonstriert.

Als Reaktion auf das Vorgehen gegen die Führungsspitze und Mitglieder der Gewerkschaft hat die Indian Federation of Trade Unions (IFTU) am 24. November 2014 Protestaktionen in einigen der Unternehmensdistrikte durchgeführt.

Der IFTU-Vorsitzende M. Venkateswarlu forderte die Regierung auf, das Unternehmen zur Rücknahme der illegalen Transfers, Suspendierungen und Entlassungen von Arbeitnehmern zu veranlassen und alle unbegründeten Rechtssachen gegen die Gewerkschaftsführer bedingungslos fallen zu lassen. „Das Management von Aurobindo Pharma sollte dafür sorgen, dass die Arbeitnehmer ihre Arbeit machen können, ohne dass sie irgendwelche Zusicherungen machen müssen oder unter Druck gesetzt werden. Das einzige Vergehen der Arbeiter besteht darin, vor eineinhalb Jahren eine Gewerkschaft gründen zu wollen“, sagte er.

C. Bhaskara Rao von der Organisation for Protection of Democratic Rights (OPDR) behauptete, dass die Unternehmensleitung von Aurobindo den Arbeitnehmern das Recht auf die Gründung einer Gewerkschaft vorenthalten habe. „Die Arbeiter haben sich gewerkschaftlich organisiert, um ihre Arbeitsplätze und ihre Rechte zu sichern, aber die Unternehmensleitung hat die Belegschaft ständig schikaniert. Sie hat sich auch geweigert, den Forderungskatalog der Arbeitnehmer zu akzeptieren. Sie hat weder diese Forderungen mit den Arbeitnehmern diskutiert noch sie abgelehnt, sondern das Problem auf die lange Bank geschoben und die Arbeiter drangsaliert“, erklärte Bhaskara Rao.

DHL verhindert gewerkschaftliche Organisierung 09-02-2015

Berichten der Beschäftigten von DHL Express India zufolge habe das Unternehmen sie am Beitritt zur Gewerkschaft der DHL-Beschäftigten gehindert, indem Kuriere als Führungskräfte eingestuft wurden, denen laut Arbeitsbeziehungsgesetz ein Gewerkschaftsbeitritt untersagt ist. Im September 2014 haben die Beschäftigten einen Protest gegen die Falscheinstufungen und die Zwangsversetzungen bzw. Suspendierungen aktiver Gewerkschaftsmitglieder in Jat Mantar organisiert.

Die HMS berichtet24-09-2014

Angaben der Gewerkschaft Hind Mazdoor Sabha (HMS) zufolge seien die Gerichte in Indien zwar unabhängig, aber es gebe einen Rückstau anhängiger Verfahren, so dass es sehr lange dauern könne, bis man vor Gericht zu seinem Recht komme. Demonstrationen unterlägen häufig Beschränkungen, da es den Beschäftigten nicht gestattet sei, in der Nähe von Regierungsgebäuden zu protestieren und Gewerkschafter oft wegen „Störung der öffentlichen Ordnung“ verhaftet würden. Staatliche Behörden und Arbeitgeber behandelten die Gewerkschaften nicht gleich. Beim National Thermal Power Project lehne die Geschäftsführung Verhandlungen mit der HMS im bilateralen Verhandlungsforum ab, obwohl die Gewerkschaft bei der Abstimmung die meisten Stimmen erhalten habe. Die Arbeitgeber weigerten sich häufig, tarifvertragliche Bestimmungen einzuhalten, wie etwa bei Graziano in Gaziabad, Maruti Suzuki India in Manesar und Gurgaon in Haryana.

Gewerkschaftsfeindlichkeit bei PepsiCo20-11-2013

Während des Jahres 2013 haben 162 Beschäftigte von PepsiCo im Bundesstaat Westbengalen eine Gewerkschaft organisiert. Anstatt mit der neuen Gewerkschaft zu verhandeln, hat das Unternehmen Gewerkschaftsmitglieder jedoch systematisch schikaniert und anschließend entlassen. Im Mai 2013 wurde den Beschäftigten unter der Bedingung, dass sie nie wieder einer Gewerkschaft beitreten würden, ihre Wiedereinstellung angeboten. Sie sollten falsche Aussagen unterschreiben, ihre Gewerkschaftsmitgliederausweise zerschneiden und beim Betreten des Betriebsgeländes darauf treten. Das Unternehmen drohte zudem, dass alle örtlichen Arbeitgeber diejenigen Beschäftigten, die sich weigerten, seinen Forderungen nachzukommen, auf eine schwarze Liste Schwarze Liste Eine von Arbeitgebern zusammengestellte und unter ihnen zirkulierte Liste von Gewerkschaftsmitgliedern und aktiven Gewerkschafter(inne)n, die als Arbeitskräfte boykottiert oder auf andere Weise bestraft werden sollten. setzen würden. Achtundzwanzig Beschäftigte wollten diese Bedingungen jedoch nicht akzeptieren und gründeten im August 2013 das Aktionskomitee der Beschäftigten von PepsiCo (Frito-Lays). Die Internationale Union der Lebensmittel-, Landwirtschafts-, Hotel-, Restaurant-, Café- und Genussmittelarbeiter-Gewerkschaften (IUL) hat wegen des Verstoßes gegen die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen formell Beschwerde gegen das Unternehmen bei der Nationalen Kontaktstelle der US-Regierung erhoben.

Streikverbot28-02-2013

Im Februar 2013 untersagte die Regierung des Bundesstaates Goa kraft des Gesetzes über die Aufrechterhaltung wesentlicher Dienste Streiks jeglicher Art bei sämtlichen Verkehrsbetrieben, die Passagiere oder Waren zu Wasser oder zu Land befördern.

Beschränkung von Streikposten28-02-2013

Im Februar 2013 untersagte das Oberste Gericht in Karnataka der Karnataka Petroleum and Gas Workers’ Union, in einem Umkreis von 500 Metern um drei der Indian Oil Corporation Limited gehörende LPG-Abfüllanlagen in Bangalore, Shimoga und Belgaum herum Aktionen durchzuführen.

Diskriminierung eines Gewerkschaftsvorsitzenden und keine Verhandlungen in gutem Glauben31-03-2013

Im März 2013 legten die Beschäftigten der Fabrik Mahindra & Mahindra in Nashik die Arbeit nieder, um gegen die Suspendierung des Generalsekretärs der Gewerkschaft, Pravin Shinde, zu protestieren, der einen Hungerstreik begonnen hatte, um auf die Verlängerung der im Februar abgelaufenen Lohnvereinbarung zu drängen. Die Lohnverhandlungen zwischen der Gewerkschaft und der Betriebsleitung dauerten sechs Monate, aber trotz mehrerer Gesprächsrunden wurde die Lohnvereinbarung nicht verlängert.

Als die Milk Food Factory Workers Union die Verkürzung der Arbeitszeit von 16 auf 8 Stunden ohne Lohneinbußen und die Sicherheit der Arbeitsplätze forderte, ergriff die Betriebsleitung des Horlicks-Werkes von GlaxoSmithKline (GSK) in Nabha diskriminierende Maßnahmen gegen Gewerkschaftsmitglieder. Im April 2013 wurden falsche Anschuldigungen gegen Gewerkschaftsmitglieder vorgebracht, die Löhne von 300 Beschäftigten wurden ohne Begründung gekürzt, und es wurden gerichtliche Verfügungen beantragt, um Gewerkschaftssitzungen zu unterbinden.

GVKEMRI-Regionalmanager ersetzt Streikende30-07-2013

GVKEMRI-Regionalmanager Hemanta Kumar Bhattu hat angekündigt, dass er neue Fahrer und Rettungssanitäter einstellen werde, um 108 streikende Beschäftigte zu ersetzen, die einen Lohn in Höhe von 15.000 INR und die Verkürzung ihrer Arbeitszeit auf acht Stunden pro Tag fordern.

Führende Gewerkschaftsvertreter eingeschüchtert 30-07-2013

Am 18. Juli 2012, zwei Monate nach der Gründung der Maruti Suzuki Workers Union (MSWU), hat das Unternehmen Maruti Suzuki India Schläger angeheuert, um führende Gewerkschaftsvertreter einzuschüchtern. Die Polizei führte Razzien bei den Beschäftigten zu Hause durch und nahm 147 von ihnen fest. Zudem wurden 546 fest angestellte Beschäftigte und 1.800 Leiharbeitskräfte entlassen. Der MSWU-Ausschuss, der die nicht inhaftierten Gewerkschaftsmitglieder vertritt, fordert die Freilassung aller festgenommenen Beschäftigten und aktiven Mitglieder, einschließlich derjenigen, die das vergangene Jahr im Gefängnis Gurgaon zugebracht haben, weil ihnen eine Freilassung gegen Kaution verweigert worden war, sowie der zehn Beschäftigten, die zwei Monate lang inhaftiert wurden, weil sie sie unterstützt hatten.

Nestlé unterzeichnet Tarifverträge05-01-2010

In den letzten Wochen des Jahres 2009 unterzeichnete die der Internationalen Union der Lebensmittel-, Landwirtschafts-, Hotel-, Restaurant-, Café- und Genussmittelarbeiter-Gewerkschaften (IUL) angeschlossene Gewerkschaft Federation of All India Nestlé Employees, die mehr als 1.200 Beschäftigte in den Werken von Nestlé India in Moga, Punjab, und in Ponda und Bicholim, Goa, vertritt, nach jahrelangem Kampf die ersten Tarifverträge. Im Nestlé-Werk in Pantnagar, Uttar Pradesh, unterzeichnete die Nestle Mazdoor Sangh (Gewerkschaft der Nestlé-Beschäftigten) am 5. Januar einen ersten Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
. Im Rahmen der endgültigen Regelung nahm die Geschäftsleitung die Suspendierung eines Gründungsmitglieds der Gewerkschaft zurück, das jetzt wieder an seinen Arbeitsplatz zurückgekehrt ist.

Gewerkschaftsfeindliche Arbeitgeber, mangelnde Durchsetzung des Gesetzes30-11-2009

Die generelle Gewerkschaftsfeindlichkeit der Arbeitgeber wirkt sich eindeutig abschreckend auf die Organisierungsarbeit aus. Die Arbeitgeber setzen sich entweder über das Gesetz, das die Entlassung von Beschäftigten aufgrund ihrer Gewerkschaftsarbeit untersagt, hinweg oder umgehen es, indem sie Beschäftigte an andere Standorte versetzen, um Gewerkschaftstätigkeiten bzw. die Gründung von Gewerkschaften zu behindern. Wer versucht, sich auf gerichtlichem Weg Recht zu verschaffen, muss viel Zeit und Geld aufwenden. Arbeitgeber setzen auch „Arbeitnehmerausschüsse” oder vom Unternehmen kontrollierte Gewerkschaften ein und erkennen diese an, um eine vollwertige gewerkschaftliche Vertretung zu umgehen.

© ITUC-CSI-IGB 2013 | www.ituc-csi.org | Contact Design by Pixeleyes.be - maps: jVectorMap