4 – Systematische Rechtsverletzungen
Der Globale Rechtsindex des IGB

Myanmar

Die Mitgliedsorganisation des IGB in Myanmar ist die Confederation of Trade Unions - Myanmar (CTUM).

Trotz zahlreicher begrüßenswerter und positiver Entwicklungen im Laufe des vergangenen Jahres bleibt in Birma/Myanmar noch viel zu tun. Im September 2012 durften die Federation of Trade Unions – Burma (FTUB), jetzt Federation of Trade Unions – Myanmar (FTUM), und ihre Spitzenvertreter/innen nach jahrzehntelangem Exil in das Land zurückkehren und ihre Gewerkschaftsarbeit fortsetzen. FTUM-Generalsekretär Maung Maung hat ein Büro in Rangun eingerichtet, und innerhalb von rund sechs Monaten hat der Gewerkschaftsbund über 130 Mitgliedsorganisationen mit 18.000 Mitgliedern gewonnen.

Praxis

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Gewerkschaftsführer wegen Organisation eines friedlichen Protestmarsches strafrechtlich verfolgt 21-02-2020

Acht Gewerkschaftsführer wurden wegen der Organisation friedlicher Proteste im Februar 2019 strafrechtlich verfolgt. Sie wurden wegen Verstoßes gegen die Durchführungsbestimmungen zum Gesetz über die friedliche Versammlung von den Behörden in Mandalay angeklagt, das Nicht-Mandalay-Bürgern untersagt, öffentliche Kundgebungen in der Stadt zu organisieren.
Mehr als 2.500 Menschen in Yangon und weitere 1.000 in Mandalay nahmen an zwei Runden von Protestaktionen teil, bei denen die Regierung zu ernsthaften Konsultationen mit den Arbeitnehmern aufgerufen wurde.
Die erste fand am 3. Februar statt, um auf dreizehn Forderungen zu drängen, darunter Vereinigungsfreiheit Vereinigungsfreiheit Das Recht auf die Gründung von und den Beitritt zu Gewerkschaften nach eigener Wahl sowie das Recht der Gewerkschaften, ungehindert zu arbeiten und ihre Aktivitäten ohne unzulässige Eingriffe zu verrichten.

vgl. IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
, die Einsetzung eines Arbeitsgerichts und die Aufhebung der Beschränkungen für den Gewerkschaftsbeitritt von Bauarbeitern. Der Gewerkschaftsbund von Myanmar (CTUM) und die Myanmar Industries Crafts and Services Trade Union Federation (MICS-TUF) beantragten daraufhin eine zweite Kundgebung, aber die staatlichen Behörden lehnten ihren Antrag am 16. Februar mit der Begründung ab, dass die Antragsteller nicht aus dem Distrikt Mandalay stammten.
Der Protestmarsch fand dennoch am 17. Februar statt, wurde aber von der Polizei unterbrochen und die Anführer wurden befragt. Der Protestmarsch musste abgebrochen werden, als die Polizei die Gewerkschaften daran hinderte, sich dem Versammlungsort zu nähern. Die Aktion verlief friedlich. Später wurden jedoch acht Gewerkschaftsführer auf Grundlage des Gesetzes über das Recht auf friedlichen Protest und friedliche Versammlung offiziell angeklagt. Zu den acht gehörten Phyo Sanda Soe, stellvertretender Generalsekretär des CTUM, und Thaung Nyunt, Vorsitzender der Bergarbeitergewerkschaft Myanmars, sowie sechs MICS-TUF-Führer.
Die CTUM-Führer hatten die Regierung nachdrücklich aufgefordert, in einen konstruktiven Dialog mit den Arbeitnehmern zu treten und die Empfehlungen der direkten Kontaktmission der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) von 2018 umzusetzen. Der Protestmarsch wurde organisiert, nachdem das Parlament es wiederholt versäumt hatte, sich ernsthaft mit den Gewerkschaften auseinanderzusetzen.
Der ILO-Sachverständigenausschuss für die Durchführung der Übereinkommen und Empfehlungen hatte ausdrücklich davor gewarnt, dass das Gesetz über das Recht auf friedlichen Protest und friedliche Versammlung zu ernsthaften Einschränkungen der Gewerkschaftsrechte führen könnte.
Nach einem einjährigen Prozess wurde der Vorsitzende der MWFM für nicht schuldig befunden, während die anderen sieben Führer zu einer Geldstrafe von 10.000 MK verurteilt und am 21. Februar 2020 freigelassen wurden.

Arbeitnehmer bei Streikposten verletzt 01-10-2019

Ein Manager eines Arbeitsvermittlungsunternehmens fuhr am 1. Oktober 2019 mit seinem Auto in eine Streikpostenkette und verletzte mehrere Beschäftigte. Außerdem versuchte er, einen Arbeitnehmer mit einem Stock zu schlagen.
Etwa 400 Arbeitnehmer der chinesischen Bekleidungsfabrik Unitedtex Overseas Garment in der Gemeinde Hlaing Tharyar in Yangon streikten am 26. September für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Die Arbeiterinnen und Arbeiter stellten 17 Forderungen, darunter die Zahlung von zusätzlichen 10.000 Kyat (6,5 US-Dollar) für die Nichtinanspruchnahme von Urlaub im Laufe des Monats. Sie bestanden des Weiteren darauf, dass ihr Lohn nicht gekürzt wird, wenn sie Urlaub nehmen, und dass ihre Urlaubsvergütung gemäß den gesetzlichen Bestimmungen auf der Grundlage der Dienstzeit berechnet wird.
Weitere Forderungen waren, dass alle neuen Arbeiterinnen und Arbeiter in der Fabrik den Mindesttageslohn von 4.800 Kyat erhalten, dass Arbeiterinnen und Arbeiter, die einen Todesfall in der Familie erleiden, eine Woche bezahlten Urlaub erhalten und dass die Unternehmensleitung für genügend Fähren sorgt, damit alle Arbeitnehmer in die Fabrik gelangen können.
Berichten zufolge fuhr der Chinese mit seinem Auto mit hoher Geschwindigkeit in die streikenden Arbeiter am Eingang der Fabrik. Offenbar war er verärgert darüber, dass die Arbeiter, die er für die Fabrik angeworben hatte, aufgrund des Streiks zu ihm zurückgeschickt wurden, sagte Ko Aung Ko Ko Zaw, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Arbeitnehmer der Fabrik. Etwa fünf von dem Chinesen angeworbene Arbeiter seien von der Fabrik abgewiesen worden.

Führende Gewerkschaftsvertreter wegen Streikorganisation angeklagt 15-09-2019

Anfang September 2019 erhob die Polizei Anklage gegen sieben Gewerkschaftsführer und einen führenden Vertreter der Zivilgesellschaft wegen ihrer Rolle bei einem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
aufgrund von Arbeitsrechtsverletzungen in der myanmarischen Strickerei in der Industriezone Pathein.
Mehr als 1.000 Beschäftigte nahmen an dem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
teil und stellten 45 Forderungen, unter anderem in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit, Löhne und Sozialleistungen sowie übermäßig lange Arbeitszeiten. Der Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
endete, nachdem allen Forderungen im Anschluss an Verhandlungen zwischen Arbeitnehmervertretern und der Fabrikleitung zugestimmt worden war.
Die Polizei beschloss jedoch, dennoch Anklage gegen die acht aktiven Gewerkschaftsmitglieder gemäß dem Gesetz über friedliche Versammlung und friedlichen Protest zu erheben, das nach Angaben der ILO zu Einschränkungen der Gewerkschaftsrechte führen kann.

Streikende in Handtaschenfabrik angegriffen 28-06-2019

Streikende Beschäftigte der chinesischen Handtaschenfabrik Hong Ri im Township Hlaing Tharyar in Yangon wurden am 28. Juni 2019 um 23 Uhr von 20 Männern angegriffen, die mit Schwertern, Messern und Schleudern bewaffnet waren. Zwanzig Arbeiter wurden bei dem Angriff verletzt, sechs von ihnen schwer, und eine Arbeitnehmerin erlitt bei dem Angriff eine Fehlgeburt. Die Polizei traf ein, ging jedoch nicht gegen die Angreifer vor.
Vierhundert Beschäftigte hatten am Vortag gestreikt, nachdem sich der Fabrikbesitzer wiederholt geweigert hatte, die Bestimmungen des Arbeitsvertrags umzusetzen.  Die Beschäftigten sagten, sie hätten die Fabrikvertreter gebeten, genügend Toiletten und sicheres Trinkwasser bereitzustellen, da das Werk nur drei Toiletten für 500 Beschäftigte hat und die Wasserleitungen durch einen verschmutzten Kanal laufen. Außerdem stellten sie zehn Forderungen im Hinblick auf die Arbeitsrechte und die Fabrikeinrichtungen. 
Ein Gewerkschaftsvertreter, Ko Ye Thura, sagte, sie glaubten, dass die Fabrikleitung die bewaffneten Schläger angeheuert habe, die in zwei Fahrzeugen in der Fabrik ankamen und die streikenden Beschäftigten gegen 23.00 Uhr angriffen, nachdem sie mit Vertretern des Werks gesprochen hatten.
Ma Thin Thin Swe, ein weiterer Gewerkschaftsvertreter, sagte, die Polizei, die am Tatort erschien, habe sich geweigert, die Bandenmitglieder zu verhaften, weil es zu viele waren. Die Gewerkschaftsführer sagten weiterhin, die Polizei habe den Bandenmitgliedern nach einem Gespräch mit ihnen erlaubt, den Tatort zu verlassen.
Der Industriegewerkschaftsbund reichte bei der Polizei eine Beschwerde ein und forderte die Regionalregierung von Yangon auf, gegen den Fabrikbesitzer vorzugehen.

Gefängnisstrafe für Gewerkschaftsführer wegen Organisation eines Protests 01-04-2019

Am 1. März 2019 wurden der Vorsitzende und fünf weitere führende Vertreter und Mitglieder der Gewerkschaft der beim Hotel Tharabar Gate in der archäologischen Zone von Bagan in Myanmar Beschäftigten wegen des Versuchs verurteilt, einen friedlichen Protestmarsch durchzuführen, nachdem die Polizei im Dezember 2018 das Solidaritätslager der Gewerkschaft zerstört hatte. Die sechs Gewerkschafter wurden jeweils zu einer einmonatigen Haftstrafe verurteilt und unmittelbar nach der Urteilsverkündung festgenommen.
Die Gewerkschaftsmitglieder im Hotel Tharabar Gate sahen sich seit der Ersteintragung ihrer Gewerkschaft im Jahr 2015 mit aggressivem Verhalten seitens der Geschäftsleitung konfrontiert. Ein erster Versuch, den Gewerkschaftsvorsitzenden Ko Nay Myo Win zu entlassen, wurde durch kollektive Maßnahmen vereitelt. Die Gewerkschaften anderer Hotels in dem berühmten Touristenort schlossen sich zusammen und gründeten den regionalen Gewerkschaftsverband Bagan-Nyaung Oo (HLOB), zu dessen Vorsitzenden Nay Myo Win gewählt wurde. Im Jahr 2018 entließ die Unternehmensleitung in einem zweiten Versuch den Gewerkschaftsvorsitzenden sowie 11 weitere Beschäftigte, darunter zwei Mitglieder des Gewerkschaftsvorstands und sieben aktive Gewerkschaftsmitglieder. Der HLOB reagierte mit einer energischen Protestkampagne. Ab Oktober unterhielten Gewerkschaftsmitglieder und ihre Familien und Unterstützer kontinuierlich ein Solidaritätslager auf einer öffentlichen Fläche.
Nachdem die Polizei das Lager im Dezember 2018 brutal angegriffen und zerstört hatte, organisierte die Gewerkschaft ihren Protestmarsch zum Büro der Regionalregierung in Mandalay. Die Polizei zerstreute die Demonstranten gewaltsam und es kam zur Verhaftung von 13 Gewerkschaftsmitgliedern und -anhängern und dem anschließenden Prozess gegen sechs von ihnen am 1. März 2019.
Die sechs inhaftierten Gewerkschaftsvertreter verbüßten ihre volle Strafe und wurden am 29. März 2019 freigelassen.

Gewalt und Verhaftungen während eines Streiks von Beschäftigten des Hotels Tharabar Gate 10-02-2019

Mitarbeiter/innen des Hotels Tharabar Gate im Zentrum eines der beliebtesten Touristenziele in Myanmar traten am 12. Oktober in den Ausstand und verlangten die Wiedereinstellung von zwölf am 24. August entlassenen Arbeitskräften. Zu den Entlassenen gehörten der Gewerkschaftsvorsitzende, zwei leitende Gewerkschaftsfunktionäre sowie sieben aktive Gewerkschaftsmitglieder. Laut den Gewerkschaftsmitgliedern sind die Entlassungen Teil einer umfassenderen Kampagne, die die Rechte der Arbeiter auf Vereinigungsfreiheit Vereinigungsfreiheit Das Recht auf die Gründung von und den Beitritt zu Gewerkschaften nach eigener Wahl sowie das Recht der Gewerkschaften, ungehindert zu arbeiten und ihre Aktivitäten ohne unzulässige Eingriffe zu verrichten.

vgl. IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
und Kollektivverhandlungen untergraben soll.
Vom Gewerkschaftsverband für das Gastgewerbe HLOB organisierte Arbeiter/innen aus der Hotel- und Tourismusbranche veranstalteten daraufhin zur Unterstützung der Streikenden an den historischen Stätten von Bagan einen Demonstrationszug. Die Geschäftsleitung reagierte mit Androhung der Nichtverlängerung von im Oktober auslaufenden Einjahresverträgen. Die Streikenden und ihre Unterstützer errichteten ihrerseits an Ort und Stelle ein Camp.
Am 12. Dezember 2018 zerstörten etwa 100 auf Befehl der örtlichen Behörden handelnde Polizisten das Unterstützerlager. Am 13. Dezember versuchten die Streikenden, einen Protestmarsch vom Hotel Tharabar Gate zum Regierungsgebäude der Region Mandalay durchzuführen. Bewaffnete Polizisten zerstreuten die Demonstranten und verhafteten 13 Personen, darunter sieben Gewerkschaftsmitglieder.

Ein Schlichtungsverfahren unter Beteiligung von Vertretern der Kommune und der nationalen Regierung hat bisher nicht zu einer Wiedereinstellung der betroffenen Gewerkschaftsmitglieder geführt. Die staatlichen Behörden waren keine Hilfe angesichts der fortdauernden Weigerung der Geschäftsleitung, die Rechte der Beschäftigten auf Vereinigungsfreiheit Vereinigungsfreiheit Das Recht auf die Gründung von und den Beitritt zu Gewerkschaften nach eigener Wahl sowie das Recht der Gewerkschaften, ungehindert zu arbeiten und ihre Aktivitäten ohne unzulässige Eingriffe zu verrichten.

vgl. IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
und Kollektivverhandlungen zu respektieren.

Am 10. Februar 2019 hielt die Gewerkschaft vor dem Hotel eine Demonstration ab, um die Wiedereinstellung der entlassenen Gewerkschafter und die uneingeschränkte Achtung gewerkschaftlicher Rechte in dem Hotel zu verlangen. Die IUL hat im Dezember offiziell Beschwerde beim IAO Internationale Arbeitsorganisation Eine dreigliedrige Organisation der Vereinten Nationen (UN), die 1919 ins Leben gerufen wurde, um die Arbeits- und Lebensbedingungen zu fördern. Sie ist die für die Formulierung und Überwachung internationaler Arbeitsnormenwichtigste internationale Organisation.

vgl. Dreigliedrigkeit, IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
-Ausschuss für Vereinigungsfreiheit Vereinigungsfreiheit Das Recht auf die Gründung von und den Beitritt zu Gewerkschaften nach eigener Wahl sowie das Recht der Gewerkschaften, ungehindert zu arbeiten und ihre Aktivitäten ohne unzulässige Eingriffe zu verrichten.

vgl. IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
eingereicht.

Weitere Arbeiter/innen nach Protesten in Bekleidungsfabrik entlassen21-01-2019

Die Prestige Garment Co in der Provinz Kandal entließ zwischen dem 8. und 25. Januar 2019 weitere vier Arbeitskräfte, nachdem diese sich einem Protest über die am 22. Dezember erfolgte Entlassung eines Arbeitervertreters, der sich um die Gründung einer Gewerkschaft bemüht hatte, angeschlossen hatten. Den vier Arbeitskräften wurde gekündigt, nachdem sie gegen die Entlassung von Houn Sovit protestiert hatten, der von der Belegschaft mit der Gründung einer werksinternen Gewerkschaft betraut worden war.
Bei dem Protest am 24. Dezember verlangten 100 Arbeiter, dass der Arbeitervertreter wieder eingestellt würde und dass das Unternehmen ihr Recht auf Bildung einer unabhängigen Gewerkschaft anerkennen solle. Die Arbeiter forderten zudem eine Verlängerung ihrer Arbeitsverträge von zwei auf sechs Monate. Die Arbeiter/innen der Bekleidungsfabrik monieren, dass das Unternehmen ihre Versuche, eine Gewerkschaft zu gründen, konsequent behindere und dass diese Entlassungen einen klaren Verstoß gegen ihr Recht auf Vereinigungsfreiheit Vereinigungsfreiheit Das Recht auf die Gründung von und den Beitritt zu Gewerkschaften nach eigener Wahl sowie das Recht der Gewerkschaften, ungehindert zu arbeiten und ihre Aktivitäten ohne unzulässige Eingriffe zu verrichten.

vgl. IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
und Kollektivverhandlungen darstellen.

Widerrechtliche Entlassung von Gewerkschaftsmitgliedern in Strickerei in Yangon08-01-2019

Mehr als 100 Beschäftigte einer chinesischen Fabrik in Yangon traten in den Ausstand, nachdem ein Arbeitskonflikt Arbeitskonflikt vgl. Arbeitskampf mit der Geschäftsleitung am 24. Dezember zur Entlassung von sieben Arbeitern geführt hatte. Die streikenden Arbeitskräfte der Cixing Knitting Factory forderten die Geschäftsleitung auf, die sieben Beschäftigten wieder einzustellen und die Arbeitsgesetze und Tarifverträge einzuhalten. Die Beschäftigten erklärten, ihre sieben Kollegen seien am 24. Dezember ohne Vorwarnung nach Forderungen der Arbeiter/innen an die Geschäftsleitung, die bestehenden Tarifverträge einzuhalten, entlassen worden. Die Beschäftigten blockierten den Haupteingang zum Werk und versprachen, dies so lange zu tun, bis die sieben wieder eingestellt würden.

Der Gewerkschaftsvorsitzende Ko Tun Tun, einer der am 24. Dezember entlassenen Arbeiter, erklärte, die Geschäftsleitung habe gegen den im September 2018 von Unternehmensvertretern und Arbeitern unterzeichneten Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
verstoßen; zudem sei sein Beschäftigungsvertrag gekündigt worden, während sich der Streit noch in der Schlichtung Schlichtung Der Versuch einer neutralen dritten Partei, eines Schlichters, bei der Beilegung eines Arbeitskonfliktes behilflich zu sein, indem die Kommunikation verbessert wird, Ratschläge gegeben werden und bei der Interpretation strittiger Fragen geholfen wird, um die Konfliktparteien so weit zu bringen, dass sie ihre Differenzen beilegen können. Ein Schlichter spielt keine so aktive Rolle wie ein Vermittler oder ein Schiedsmann.


vgl. Schiedsverfahren, Vermittlung
befunden habe.

Die streikenden Arbeitskräfte forderten die Behörden auf, gegen das Werk vorzugehen, weil dieses widerholt gegen den Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
und den Beschäftigungsvertrag verstoßen habe. Sie verlangten außerdem Maßnahmen der Behörden wegen des Verstoßes gegen das IAO Internationale Arbeitsorganisation Eine dreigliedrige Organisation der Vereinten Nationen (UN), die 1919 ins Leben gerufen wurde, um die Arbeits- und Lebensbedingungen zu fördern. Sie ist die für die Formulierung und Überwachung internationaler Arbeitsnormenwichtigste internationale Organisation.

vgl. Dreigliedrigkeit, IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
-Übereinkommen Nr. 87 über die Vereinigungsfreiheit Vereinigungsfreiheit Das Recht auf die Gründung von und den Beitritt zu Gewerkschaften nach eigener Wahl sowie das Recht der Gewerkschaften, ungehindert zu arbeiten und ihre Aktivitäten ohne unzulässige Eingriffe zu verrichten.

vgl. IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
und den Schutz des Vereinigungsrechtes.

Auf einer Sitzung mit dem Schlichtungsausschusses des Stadtbezirks für Arbeitskonflikte am 2. Januar erklärte sich die Werksleitung bereit, den 17 Forderungen der Gewerkschaft, einschließlich der nach Wiedereinstellung der Gewerkschaftsvertreter, nachzukommen. Jedoch entließ das Werk die sieben führenden Gewerkschaftsmitglieder am 7. Januar erneut, was zu vom Gewerkschaftsbund CTUM organisierten Solidarmaßnahmen anderer Werke in der Gegend führte. Auf einer zweiten Sitzung des Schlichtungsausschusses am 8. Januar versprachen Werksvertreter, die sieben Beschäftigten wieder einzustellen.

Gewalt gegen streikende Beschäftigte der Fu Yuen Garment Co Ltd 05-11-2018

Am Montag, dem 15. Oktober 2018, wurden Dutzende Arbeiter/innen der Fu Yuen Garment Co Ltd, einer Textilfabrik in chinesischem Besitz in Dagon Seikkan (einem Außenbezirk von Yangon), schwer verletzt, als eine Gruppe von ca. 40 bewaffneten Schlägern die protestierenden Arbeiter/innen mit Stöcken und Metallstangen attackierte. Die Bereitschaftspolizei wurde gerufen, um die Eskalation der Gewalt zu stoppen, verhaftet wurde jedoch niemand.
Hunderte von Beschäftigten aus dem Werk befanden sich seit dem 21. August im Ausstand, nachdem am Vortag 30 Arbeiter/innen (allesamt Gewerkschaftsmitglieder) wegen eines von ihnen organisierten Streiks am 14. August entlassen worden waren. Die Streikenden hatten eine höhere Überstundenvergütung sowie bessere Arbeitsbedingungen gefordert. Die Entlassung der Arbeiter war politisch motiviert und stellte den bewussten Versuch dar, den Einfluss des Gewerkschaftsausschusses in dem Werk zu verringern.
Am 5. November 2018 beendeten die Beschäftigten ihren 72-tägigen Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
, nachdem sie zuvor eine Vereinbarung mit der Geschäftsleitung unterzeichnet und sich zur Wiederaufnahme der Arbeit bereit erklärt hatten.

Beschäftigte des Bekleidungswerks LIA wegen Streikteilnahme entlassen 01-04-2018

Im November 2017 organisierten Gewerkschaftsmitglieder beim Unternehmen LIA einen Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
, um gegen ihre katastrophalen Arbeitsbedingungen und das völlige Fehlen eines Dialogs zwischen Geschäftsleitung und Gewerkschaft zu protestieren. Zu ihren Forderungen gehörten u. a. der Aufruf an die Geschäftsleitung, die Arbeitsschutzbedingungen (einschließlich der Beleuchtung) zu verbessern, die Ungleichbehandlung gewerkschaftlich organisierter und nicht organisierter Arbeitskräfte zu beenden und vor der Festlegung von Produktionszielen oder Versetzungen innerhalb der Produktionslinie Gespräche mit Belegschafts- oder Gewerkschaftsvertretern aufzunehmen.
Das Schlichtungsgremium Yangon wurde mit der Beilegung des Streits beauftragt, und es wurde eine Vereinbarung gefunden, bei der der Arbeitgeber sechs der acht Forderungen akzeptierte, sich jedoch weigerte, eine entsprechende schriftliche Vereinbarung zu unterzeichnen. Das Schlichtungsgremium verpflichtete die LIA-Geschäftsleitung, die vereinbarten sechs Punkte schriftlich zu bestätigen und Verhandlungen mit den Arbeitervertretern über die verbleibenden beiden Punkte aufzunehmen.
Statt sich jedoch an die Bestimmungen der Schlichtungsvereinbarung zu halten, entließ die Geschäftsleitung zwischen Januar und März 73 Arbeitskräfte, darunter die Gewerkschaftsführer, und drohte den Beschäftigten mit weiteren Entlassungen. Alle entlassenen Arbeitskräfte verlangen ihre sofortige Wiedereinstellung.

Ein Textilarbeiter wegen Gewerkschaftsgründung und 280 weitere Beschäftigte wegen eines Solidaritätsstreiks entlassen07-08-2017

Am 7. August 2017 wurde ein Beschäftigter wegen der Gründung einer Gewerkschaft bei DJY Knitting Myanmar in der Industriezone 3 Hlaing Tharyar entlassen. Die Textilfabrik warf dem Gewerkschafter mehrere Verfehlungen vor, darunter die angebliche Organisation einer Sitzung mit den anderen Beschäftigten, um die Gewerkschaft ohne Genehmigung zu gründen, die „Anstiftung“ anderer Arbeitskräfte zum Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
und die Forderung gegenüber der Personalabteilung nach bezahltem Urlaub für die Belegschaft.

An dem Tag, an dem er entlassen wurde, legten 280 der 400 Beschäftigten des Werkes aus Protest die Arbeit nieder und stellten eine Reihe von Forderungen, denen der Arbeitgeber im Zuge eines Schiedsverfahrens vielfach zustimmte. Anschließend wurden die Beschäftigten an ihren Arbeitsplatz zurückbeordert, was sie jedoch ablehnten, weil ihre beiden zentralen Forderungen nicht erfüllt worden waren: das Recht auf die Gründung einer unabhängigen Gewerkschaft und die Wiedereinstellung ihres Anführers.

Die Beschäftigten hielten an ihren Forderungen und ihrem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
fest und wurden am 23. August 2017 entlassen.

Gewerkschaftsfeindliche Entlassungen bei Bäckerei 08-03-2017

Die Geschäftsführung der Backfabrik Good Morning in der Industriezone 4 Hlaing Tharyar hat am 8. March 2017 184 Beschäftigte entlassen und behauptet, dass es nicht genug Arbeit für sie gebe. Tatsächlich waren die Tätigkeitsbereiche und Maschinen an zwei andere, gewerkschaftsfreie Standorte der Good Morning Bakery verlegt worden.
In der Fabrik, in der die Entlassungen vorgenommen wurden, war die Gewerkschaft sehr aktiv und hatte regelmäßig auf die Einhaltung der Arbeitnehmerrechte im Einklang mit dem Gesetz gepocht. Der Gewerkschaftsvorsitzende in der Fabrik hat darauf hingewiesen, dass die meisten Mitglieder des Gewerkschaftsvorstandes sowie Aktivisten auf der Liste der von Stellenstreichungen Betroffenen standen.
Die Gewerkschaft hat aus Protest gegen die Entlassungen für den 9. März zum Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
aufgerufen, der breite Unterstützung fand. Die Beschäftigten setzten den Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
fort, nachdem die Fabrik beschlossen hatte, einen Entscheid des Schiedsgerichtes vom 1. April zugunsten ihrer Wiedereinstellung anzufechten. Während des Streiks marschierten Beschäftigte nahegelegener Lebensmittelverarbeitungs- und Textilfabriken zum Streikposten Streikposten Personen, die vor den Toren der betroffenen Betriebe auf einen Arbeitskonfliktoder einen Streik aufmerksam machen und versuchen, andere Beschäftigte dazu zu veranlassen, den Betrieb nicht zu betreten bzw. die Verbraucher davon abzuhalten, den Arbeitgeber zu unterstützen. Die Aufstellung von Streikposten vor einem nicht direkt an dem Konflikt beteiligten, neutralen Betrieb zielt darauf ab, indirekt Druck auf den Arbeitgeber, der die eigentliche Zielscheide der Aktion ist, auszuüben. bei der Bäckerei, um ihre Solidarität zu bekunden.
Nachdem unter Vermittlung Vermittlung Ein Prozess zwischen Schlichtung und Schiedsverfahren, bei dem der Vermittler neutral ist und den an einem Arbeitskonfliktbeteiligten Parteien bei einer Einigung hilft, indem er mögliche, unverbindliche Lösungen vorschlägt; wird auch als Mediation bezeichnet.

vgl. Schiedsverfahren, Schlichtung
des Vorsitzenden des parlamentarischen Ausschusses für Beschäftigung im In- und Ausland eine Vereinbarung zustande gekommen war, wurde der Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
beendet und die Arbeit am 10. April wieder aufgenommen. Alle Beschäftigten, die an ihren Arbeitsplatz zurückkehren wollten, wurden wieder eingestellt, und im Falle der vier führenden Gewerkschaftsvertreter, die zunächst nicht an ihren Arbeitsplatz zurückkehren durften, wurde weiter verhandelt.

Textilfabrik entlässt nach unaufrichtigen Verhandlungen Gewerkschaftsvorsitzenden 30-01-2017

Am 30. Januar 2017 hat die Textilfabrik Hundred-Tex Garment in Rangun den Gewerkschaftsvorsitzenden Thet Paing Oo entlassen, als er nach einer Krankheit mit einem ärztlichen Attest an seinen Arbeitsplatz zurückkehrte.

Die Textilarbeiter/innen waren seit längerem in einen Konflikt mit dem chinesischen Unternehmen verwickelt. Im Dezember 2016 war eine Vereinbarung zwischen der Geschäftsführung und der vom Gewerkschaftsbund CTUM unterstützten Gewerkschaft zustande gekommen, aber es wurde sehr schnell deutlich, dass das Unternehmen wider Treu und Glauben gehandelt hatte.

Hundred-Tex Garment hat sich nicht an seine Zusage gehalten, die geleisteten Überstunden zu bezahlen oder die Arbeitsbedingungen vereinbarungsgemäß zu verbessern. Darüber hinaus hat sich die Geschäftsführung geweigert, einen betrieblichen Koordinierungsausschuss einzurichten, wie es das Gesetz zur Beilegung von Arbeitskonflikten verlangt.

Nach der Entlassung von Thet Paing Oo haben die Beschäftigten erneut die Arbeit niedergelegt, und das Unternehmen H&M, das von der Fabrik beliefert wird, hat sich wiederholt um eine Lösung bemüht. Der Berufsverband IndustriALL und H&M hatten im September 2015 ein globales Rahmenabkommen unterzeichnet, das darauf abzielt, die Arbeitnehmerrechte der 1,6 Millionen Arbeitskräfte entlang der globalen Lieferkette von H&M zu schützen.

Nach einem dreiwöchigen Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
hat sich Hundred-Tex Garment schließlich bereit erklärt, den Mindesttageslohn in Höhe von 3.600 Kyat (2,70 USD) zu zahlen, die gesetzliche Überstundenregelung einzuhalten und Thet Paing Oo wieder einzustellen.

Textilunternehmen verweigert kontinuierlich Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag15-01-2017

Ein im Jahr 2013 bei dem Textilbetrieb Panda begonnener Konflikt war 2017 immer noch nicht beigelegt, weil der Arbeitgeber die Verhandlungen immer wieder ins Stocken brachte. Der Konflikt begann, nachdem das private Unternehmen den Betrieb vom Industrieministerium übernommen hatte und die Beschäftigten sich darüber beschwerten, dass dieser Wechsel zu Verletzungen ihrer Rechte geführt habe.

Ein von der Regionalregierung Mandalay eingesetztes Verhandlungsteam, das zwischen den Eignern und den Beschäftigten vermitteln sollte, hat im November 2016 eine Liste mit 28 spezifischen Forderungen aufgestellt, aber ein zentrales Problem war die Weigerung Pandas, vier führende Gewerkschaftsvertreter wieder einzustellen, die während eines Protestes im Jahr 2015 entlassen worden waren, als 600 Arbeiter vor der Fabrik in Zelten kampiert hatten.

Anfang Januar 2017 standen beide Seiten kurz davor, einen neuen Vertrag zu unterzeichnen, aber die Fabrikbesitzer erklärten, dass sie sich die geplanten stufenweisen Erhöhungen der Löhne und Gehälter, der Überstundenvergütung und des Jahresurlaubs erst noch genauer ansehen müssten.

Die Besitzer der Fabrik weigerten sich nach wie vor, die vier entlassenen Gewerkschafter wieder einzustellen, und erneute Verhandlungen wurden in letzter Minute abgesagt.

Myanmar immer noch weit von der Achtung der Gewerkschaftsrechte entfernt05-12-2016

Nach jahrzehntelanger Diktatur hat die junge Demokratie noch einen langen Weg vor sich, bis die uneingeschränkte Achtung grundlegender Rechte, einschließlich der Gewerkschaftsrechte, gewährleistet ist.

Ein Anfang Dezember 2016 veröffentlichter Bericht über die Bekleidungsindustrie des Landes („Raising the Bottom: A Report on the Garment Industry in Myanmar“) hat das Ausmaß deutlich gemacht, in dem die Arbeitnehmerrechte in diesem Sektor verletzt werden. Der Bericht basiert auf Gesprächen mit 199 Beschäftigten von 62 Bekleidungsfabriken sowie mit Fabrikbesitzern, Gewerkschafter/innen und anderen Akteuren, die von Ende Februar bis Ende April 2016 geführt wurden.

Der Bericht belegt anhaltende erhebliche Probleme u.a. in Bezug auf lange Arbeitszeiten, niedrige Löhne, schlechte Arbeitsbedingungen, auch hinsichtlich des Arbeitsschutzes, und sexuelle Belästigung. Es sei angesichts ernsthafter arbeitsrechtlicher Mängel, die die Vereinigungsfreiheit Vereinigungsfreiheit Das Recht auf die Gründung von und den Beitritt zu Gewerkschaften nach eigener Wahl sowie das Recht der Gewerkschaften, ungehindert zu arbeiten und ihre Aktivitäten ohne unzulässige Eingriffe zu verrichten.

vgl. IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
beschränken, schwierig für die Beschäftigten, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Viele Beschäftigte ließen sich durch Entlassungsdrohungen von einem Gewerkschaftsbeitritt abschrecken. Pyi Paing Ko Ko, Direktor der nichtstaatlichen Arbeitnehmerrechtsorganisation ‛Let’s Help Each Other’, berichtet, dass sich die Fabrikbesitzer bei Konflikten zum Teil über die Entscheide des Schiedsrates hinwegsetzen, weil die Strafen zu gering sind.

Der internationale Berufsverband IndustriALL hat vom 2. bis 5. Dezember 2016 eine Reihe von Workshops zum Thema Aufbau von Gewerkschaften, zu geschlechtsspezifischen Fragen und prekärer Arbeit organisiert, an denen die Industrial Workers Federation of Myanmar (IWFM) und die Mining Workers Federation of Myanmar (MWFM) teilgenommen haben. Dabei wurde zur Kenntnis genommen, dass die Entlassung von Gewerkschafter/innen und führenden Gewerkschaftsvertreter/innen ein weitverbreitetes Problem ist. Es ist bekannt, dass die Arbeitgeber die Namen entlassener Gewerkschafter/innen auf ihren Internetseiten veröffentlichen, was in der Praxis einer schwarzen Liste gleichkommt und verhindert, dass sie eine neue Arbeit finden. Es wurde zudem berichtet, dass viele der Probleme, denen sich die Gewerkschaften gegenübersehen, mit den in Myanmar üblichen Einjahresverträgen zusammenhängen, die vielfach dazu dienen, führende Gewerkschaftsvertreter/innen nach Ablauf ihrer Verträge loszuwerden.

Festnahmen und Haftstrafen für Beschäftigte, die für ihre Rechte eintreten 24-10-2016

Am 18. Mai 2016 hat die Polizei mehr als 70 Beschäftigte festgenommen, die an einem Protestmarsch teilgenommen hatten. Die Protestierenden waren rund drei Wochen marschiert, von der Region Sagaing im Norden des Landes aus, wo etwa 100 Beschäftigte kurz zuvor von Myanmar Veneer and Plywood Private Ltd (MVPPL) entlassen worden waren, weil sie die Bezahlung ihrer Überstunden gefordert hatten. Sie appellierten an die Regierung, einzugreifen, um die Wiedereinstellung der ungerechtfertigterweise Entlassenen und die Anerkennung Anerkennung Die Bestimmung einer Gewerkschaft durch die zuständige staatliche Stelle zur Tarifpartei für die Beschäftigten in einer gegebenen Tarifeinheit oder die Akzeptanz der kollektiven Vertretung der Beschäftigten durch eine Gewerkschaft seitens des Arbeitgebers. ihrer neugegründeten Gewerkschaft zu erwirken. Sie hatten gehofft, sich mit ihren Forderungen direkt an die Regierung wenden zu können, wurden aber aufgefordert, auf der Schnellstraße zwischen Rangun und Mandalay beim Meilenmarker 289 Halt zu machen, da andernfalls die Polizei einschreiten werde. Die Protestierenden waren jedoch entschlossen, weiterzumarschieren, aber noch bevor sie das Township Tatkon in Naypyidaw erreichten, wurden sie von etwa 200 Polizisten aufgehalten, die einige Stunden später mit Festnahmen begannen. Sie behaupteten, dies ohne Gewaltanwendung versucht zu haben, aber vor Ort anwesende Reporter berichteten, dass die Demonstranten gewaltsam in Gefängniswagen verfrachtet worden seien.

Ursprünglich wurde gegen 51 von ihnen Anzeige erstattet, aber die meisten wurden später freigelassen, und nur 15 wurden weiter gerichtlich belangt. Die 12 Männer und drei Frauen wurden wegen widerrechtlicher Versammlung und Volksverhetzung angeklagt. Das Gericht hat später die Klagen wegen Volksverhetzung gegen die drei Frauen abgewiesen.

Am 24. Oktober 2016 befand das Gericht die Angeklagten in allen Anklagepunkten für schuldig. Die Männer wurden zu insgesamt fünf Monaten Haft verurteilt (jeweils zu zwei Monaten wegen widerrechtlicher Versammlung und zu drei Monaten wegen Volksverhetzung). Die drei Frauen wurden wegen widerrechtlicher Versammlung zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Angesichts der Zeit, die sie bereits in Untersuchungshaft verbracht hatten, wurden die Frauen unverzüglich freigelassen, und die Männer hatten noch drei Wochen zu verbüßen.

Ungerechtfertigte Entlassung aktiver Gewerkschaftsmitglieder bei Textilfabrik unterstreicht ineffizientes System 10-10-2016

Zehn Mitglieder der Myanmar Industries, Crafts and Services Trade Union Federation wurden Anfang Oktober 2016 innerhalb einer Woche von der Textilfabrik Sein Kabar entlassen. Ein Sprecher der Gewerkschaft erklärte, dass es keinen Grund für die Entlassungen gegeben habe und es in Wirklichkeit darum gegangen sei, die Gewerkschaft zu untergraben.

Am 10. Oktober schlossen sich Beschäftigte des Unternehmens Fu Xing Brothers denen von Sein Kabar bei einer Protestkundgebung an, um die Wiedereinstellung der Entlassenen zu fordern. Darüber hinaus forderten sie eine Änderung der von ihnen als gewerkschaftsfeindlich betrachteten Praktiken von Fu Xing Brothers und eine härtere Bestrafung von Arbeitgebern, die gegen das Gesetz verstoßen, einschließlich Haftstrafen und Gewerbeuntersagung.

Die Gewerkschaften Myanmars haben sich wiederholt über die Ineffizienz des Systems für die Beilegung von Arbeitskonflikten beklagt, weil es zu einfach für die Arbeitgeber sei, Schiedssprüche zu ignorieren, da die Strafen im Falle eines Verstoßes zu gering seien, um als Abschreckung zu dienen.

Massenentlassungen streikender Textilarbeiter/innen und Weigerung, Schiedsspruch umzusetzen21-09-2016

Die japanische Bekleidungsfabrik Sakura hat 316 Beschäftigte entlassen, die am 29. Juli 2016 wegen unrealistischer Produktionsquoten gestreikt hatten. Ende August hat der für die Region Rangun zuständige Schiedsrat die Fabrik angewiesen, die Entlassenen wieder einzustellen und ihnen für die Lohneinbußen während der Streiktage eine Entschädigung zu zahlen sowie die Erhöhung der Produktionsquoten rückgängig zu machen.

Anstatt den Schiedsspruch umzusetzen, erhoben die Fabrikeigner jedoch Einspruch beim zentralen Schiedsrat, der den ursprünglichen Schiedsspruch hinsichtlich der Wiedereinstellung der Entlassenen am 12. September bestätigte, auf die Lohneinbußen und die zentrale Streitfrage der Produktionsquoten allerdings nicht einging. Der zweite Schiedsspruch spaltete die Beschäftigten. Am 17. September beschloss knapp die Hälfte der Protestierenden, die Arbeit wieder aufzunehmen, aber 171 Beschäftigte setzten den Protest fort, weil sie die Frage der Produktionsquoten geklärt haben wollten.

Am 21. September organisierten Mitglieder des Ortsverbandes der Nationalen Liga für Demokratie im Township Hlaing Tharayar Verhandlungen zwischen Vertretern der Fabrik und den Protestierenden. Die Fabrik erklärte sich bereit, den Beschäftigten die Rückkehr an ihren Arbeitsplatz mit den ursprünglichen Produktionsquoten zu gestatten. Außerdem wurde eine Entschädigung für die Streiktage zugesagt und dass in Zukunft sämtliche Arbeitsgesetze eingehalten würden.

Bedauerlicherweise hielt sich die Fabrik Sakura schon nach einer Woche nicht mehr an ihre Zusage und bestand auf den Produktionsquoten, die den Konflikt überhaupt erst ausgelöst hatten. Man stand wieder am Anfang.

Wegen Gewerkschaftsaktivitäten auf schwarze Listen gesetzt 15-08-2016

Die Arbeitnehmervertreter bei der Bekleidungsfabrik Hla Won Htet Tha in der Industriezone Shwe Lin Ban haben im August 2016 berichtet, dass die Fabrikbesitzer eine schwarze Liste Schwarze Liste Eine von Arbeitgebern zusammengestellte und unter ihnen zirkulierte Liste von Gewerkschaftsmitgliedern und aktiven Gewerkschafter(inne)n, die als Arbeitskräfte boykottiert oder auf andere Weise bestraft werden sollten. an die Arbeitgeber verteilt hätten, auf der 85 Beschäftigte stünden, die Proteste bei der Fabrik angeführt hatten. Die fraglichen Beschäftigten hatten zu zwei Protestmärschen aufgerufen, als die Besitzer die Fabrik am 25. Juni geschlossen und keine Löhne mehr gezahlt hatten. „Wenn sich unsere Kolleginnen und Kollegen bei anderen Bekleidungsfabriken bewerben, prüfen die Arbeitgeber, ob sie auf der Liste stehen, die sie von Hla Won Htet Tha bekommen haben“, berichtet Ma Zin Mar Swe von der Arbeitnehmervertretung der Fabrik.

Angesichts der Erfahrungen anderer aktiver Gewerkschaftsmitglieder, die auf schwarzen Listen gestanden hatten, befürchteten sie, nie wieder eine Arbeit zu finden. Der frühere Gewerkschaftsvorsitzende Ko Kyaw Kyaw Myint gab an, sich in den vorangegangenen acht Monaten bei mehr als 70 Bekleidungsfabriken in jeder Industriezone der Townships Shwe Pyi Thar, Hlaing Tharyar und Mingaladon beworben zu haben, aber niemand wollte ihn einstellen. Ko Kyaw Kyaw Myint und fünf andere Gewerkschaftsmitglieder waren 2015 von der Bekleidungsfabrik Han Jen im Township Shwe Pyi Thar entlassen worden, nachdem sie nach Inkrafttreten des Mindestlohngesetzes Lohnfragen angesprochen und einen Protest von mehr 1.000 Beschäftigten organisiert hatten.

Ko Sai Yu Maung, ein aktiver Arbeitnehmerrechtsverfechter, wurde von einer Bäckerei im Township Hlaing Tharyar wegen des Versuchs, eine Gewerkschaft zu gründen, versetzt und entlassen. Er war aus demselben Grund bereits von seinem vorherigen Arbeitgeber mit einer Abfindung entlassen worden. Anschließend hat er auf all seine Bewerbungen bei anderen Betrieben der Branche ohne Angabe von Gründen eine Absage erhalten. Er war von einem Arbeitsbeauftragten des Townships gewarnt worden, dass er auf eine schwarze Liste Schwarze Liste Eine von Arbeitgebern zusammengestellte und unter ihnen zirkulierte Liste von Gewerkschaftsmitgliedern und aktiven Gewerkschafter(inne)n, die als Arbeitskräfte boykottiert oder auf andere Weise bestraft werden sollten. gesetzt werde, falls er sich weiter für die Arbeitnehmerrechte einsetze.

Unzulängliche Inkraftsetzung der Gesetze, alte Denkweisen und Unerfahrenheit bremsen Fortschritte bei den Gewerkschaftsrechten31-12-2015

Das Gesetz über Arbeitnehmerorganisationen und das Gesetz über die Beilegung von Arbeitskonflikten aus dem Jahr 2012 markierten einen wichtigen Wendepunkt in Myanmar, aber die unzulängliche Inkraftsetzung dieser Gesetze hat in der Praxis zur Folge, dass Arbeitgeber, die ihre Beschäftigten wegen der Wahrnehmung ihrer Rechte diskriminieren, dies ungestraft tun können. In einem im Oktober 2015 veröffentlichen Bericht des IGB über ausländische Direktinvestitionen in Myanmar/Birma heißt es, dass Arbeitnehmer/innen und aktive Gewerkschafter/innen nach wie vor von den Arbeitgebern bedroht, eingeschüchtert oder entlassen werden.

Der Gewerkschaftsbund Confederation of Trade Unions in Myanmar (CTUM) hat beeindruckende Organisierungsarbeit geleistet, und bis November 2015 hatte er 49.000 Mitglieder und rund 640 Mitgliedsorganisationen. Ein historischer Erfolg war die offizielle Zulassung des CTUM am 23. Juli 2015. Allerdings stecken die Gewerkschaften nach wie vor in den Kinderschuhen. Den Beschäftigten fehlt es an Informationen über die Rolle von Gewerkschaften, den Gewerkschaften fehlt es an Ressourcen, Schulungsmöglichkeiten und einem besseren Verständnis der Gesetze, und den führenden Gewerkschaftsvertretern fehlt es an Verhandlungs- und Tarifverhandlungsgeschick. Wenn Betriebliche Koordinierungsausschüsse und Schlichtungsstellen als Tarifverhandlungsgremien eingesetzt werden, wissen die meisten Arbeitnehmerorganisationen nichts über sie, weder wann oder wo noch von wem sie ins Leben gerufen wurden. Die Konfliktbeilegungsverfahren haben sich als ineffizient erwiesen. Zudem werden die von Arbeitgebern und Arbeitnehmern im Zuge des Schlichtungsverfahrens getroffenen Vereinbarungen nicht immer eingehalten und nicht als verbindlich betrachtet.

Darüber hinaus ist es trotz der Gesetzesänderungen nicht immer leicht für eine Gewerkschaft, ihre offizielle Zulassung zu erwirken. Obwohl sie beispielsweise verpflichtet sind, innerhalb von 30 Tagen auf einen Zulassungsantrag zu reagieren, können sich die zuständigen Beamten wesentlich mehr Zeit nehmen oder neue Bestimmungen erfinden, die sich nicht in den Gesetzen oder Vorschriften finden.

Auch nach ihrer Gründung sehen sich die Gewerkschaften mit Arbeitgebern, vor allem Fabrikbesitzern, konfrontiert, die sich nicht von der Vergangenheit lösen können, wenn es um den Umgang mit Arbeitnehmerprotesten geht. Dies hat zu Zusammenstößen und zu Vergeltungsmaßnahmen gegen führende Gewerkschaftsvertreter geführt, wobei Arbeitnehmervertreter und Beschäftigte wegen ihrer Gewerkschaftsarbeit entlassen wurden.

Ein weiteres bedeutendes Hindernis für die uneingeschränkte Wahrnehmung der Arbeitnehmer- und vor allem der Gewerkschaftsrechte ist die Praxis der Zwangsarbeit. Obwohl Fortschritte erzielt wurden, hat der frühere Präsident U Thein Sein seine Zusage, Zwangsarbeit bis zum Jahr 2015 auszumerzen, nicht eingehalten. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass der zunehmende Rückgriff auf Zeitarbeitskräfte und Arbeitsvermittler sowie die unzulängliche Inkraftsetzung der Arbeitsgesetze seitens der Regierung dazu führen, dass der vom Militär praktizierte Einsatz von Zwangsarbeitern durch neue Formen der Ausbeutung von Arbeitskräften ersetzt wird.

Luxushotel entlässt Gewerkschaftsführer31-07-2015

Am 7. März 2015 hat die Geschäftsführung des Bagan Hotel River View die führenden Vertreter der Gewerkschaft ihrer Beschäftigten zu einer geschlossenen, aufgezeichneten und vom Sicherheitspersonal des Hotels bewachten Sitzung in einem privaten Hotelzimmer einbestellt und angewiesen, die Gewerkschaft aufzulösen und Kündigungsschreiben zu unterzeichnen. Fünf von ihnen, die sich weigerten, wurden fristlos entlassen.
Die Gewerkschaft ging gegen die Entlassungen vor, und am 3. April bzw. erneut am 6. Mai ordneten die örtlichen Schiedsräte ihre Wiedereinstellung an. Als die Beschäftigten und Gewerkschaftsmitglieder am 8. Mai friedlich vor dem Hotel demonstrierten, um die entlassenen Gewerkschaftsführer zu unterstützen, drohte die Hotelleitung mit der fristlosen Entlassung aller Beschäftigten und Familienmitglieder, die Solidarität mit der Gewerkschaft bekundeten.
Die Gewerkschaft drängte weiter auf ihre Wiedereinstellung. Am 18. Juni bot die Hotelleitung den entlassenen Gewerkschaftsführern ihre formelle Wiedereinstellung an, lehnte es jedoch ab, sie zur Arbeit zurückkehren zu lassen. Sie sollten lediglich den Mindestlohn bekommen und keinen Kontakt zu anderen Beschäftigten und Mitgliedern am Arbeitsplatz haben. Die Hotelleitung hatte zudem vor, Einspruch gegen die Wiedereinstellungsanordnung einzulegen, wofür sie laut Gesetz maximal zwei Jahre Zeit hat.

Ende Juli 2015 hat die Internationale Union der Lebensmittelarbeiter (IUL) berichtet, dass das Bagan Hotel River View in Myanmar als Reaktion auf ihre internationale Kampagne für grundlegende Gewerkschaftsrechte in dem Hotel begonnen habe, Stellensuchende auf eine potenzielle Gewerkschaftsmitgliedschaft hin zu überprüfen. Die Bewerber/innen wurden gefragt, ob sie Gewerkschaftsmitglieder kennen und gewarnt, dass sie die Probezeit nicht überstehen würden, wenn sie der Gewerkschaft beitreten. Zudem hat die Hotelleitung versucht, in der Gewerkschaft aktive ältere Beschäftigte über 60 zur Kündigung binnen 24 Stunden zu zwingen. Als die Gewerkschaft dagegen protestierte, durften diese Beschäftigten unter der Bedingung, dass sie eine ärztliche Bescheinigung vorlegen, an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Die Beschäftigten des Hotels waren nie über die offizielle Rentenregelung der KMA-Gruppe unterrichtet worden, da sich die Hotelleitung weigert, ihnen Kopien ihrer Arbeitsverträge auszuhändigen.

Gewerkschaftsfeindlichkeit in einem anderen Luxushotel30-06-2015

Anfang Juni 2015 hat die Internationale Union der Lebensmittelarbeiter (IUL) berichtet, dass die Geschäftsführung des Luxushotels Belmond Governor’s Residence versuche, die Gewerkschaft der Hotelangestellten durch Schikanen, Entlassungen und Einschüchterungen zu zerschlagen.

Die Gewerkschaft war in dem Hotel gegründet worden, bevor die Kette Oriental Express im Jahr 2014 Belmond wurde. Kurz nach der Gründung der neuen Gesellschaft begann die Geschäftsführung mit ihrer gewerkschaftsfeindlichen Kampagne, wobei erfahrene Beschäftigte, die der Gewerkschaftsvertretung angehörten, zurückgestuft wurden und Lohnkürzungen hinnehmen mussten. Ein Personalmitglied wurde entlassen.

700 Beschäftigte wegen Forderung nach fairen Lebens- und Arbeitsbedingungen entlassen 19-05-2015

Der holzverarbeitende Betrieb Kakaungchin Yadana hat etwa 700 Beschäftigte entlassen und aus ihren Unterkünften ausgesperrt, nachdem sie versucht hatten, über einen existenzsichernden Lohn und bessere Arbeitsbedingungen zu verhandeln.

Am 19. Mai 2014 forderte die Betriebsleitung die Beschäftigten auf, einen Arbeitsvertag zu unterschreiben. Andernfalls würden sie entlassen.

Zwei Tage später wurden die 700 Beschäftigten von der Polizei und Sicherheitskräften vertrieben, weil sie sich weigerten, den Vertrag zu unterschreiben.

Die 700 kamen vorübergehend in einem Flüchtlingslager beim Kloster ShankanYwaoo sieben Meilen von dem Betrieb entfernt unter. Der Vorsitzende der Myanmar Labour Union Federation, Aung Liu, sagte dazu:
„Die Bedingungen in dem Flüchtlingslager sind schwierig. Es gibt für die Nacht noch nicht einmal Moskitonetze. Der Generaldirektor des Arbeitsministeriums, Dr. Than Win, hat neulich das Flüchtlingslager besucht und uns gefragt, ob dort auch Dorfbewohner untergebracht seien, weil es so viele Menschen waren. Welche Dorfbewohner würden hier schon wohnen wollen? Dr. Than Win hat schon drei Mal mit der Geschäftsführung verhandelt, aber die Beschäftigten dürfen den Betrieb nach wie vor nicht betreten. Die Situation wird immer schlimmer. Es kann so nicht weitergehen. Wenn lokale Verhandlungen nicht möglich sind, werden wir uns an ein Schiedsgericht wenden. Aber das wird eine Weile dauern, und die Beschäftigten werden diese Bedingungen nicht so lange ertragen.“

Regierung verzögert Gewerkschaftszulassung 01-04-2015

Die Myanmar Maritime Trade Union Federation (MaPaTha), die ihren Mitgliederstand mit 2.000 angibt, hat ihre Zulassung erstmals am 3. Januar 2013 beantragt, aber trotz wiederholter erneuter Anträge und mehrmaliger diesbezüglicher Forderungen der IAO Internationale Arbeitsorganisation Eine dreigliedrige Organisation der Vereinten Nationen (UN), die 1919 ins Leben gerufen wurde, um die Arbeits- und Lebensbedingungen zu fördern. Sie ist die für die Formulierung und Überwachung internationaler Arbeitsnormenwichtigste internationale Organisation.

vgl. Dreigliedrigkeit, IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
bis April 2015 keine positive Antwort erhalten.

Die Regierungsbehörden haben zwar mehrfach angedeutet, dass die Zulassung der MaPaTha kurz bevorstehe, aber bei Nachfragen wurde festgestellt, dass das Arbeitsministerium die Erteilung der Zulassung für den 18. März 2014 geplant hatte, daran jedoch gehindert worden war. Offenbar hatte der Minister eine Überprüfung des Antrages angeordnet, nachdem er Briefe von konkurrierenden, bereits zugelassenen Organisationen wie der Myanmar Seafarers Federation (MSF) und der Myanmar Maritime Workers Federation (MMWF) erhalten hatte.

Angaben der MaPaTha zufolge habe die MSF 500 Mitglieder und die MMWF 200.

Protestierende Fabrikarbeiter/innen verhaftet04-03-2015

Die Polizei hat mindestens 13 Fabrikarbeiter/innen während eines Protestes zugunsten höherer Löhne und besserer Arbeitsbedingungen inhaftiert. Am 4. März 2015 hatten rund 100 Arbeiter/innen versucht, von ihren Fabriken nach Rangun zu marschieren, was die Polizei verhinderte. Nachdem einige Beschäftigte ein Sit-in begonnen hatten, wurden sie von der Polizei weggezerrt. Angaben des Informationsministeriums zufolge seien 13 Beschäftigte, viele von ihnen Frauen, verhaftet worden. Die Protestierenden erklärten jedoch, dass es wesentlich mehr gewesen seien. Auch zwei Journalisten wurden vorübergehend festgehalten.

Die Beschäftigten mehrerer Fabriken in den Industriezonen außerhalb Ranguns hatten seit Februar protestiert und höhere Tageslöhne sowie die Bezahlung von Überstunden gefordert, aber es war keine Einigung mit den Fabrikbesitzern zustande gekommen.

Streikende Beschäftigte verhaftet04-03-2015

Am 9. Februar 2015 nahmen mehr als 3.000 Beschäftigte einer Bekleidungsfabrik in der Industriezone Shwe Pyi Tha an einer Demonstration teil, um sich für die Gründung einer Gewerkschaft auszusprechen und tarifvertraglich ausgehandelte Lohnerhöhungen zu fordern.

Die Beschäftigten arbeiten bei fünf Bekleidungsfabriken in der Zone: Ford Glory Garment, Han Jen Textile and Garment, Costes International Co Ltd, E Land Myanmar Garment und Red Stone Garment. Sie protestierten gegen die Weigerung der Arbeitgeber, eine Gewerkschaft anzuerkennen oder mit den Beschäftigten über ihre Forderungen nach Arbeitnehmerrechten, einem Ende der Diskriminierung und einer Lohnerhöhung im Einklang mit der ASEAN-Norm zu verhandeln.

Am 18. Februar 2015 reagierte die Regionalregierung in Yangon auf die Demonstrationen in der Industriezone Shwe Pyi Tha sowie in der Industriezone Hlaing Tharyar (den beiden größten Industriezonen in Yangon) mit der Warnung, dass Maßnahmen gegen die Beschäftigten ergriffen würden. Medienberichten zufolge warf die Regierung den Beschäftigten vor, die Fabriken gewaltsam zu blockieren und ausländische Investitionen zu beeinträchtigen.

Am 20. Februar 2015 wurden die Anführer des Streiks in der Industriezone Shwe Pyi Tha und 30 streikende Beschäftigte verhaftet.

Am 4. März 2015 nahmen die Sicherheitskräfte mindestens 20 Beschäftigte der Bekleidungsfabriken E-Land Myanmar, COSTEC und Ford Glory fest und vertrieben andere, die zum Rathaus von Yangon marschierten.

Hla Hla Htay, eine streikende Arbeiterin der Bekleidungsfabrik COSTEC, berichtet, dass die Polizei die Beschäftigten vor ihrem Eingriff aufgefordert hatte, eine Genehmigung des Protestes zu beantragen. Die Beschäftigten sagen, dass sie dies bereits getan und keine Antwort erhalten hätten.

„Die Polizei hat uns aufgefordert, umzukehren und gesagt, dass das, was wir tun, rechtswidrig sei“, so Hla Hla Htay.

Die Streikenden sagen, dass sie erst an ihren Arbeitsplatz zurückkehren werden, wenn ihre Forderung nach einer Lohnerhöhung erfüllt wird.

Die Beschäftigten haben zudem die Festlegung eines fairen Mindestlohns, entschiedene Maßnahmen gegen Arbeitgeber, die gegen das Gesetz verstoßen, Entschädigungszahlungen und die Freilassung der in den letzten Wochen verhafteten Streikenden gefordert.

Aye Sandar Win, die bei COSTEC arbeitet, hat gegenüber der Zeitung The Irrawaddy berichtet, dass die Verhandlungen mit einigen Ministern der Regierung bisher ergebnislos verlaufen seien.

Beschäftigte verhaftet09-02-2015

Im Juni 2014 wurden zwölf Menschen wegen ihrer Teilnahme an einer Demonstration in Mandalay verhaftet. Mehrere Hundert Beschäftigte des chinesischen Sägewerks Lucky Treasure im Sinkkaing Township, begleitet von Hunderten Unterstützern, wurden von etwa 500 Polizisten aufgehalten, als sie nach Mandalay marschieren wollten. Die Inhaftierten müssen sich jeweils in drei Anklagepunkten verantworten, einschließlich des Verstoßes gegen Artikel 505(b) des Strafgesetzbuchs von Myanmar. Die Beschäftigten protestierten gegen die Verletzung des Tarifvertrages durch den Arbeitgeber im März 2014. Der Betrieb hatte versucht, die Beschäftigten zur Unterzeichnung neuer Verträge zu zwingen, einschließlich einer dreimonatigen Probezeit ungeachtet der jeweiligen Betriebszugehörigkeit.

Arbeitgeber sperrt Beschäftigte nach Streik aus ihren Unterkünften aus 07-01-2015

Mehr als 150 Beschäftigten der Süßigkeitenfabrik Yess Candy in Yangons Industriezone Hlaing Tharyar wurde nach einem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
am 7. Januar 2015 der Zutritt zu ihren Unterkünften verwehrt.

Die Beschäftigten hatten einen Mindestlohn von 30.000 Kyat (30 USD) pro Monat und einen arbeitsfreien Sonntag gefordert, letztendlich aber 7.500 Kyat pro Monat akzeptiert. Dennoch wurden sie an diesem Abend aus ihren vom Betrieb bereitgestellten Unterkünften ausgesperrt und mussten die Nacht in einem nahe gelegenen buddhistischen Kloster verbringen.

Kein Recht auf eine kollektive Vertretung18-05-2014

Die Seeleutegewerkschaft Myanmar Maritime Trade Unions (MMTU) wartet seit über einem Jahr auf ihre Zulassung durch das Arbeitsministerium. Andere Gewerkschaften in derselben Branche haben ihre Zulassung erhalten, was darauf hindeutet, dass die Regierung bestimmte Gewerkschaften begünstigt. Die MMTU berichtet über einen fehlenden Zugang zu Informationen über die Tarif- und Arbeitsverträge für Seeleute. Verletzungen des Rechtes auf eine kollektive Vertretung haben dazu geführt, dass Vermittlungsagenturen den Beschäftigten missbräuchliche prekäre Arbeitsbeziehungen Arbeitsbeziehungen Die individuellen und kollektiven Beziehungen und Kontakte zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern am Arbeitsplatz sowie die institutionelle Interaktion zwischen Gewerkschaften, Arbeitgebern und auch der Regierung.

vgl. sozialer Dialog
aufgezwungen haben.

Gewerkschaftsfeindliche Diskriminierung16-08-2013

In der Praxis wurden im letzten Jahr über 400 Basisgewerkschaften zugelassen, was eine deutliche Nachfrage nach einer kollektiven Stimme bei der Arbeit widerspiegelt. Die Beschäftigten berichten jedoch, dass manche Gewerkschaftsorganisatoren und -vertreter aufgrund ihrer gesetzlich geschützten Arbeit Repressalien ausgesetzt sind. Darüber hinaus sind die Verfahren für die Beilegung von Konflikten nicht immer effektiv. Insbesondere die neu eingerichteten Schiedsräte verfügen noch nicht über die zur Inkraftsetzung ihrer Beschlüsse erforderlichen Instrumente, vor allem, wenn es um eine Wiedereinstellung geht.

Stickereibetrieb Taw Win hält sich nicht an Vereinbarung01-08-2013

Bei dem Stickereibetrieb Taw Win begannen die Beschäftigten mit der Gründung einer Gewerkschaft und legten aus Protest gegen äußerst geringe Löhne die Arbeit nieder. Der Arbeitgeber erklärte sich zwar zur Anhebung der Löhne bereit, hielt sich aber nicht an die Vereinbarung. Die Beschäftigten brachten den Fall zunächst vor den Schlichtungsausschuss und dann vor den Schiedsrat, der entschied, dass sich der Arbeitgeber an die Vereinbarung zu halten habe. Der Arbeitgeber reagierte darauf mit Disziplinarmaßnahmen, die aus geringfügigen Anlässen gegen an der Beschwerde beteiligte Beschäftigte ergriffen wurden. Darüber hinaus lehnte er es ab, den Beschäftigten die Erhebung von Mitgliedsbeiträgen zu gestatten, da dies angeblich illegal sei, und er behauptete, dass die Gewerkschaft aufgrund ihrer Verbindung zur FTUM nicht legal sei.

Beschäftigte, an der Gründung einer Gewerkschaft gehindert01-08-2013

Die Beschäftigten der Schuhfabrik Inlay in Bago haben über Feindseligkeit seitens ihrer Arbeitgeber berichtet, einschließlich Fällen, in denen die Manager Beschäftigte körperlich misshandelt hätten. Die Beschäftigten wurden für Überstunden nicht angemessen bezahlt und bei Krankheit durch Lohnabzüge bestraft. Sie hatten ursprünglich versucht, mit 30 Beschäftigten eine Gewerkschaft zu gründen, aber vom Zulassungsbeamten gesagt bekommen, dass 300 erforderlich seien, da die Fabrik 3.000 Beschäftigte habe. Der Zulassungsbeamte soll sich mit dem Fabrikbesitzer in Verbindung gesetzt haben, der anschließend Vergeltungsmaßnahmen gegen organisierungswillige Beschäftigte ergriffen hatte. Immer wenn jemand Gerüchten zufolge ein Gewerkschaftsaktivist ist, wird er versetzt, um ihn von seinen Kollegen zu trennen. Die Beschäftigten wurden zudem angewiesen, keine externen Organisationen zu kontaktieren. Später soll der Betrieb seine eigene, von der Geschäftsführung kontrollierte Gewerkschaft mit lediglich 30 Beschäftigten angemeldet haben.

Gewerkschaftsfeindlichkeit in Regierungsministerien 01-08-2013

Als die Beschäftigten in vier Regierungsministerien Gewerkschaften organisieren wollten und die Regierung von den Gewerkschaftsaktivitäten erfuhr, wurden deren führende Vertreter in entlegene Gegenden zwangsversetzt. Zudem war angeblich ein gewerkschaftsfeindliches Memo verschickt worden, in dem die besten Methoden zur Umgehung einer Gewerkschaft erläutert wurden. Das Arbeitsministerium hatte erklärt, dass die Beschäftigten ein Recht auf Vereinigungsfreiheit Vereinigungsfreiheit Das Recht auf die Gründung von und den Beitritt zu Gewerkschaften nach eigener Wahl sowie das Recht der Gewerkschaften, ungehindert zu arbeiten und ihre Aktivitäten ohne unzulässige Eingriffe zu verrichten.

vgl. IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
hätten, andere Regierungsministerien sahen das anders.

Keine Gewerkschaften erlaubt31-12-2010

In Birma gibt es keine einzige gesetzlich zugelassene Arbeitnehmerorganisation. Jede derartige Organisation wird in den Untergrund gezwungen, und ihre Mitglieder leben in ständiger Angst vor Repressionen und Repressalien, einschließlich Inhaftierung, Folter und strafrechtlicher Verfolgung. Betroffen ist u.a. die IGB-Mitgliedsorganisation Federation of Trade Unions-Burma (FTUB).

FTUB immer noch als illegale Organisation betrachtet30-11-2009

Obwohl IGB und IAO Internationale Arbeitsorganisation Eine dreigliedrige Organisation der Vereinten Nationen (UN), die 1919 ins Leben gerufen wurde, um die Arbeits- und Lebensbedingungen zu fördern. Sie ist die für die Formulierung und Überwachung internationaler Arbeitsnormenwichtigste internationale Organisation.

vgl. Dreigliedrigkeit, IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
darauf bestehen, dass der Gewerkschaftsbund Birmas, die Federation of Trade Unions - Burma (FTUB), offiziell als Arbeitnehmerorganisation anerkannt wird, wird der Verband immer noch als illegale Organisation betrachtet. Die FTUB ist seit ihren Anfängen 1991 gezwungen, im Untergrund zu arbeiten. Sie unterhält Strukturen sowohl innerhalb als auch außerhalb des Landes, verfügt über Untergrundgewerkschaften in wichtigen Industriezweigen in Birma selbst und ist in allen größeren Städten des Landes tätig. Sie sammelt aktiv Anhaltspunkte für Arbeitnehmerrechtsverletzungen und beobachtet, wenn tarifpolitische Rechte in Industriesektoren verweigert werden. Sie sammelt zudem Beweise für Zwangsarbeit, die sie an die IAO Internationale Arbeitsorganisation Eine dreigliedrige Organisation der Vereinten Nationen (UN), die 1919 ins Leben gerufen wurde, um die Arbeits- und Lebensbedingungen zu fördern. Sie ist die für die Formulierung und Überwachung internationaler Arbeitsnormenwichtigste internationale Organisation.

vgl. Dreigliedrigkeit, IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
und die internationale Gewerkschaftsbewegung weiterleitet. FTUB-Mitglieder, die dabei ertappt werden, werden des Hochverrats und anderer Delikte beschuldigt und wurden zu lebenslangen Haftstrafen und in einigen Fällen zum Tode verurteilt.

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