5 – Rechte nicht garantiert
Der Globale Rechtsindex des IGB

Mexiko

Die Mitgliedsorganisationen des IGB in Mexiko sind der Consejo Nacional de los Trabajadores (CNT) und die Unión Nacional de Trabajadores (UNT).

Praxis

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Gewerkschaftsvorsitzender Napoleón Gómez Urrutia weiter im Exil30-03-2018

Napoleón Gómez Urrutia, der Vorsitzende der Berg- und Metallarbeitergewerkschaft SNTMMSRM (Sindicato Nacional de Trabajadores Mineros, Metalúrgicos y Similares de la República Mexicana), befand sich zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes im Jahr 2018 nach wie vor im Exil in Kanada. Angaben der Gewerkschaft zufolge sollen die mexikanischen Bergbauunternehmen und die Regierungen von Vicente Fox und Felipe Calderón bei der Verfolgung des Gewerkschaftsvorsitzenden in Form von Drohungen und Strafanklagen gemeinsame Sache gemacht haben. Nachdem die Gerichte in jedem der gegen ihn angestrengten elf Verfahren zu seinen Gunsten entschieden hatten, hat Gómez Urrutia erklärt, dass sämtliche Anschuldigungen fabriziert worden und vor Gericht unhaltbar gewesen seien. „Meine Verfolger haben nichts mehr, woran sie sich festhalten können. Ihre Lügen sind offenkundig“, so der Gewerkschafter.

Die SNTMMSRM hat zudem darauf hingewiesen, dass die im Jahr 2005 begonnene Strategie zur Zerstörung der Gewerkschaft durch falsche Anschuldigungen und das Aufzwingen neuer Führungsspitzen zur Verfolgung unternehmerischer Interessen von den Unternehmenschefs Germán Larrea und Xavier García de Quevedo von der Grupo México, den Brüdern Julio, Sergio und Pablo Villarreal Guajardo von der Grupo Villacero, Alberto Bailleres und Jaime Lomelín von der Grupo Peñoles sowie Alonso Ancira Elizondo von der Grupo Acerero del Norte gemeinsam mit Vertretern der Regierung Fox im Innen-, Wirtschafts- und Arbeitsministerium konzipiert worden sei. Napoleón Gómez Urrutia wurde 2017 ins Exil gezwungen, nachdem er nach dem Unglück im Bergwerk Pasta de Conchos gefordert hatte, German Larrea und die Grupo México wegen Tötung am Arbeitsplatz zur Rechenschaft zu ziehen. Nach dieser Forderung erhielt er zahlreiche Drohungen, einschüchternde Anrufe, E-Mails und sogar Nachrichten hinter dem Scheibenwischer des Autos einer seiner Söhne.

Polizeigewalt am Protesttag der Gewerkschaft SUTUNICH 09-02-2018

Der Staat ist gewaltsam eingeschritten, um eine Arbeitsniederlegung von hauptamtlichen Dozenten und Verwaltungspersonal an der Universität UNICH in San Cristóbal de las Casas zu beenden. Die der Gewerkschaft SUTUNICH (Sindicato Único de Trabajadores de la UNICH) angehörenden Beschäftigten forderten die Einhaltung ihres Tarifvertrages. Mehr als 100 schwer bewaffnete Polizeibeamte der Stadt, des Staates und von Sondereinheiten stürmten am 9. Februar 2017 um 16:30 Uhr die Universidad Intercultural de Chiapas (UNICH). Sie verfügten angeblich über „Räumungsbefehle“ (die jedoch nie vorgelegt wurden) und setzten Tränengas ein, um die Protestierenden zu vertreiben.

Mehr als 130 Gewerkschaftsmitglieder waren Opfer dieser vom Rektor, Ballardo Molina Hernández, und von der Verbindungsbeauftragten der Regierung, Karen Anahí Ballinas Hernández, veranlassten Übergriffe. Bei dem Protest der Beschäftigten ging es um die Missachtung von seit 2014 unterzeichneten Vereinbarungsentwürfen und vor allem um die Nichteinhaltung der bilateralen Vereinbarung für das akademische Personal vom Dezember 2017 für das Semester Januar-Juni 2018.

System der „Schutzverträge“ untergräbt die Gewerkschaftsautonomie und die Arbeitnehmerrechte 30-03-2017

Angaben der Gewerkschaft UNT (Unión Nacional de Trabajadores) zufolge haben die Arbeitgeber und der Staat in den Jahren 2017 und 2018 weiterhin „gelbe oder Schutzgewerkschaften“ sowie das System der „Arbeitgeber-Schutzverträge“ gefördert, um demokratische und unabhängige Gewerkschaften, die die Interessen der Beschäftigten bei öffentlichen oder privaten Unternehmen, Organisationen oder Institutionen vertreten, zu umgehen. Dies ist eine übliche Praxis, die eine Arbeitnehmerrechtsverletzung darstellt, da sie zur Gründung von Scheingewerkschaften führt, die vom Staat und von den Arbeitgebern unterstützt werden, ohne dass unabhängige Gewerkschaftswahlen stattfinden. Von diesem System wird zwar behauptet, dass es die Arbeitnehmerrechte schütze, aber tatsächlich schützt es die Interessen der Arbeitgeber und sogenannter Gewerkschaftsführer, die die Verträge aushandeln.

Kein sozialer Dialog bei der Reform des Arbeitsrechts 24-02-2017

Angaben der Gewerkschaft UNT (Unión Nacional de Trabajadores) zufolge haben sich sowohl der Minister für Arbeit und soziale Sicherheit als auch der Chef der Bundesexekutive bei der Vorbereitung der am 24. Februar 2017 verabschiedeten Verfassungsreform im Arbeitsrecht geweigert, einen wirklichen sozialen Dialog mit den Beschäftigten und unabhängigen Gewerkschaften zu führen. Diese so wichtige Reform war geprägt von Geheimhaltung, Intransparenz und dem Fehlen einer öffentlichen Debatte über die Inkraftsetzung der nachgeordneten Gesetze zur Erfüllung des Verfassungsauftrages.

Nationale Autonome Universität Mexikos kontrolliert Gewerkschaftsbeiträge 31-12-2017

Die Universidad Nacional Autónoma de México hat während des Jahres 2017 der Zahlung der Gewerkschaftsbeiträge an eine Organisation automatisch Priorität eingeräumt und sich geweigert, die Entrichtung doppelter Gewerkschaftsbeiträge im Falle von Beschäftigten zuzulassen, die sowohl der STUNAM als auch der AAPAUNAM angehörten. Die Zahlung an die STUNAM wurde automatisch storniert, obwohl das akademische Personal seine ausdrückliche Zustimmung gegeben hatte.

Tarifverhandlungen in prekären Sektoren und im öffentlichen Dienst unmöglich 31-12-2017

Berichten der Gewerkschaft UNT (Unión Nacional de Trabajadores) zufolge sei es im Jahr 2017 praktisch unmöglich gewesen, Tarifverhandlungen für Beschäftigte in der Landwirtschaft und Hausangestellte zu führen. Die Gewerkschaft stellte fest, dass die Mobilisierung für den Kampf um die Anerkennung Anerkennung Die Bestimmung einer Gewerkschaft durch die zuständige staatliche Stelle zur Tarifpartei für die Beschäftigten in einer gegebenen Tarifeinheit oder die Akzeptanz der kollektiven Vertretung der Beschäftigten durch eine Gewerkschaft seitens des Arbeitgebers. und Achtung ihrer Rechte durch die Angst verhindert werde, die durch Drohungen, Druckausübung, Verschleppungen, Gewalt und andere Einschüchterungsformen, die den Kampfgeist der Beschäftigten untergraben, entstehe. Auch das Tarifverhandlungsrecht der Beschäftigten im öffentlichen Dienst wurde untergraben, in diesem Fall durch die Auslegung von Artikel 87, Absatz 1 des Bundesgesetzes für Beschäftigte im Staatsdienst zur Durchführung von Abschnitt B des Artikels 123 der Verfassung.

Gewerkschaftsfeindliche Entlassungen bei La Jornada18-08-2017

Judith Calderón Gómez und Leonardo Mondragón Román, Generalsekretärin bzw. Organisationssekretär der Gewerkschaft SITRAJOR, wurden am 18. August 2017 im Zusammenhang mit einem Streit über den Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
zwischen der Zeitung (kontrolliert von Desarrollo de Medios SA de CV (DEMOS)) und den Beschäftigten vom Zeitungsverlag entlassen, und es wurde Strafanzeige gegen sie erstattet. Nach Angaben der Internationalen Journalisten-Föderation hatte das Unternehmen in den Monaten Juni und Juli 2017 versucht, sich über einige der Rechte hinwegzusetzen, die in einem seit mehreren Jahrzehnten geltenden Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
festgeschrieben sind.

Ermordung von Gewerkschaftern aus dem Unternehmen Torex Gold Resources18-11-2017

Am 18. November 2017 kamen die Brüder Víctor und Marcelino Sahuanitla Peña durch Gewalttaten bewaffneter Banden der Confederación de Trabajadores Mexicanos (CTM) ums Leben. Die Brüder arbeiteten im Bergwerk La Luna im Bundesstaat Guerrero, das von Torex Gold Resources betrieben wird. Als sie getötet wurden, befanden sich die Bergleute bereits seit 17 Tagen im Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
. Im Zusammenhang mit dem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
hatten sich etwa 600 Bergleute geweigert, der CTM beizutreten, weil sie der Ansicht waren, dass die CTM nicht ihre Rechte verteidigte, sondern im Interesse des Unternehmens handelte. Die Bergarbeiter beschlossen, sich dem Sindicato Nacional de Trabajadores Mineros Metalúrgicos y Similares de la República Mexicana (SNTMMSRM, Mitglied der IndustriALL Global Union) anzuschließen.

Förderung gewerkschaftsfeindlicher Gesetzesreformen20-12-2017

Im Dezember 2017 präsentierten zwei Senatoren, die als Pseudo-Gewerkschaftsführer bekannt sind, im Senat zwei Vorschläge zur Arbeitsreform, die als gewerkschaftsfeindlich eingestuft wurden. Die Senatoren sind Tereso Medina Ramírez vom Gewerkschaftsbund Confederación de Trabajadores de México und Isaías González Cuevas vom Gewerkschaftsbund Confederación Revolucionaria de Obreros y Campesinos. Diesen beiden Gewerkschaftsorganisationen und ihren Führern wird vorgeworfen, die Interessen der Unternehmen und nicht die der Arbeitnehmer zu verteidigen. Laut IndustriALL Global Union zielen die Reformvorschläge darauf ab, das eindeutige Bekenntnis zum Grundrecht auf Vereinigungsfreiheit Vereinigungsfreiheit Das Recht auf die Gründung von und den Beitritt zu Gewerkschaften nach eigener Wahl sowie das Recht der Gewerkschaften, ungehindert zu arbeiten und ihre Aktivitäten ohne unzulässige Eingriffe zu verrichten.

vgl. IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
zu verhindern.

Antigewerkschaftliche Entlassungen im Unternehmen Avellard Rejna 01-02-2016

Im Januar 2016 entließ das Unternehmen Avellard Rejna (ehemals Liggett) 14 seiner Mitarbeiter, die sich zuvor als Kandidaten für die Wahlen der Unión Obrera Metalúrgica (UOM) aufstellen ließen. Das Unternehmen, das keinerlei wirtschaftliche, finanzielle oder produktionsbezogene Probleme aufwies, entließ unvermittelt Mitarbeiter, die eine gewerkschaftliche Mitgliedschaft förderten.

Schutzverträge bei Ford gegen die Gewerkschaftsfreiheit12-02-2016

Am 12. Mai 2016 hinterlegte die Gewerkschaft Sindicato Nacional de Trabajadores de la Industria Automotriz, Geschäftsstelle 15 (dem CTM angeschlossen) einen Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
für das Ford-Montagewerk in San Luis Potosí́ beim Bundesministerium für Arbeit. Die Ankündigung von Ford im Hinblick auf die Investition von 1.600 Millionen US-Dollar für den Bau dieses Werks wurde am 5. April 2016 gemacht. Zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Vertrages (ein Monat zuvor), hatte der Bau folglich noch nicht einmal begonnen und es waren noch gar keine Produktionsbeschäftigten eingestellt worden. Dieser Schutzvertrag zwischen Ford und CTM wird verhindern, dass die Beschäftigen nach ihrer Einstellung ihre Vertretung für die Verhandlungen frei wählen können. Das Unternehmen hofft, dass das Werk im Jahr 2018 die Produktion aufnehmen kann und 2.800 direkte Arbeitsplätze schaffen wird.

Streikverbot an der Universität Michoacana20-02-2016

Am 29. Februar 2016 rief die Gewerkschaft Sindicato Único de Profesores de la Universidad Michoacana (SPUM) zum Protest gegen Verstöße gegen den Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
zum Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
auf. Die lokale Schieds- und Schlichtungsstelle von Michoacán ordnete an, dass der Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
bei „offenen Türen stattfinden und dass die administrativen Tätigkeiten oder der Durchgang für nicht gewerkschaftlich organisierte Dozenten und Professoren nicht behindert werden soll“, was im Widerspruch zum Verbot in Artikel 4 des LFT steht und streikbrecherisches Verhalten aufzwingt, was zur Unwirksamkeit des Streiks sowie zu internen Konflikten führt.

Streikverbot im Centro de Investigación en Alimentación y Desarrollo (Forschungszentrum für Ernährung und Entwicklung) 29-02-2016

Die Gewerkschaft Sindicato Auténtico de Trabajadores del Centro de Investigación en Alimentación y Desarrollo (SIATCIAD) rief im Rahmen der Überarbeitung des Tarifvertrags zum Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
auf. Hauptanliegen war das Versäumnis des Arbeitgebers, die Beschäftigten bei der Sozialversicherung anzumelden. Dabei ist insbesondere darauf hinzuweisen, dass es sich um eine öffentliche Einrichtung handelt, weshalb es skankalös ist, dass sie der Verpflichtung von Arbeitgebern und des Staates, die Beschäftigten im Sozialversicherungssystem anzumelden, nicht nachgekommen sind. Am 29. Februar 2016 meldete die Gewerkschaft bei der lokalen Schieds- und Schlichtungsstelle (JFCA) den Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
an und 40 Minuten danach wurde dieser als unzulässig erklärt und von der JFCA ad Acta gelegt. Die Gewerkschaft führte den Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
in Erwartung einer Entschließung der Bundesjustiz zum Schutz ihres Streikrechts dennoch durch, wobei die Gefahr einer gewaltsamen Räumung seitens des Arbeitgebers bestand.

Streikverbot im Unternehmen Arcelor Mittal 04-03-2016

Am 4. März 2016 hinterlegte die Gewerkschaft Sindicato Nacional de Trabajadores Mineros, Metalúrgicos, Siderúrgicos y Similares de la República Mexicana (SNTMMSSRM) bei der lokalen Schieds- und Schlichtungsstelle (JFCA) einen Aufruf zum Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
im Unternehmen Arcelor Mittal, in Lázaro Cárdenas, Michoacán, um gegen unbegründete Entlassungen und Verstöße gegen den Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
zu protestieren. Eine Stunde vor Streikbeginn wurde dieser Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
durch die JFCA als unzulässig erklärt, wobei zu Unrecht behauptet wurde, dass der Streikbeginn mehrmals verschoben worden sei, womit der Fall für die JFCA abgeschlossen war. Das Sekretariat für Arbeit und Sozialfürsorge erklärte, dass es sich um eine Arbeitsniederlegung und nicht um einen Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
gehandelt habe, was die Beschäftigten der unmittelbaren Gefahr einer gewaltsamen Räumung ausgesetzt habe.

Erneuerung der Schutzverträge bei BMW entgegen der Gewerkschaftsfreiheit16-03-2016

Am 16. März 2016 wurde der Schutzvertrag, der am 1. Juli 2014 zwischen der Gewerkschaft Sindicato Nacional de Trabajadores de la Industria Automotriz, Similares y Conexos de los Estados Unidos Mexicanos (CTM) und dem deutschen Automobilbauer BMW (CC-1693/14-XII-SLP) unterzeichnet worden war, erneuert. Der Bau dieses neuen BMW-Werks wurde 2014 begonnen und seitdem steht bereits fest, welcher gewerkschaftlichen Organisation die Beschäftigten werden angehören müssen und wer sie bei den Verhandlungen vertreten wird. Die „Modellverträge“, die Teil des Systems der Schutzverträge sind, bieten lediglich die gesetzlichen Mindestlöhne und geben dem Arbeitgeber den Ermessensspielraum, um über sämtliche Aspekte der Arbeitsbedingungen entscheiden zu können. Die Produktion in diesem neuen Werk wird 2019 aufgenommen werden.

Streikverbot bei Nissan Mexiko01-04-2016

Am 1. April 2016 begann ein Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
im Nissan-Werk in Cuernavaca, Morelos, der von der Gewerkschaft Sindicato Independiente de Trabajadores de Nissan Mexicana ausgerufen wurde und am 3. April enden sollte. In diesem Fall versicherte der Vorstand der Schieds- und Schlichtungsstelle (JFCA), Jorge Alberto Zorrilla, dass die Beschäftigten des Werks eine mit der Arbeitgebervertretung vereinbarte technisch bedingte Arbeitsniederlegung und keinen Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
durchgeführt hätten.

Keine Gültigkeit demokratischer Entscheidungen im Hinblick auf Schutzverträge im Bergwerk Mina de Hércules, im Besitz von Altos Hornos de México 14-04-2016

Am 14. April 2016 gewann die nationale Gewerkschaft Sindicato Nacional de Trabajadores Mineros, Metalúrgicos, Siderúrgicos y Similares de la República Mexicana (SNTMMSSRM) mit 585 gegen 375 Stimmen eine Wahl in der Mina de Hércules, die sich im Besitz von Altos Hornos de México SA (AHMSA) befindet, gegen die Gewerkschaft Sindicato Nacional Democrático de Trabajadores Mineros (SNDTMMSC). Die Bundesstelle für Arbeit bestätigte das Ergebnis und entsandte einen Notar, um der SNDTMMSC offiziell mitzuteilen, dass sie der SNTMMSSRM das Gewerkschaftsbüro und die Bücher auszuhändigen habe. Allerdings wurde der Notar von bewaffneten Männern eingeschüchtert und konnte die Notifizierung nicht übergeben.

Die SNDTMMSC hat sich geweigert, die Einrichtungen zu räumen und der Arbeitgeber betrachtet sie auch weiterhin als Arbeitnehmervertretung und widersetzt sich somit den Anordnungen der Bundesstelle für Arbeit. Die Arbeitnehmer klagten über Drohungen und Einschüchterungen, doch die Bundesstelle für Arbeit hat keinerlei Maßnahmen ergriffen, um die Einhaltung ihrer Anordnung zu gewährleisten.

Verfolgung von Gewerkschaftsführern der ATM beim Unternehmen Servicio de Transportes Eléctricos in Mexiko-Stadt01-06-2016

In den ersten Monaten des Jahres 2016 führte das staatliche Unternehmen Servicio de Transportes Eléctricos de la Ciudad de México (STEDF) eine gegen die Führer der Gewerkschaft Alianza de Tranviarios de México (ATM) gerichtete systematische Verfolgungskampagne durch. Der Generalsekretär der ATM, Benito Bahena y Lome, der auch Mitglied des Vorstands der Internationalen Transportarbeiterföderation (ITF) ist, prangerte die Verletzung der Rechte der Beschäftigten von Oberleitungsbussen und S-Bahnen sowie auch den Mangel an Investitionen in diese Dienstleistungen, der nicht zuletzt zum Anstieg der Luftverschmutzung der Stadt beiträgt, an.

Das Unternehmen STEDF verhinderte, dass die Verantwortlichen der Gewerkschaft Zugang zu den Einrichtungen des Unternehmens haben und setzte die Zahlung ihrer Löhne aus. Zudem benutzte das Unternehmen eine Gruppe von Arbeitnehmern und früheren Gewerkschaftsführern, einige davon bewaffnet, um sich unrechtmäßigerweise des Vorstands der ATM zu bemächtigen und die Gewerkschaftsvertreter verbal und körperlich einzuschüchtern.

Verfolgung in Zusammenhang mit den demokratischen Gewerkschaftswahlen bei Empresa Servicios y Desarrollos Meseta Central SA de CV 05-06-2016

Am 20. April 2016 erklärten sich die Beschäftigten von Empresa Servicios y Desarrollos Meseta Central SA de CV, einem für die Bereitstellung von Personal für das Unternehmen Minera y Metalúrgica del Boleo, das wiederum von Korea Resources Corporation (KORES) kontrolliert wird, engagierten Subunternehmen im Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
, um die Abberufung des lokalen Führers der Gewerkschaft Sindicato Nacional de Trabajadores de la Exploración, Explotación y Beneficio de Minas en la República Mexicana (SNTEEBMRM) zu fordern, mit der 2007 ein sog. Schutzvertrag mit dem Unternehmen geschlossen worden war, der die Organisation freier Gewerkschaftswahlen verhindert.

Am 23. April nahmen über 500 Arbeitnehmer an einer Versammlung teil, bei der es um den Anschluss an die Gewerkschaft Sindicato Nacional de Trabajadores Mineros, Metalúrgicos, Siderúrgicos y Similares de la República Mexicana (SNTMMSSRM) ging und diese stellte bei der Bundesstelle für Arbeit (Junta Federal de Trabajo) einen Antrag auf Kontrolle über den Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
. Am 5. Mai wurde der Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
durch ein umfangreiches Polizeiaufgebot unterbrochen, obwohl die Arbeitsbehörden die unverzügliche Durchführung von Wahlen bewilligt hatten, damit die Arbeitnehmer über ihre gewerkschaftliche Vertretung abstimmen können. Am 20. Mai fand eine Anhörung vor der Bundesstelle für Arbeit statt, doch die Bundesstelle hat sich seither geweigert, ein Datum für die Wahlen festzusetzen.

Am 5. Juni entließ das Unternehmen 130 Sympatisanten der SNTMMSSRM und am 9. Juni besuchte der Delegierte des Bundessekretariats für Arbeit in Baja California Sur, José Ernesto Álvarez Gámez, das Bergwerk, um die entlassenen Arbeitnehmer davon zu überzeugen, die Zahlung einer Abfindung anzunehmen. Dennoch strengten 78 Arbeitnehmer ein rechtliches Verfahren an, um ihre Wiedereinstellung zu erreichen, zu der die Bundesstelle für Arbeit bisher allerdings keinerlei Schritte unternommen hat.

Antigewerkschaftliche Entlassungen bei PKC Arneses und Accesorios y Teksid12-08-2016

Am 12. August 2016 hielt die nationale Berg- und Metallarbeiter-Gewerkschaft Sindicato Nacional de Trabajadores Mineros, Metalúrgicos, Siderúrgicos y Similares de la República Mexicana (SNTMMSSRM), bekannt als Los Mineros (die Bergarbeiter), eine friedliche Demonstration ab, um die Wiedereinstellung von 500 im Werk von PKC Arneses y Accesorios in der Stadt Acuña, Coahuila, und 100 beim Unternehmen Teksid entlassener Arbeitnehmer zu fordern. Die Unternehmen entließen die Arbeitnehmer, die die Kampagne der Gewerkschaft für einen Sieg bei der nächsten Abstimmung über die Inhaberschaft des Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
in beiden Unternehmen unterstützten. Sowohl PKC Arneses y Accesorios als auch Teksid zeichnen sich durch die Entwicklung gewerkschaftsfeindlicher Praktiken gegenüber den Arbeitnehmern, die eine gewerkschaftliche Vertretung durch eine demokratische Gewerkschaft erzielen möchten, aus. Bei dieser Gelegenheit griffen sie auf Drohungen, Freistellungen und Entlassungen zurück, um diejenigen, die ihre Unterstützung für die Gewerkschaft der Bergarbeiter zum Ausdruck gebracht haben, einzuschüchtern und abzustrafen.

Koreanisches Bergbauunternehmen schürt Gewalt unter Belegschaft 20-05-2016

Die koreanischen Eigner und/oder Verwalter der Mine El Boleo in Baja California Sur haben versucht, die Bergleute gegeneinander auszuspielen, um die Polizei einschalten und eine Arbeitsniederlegung beenden zu können. Das Unternehmen hat Spitzhacken und Brechstangen an eine Gruppe von Beschäftigten verteilt und sie angewiesen, diejenigen anzugreifen, die die Arbeit niedergelegt hatten, um somit einen Polizeieinsatz zu rechtfertigen.

Bei der Mine seien „200 Beschäftigte ungerechtfertigterweise entlassen“ worden, um sie an einem Beitritt zu der Gewerkschaft SNTMMRM zu hindern, woraufhin eine Gruppe von Beschäftigten bei der koreanischen Botschaft protestierte und die Mine El Boleo beschuldigte, in der mexikanischen Verfassung und im Arbeitsrecht des Landes verankerte Arbeitnehmerrechte zu verletzen. Angaben der Beschäftigten zufolge habe das Unternehmen nicht nur durch seinen Versuch, Gewalt unter der Belegschaft zu schüren, gegen das Gesetz verstoßen, sondern ihnen auch verweigert, ihre Gewerkschaftsvertreter zu wählen und für einen angemessenen Arbeitsschutz zu sorgen. Sie warfen dem Geschäftsführer der Mine, Eduardo Linares G., „sexuelle Belästigung“ der weiblichen Beschäftigten vor. Zudem verlange er von allen Beschäftigten bei der Einstellung die Unterzeichnung eines leeren Blatt Papiers, um später von ihnen unterschriebene Falschaussagen vorlegen zu können.

Lehrerstreik gewaltsam unterdrückt22-06-2016

Bei Zusammenstößen zwischen der Bundespolizei und Mitgliedern des Ortsverbandes 22 der Lehrergewerkschaft Coordinadora Nacional de Trabajadores de la Educación (CNTE) in Nochixtlán nördlich von Oaxaca wurden sechs Menschen getötet und 50 verletzt. Die Zusammenstöße hatten am Sonntag, dem 19. Juni 2016, früh am Morgen begonnen, als Mitglieder der Bundespolizei gewaltsam gegen eine Straßenblockade vorgingen, die Lehrkräfte errichtet hatten.

Nachdem Schüsse und Tränengas abgefeuert worden waren, begannen Lehrer, Eltern und Zivilisten, sich mit Steinen und Stöcken zu wehren und hinter Barrikaden und brennenden Fahrzeugen zu verschanzen, um die vorrückenden Polizisten aufzuhalten. Gleichzeitig blockierten die Protestierenden den Verkehr nach Etla sowie die Autobahn, die die Hauptstadt Oaxacas mit den Bundesstaaten Puebla, Veracruz und Mexico-Stadt verbindet.

Gegen Mittag kam es zu noch gewaltsameren Zusammenstößen, als die Polizei begann, auf Zivilisten zu schießen und sechs zwischen 19 und 33 Jahre alte Menschen tötete: Anselmo Cruz Aquino, Jesus Cadena Sánchez Meza, Alvin Santiago Jimenez, Oscar Nicolas Santiago, Santiago Omar Gonzalez und Andres Aguilar Zanabria.

Antigewerkschaftliche Verfolgung in der UTN21-01-2016

Gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte der Universidad Tecnológica de Nezahualcóyotl (UTN) reichten Klage wegen Angriffen, Mobbings und Verletzungen des Arbeitsrechts seitens des Rektors der Universität, Noé Molina Rusiles, ein, der seit seiner Niederlage bei den Wahlen für den Gemeindevorsitz im Juni 2015 die Repression gegen alle, die es wagen, etwas zu sagen und die schlechten Praktiken während seiner Amtszeit anzuprangern, verschärft hat.

Seit August 2015 beschweren sich die Beschäftigten der Bildungseinrichtung beim Rektorat über die Misswirtschaft von Noé Molina, einschließlich über die Vernachlässigung der Bildungsinfrastruktur. Im August 2015 führte der Rektor der Universität während des Verfahrens zur Wahl der Gewerkschaftsvertretung eine Liste ein, die er förderte und finanzierte, um eine Vertretung seiner Wahl zu haben. Dies war zumindest offensichtlich, da die für das Generalsekretariat geförderte Person der Rechtsvertreter der Universität war.

Insbesondere wurde berichtet, dass die Mitglieder des Vorstands der SUTAUTN auch weiterhin gemobbt wurden, was auch tätliche und verbale Angriffe sowie ungerechtfertigte Entlassungen einschloss. Am 10. Dezember 2015 griff der Rektor der Technologischen Hochschule von Nezahualcóyotl UTN die Generalsekretärin der Gewerkschaft, María Guadalupe Lucio Hernández, tätlich und verbal an, weshalb bei der Staatsanwaltschaft Klage wegen Körperverletzung eingereicht wurde.

Am 17. und 18. Dezember 2015 und am 7. Januar 2016 wurde der Generalsekretärin, dem Sekretär für Organisationsarbeit und dem Sekretär für Sozialfürsorge der SUTAUTN auf Anweisung des Rektors mithilfe des Sicherheitspersonals der Zutritt zur UTN verwehrt.

Die Gewerkschaft beschuldigte den Rektor, die Durchsuchung der Gewerkschaftsbüros angeordnet zu haben. In Anbetracht all dieses Machtmissbrauchs führte die SUTAUTN am 14. Januar eine Veranstaltung zur Information und öffentlichen Anprangerung der Ungerechtigkeiten, deren Opfer sie ist, durch. Die Demo wurde von einer bewaffneten Gruppe unterbrochen, die auf die Vorstandsmitglieder der SUTAUTN losging und ihnen im Namen des Rektors drohte und sie als Aufständische bezeichnete.

Am 21. Januar 2016 führten die Beschäftigten eine Demonstration vor der UTN durch. Bei dieser Maßnahme forderten sie nicht nur den Rücktritt von Noé Molina und einen Bericht über die Verwendung der Mittel der Universität, sondern forderten auch die Wiedereinstellung von 10 Dozenten, die willkürlich vom Rektor entlassen worden waren. Dazu ist noch anzumerken, dass drei der Dozenten ein Beschwerdeverfahren vor der Schieds- und Schlichtungsstelle gewonnen hatten, woraufhin dem Rektor die Wiedereinstellung der Betroffenen angeordnet wurde.

Angriffe und Drohungen gegen Los Mineros, nachdem sie einen Prozess vor einem Arbeitsgericht gewonnen hatten03-03-2016

Im Jahr 2007 wurden die Arbeitnehmer Javier Canales, Ramón Juárez und Noel Méndez ungerechtfertigterweise von der Bergbaugesellschaft Fresnillo PLC entlassen. Sie klagten vor einem Arbeitsgericht und gewannen den Prozess schließlich. Im Februar 2016 wurde ihre Wiedereinstellung angeordnet. Der Anwalt der Gewerkschaft, Óscar Alzaga, versicherte, dass die drei Arbeitnehmer bei ihrer Ankunft bei Fresnillo PLC am Tag ihrer Wiedereinstellung von etwa 100 Beschäftigten des Bergbauunternehmens geschlagen, beschimpft und bedroht wurden.

Diese Bergbaugesellschaft ist die größte Silberproduzentin der Welt und befindet sich im Besitz von Alberto Bailleres González, dem vom Senat der Republik Mexiko im November 2015 die Medaille Belisario Domínguez überreicht wurde.

Gemäß dem Anwalt Alzaga handelten die Angreifer in der Bergbaufirma Fresnillo PLC auf Anordnung von David Navarro und Gustavo Barrios, einbestellt vom Führer der Gewerkschaft Sindicato Minero Metalúrgico Frente, Carlos Pavón Campos, der wiederum auf Anordnung des Unternehmens handelte.

Antigewerkschaftliches Handeln der JFCA01-03-2016

Am 1. März 2016 erklärte die Bundesschieds- und Schlichtungsstelle (JFCA) gemäß ihrem erklärten Ziel, die Streiks unabhängiger Gewerkschaften für ungesetzlich zu erklären, den Streikantrag der Gewerkschaft Sindicato Autónomo de Trabajadores del Centro de Investigación de la Alimentación y Desarrollo (SIATCIAD) für unzulässig und legte den Fall knapp 40 Minuten nach Beginn der Maßnahme zu den Akten.

Mexikanische Beschäftigte streiken bei Arcelor Mittal04-03-2016

Die IndustriALL-Mitgliedsgewerkschaft Sindicato Nacional de Trabajadores Mineros, Metalúrgicos y Similares (Sntmmsrm), auch bekannt unter dem Namen ‘Los Mineros’, hat am 4. März 2016 einen Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
beim Stahlwerk von Arcelor Mittal in Lázaro Cárdenas, Michoacán, im Westen Mexikos begonnen, an dem 3.500 Beschäftigte teilnahmen, um gegen Entlassungen und die Missachtung ihres Tarifvertrages seitens des Unternehmens zu protestieren.

Eine Stunde vor Streikbeginn teilte die Bundesschlichtungs- und Schiedsstelle (JFCA) den Beschäftigten mit, dass sie den Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
für unzulässig befunden habe.

Die Beschäftigten organisierten einen Marsch auf der Hauptstraße der Stadt zum Gebäude von Arcelor Mittal, um gegen mehr als 300 ungerechtfertigte Entlassungen seit 2015 und Tarifvertragsverletzungen zu protestieren.

Polizei geht gewaltsam gegen Lehrkräfte vor 11-12-2015

Am 8. Dezember 2015 wurden Lehrkräfte und andere, die an einer Protestkundgebung gegen die schlechte Bewertung ihrer Schule in der Gemeinde Ocozocoautla im Bundesstaat Chiapas teilnahmen, gewaltsam von der Polizei und der mexikanischen Armee angegriffen. Es kam zu zahlreichen Verletzungen und Festnahmen unter den Demonstranten, und ein Lehrer, David Gemayel Ruiz Estudillo, Mitglied der Bildungsgewerkschaft Sindicato Nacional de Trabajadores de la Educación (SNTE), kam bei den Zusammenstößen ums Leben.

CommScope entlässt Beschäftigte wegen Gewerkschaftsgründung29-10-2015

Am 23. Oktober 2015 hat eine Gruppe von Beschäftigten des Maquila-Betriebes CommScope in Ciudad Juárez ein Zeltlager aufgeschlagen, um gegen ungerechtfertigte Entlassungen zu protestieren. Angaben der Beschäftigten zufolge habe das Unternehmen gedroht, 195 von ihnen zu entlassen, wenn sie sich nicht bereit erklärten, ein Dokument zu unterschreiben, um die Gründung ihrer Gewerkschaft rückgängig zu machen. Die 170 Frauen, die sich weigerten, das Dokument zu unterschreiben, wurden am 19. Oktober entlassen.

Schutzverträge29-10-2015

In den Jahren 2014 und 2015 wurde weiterhin in großem Umfang auf ‘Schutzverträge’ (CCPP) zurückgegriffen, vor allem in den leistungsstärksten Wirtschaftssektoren wie dem Bergbau, der Metall- und Stahlindustrie sowie der Automobilindustrie, und der Staat hat nichts dagegen unternommen. Schutzverträge wurden nach wie vor als mit einer Gewerkschaft unterzeichnete Vereinbarungen ausgegeben, obwohl die Beschäftigten nichts davon wissen und sich somit nicht bewusst sind, welche Rechte sie besitzen oder ihnen genommen wurden. Der IAO Internationale Arbeitsorganisation Eine dreigliedrige Organisation der Vereinten Nationen (UN), die 1919 ins Leben gerufen wurde, um die Arbeits- und Lebensbedingungen zu fördern. Sie ist die für die Formulierung und Überwachung internationaler Arbeitsnormenwichtigste internationale Organisation.

vgl. Dreigliedrigkeit, IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
-Ausschuss für Vereinigungsfreiheit Vereinigungsfreiheit Das Recht auf die Gründung von und den Beitritt zu Gewerkschaften nach eigener Wahl sowie das Recht der Gewerkschaften, ungehindert zu arbeiten und ihre Aktivitäten ohne unzulässige Eingriffe zu verrichten.

vgl. IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
hat den Staat aufgefordert, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um diese bereits vor über 33 Jahren begonnene Praxis zu beenden.

Gewerkschafter ermordet 30-11-2014

Am 15. November 2014 wurde Jorge Zarco Reyes, der Generalsekretär der Gewerkschaft Vanguardia Obrera, einer Mitgliedsorganisationen der Confederación Revolucionaria de Obreros y Campesinos (CROC), in einem Restaurant in Tierra Blanca im Bundesstaat Veracruz erschossen. Jorge Zarco hatte sich aktiv für die Verteidigung und Förderung der Gewerkschafts- und der Arbeitnehmerrechte eingesetzt.

200 Verhaftungen wegen Forderung nach menschenwürdigem Lohn18-03-2015

Die Regierung des Bundesstaates Baja California hat am 18. März 2015 mehr als 200 Menschen im Zuge von Lohnprotesten verhaftet. LandarbeiterInnen in der Nähe der Stadt San Quintin verdienen bei der Obst- und Gemüseernte häufig weniger als 8 Dollar pro Tag und forderten eine Lohnerhöhung auf rund 20 Dollar pro Tag. Laut Regierung wurden die 200 wegen des Verdachts von Straßenblockaden verhaftet. Neben menschenwürdigen Löhnen forderten sie zudem die Bezahlung ihrer Überstunden, eine medizinische Versorgung und ein Ende der sexuellen Belästigungen seitens ihrer Vorgesetzten.

Polizei geht gewaltsam gegen protestierende Lehrkräfte vor, während die Armee Fragen zu Entführungen beantworten muss 24-02-2015

Am 24. Februar 2015 ging die Polizei gewaltsam gegen Mitglieder der Lehrergewerkschaft CETEG vor, die an einem Protestmarsch zum Flughafen Juan Alvarez in der Stadt Acapulco teilnahmen, nachdem ihre Gehälter nicht gezahlt worden waren. In der Presse erschienen Fotos von Lehrkräften mit blutigen Gesichtern, und viele von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Mehr als 100 Demonstrierende wurden verhaftet.

Der Protest begann, nachdem schätzungsweise 94.000 CETEG-Mitglieder und andere öffentlich Bedienstete nicht bezahlt worden waren, und circa 2.000 Lehrkräfte nahmen an der Demonstration teil, um von den Behörden eine Lösung für dieses Problem zu fordern. Sie verlangten zudem von der Regierung weitere Untersuchungen und Maßnahmen gegen die Verantwortlichen für das Massaker an 43 Lehramtsstudierenden, die im September 2014 verschwanden. Laut Behörden bestehe „juristische Gewissheit“ darüber, dass die Vermissten von Auftragskillern im Dienste der Drogenkartelle ermordet wurden, aber die Eltern und Gewerkschaften halten dies für einen Versuch, die Untersuchung vorzeitig abzuschließen.

Im Januar 2015 richteten die führenden Vertreter der Kampagne für eine Aufklärung des Massakers ihr Augenmerk auf die mexikanische Armee, die sich widerholt gezwungen sah, Anschuldigungen in diesem Zusammenhang gegen ihre Soldaten zurückzuweisen. Omar Garcia, ein 24-jähriger Student und einer der Anführer der Kampagne, der von Soldaten bedroht worden war, nachdem er in der Nacht der Entführungen vor bewaffneten Polizisten geflüchtet war, hat dazu erklärt: „Wir haben Grund zu der Annahme, dass die Armee etwas mit dem Verschwinden unserer Kommilitoninnen und Kommilitonen zu tun hatte. Sie war in der Nacht vor Ort und hat die Entführungen vermutlich entweder verschleiert, ermöglicht oder eine maßgebliche Rolle dabei gespielt.“

Führender Gewerkschaftsvertreter bei Bata verhaftet20-01-2015

Epifanio García Carrillo, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Sindicato Único de Trabajadores de Calzado Sandak (SUTCS), wurde am 20. Januar in Haft genommen. Weiteren acht Beschäftigten wurde mit Haft gedroht. Die Gewerkschaft vertritt Beschäftigte der Bata-Niederlassung in Tlaxcala, wo Mitglieder das Calzado-Sandak-Werk seit August 2012 blockiert hatten, um zu verhindern, dass die Geschäftsführung Maschinen entfernt und die Produktion illegalerweise von dem gewerkschaftlich organisierten Betrieb in unkontrollierte Heimarbeitsstätten verlegt. Nach achttägiger Inhaftierung wurde Epifanio García Carrillo am 28. Januar freigelassen, und alle gegen ihn vorgebrachten Anklagepunkte wurden fallen gelassen.

Honda Mexiko entlässt Gewerkschaftsvertreter zum zweiten Mal01-12-2014

Honda Mexiko hat Raúl Celestino Pallares Cardoza von der Gewerkschaft Sindicato de Trabajadores Unidos de Honda de México (STUHM) am 1. Dezember 2014 zum zweiten Mal entlassen. Es war am 26. November gerade erst an seinen Arbeitsplatz im Honda-Werk im Industriegebiet von El Salto zurückgekehrt, nachdem er im April 2010 ungerechtfertigterweise entlassen worden war.

Das Arbeitsgericht hatte seine Wiedereinstellung angeordnet und in Kraft gesetzt, aber am 1. Dezember wurde Pallares Cardoza von Manager Alejandro Salaiza Rubio der Zutritt zu dem Betrieb untersagt, da er gegen „betriebliche Vorschriften verstoßen“ habe. Die genauen Gründe für seine Entlassung würden ihm auf juristischem Weg mitgeteilt. In den vier Tagen, in denen Pallares Cardoza wieder in dem Werk gearbeitet hatte, war er von der übrigen Belegschaft praktisch isoliert worden, da er sich nur in den Verwaltungsbüros aufhalten durfte. Er musste den für Verwaltungspersonal vorgesehenen Bus zur Arbeit nehmen, und seine Mittagspause wurde auf eine Lieferanten vorbehaltene Zeit verlegt.

Unterdessen schien die Bundesschlichtungs- und Schiedsstelle unverhältnismäßig lange zu brauchen, um den Antrag der STUHM auf ihre Anerkennung Anerkennung Die Bestimmung einer Gewerkschaft durch die zuständige staatliche Stelle zur Tarifpartei für die Beschäftigten in einer gegebenen Tarifeinheit oder die Akzeptanz der kollektiven Vertretung der Beschäftigten durch eine Gewerkschaft seitens des Arbeitgebers. als Tarifpartei zu behandeln. Über ein Jahr nach der Antragstellung der Gewerkschaft hatte sich die Stelle immer noch nicht mit dem Betrieb auf die bei der Abstimmung stimmberechtigten Beschäftigten verständigt oder ein Datum für die Abstimmung festgelegt.

Ungerechtfertigte Entlassungen wegen Streik und Anerkennung einer Gewerkschaft 16-04-2014

Teksid Hierro in Monclova, Coahuila, das zur Fiat-Chrysler-Gruppe gehört, hat nach einem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
, der am 16. April 2014 aus Protest gegen niedrige Löhne und Leistungen begann, drei Beschäftigte entlassen. Die Beschäftigten wollten zudem der Nationalen Berg- und Metallarbeitergewerkschaft SNTMMSRM beitreten. Der Betrieb hat später eine Vereinbarung mit der SNTMMSRM unterzeichnet, in der die Wiedereinstellung der drei Entlassenen, eine Gewinnbeteiligung für die Beschäftigten sowie die Achtung des Arbeitnehmerrechtes auf den Beitritt zu einer Gewerkschaft eigener Wahl zugesagt wurden. Ferner wurde vereinbart, dass keine Vergeltungsmaßnahmen gegen Beschäftigte ergriffen würden, die sich an dem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
beteiligt hatten.

Am 26. November hat Teksid Hierro jedoch 17 Beschäftigte entlassen, darunter ihre Sprecherin, Imelda Jiménez, weil der Betrieb zur Einhaltung der Vereinbarung aufgefordert worden war. Von Arbeitgeberseite hieß es, dass die Beschäftigten entlassen wurden, weil die Produktion beendet sei und ihre Verträge befristet gewesen seien. Die Gewerkschaft kritisierte die Entlassungen als Einschüchterungsmaßnahme und ging davon aus, dass die Beschäftigten zur Arbeitsniederlegung provoziert werden sollten. Der Betrieb hat die Beschäftigten vor der Auszahlung ihrer Löhne und Zusatzleistungen entlassen und versucht, sie dazu zu zwingen, ihre Abfindungszahlung zu akzeptieren. Dies war eine wichtige Taktik, da Beschäftigte, die ihre Entlassungspapiere nicht unterschreiben, weiter auf Wiedereinstellung und die Zahlung ausstehender Löhne drängen sowie an der Abstimmung darüber teilnehmen können, welche Gewerkschaft die Belegschaft vertreten soll.

Bergarbeiterführer kann endlich aus dem Exil zurückkehren28-08-2014

Am 28. August 2014 wurden alle Anklagepunkte gegen Napoleón Gómez Urrutia, den Generalsekretär der Nationalen Berg- und Metallarbeitergewerkschaft SNTMMSRM, von mexikanischen Gerichten als unbegründet und verfassungswidrig abgewiesen. Er hatte acht Jahre im Exil in Kanada verbracht, da ihm wegen angeblicher Veruntreuung von Gewerkschaftsgeldern in Höhe von 55 Millionen US-Dollar eine Inhaftierung drohte. Die Anschuldigungen bezogen sich auf die Auflösung eines gewerkschaftlichen Treuhandfonds im Jahr 2005. Gómez Urrutia war elf Mal angeklagt, aber jedes Mal entlastet worden. Die Gewerkschaft, die die Vorwürfe stets für unbegründet erklärt und ihn zwei Mal, 2002 und 2008, einstimmig zu ihrem Generalsekretär gewählt hatte, ging davon aus, dass die Anschuldigungen politisch motiviert waren. Gómez Urrutia war aufgrund seiner scharfen Kritik im Zusammenhang mit dem Minenunglück im Bergwerk Pasta de Conchos, bei dem 65 Bergleute ums Leben gekommen waren, seit 2006 vom Bündnis aus Wirtschaft und Regierung ins Visier genommen worden.

Stahlunternehmen entlässt Streikende25-06-2014
Arbeitnehmerrechtsverletzungen bei InBev in Mexiko02-05-2014

Nach wie vor fordern 33 Beschäftigte ihre Wiedereinstellung an ihren früheren Arbeitsplätzen und die vollständige Wiederherstellung ihrer Rechte. Die 33 Arbeitnehmer/innen, die seit 2008 für Gerechtigkeit kämpfen, haben ihre Wiedereinstellung bei Industria Vidriera del Potosí (einer Tochter von Grupo Modelo-AB InBev) erwirkt, nachdem Anfang April 2014 ein entsprechender Entscheid der Schlichtungs- und Schiedsstelle ergangen war.

Am 26. Januar 2008 hatte Vidriera 220 Beschäftigte entlassen, einschließlich des gesamten Vorstandes der IndustriALL angehörenden unabhängigen Glasarbeitergewerkschaft SUTEIVP, nachdem sie eine 19-prozentigee Lohnerhöhung ausgehandelt hatte.

Die Beschäftigten stehen infolge der Maßnahmen des Unternehmens, einschließlich „schwarzer Listen“ und gemeinsamer Aktionen mit den lokalen Arbeitsbehörden, vor erheblichen Schwierigkeiten, da es dadurch praktisch unmöglich für sie und ihre Familien ist, vor Ort und in anderen Regionen Mexikos Arbeit zu finden.

Beschäftigte von Teksid überfallen und verprügelt23-04-2014

Die Beschäftigten des Unternehmens Teksid Hierro in Monclova, Ciudad Frontera, Coahuila, Mexiko, das zur Fiat-Chrysler-Gruppe gehört, wehren sich gegen Repressalien wegen ihrer gewerkschaftlichen Organisierung Organisierung Der auf die Gründung von oder den Beitritt zu einer Gewerkschaft hinauslaufende Prozess bzw. Bemühungen darum, dass andere Beschäftigte eine Gewerkschaft gründen oder einer Gewerkschaft beitreten. . Marisol Ruiz Moreno, Orlando Mendoza Guardiola und Oscar Arturo Rodríguez Ponce wurden am 18. April entlassen und elf weitere Beschäftigte wurden von 80 – 100 angeheuerten Schlägern brutal und feige überfallen, als sie am 21. April 2014 eine Sitzung mit der Betriebsleitung und den Arbeitsbehörden verließen.

Landarbeiterführer in Guerrero ermordet13-12-2013

Zwei Landarbeiterführer, Juan Lucena Ríos und José Luis Sotelo Martínez, aus der 6.000 Einwohner zählenden Stadt Paraíso wurden am 16. November in der Innenstadt von Atoyac de Álvarez in der Region Costa Grande in Guerrero ermordet, als sie einen Protest von Kaffeearbeitern anführten. Einen Tag zuvor hatten sie angekündigt, eine Nachbarschaftspolizei in der Stadt einrichten zu wollen.

Gewerkschaftsfeindlichkeit bei Operadora Gasoil13-12-2013
Missstände bei PKC Mexiko30-06-2013

Bei einer im Juni 2013 veröffentlichten unabhängigen Untersuchung bei dem finnischen Autoteilehersteller PKC in Mexiko wurde festgestellt, dass PKC seinen Beschäftigten ohne ihr Wissen eine Betriebsgewerkschaft Betriebsgewerkschaft Damit kann entweder eine Unternehmensgewerkschaft oder eine gelbe Gewerkschaft gemeint sein aufgezwungen, Beschäftigte, die der unabhängigen Berg- und Metallarbeitergewerkschaft beitreten wollten, schikaniert und bedroht, eine Abstimmung zuungunsten der Bergarbeiter manipuliert und Befürworter der unabhängigen Gewerkschaft entlassen hat.

Repressalien und Entlassungen bei Honda Mexiko07-05-2013

Am 7. Mai 2013 hat Honda Mexiko gegen eine Betriebsvereinbarung verstoßen und fünf Beschäftigte entlassen. Dies fiel in den Rahmen einer gemeinsamen Kampagne des Unternehmens mit der örtlichen Schutzvertragsgewerkschaft SETEAMI, die darauf abzielte, die Belegschaft einzuschüchtern. Alle waren Mitglieder des Ausschusses, der eine Verhandlungslösung gefunden hatte, nachdem 90 Prozent der Beschäftigten ihre Unzufriedenheit über die Weigerung des Unternehmens, die Beschäftigten an seinen Gewinnen teilhaben zu lassen, durch eine Arbeitsniederlegung vom 16. - 18. April bekundet hatten.

Keine Anhörung der Gewerkschaften und gewerkschaftsfeindliche Diskriminierung31-01-2013

Der Fall der Beschäftigten von der mexikanischen Elektrikergewerkschaft SME ist nach wie vor ungeklärt. Das Unternehmen Fuerza y Luz wurde 2009 willkürlich und ohne Anhörung der Gewerkschaft geschlossen, was als ein unverhohlener Angriff auf eine der wichtigsten Gewerkschaften Mexikos gewertet wurde. Die SME bemüht sich seither um die Wiedereinstellung der betroffenen Beschäftigten. Im Januar 2013 entschied der Oberste Gerichtshof, dass keine Verpflichtung zur Wiedereinstellung der Entlassenen bestehe.

Behinderung von Tarifverhandlungen19-08-2013

Neunzig Prozent der Tarifverträge werden von den von Arbeitgebern ins Leben gerufenen Schutzvertragsgewerkschaften und korrupten Organisationen abgeschlossen, um echte Verhandlungen zu verhindern.

Zu einem der eklatantesten Fälle von Rechtsverletzungen kam es bei dem Telekommunikationsunternehmen Atento Servicios im Zusammenhang mit einem Prozess, bei dem es um vertragliche Ansprüche ging und den die zuständige Gewerkschaft angestrengt hatte, um den Schutzvertrag für ungültig erklären zu lassen. Der Prozess wurde Berichten zufolge manipuliert.

Gewerkschaften nicht anerkannt19-08-2013

Staatliche Einrichtungen wie das Bundeswahlinstitut und andere öffentliche Gremien weigern sich systematisch, Gewerkschaften anzuerkennen.

Kaum Arbeitsinspektionen und kein Anspruch auf Sozialleistungen31-12-2011

Die Arbeitsbehörden kommen ihrer Verpflichtung zur Durchführung von Arbeitsinspektionen in den Betrieben nur unzureichend nach. Dies wirkt sich vor allem auf die schwächsten Arbeitnehmergruppen, nämlich Frauen und Kinder, äußerst nachteilig aus. Viele Frauen und Kinder arbeiten im informellen Sektor und haben somit auch keinerlei Anspruch auf Sozialleistungen.

Die örtlichen Schlichtungs- und Schiedsstellen berichten, dass sich die Klagen, die gegen Unternehmen erhoben werden, hauptsächlich gegen folgende Unternehmenspraktiken richten: keine Anmeldung zur Sozialversicherung bei der mexikanischen Sozialversicherungsbehörde IMSS, überlange Arbeitszeiten, keine Vergütung von Überstunden, Einsatz an Arbeitsstätten weit entfernt vom ursprünglichen Arbeitsort, übermäßiger Lohndruck sowie keinerlei Recht auf gewerkschaftliche Organisierung Organisierung Der auf die Gründung von oder den Beitritt zu einer Gewerkschaft hinauslaufende Prozess bzw. Bemühungen darum, dass andere Beschäftigte eine Gewerkschaft gründen oder einer Gewerkschaft beitreten. .

Arbeitgeber und Behörden verletzen systematisch Arbeitnehmerrechte31-12-2011

Zahlreiche unabhängige Gewerkschaften waren 2010 gewalttätigen Übergriffen, Einschüchterung und der Unterdrückung von Gewerkschaftsrechten ausgesetzt. Hiervon betroffen waren u.a. die nationale Bergarbeitergewerkschaft SNTMMSRM (Sindicato Nacional de Trabajadores Mineros, Metalúrgicos y Similares de la República de México), die Elektrikergewerkschaft SME (Sindicato Mexicano de Electricistas), die Gewerkschaft der Facharbeiter bei der staatlichen Ölgesellschaft PEMEX (Unión Nacional de Técnicos y Profesionistas Petroleros, UNTyPP), die nationale Gewerkschaft der in der Reifenindustrie Beschäftigten (Sindicato Nacional de Trabajadores de General Tire de México (SNTGTM), die Gewerkschaft der Universitätsmitarbeiter an der UACM (Sindicato Único de Trabajadores de la Universidad Autónoma de la Ciudad de México, SUTUACM), die Telekommunikationsgewerkschaft Sindicato de Telefonistas de la República mexicana (STRM), die Frente Auténtico del Trabajo (FAT) und nicht weniger als 30 weitere dem Gewerkschaftsdachverband Gewerkschaftsdachverband Dachorganisation auf nationaler, regionaler oder Bezirksebene, die sich aus ihren Mitgliedsgewerkschaften zusammensetzt; bezeichnet häufig einen Verband oder Dachverband eines Landes. UNT (Unión Nacional de Trabajadores) angeschlossene Organisationen.

Arbeitgeber entwickeln und perfektionieren weiterhin mit Unterstützung der Regierung rücksichtslos Mechanismen zur Unterdrückung der Gewerkschaftsrechte. Ziel dieser weit verbreiteten Verletzungen ist es, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an gewerkschaftlicher Organisation zu hindern und ihre Gewerkschaften zu vernichten oder zu schwächen. Das Ergebnis sind überhandnehmende „Schutzverträge“, Repressionen und Bedrohungen und der Einsatz gedungener Schläger, die organisierte Beschäftigte angreifen.

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