4 – Systematische Rechtsverletzungen
Der Globale Rechtsindex des IGB

Nigeria

Die Mitgliedsorganisationen des IGB in Nigeria sind der Nigeria Labour Congress (NLC) und der Trade Union Congress of Nigeria (TUC).

Praxis

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Führender NASU-Vertreter während eines Streiks von Unbekannten erschossen01-11-2017

Am 1. November 2017 wurde Abdulmumuni Yakubu, der Ortsverbandsvorsitzende der Vertretung des nichtwissenschaftlichen Personals (Non-Academic Staff Union, NASU) im Bundesstaat Kogi, bei sich zu Hause in Okene von Unbekannten erschossen. Zu dem Zeitpunkt liefen Verhandlungen mit der Regierung von Kogi über den andauernden Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
des nichtwissenschaftlichen Universitätspersonals in dem Bundesstaat. Seit Anfang 2017 hatten sich sowohl die wissenschaftlichen als auch die nichtwissenschaftlichen Mitarbeiter/innen an landesweiten Streiks beteiligt, die die Gewerkschaften NASU, NAAT (National Association of Academic Technologists) und SSANU (Senior Staff Association of Nigerian Universities) aus Protest gegen die anhaltende Nichtzahlung der Löhne und Gehälter organisiert hatten. Nach der Ermordung Yakubus haben die Gewerkschaftsdachverbände Nigeria Labour Congress (NLC) und Trade Union Congress (TUC) eine Erklärung veröffentlicht, in der sie von den Behörden eine unverzügliche Untersuchung forderten, fehlende Schutzvorkehrungen für führende Gewerkschaftsvertreter/innen anprangerten und die Aussetzung der Verhandlungen mit der Regierung von Kogi bekannt gaben.

Regierung des Bundesstaates Kaduna verhandelt nicht mit den Gewerkschaften und droht im Falle eines Streiks mit Sanktionen10-01-2018

Am 10. Januar 2018 hat der Gouverneur des Bundesstaates Kaduna zusammen mit seinem Polizeichef dem Gewerkschaftsbund Nigeria Labour Congress (NLC) auf verschiedenen Pressekonferenzen mit Sanktionen gedroht, falls es in Kaduna zu Solidaritätsprotesten kommen sollte, und die Regierung des Bundesstaates erklärte, dass sie das Prinzip „keine Arbeit, keine Bezahlung“ auf alle Beschäftigten anwenden werde, die bei dem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
mitmachten. Der NLC hatte geplant, den NLC-Vorstand in Kaduna zu unterstützen, der aus Protest gegen die Entlassung von mehr als 21.000 Grundschullehrkräften einen unbefristeten Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
begonnen hatte. Die Entlassungen waren damit begründet worden, dass die Lehrkräfte angeblich Kompetenztests im Rahmen eines im Jahr 2017 von der Regierung des Bundesstaates beschlossenen Erneuerungsprojektes für den öffentlichen Dienst nicht bestanden hätten. Laut NLC seien die Tests ohne Beteiligung der zuständigen beruflichen Gremien wie des Teachers’ Registration Council of Nigeria und des National Teachers Institute durchgeführt worden, und auch die Gewerkschaften, insbesondere die Nigeria Union of Teachers und die Nigeria Union of Local Government Employees, seien nicht involviert gewesen. Der NLC geht davon aus, dass die Regierung von Kaduna die Tests gezielt organisiert hat, um die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu reduzieren und somit einen Weltbankkredit beantragen zu können. Die Umstrukturierungspolitik des Bundesstaates würde abgesehen von den Lehrkräften auch rund 4.000 Kommunalbeschäftigte und 8.000 Mitarbeiter/innen verschiedener staatlicher Ministerien, Abteilungen und Einrichtungen betreffen.

Dana Air untersagt seinem Personal einen Gewerkschaftsbeitritt13-11-2017

Am 13. November 2017 hat die Piloten- und Ingenieurvereinigung NAAPE (National Association of Aircraft Pilots and Engineers) den Betrieb von Dana Air Limited am Inlandsterminal des Flughafens Murtala Muhammed zum Stillstand gebracht, weil sich die Geschäftsführung der Fluggesellschaft geweigert hatte, seinem technischen Personal, einschließlich Ingenieuren und Piloten, einen Gewerkschaftsbeitritt zu gestatten. Dem NAAPE-Streikposten Streikposten Personen, die vor den Toren der betroffenen Betriebe auf einen Arbeitskonfliktoder einen Streik aufmerksam machen und versuchen, andere Beschäftigte dazu zu veranlassen, den Betrieb nicht zu betreten bzw. die Verbraucher davon abzuhalten, den Arbeitgeber zu unterstützen. Die Aufstellung von Streikposten vor einem nicht direkt an dem Konflikt beteiligten, neutralen Betrieb zielt darauf ab, indirekt Druck auf den Arbeitgeber, der die eigentliche Zielscheide der Aktion ist, auszuüben. schlossen sich alle Mitgliedsorganisationen des United Labour Congress (UCL) an. Die Geschäftsführung von Dana Air gab daraufhin eine Erklärung ab, in der sie die Beschäftigung von Gelegenheitsarbeitskräften und gewerkschaftsfeindliche Praktiken bestreitet und der Gewerkschaft rechtswidriges Verhalten vorwirft.

Gouverneur verbietet Gewerkschaftsaktivitäten an der staatlichen Universität Kogi 19-07-2017

Am 19. Juli 2017 hat der Gouverneur des Bundesstaates Kogi bekannt gegeben, dass die Aktivitäten der Gewerkschaft ASUU (Academic Staff Union of Universities), die wissenschaftliche Mitarbeiter/innen an Hochschulen vertritt, an der staatlichen Universität Kogi verboten würden, nachdem sich die Gewerkschaft geweigert hatte, einen seit sechs Monaten andauernden Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
zu beenden. Der Gouverneur wies die streikenden Lehrkräfte an, unverzüglich zur Arbeit zurückzukehren, da sie andernfalls ihren Arbeitsplatz verlieren würden, und forderte die Universität auf, zu überwachen, ob diese Anweisung befolgt werde.

Gouverneur des Bundesstaates Nasarawa ordnet Verbot der Aktivitäten von Sekundarschullehrergewerkschaft an 16-05-2017

Am 16. Mai 2017 hat der Gouverneur von Nasarawa, Tanko Al-Makura, eine Erklärung veröffentlicht, in der das Verbot der Aktivitäten der Sekundarschullehrergewerkschaft ASUSS (Academic Staff Union of Secondary Schools) in dem Bundesstaat angeordnet und sie als nicht zugelassene Gewerkschaft bezeichnet wird. In der Erklärung wird der ASUSS vorgeworfen, Lehrkräfte gegen die Regierung aufzuhetzen, eine ernste Gefahr für den Frieden und die Ordnung in dem Bundesstaat darzustellen und die Lehrkräfte an der Erfüllung ihrer Aufgaben zu hindern.

Regierung von Kogi stellt während des andauernden Ärztestreiks 230 zusätzliche Beschäftigte ein21-06-2017

Am 21. Juni 2017 hat die Regierung des Bundesstaates Kogi die Einstellung von 230 zusätzlichen Beschäftigten im Gesundheitswesen, einschließlich Ärzten, bestätigt. Die nigerianische Ärztevereinigung NMA (Nigerian Medical Association) hat den Zeitpunkt der Neueinstellungen vor dem Hintergrund des seit Anfang Mai, als sie zu dem unbefristeten Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
aufgerufen hatte, andauernden mit Konfliktes der Regierung verurteilt.

Vier führende Gewerkschaftsvertreter warten weiter auf Wiedereinstellung26-04-2017

Am 26. April 2017 hat die Führungsspitze des Gewerkschaftsbundes Nigeria Labour Congress (NLC) in Ogun an den Gouverneur des Bundesstaates appelliert, die letzten vier Gewerkschafter wieder einzustellen, die wegen angeblicher Verstöße gegen die Vorschriften für den öffentlichen Dienst während der Feierlichkeiten am Weltlehrertag im Oktober 2016 entlassen worden waren. Die Regierung des Bundesstaates hatte 16 führende Gewerkschaftsvertreter wegen ihrer Rolle bei den Feierlichkeiten entlassen und 19 suspendiert. Die 19 suspendierten und 12 entlassene Beschäftigte konnten nach Interventionen betroffener Akteure schließlich wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, und laut NLC müssten auch die letzten vier Gewerkschafter, Akeem Ambali, Dare Ilekoya, Nola Balogun und Eniola Atiku, von der Regierung des Bundesstaates wieder eingestellt werden.

Regierung von Ogun entlässt 16 führende Gewerkschaftsvertreter, einschließlich der NLC- und NUT-Vorsitzenden in dem Bundesstaat 31-10-2016

Am 31. Oktober, elf Tage nach dem Beginn eines unbefristeten Streiks der Beschäftigten des Bundesstaates Ogun am 20. Oktober aus Protest gegen die Nichtüberweisung von zwölfmonatigen Gehaltsabzügen, beschloss die Regierung, 16 führende Gewerkschaftsvertreter zu entlassen, einschließlich der Vorsitzenden des Nigeria Labour Congress (NLC) und der Lehrergewerkschaft NUT (Nigeria Union of Teachers) in dem Bundesstaat. Vorgeworfen wurde ihnen Fehlverhalten während der Feierlichkeiten am Weltlehrertag am 5. Oktober 2016, weil sie angeblich einen Politiker öffentlich unterstützt und somit eine „politische Kundgebung“ veranstaltet hatten. Die Regierung bestritt, dass die Maßnahme irgendetwas mit dem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
zu tun hatte. Allerdings wurden die führenden Gewerkschaftsvertreter eine Woche später wieder eingestellt.

Regierung von Kogi entlässt 9.000 „Phantom“-Beschäftigte, einschließlich des NLC-Vorsitzenden26-05-2016

Die Regierung des Bundesstaates Kogi hat die Arbeitsverträge von rund 9.000 Beschäftigten einseitig gekündigt, einschließlich den von Onuh Edoka, dem Vorsitzenden des Gewerkschaftsbundes Nigeria Labour Congress (NLC) in Kogi, weil sie angeblich eine „Überprüfung“ nicht bestanden haben, die die Regierung konzipiert hat, um festzustellen, wer unrechtmäßig Gehälter oder Pensionen im öffentlichen Dienst bezogen hat. Edoka wurde entlassen, weil er den „falschen“ Kontoauszug eingereicht hatte. Einige der Beschäftigten fielen bei der Überprüfung durch, weil sie keine Bank-Kontrollnummer angegeben hatten. Obwohl die Regierung behauptet, dass das Überprüfungsverfahren transparent sei, wurde keine vollständige Liste mit den Gründen für das Nichtbestehen der Überprüfung veröffentlicht.

Acht führende Gewerkschaftsvertreter wegen Protesten gegen Schulprivatisierungen festgenommen 05-06-2016

Acht führende Vertreter des Gewerkschaftsbundes Nigeria Labour Congress (NLC) im Bundesstaat Oyo wurden von der Polizei wegen Störung des öffentlichen Friedens und Vandalismus an öffentlichem Eigentum festgenommen, weil sie aus Protest gegen die geplante Privatisierung öffentlicher Schulen in dem Bundesstaat einen Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
organisiert hatten. Die Höhe der Kaution wurde auf 200.000 NGN (ungefähr 566 EUR) festgesetzt, was sich keiner der Verhafteten leisten konnte. Trotz der Proteste hielt die Regierung von Oyo an ihrer Absicht fest, die Möglichkeit öffentlich-privater Partnerschaften im Bildungswesen weiter auszuloten.

Viele Telekommunikationsfirmen verweigern ihren Beschäftigten das Recht auf Vereinigungsfreiheit 08-06-2016

Angaben des Gewerkschaftsbundes Trade Union Congress (TUC) zufolge lassen die meisten Telekommunikationsfirmen in dem Land nicht zu, dass ihre Beschäftigten einer Gewerkschaft beitreten. Eingestellt wird nur, wer unterschreibt, dass kein Recht auf Vereinigungsfreiheit Vereinigungsfreiheit Das Recht auf die Gründung von und den Beitritt zu Gewerkschaften nach eigener Wahl sowie das Recht der Gewerkschaften, ungehindert zu arbeiten und ihre Aktivitäten ohne unzulässige Eingriffe zu verrichten.

vgl. IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
besteht. Diese Praxis scheint bei allen in dem Land vertretenen Firmen dieser Branche weit verbreitet zu sein, darunter MTN, Glo, Airtel, Etisalat, Spectranet, Huawei, Smile, Miicon Wire and Cable, Haier Thermocool, LG Electronics, Samsung, Philips, Panasonic und Nokia.

Führende Gewerkschaftsvertreter tauchen aus Angst vor Angriffen unter 29-10-2016

Während des Arbeitskampfes eines Gewerkschaftsbundes Nigeria Labour Congress (NLC) im Bundesstaat Ogun wurde über mehrere Angriffe auf führende Gewerkschaftsvertreter berichtet. Bei dem Konflikt ging es um nach wie vor relevante Beschwerden aus den Jahren 2014 und 2015 über Verzögerungen von bis zu drei Jahren bei der Zahlung der Gehälter, Zulagen, Prämien und Renten. Der NLC hat im Bundesstaat Ogun über mehrfache Angriffe staatlicher Akteure berichtet, u.a. auf das NLC-Sekretariat in Abeokuta, ebenso wie über öffentliche Drohungen gegenüber führenden Gewerkschaftsvertretern und tätliche Angriffe auf führende Vertreter und Mitglieder der Gewerkschaft sowohl seitens der Polizei als auch von Unbekannten. Viele führende Gewerkschaftsvertreter haben sich deshalb gezwungen gesehen, unterzutauchen, worunter die Gewerkschaftsarbeit erheblich gelitten hat.

Automobilarbeiterführer schikaniert24-03-2016

Am 24. März 2016 erschien eine Anzeige in der überregionalen nigerianischen Tageszeitung „The Guardian“, in der TATA Africa Services Nigeria bekannt gab, dass Joseph Ogunyemi, der frühere Vorsitzende des Ortsverbandes der Automobilarbeitergewerkschaft bei TATA, nicht mehr für das Unternehmen arbeite. Ogunyemi hatte kein Kündigungsschreiben erhalten. Der Gewerkschaftsbund Trade Union Congress (TUC) hat gegen diese Maßnahme protestiert und geht davon aus, dass sie auf Joseph Ogunyemis Gewerkschaftsarbeit zurückgeht. Er war widerholt von dem Unternehmen schikaniert worden, hatte keine Zusatzleistungen erhalten, war nicht befördert, dafür aber willkürlich versetzt und mehrfach befragt worden.

Gewerkschaftsfeindliche Kampagne im Bundesstaat Kaduna 26-03-2016

Im März 2016 hat der Gouverneur des Bundesstaates Kaduna, Malam Nasir el-Rufai, eine Anweisung an Beamte herausgegeben, mit der sie aufgefordert werden, Formulare auszufüllen, um sich gegen eine Gewerkschaftsmitgliedschaft auszusprechen. Das Verhandlungsgremium für den öffentlichen Dienst hat dagegen unverzüglich protestiert und die Beamten aufgefordert, die Anweisung zu ignorieren. Der Gewerkschaftsbund Trades Union Congress of Nigeria hat mit breit angelegten Arbeitskampfmaßnahmen gedroht, falls die Anweisung nicht zurückgezogen werde.

Eine Beschäftigte bei Tränengaseinsatz zur Auflösung eines Protestes verletzt01-02-2016

Am 1. Februar 2016 hat die Polizei Tränengas eingesetzt, um protestierende Beschäftigte des Unternehmens Linda Manufacturing zu vertreiben, wobei eine Frau von einem Tränengaskanister an der Nase getroffen wurde und im Krankenhaus behandelt werden musste.

Die Aktion hatte gegen 8:00 Uhr morgens aus Protest gegen die Entlassung von zehn Beschäftigten am Wochenende begonnen. Unter den Entlassenen befanden sich auch Mitglieder des Vorstandes der Gewerkschaft der Beschäftigten. Der Generalsekretär der Gewerkschaft National Union of Chemical, Footwear, Rubber, Leather and Non-Metallic Products Employees, (NUCFRLANMPE), Douglas Adiele, erläuterte, dass der Konflikt mit der Unternehmensleitung eine Woche zuvor begonnen hatte, als die Beschäftigten gestreikt und realistischere Produktionsziele gefordert hatten. Die Zahl der pro Tag zu erledigenden Aufgaben war im Laufe der Zeit von 160 auf 350 erhöht worden, und diejenigen, die ihr Ziel nicht erreichten, bekamen Strafpunkte. Bei insgesamt 27 Strafpunkten kam es zur Entlassung.

700 Beschäftigte nach Gewerkschaftsbeitritt entlassen14-09-2015

Das Getränkeunternehmen La Casera in Lagos hat am 14. September 2015 mehr als 700 Beschäftigte entlassen, weil sie der Gewerkschaft beigetreten waren. Sie erfuhren von ihrer Kündigung, als sie vor verschlossenen Werktoren standen und eine Mitteilung der Betriebsleitung lasen, auf der stand, dass die gesamte Belegschaft mit sofortiger Wirkung entlassen sei. Das Unternehmen machte die „Beeinträchtigung der Geschäftsabläufe“ durch Mitglieder der Gewerkschaft National Union of Food, Beverages and Tobacco Employees (NUFBTE) für seinen Beschluss verantwortlich.
Mike Olanrewaju, ein ranghoher Vertreter der NUFBTE, erklärte, dass das Unternehmen seiner Belegschaft wiederholt einen Gewerkschaftsbeitritt untersagt und sich die Gewerkschaft mehrfach schriftlich, jedoch vergeblich in dieser Angelegenheit mit der Geschäftsführung in Verbindung gesetzt habe.
Selbst das Arbeitsministerium war eingeschaltet worden, aber das Unternehmen hatte sich sämtlichen Organisierungsversuchen seiner Belegschaft widersetzt und die Gewerkschaft sogar vor das Arbeitsgericht gebracht, um das Verfahren zu blockieren. Zuvor hatte das Unternehmen bereits alle Mitglieder des Lenkungsausschusses, der die gewerkschaftliche Organisierung Organisierung Der auf die Gründung von oder den Beitritt zu einer Gewerkschaft hinauslaufende Prozess bzw. Bemühungen darum, dass andere Beschäftigte eine Gewerkschaft gründen oder einer Gewerkschaft beitreten. der Beschäftigten vorbereiten sollte, entlassen.
Zuletzt hatte das Unternehmen wieder auf seine alten Taktiken zurückgegriffen und den Vorsitzenden des Ausschusses entlassen, der dabei war, die Betriebsgewerkschaft Betriebsgewerkschaft Damit kann entweder eine Unternehmensgewerkschaft oder eine gelbe Gewerkschaft gemeint sein zu gründen, woraufhin NUFBTE-Vertreter den Betrieb am 11. September besuchten und Beitrittsformulare mitbrachten. Die Unternehmensleitung bezeichnete ihren Besuch als „unbefugtes Betreten des Betriebsgeländes und Einbruch“.

Universität erkennt Gewerkschaft nicht an17-08-2015

Am 17. August 2015 hatten die wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen die Leitung der Kwara State University (KWASU) schriftlich über die Gründung des KWASU-Ortsverbandes der Gewerkschaft Academic Staff Union of Universities (ASUU) unterrichtet. In ihrem Brief, den der Vorsitzende des Interimsausschusses, Dr. Dauda Adeshola, unterschrieben hatte, hatten die Mitglieder der neu gegründeten Gewerkschaft ihre Loyalität gegenüber den Universitätsbehörden und der Regierung des Bundesstaates Kwara bekundet. Die KWASU wurde im Jahr 2009 gegründet, und nach Ablauf der offiziellen fünfjährigen Wartezeit wären dort erstmals Gewerkschaftsaktivtäten möglich.
Die Universität reagierte auf diese Mitteilung mit einem Rundbrief, in dem sie die Gewerkschaft als illegale und geheime Organisation bezeichnete, die sie unter keinen Umständen anerkennen werde. Weiter hieß es, dass man „zu gegebener Zeit“ eine „friedliche Gewerkschaftsvertretung“ unter Beteiligung der Universitätsleitung ermöglichen werde.

300 Beschäftigte entlassen, weil sie der Gewerkschaft beitreten wollten01-06-2015

Angaben der Bankangestelltenvereinigung ASSBIFI (Association of Senior Staff of Bank and Financial Institutions) zufolge hat Alpha-Beta Consulting Limited im Juni 2015 mehr als 300 seiner 375 Beschäftigten entlassen, weil sie der Gewerkschaft beitreten wollten, um ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Luftfahrtunternehmen entlässt vier führende Gewerkschaftsvertreter 26-04-2015

Der Vorsitzende der Air Transport Services Senior Staff Association of Nigeria (ATSSSAN), Aminu S. Kolawole, und der Sekretär der Vereinigung, Lawson Imotto, sowie zwei Vertreter der National Union of Air Transport Employees (NUATE), ihr Vorsitzender Chukwu Jude und ihr Sekretär Kingsley Ejiogu, wurden Ende April 2015 von der Skyway Aviation Handling Company (SAHCOL) entlassen. Lawson Imotto wurde verhaftet und an einen unbekannten Ort gebracht.

Die Gewerkschaften hatten sich seit Juni 2014 vergeblich um die Überprüfung ihrer Beschäftigungsbedingungen bemüht. Als die Beschäftigten Mitte April eine Sitzung abhielten, um ihre Forderungen zu diskutieren, griff der Geschäftsführer ein, um die Sitzung zu beenden, da die genehmigte Zeit angeblich überschritten worden sei. Laut SAHCOL seien die vier führenden Gewerkschaftsvertreter entlassen worden, weil sie sich geweigert hätten, an einer Sitzung mit Vorgesetzten und später an einem Disziplinarverfahren teilzunehmen.

Tarifverhandlungen in der Ölindustrie zehn Jahre lang festgefahren19-06-2015

Am 30. Mai 2014 hat die Nigeria Union of Petroleum and Natural Gas Workers (NUPENG) die Bundesregierung aufgefordert, in die langwierige Führungskrise bei der Independent Petroleum Marketers Association of Nigeria (IPMAN) einzugreifen. Der NUPENG-Präsident, Igwe Achese, merkte an, dass der Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
mit IPMAN und den unabhängigen Vermarktern zehn Jahre zuvor unterzeichnet, aber aufgrund der Führungskrise bei IPMAN noch nicht in Kraft gesetzt wurde. Die bisherige Führung bei IPMAN hatte die Bemühungen der Gewerkschaft, die Arbeitnehmer in den IPMAN-Depots gewerkschaftlich zu organisieren, verhindert.
Die Gewerkschaft hatte ohne Erfolg mehrere Briefe an die Bundesregierung, die Nigerian National Petroleum Corporation (NNPC) und die Staatssicherheitsdienste geschrieben, mit der Bitte zu intervenieren. Sie beschuldigt die Erdölministerin, Frau Diezani Allison-Maduek, das Problem nicht ernst zu nehmen. Das Ministerium für Staatssicherheit hatte eingegriffen und der Bundesgerichtshof in Port Harcourt hatte Chief Obasi Lawson zum IPMAN-Präsidenten ernannt, aber gegnerischen Fraktionen bei IPMAN hatten sich geweigert, das Urteil anzuerkennen.
Die Vertretung der Tankstellenbeschäftigten (PSW) innerhalb von NUPENG stimmte in den Protest ein und wies darauf hin, dass sie als Folge der anhaltenden Krise nicht in der Lage gewesen sei, über die Dienstbedingungen für ihre Mitglieder bei IPMAN zu verhandeln.
Obwohl die IPMAN-Führungskrise beigelegt wurde, blieben zahlreiche Probleme bestehen, was im September und Dezember 2014 zu Streiks geführt hatte, bei denen es u.a. um unsichere Arbeitsbedingungen, Prekarisierung Prekarisierung Die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitnehmerschaft durch den Ersatz unbefristet beschäftigter Vollzeitkräfte durch Beschäftigte mit befristeten, irregulären Verträgen. und unfaire Arbeitspraktiken, insbesondere die Versetzung und Entlassung von Gewerkschaftsführern, gegangen war.

Krankenhauspersonal wegen der Organisation eines Streiks verhaftet01-10-2014

Zwei Vertreter der Medical and Health Workers’ Union of Nigeria (MHWUN) im Abia State University Teaching Hospital (ABSUTH), Aba, wurden im Oktober 2014 für die Organisation eines Streiks festgenommen. Die Arbeiter waren in Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
getreten, weil sie seit Mai nicht bezahlt worden und hungrig waren. Die Gewerkschaft hatte an die Regierung geschrieben und erstellte mehrere Proteste auf Papier. Es wurde jedoch nichts unternommen, um ihre Situation zu lösen und so wandten sie sich an die Polizei, um die Erlaubnis für eine Demonstration zu erhalten. Statt der Erlaubnis des Vorsitzenden und des Generalsekretärs der Gewerkschaft zu erhalten, wurden sie festgenommen.

Entlassungsdrohung wegen Streik17-09-2014

Die Regierung des Bundesstaates Edo hat damit gedroht, alle streikenden Beschäftigten staatlicher tertiärer Bildungseinrichtungen zu entlassen, wenn sie nicht am Montag, 22. September 2014, an ihren Arbeitsplatz zurückkehrten.

Das für staatliche tertiäre Bildungseinrichtungen zuständige Gewerkschaftsbündnis hatte am 17. September zu einem unbefristeten Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
aufgerufen, um die Zahlung ausstehender Gehälter und die Harmonisierung anderer Ansprüche zu fordern. Am 18. September 2014 wurde von staatlicher Seite aus schriftlich damit gedroht, dass sich alle, die nicht bis zum 22. September zur Arbeit erschienen, als entlassen betrachten könnten. Der Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
fand dennoch statt, woraufhin 34 Dozenten einer der betroffenen Einrichtungen, des Institute of Management and Technology, entlassen wurden.

Streikende Ärzte entlassen13-08-2014

Mehr als 16.000 Ärzte, etwa 70 Prozent der Beschäftigten staatlicher Krankenhäuser, wurden am 13. August 2014 wegen ihrer Beteiligung an einem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
von der Regierung entlassen. Die nigerianische Ärztevereinigung NMA hatte am 1. Juli im Zusammenhang mit der Vergütung und den Arbeitsbedingungen zu dem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
aufgerufen. Insbesondere ging es um die Aussetzung ihres Fortbildungsprogramms, das ihnen eine Facharztausbildung ermöglichen würde. Im Rahmen der Vereinbarung, die am 24. August zur Beendigung des Streiks führte, wurden sie jedoch wieder eingestellt.

Chemieunternehmen schikaniert Gewerkschaftsmitglieder01-01-2015

In einem Interview hat Jonathan Abimbola im Januar 2015 erläutert, wie er aufgrund seiner Gewerkschaftsaktivitäten seinen Posten als Sicherheitsbeauftragter bei dem indischen Unternehmen African Fertilizers and Chemicals Nigeria Ltd. aufgeben musste. Als er 2011 bei dem Unternehmen angefangen hatte, war er erschüttert über die gefährlichen Arbeitsbedingungen und fehlende Investitionen in Sicherheitsausrüstung. Jeder Versuch, über gefährliche Praktiken zu berichten, wie etwa Arbeiten in unmittelbarer Nähe von flüssigem Schwefel ohne Schutzausrüstung, führte zu Beschimpfungen und Drohungen seitens der Betriebsleitung. Jonathan Abimbola wurde schnell klar, dass er nur zum Sicherheitsbeauftragten ernannt worden war, um das Unternehmen auf dem Papier gut aussehen zu lassen. Es bestand eindeutig keinerlei Absicht, wirkliche Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Abimbola wandte sich daraufhin an die Gewerkschaften, zunächst an die National Union of Chemical Footwear, Rubber, Leather and Non-Metallic Products Employees (NUCFRLANMPE), die sich schriftlich mit dem Unternehmen in Verbindung setzte und die Beschäftigten aufforderte, eine Gewerkschaft zu gründen. Das Unternehmen reagierte darauf mit der massiven Schikanierung von Beschäftigten und Gewerkschaftsmitgliedern, die bedroht und vor Gewerkschaftsaktivitäten gewarnt wurden. Anschließend wurden Gewerkschaftsmitglieder entlassen.

Jonathan Abimbola unternahm einen erneuten Versuch und setzte sich mit der Agriculture and Allied Union of Nigeria (AAEUN), einer Mitgliedsorganisation des Nigerian Labour Congress, in Verbindung. Er gründete einen Ortsverband der AAEUN bei dem Unternehmen und übernahm den Vorsitz. Es gab jedoch sehr schnell Probleme, da es die Unternehmensleitung sehr schwer für Abimbola machte, seine Arbeit zu verrichten, indem ein Passierschein für jeden Bereich des Betriebes verlangt wurde. Dann erhielten Nicht-Gewerkschaftsmitglieder Lohnerhöhungen, wobei die höchsten an diejenigen gezahlt wurden, die Gewerkschaftsmitglieder für den Arbeitgeber ausspionierten. Gewerkschaftsmitglieder bekamen keine Lohnerhöhungen.

Die Schikanierung der Gewerkschaftsmitglieder hielt an, und die Sicherheitsverfahren wurden weiter ignoriert. Ein 18-Jähriger kam nach einem Sturz in einen Wasserbehälter ums Leben. Selbst die Kontakte zur Polizei und zu den Anwälten erwiesen sich nach dem Vorfall als schwierig. Letztendlich sah sich Abimbola angesichts der unmöglichen Situation gezwungen, seinen Posten aufzugeben.

400 Hotelbeschäftigte wegen versuchten Gewerkschaftsbeitritts entlassen27-01-2015

Über 400 Mitarbeiter im Radison Blu Hotel wurden am Dienstag, 27. Januar 2015 durch den Vorsitzenden des Hotels, Oba Otudeko, entlassen, nachdem sie versucht hatten, dem Trade Union Congress (TUC) und dem Nigerian Labour Congress (NLC) beizutreten. Nach Angaben der Sprecher der entlassenen Angestellten, Abe Makojuola Daramola, Supervisor für Zimmermädchen, hatten sie das Hotel eine Woche bevor sie den Gewerkschaften beitreten wollten darüber informiert, aber das Management war dagegen. Die Mitarbeiter machten weiter und luden Beamte des TUC und NLC ein, die Mitarbeiter in Lagos am 27. Januar zu besuchen, um sie in ihre Gewerkschaften aufzunehmen. Das Management entließ die Betreffenden bevor das Treffen stattfinden konnte, und in der Nacht zum Montag, den 26. Januar, wurde auf Befehl von Mr. Otudeko ein Techniker gerufen, um die Stromzufuhr zu manipulieren und das ganze Hotel in Dunkelheit zu stürzen. Die Gäste des Hotels wurden in anderen Hotels untergebracht, was zum Anlass genommen wurde, den mehr als 400 Mitarbeitern zu kündigen, während das Hotelgelände abgesperrt und alle Aktivitäten eingestellt wurden.

Prekarisierung kostet Beschäftigte Vereinigungsrecht22-10-2014

Die nigerianischen Gewerkschaften haben wiederholt ihre wachsende Besorgnis über die Prekarisierung Prekarisierung Die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitnehmerschaft durch den Ersatz unbefristet beschäftigter Vollzeitkräfte durch Beschäftigte mit befristeten, irregulären Verträgen. der Arbeit in chinesischen Unternehmen zum Ausdruck gebracht, in denen die Beschäftigten nicht für ihre Rechte eintreten oder Gewerkschaftsmitglieder werden können. Die Lage spitzte sich zu, nachdem ein 25-jähriger Beschäftigter, Nnamdi Solomon, Ende September 2014 ums Leben gekommen war. Solomon hatte ohne festen Vertrag für das chinesische Linda Manufacturing gearbeitet, das Haarteile herstellt. Es wurde ihm untersagt, sich freizunehmen, um ein Magenleiden behandeln zu lassen, und aus Angst, seinen Arbeitsplatz zu verlieren, hielt er sich an das Verbot. Er wurde später tot auf dem Betriebsgelände aufgefunden, woraufhin seine Kolleginnen und Kollegen aus Protest einen Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
begannen.

Der Vorsitzende der National Union of Textile Garment Workers of Nigeria (NUTGWN), Oladele Hunsu, verurteilte nach diesem Vorfall die bei chinesischen Unternehmen weitverbreitete Praxis prekärer Beschäftigungsverhältnisse und forderte den Gewerkschaftsdachverband Gewerkschaftsdachverband Dachorganisation auf nationaler, regionaler oder Bezirksebene, die sich aus ihren Mitgliedsgewerkschaften zusammensetzt; bezeichnet häufig einen Verband oder Dachverband eines Landes. Nigeria Labour Congress (NLC) auf, einen Ausschuss einzurichten, um eins der seiner Ansicht nach größten Probleme für die Arbeitnehmer und ihre Gewerkschaften zu untersuchen. Gelegenheitsarbeiter wagen es aus Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes nicht, gegen die Verletzung ihrer Rechte zu protestieren oder einer Gewerkschaft beizutreten. Der Vorsitzende des Gewerkschaftsbundes Trade Union Congress (TUC), Bobboi Bala Kaigama, hat die Prekarisierung Prekarisierung Die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitnehmerschaft durch den Ersatz unbefristet beschäftigter Vollzeitkräfte durch Beschäftigte mit befristeten, irregulären Verträgen. ebenfalls als ernsthaftes Problem bezeichnet und erklärt, dass der TUC mit der chinesischen Botschaft in Nigeria zusammengetroffen sei, um das Thema zu erörtern.

Der Vorsitzende der National Union of Civil Engineering Construction, Furniture and Wood Workers (NUCECFWW), Amechi Asugwuni, hat am 22. Oktober 2014 eine Pressekonferenz einberufen, um seinerseits vor unlauteren Arbeitspraktiken und vor allem vor der Prekarisierung Prekarisierung Die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitnehmerschaft durch den Ersatz unbefristet beschäftigter Vollzeitkräfte durch Beschäftigte mit befristeten, irregulären Verträgen. bei chinesischen Baufirmen zu warnen. Er warf der Regierung vor, nicht dafür zu sorgen, dass sich chinesische Unternehmen an die für Investitionsprojekte geltenden vertraglichen Bedingungen halten. „Die Prekarisierung Prekarisierung Die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitnehmerschaft durch den Ersatz unbefristet beschäftigter Vollzeitkräfte durch Beschäftigte mit befristeten, irregulären Verträgen. kostet unsere Mitglieder das Recht auf einen unbefristeten Vertrag, auf Vereinigungsfreiheit Vereinigungsfreiheit Das Recht auf die Gründung von und den Beitritt zu Gewerkschaften nach eigener Wahl sowie das Recht der Gewerkschaften, ungehindert zu arbeiten und ihre Aktivitäten ohne unzulässige Eingriffe zu verrichten.

vgl. IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
und die Regierung sorgt nicht dafür, dass angemessene Maßnahmen ergriffen und Programme eingeführt werden, um den Beschäftigten in unserem Land ein gutes Arbeitsumfeld zu ermöglichen“, erklärte er.

Volkswagen Nigeria entlässt 25 Beschäftigte31-05-2014

Angaben der Joint Action Front zufolge soll Volkswagen Nigeria 25 Beschäftigte entlassen haben, nachdem sie wegen schlechter Arbeitsbedingungen und neuer interner Regelungen, die die Arbeitnehmerrechte nicht im Einklang mit dem Arbeitsgesetz garantieren, im Mai 2014 gestreikt hatten. Die internen Regelungen besagen, dass die Kündigunsfrist sechs Monate beträgt und nicht einen Monat, wie im Arbeitsgesetz vorgesehen. Die Beschäftigten beschwerten sich ferner über die unterbliebene Auszahlung von Zuschüssen für ihre medizinische Versorgung sowie von Gratifikationen.

Elektrizitätsgesellschaften drohen mit der Entlassung von 5357 Beschäftigten30-04-2014

Im April 2014 hat die neue Geschäftsführung der Elektrizitätsgesellschaften Ibadan und Jos mit der Entlassung von 5357 Beschäftigten gedroht, die wegen der Auslagerung von Stellen und unangemessener Arbeitsbedingungen gestreikt hatten. Die Elektrizitätsgesellschaften haben argumentiert, dass eine Umstrukturierung erforderlich sei und keine Gewerkschaften geduldet würden. Der NLC hat die Regierung aufgefordert, zu intervenieren, um die Schikanierung von Gewerkschaftsführern und -mitgliedern im Einklang mit der am 13. Januar 2014 erzielten dreigliedrigen Vereinbarung zu beenden.

642 Beschäftigte wegen Streik bei Aero entlassen29-03-2013

Die Polizei verhaftete und inhaftierte streikende Gewerkschaftsmitglieder illegalerweise unter falschen Vorwürfen und schikanierte sie. Sie hatten seit dem 13. März gestreikt, um gegen die schlechten Arbeitsbedingungen und die geplante Auslagerung von Arbeitsplätzen zu protestieren.

Das Unternehmen entließ unter Missachtung der Kündigungsschutzregelung 642 Beschäftigte.

Regierung des Bundesstaates Lagos entlässt 788 streikende Ärzte 04-05-2012

Die Verwaltung des Universitätskrankenhauses von Lagos und die Gesundheitskommission des Bundesstaates (Health Service Commission ‒ HSC) entließen 788 Ärzte, die seit dem 16. April 2012 gestreikt hatten. Sie hatten alle ein vom 4. Mai 2012 datiertes Entlassungsschreiben erhalten, in dem ihnen berufliche Verfehlungen wie unerlaubtes Fernbleiben von der Arbeit vorgeworfen wurden. 316 der entlassenen Ärzte arbeiteten beim Universitätskrankenhaus von Lagos, die übrigen 472 bei anderen Krankenhäusern in dem Bundesstaat.

Gewerkschafter verhaftet31-03-2012

Im März 2012 wurde der Gewerkschaftsführer Bayo Akende im Bundesstaat Oyo wegen angeblicher Mobilisierung der Beschäftigten gegen die Regierung verhaftet. Der Polizeipräsident, Tambari Yabo Mohammed, betrachtete seine Gewerkschaftsaktivitäten als Landfriedensbruch.

Nichtanerkennung von Gewerkschaften in Freihandelszonen31-01-2013

Die National Union of Petroleum and Natural Gas Workers (NUPENG) und die Petroleum and Natural Gas Senior Staff Association of Nigeria (PENGASSAN) haben berichtet, dass von den 123 Betrieben in den Freihandelszonen lediglich fünf die gewerkschaftliche Organisierung Organisierung Der auf die Gründung von oder den Beitritt zu einer Gewerkschaft hinauslaufende Prozess bzw. Bemühungen darum, dass andere Beschäftigte eine Gewerkschaft gründen oder einer Gewerkschaft beitreten. der Beschäftigten zugelassen hätten und dass führende Gewerkschaftsvertreter bei allen fünf Betrieben schikaniert und entlassen worden seien.

Im Januar 2013 kündigten NUPENG und PENGASSAN für den 13. Februar einen dreitägigen Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
an, falls die entlassenen betrieblichen Gewerkschaftsvertreter nicht wieder eingestellt und nicht in allen Freihandelszonenbetrieben die Gewerkschaftsrechte zugestanden würden. Der Minister für Arbeit und Produktivität, Chief Emeka Wogu, vereinbarte gemeinsam mit der zuständigen Behörde OGFZA (Oil and Gas Free Zone Authority) und den Gewerkschaften, den Betrieben 90 Tage Zeit zu geben, um die gesetzlichen Bestimmungen zu erfüllen, denen zufolge sie die Gründung von Gewerkschaften zulassen müssen.

„Miserable“ Achtung von Arbeitnehmer/innen- und Gewerkschaftsrechten in den FEZ31-12-2011

Ein im Januar 2011 veröffentlichter Bericht über die Untersuchungen des IGB und des nigerianischen Gewerkschaftsbundes Nigeria Labour Congress (NLC) über den „Stand des Gewerkschaftswesens und der Arbeitsbeziehungen Arbeitsbeziehungen Die individuellen und kollektiven Beziehungen und Kontakte zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern am Arbeitsplatz sowie die institutionelle Interaktion zwischen Gewerkschaften, Arbeitgebern und auch der Regierung.

vgl. sozialer Dialog
in der Praxis in Nigerias Freien Exportzonen“, beschreibt die Achtung der Rechte der Arbeiter in den Zonen als „miserabel“. Wie die Studie herausfand, scheitern die Versuche der Gewerkschaften, in den 11 derzeit in Nigeria bestehenden FEZ Freie Exportzone Ein besonderes Industriegebiet eines Landes, in dem importierte Materialien vor ihrer erneuten Ausfuhr verarbeitet werden; soll vor allem ausländische Investoren anziehen, denen besondere Anreize wie die Ausnahme von bestimmten Handelsbarrieren, Steuern, Regeln und/oder arbeitsrechtlichen Bestimmungen geboten werden. zu agieren, weitgehend an gewerkschaftsfeindlichen Arbeitgebern und an Arbeitnehmern, die Angst haben, ihren Arbeitsplatz zu verlieren; selbst nach langen und bitteren Kämpfen konnten nur minimale Erfolge errungen werden. Einige Gewerkschaftsorganisatoren, zum Beispiel in der FEZ Freie Exportzone Ein besonderes Industriegebiet eines Landes, in dem importierte Materialien vor ihrer erneuten Ausfuhr verarbeitet werden; soll vor allem ausländische Investoren anziehen, denen besondere Anreize wie die Ausnahme von bestimmten Handelsbarrieren, Steuern, Regeln und/oder arbeitsrechtlichen Bestimmungen geboten werden. Calabar, wurden im Lauf ihrer Bemühungen belästigt, festgenommen und vorübergehend inhaftiert.
Der Bericht stellt ferner fest, dass die FEZ Freie Exportzone Ein besonderes Industriegebiet eines Landes, in dem importierte Materialien vor ihrer erneuten Ausfuhr verarbeitet werden; soll vor allem ausländische Investoren anziehen, denen besondere Anreize wie die Ausnahme von bestimmten Handelsbarrieren, Steuern, Regeln und/oder arbeitsrechtlichen Bestimmungen geboten werden. -Behörden und die meisten der in den Zonen tätigen Unternehmen alles tun, um einen sinnvollen sozialen Dialog zu vereiteln. Daher gibt es in den FEZ Freie Exportzone Ein besonderes Industriegebiet eines Landes, in dem importierte Materialien vor ihrer erneuten Ausfuhr verarbeitet werden; soll vor allem ausländische Investoren anziehen, denen besondere Anreize wie die Ausnahme von bestimmten Handelsbarrieren, Steuern, Regeln und/oder arbeitsrechtlichen Bestimmungen geboten werden. keine eindeutigen Tarifstrukturen oder Vereinbarungen. Einige Arbeitgeber, zum Beispiel in der Schuhindustrie, sind theoretisch durch Branchenverträge gebunden, doch ob diese in den FEZ Freie Exportzone Ein besonderes Industriegebiet eines Landes, in dem importierte Materialien vor ihrer erneuten Ausfuhr verarbeitet werden; soll vor allem ausländische Investoren anziehen, denen besondere Anreize wie die Ausnahme von bestimmten Handelsbarrieren, Steuern, Regeln und/oder arbeitsrechtlichen Bestimmungen geboten werden. tatsächlich umgesetzt werden, ist unklar. Es ist schwierig, dies zu überprüfen, da es in den Zonen keine wirksame Arbeitsaufsicht Arbeitsaufsicht Eine Behörde, die für die Einhaltung der Arbeitsgesetze und der gesetzlichen Bestimmungen zum Arbeitnehmerschutz zuständig ist und zu diesem Zweck Betriebsinspektionen durchführt. gibt. Nach langwierigen Verhandlungen und zögerlicher Zustimmung durch die Calabar Free Trade Zone Authority sandte das Ministerium für Arbeit und Produktivität im Jahr 2008 Inspektoren in die Calabar-Zone. Sie fanden, dass unfaire Arbeitspraktiken die Norm zu sein scheinen, doch nachdem Unternehmen damit drohten, sich zurückzuziehen, falls die Ergebnisse veröffentlicht würden, und warnten, dass weitere Inspektionen nur zur Abschreckung von Investoren führen würden, beschloss das Ministerium, keine weiteren Maßnahmen zu ergreifen, und hat seitdem die FEZ Freie Exportzone Ein besonderes Industriegebiet eines Landes, in dem importierte Materialien vor ihrer erneuten Ausfuhr verarbeitet werden; soll vor allem ausländische Investoren anziehen, denen besondere Anreize wie die Ausnahme von bestimmten Handelsbarrieren, Steuern, Regeln und/oder arbeitsrechtlichen Bestimmungen geboten werden. gemieden.

Prekarisierung führt zu niedrigeren Standards und sinkenden Mitgliederzahlen der Gewerkschaften in der Ölindustrie31-12-2011

Eine vom US Solidarity Center herausgegebene Studie mit dem Titel „Oil and Casualisation of Labor in the Niger Delta”(„Öl und die Prekarisierung Prekarisierung Die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitnehmerschaft durch den Ersatz unbefristet beschäftigter Vollzeitkräfte durch Beschäftigte mit befristeten, irregulären Verträgen. der Arbeit im Niger-Delta“) zeigt, wie der Abbau von sozialen Standards durch Prekarisierung Prekarisierung Die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitnehmerschaft durch den Ersatz unbefristet beschäftigter Vollzeitkräfte durch Beschäftigte mit befristeten, irregulären Verträgen. , Vertragsarbeit und ausgelagerte Arbeit das Leben der nigerianischen Öl-Arbeiter beeinflusst. „Es findet eine branchenweite Verschiebung weg von regelmäßiger Vollzeitarbeit und hin zu Formen billiger Zeitarbeit und kurzfristiger Auftragsvergabe statt“, heißt es in der Zusammenfassung. Die 36-seitige Studie stellt fest, dass weniger als die Hälfte aller in der Öl- und Gasindustrie des Landes Beschäftigten gewerkschaftlich organisiert sind; im Jahr 2003 waren es noch 60%. „Das Prekarisierungsmodell ermöglicht es Arbeitgebern, Arbeitsplatznormen und soziale Bedürfnisse zu ignorieren und eine starke Barriere gegen die Organisation am Arbeitsplatz zu schaffen“, führt die Studie aus. Die Ölindustrie hat eine lange Geschichte gewerkschaftsfeindlicher Haltung, einschließlich des Ersatzes von Gewerkschaftsmitgliedern durch Leiharbeiter.

Gewerkschaftsfeindliche Tendenzen in der Ölindustrie halten an31-12-2010

Am 3. und 4. Februar blockierten Mitglieder der Gewerkschaften Petroleum and Natural Gas Senior Staff Association of Nigeria (PENGASSAN) und National Union of Petroleum and National Gas Workers (NUPENG) zwei Baustellen der Mobil Producing Nigeria (MPN), der Tochtergesellschaft von ExxonMobil in Nigeria. Sie protestierten damit gegen die Entlassung von Gelegenheitsarbeitern durch die Vertragspartner von Mobil und dagegen, dass das Unternehmen nicht zuerst mit den Gewerkschaften über die Angelegenheit gesprochen hatte. Seit September 2009 wurden bis zu 100 nigerianische Staatsbürger von Vertragspartnern von MPN entlassen, nachdem sie an einer gemeinsamen Protestkundgebung zur Durchsetzung einer angemessenen Bezahlung teilgenommen hatten. Andere Vertragspartner entließen nigerianische Staatsbürger aus Vollzeitstellen und ersetzten sie durch Gelegenheitsarbeiter. Von den Entlassungen sind nicht nur jüngere Mitarbeiter betroffen, sondern auch hoch qualifizierte und erfahrene Staatsbürger in technischen, Engineering-, Verwaltungs- und kaufmännischen Positionen.

Im März berichtete die Internationale Föderation der Chemie-, Energie-, Bergbau- und Industriearbeitergewerkschaften (ICEM), dass viele Unternehmen, darunter auch MPN, überhaupt keine jungen Vollzeit-Mitarbeiter mehr einstellten und stattdessen Zug um Zug NUPENG-Mitglieder durch Leiharbeitskräfte ersetzten. Die ICEM berichtete, dass MPN nach dem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
von NUPENG und PENGASSAN im Februar etwa 10% aller Gelegenheitsarbeiter zu Vollzeit-Mitarbeitern machte. Im November entließ MPN jedoch 66 Mitglieder der NUPENG und 18 Mitglieder der PENGASSAN, angeblich im Zuge von Kosteneinsparungen. Nach Ansicht der Gewerkschaften war dies jedoch ein Akt der Diskriminierung gegen Gewerkschaftsmitglieder und nigerianische Beschäftigte nach dem bekannten Muster des Ersatzes einheimischer Beschäftigter durch Fremdarbeitskräfte.

PENGASSAN und NUPENG berichten auch, dass sich die prominenten Öl- und Gas-Dienstleister Baker Hughes Nigeria Ltd., BJ Services und Mak Mera Nigeria Limited (Shell Nigeria) beharrlich allen Versuchen der Gewerkschaften widersetzen, die Anerkennung Anerkennung Die Bestimmung einer Gewerkschaft durch die zuständige staatliche Stelle zur Tarifpartei für die Beschäftigten in einer gegebenen Tarifeinheit oder die Akzeptanz der kollektiven Vertretung der Beschäftigten durch eine Gewerkschaft seitens des Arbeitgebers. ihrer jeweiligen Gewerkschaften zu erreichen, um Tarifverhandlungen führen zu können.

Gewerkschaftsfeindliche Tendenzen bei Finanzinstituten31-01-2009

In einer Petition an den Senatsausschuss für Finanzinstitute berichtete der Verband der Bank-, Versicherungs- und Finanzinstitute (Association of Bank, Insurance and Financial Institutions, ASSBIFI) im Februar über gewerkschaftsfeindliche Tendenzen in der Finanzbranche. Dies betraf unter anderem Klauseln bezüglich einer Nichtzugehörigkeit zu einer Gewerkschaft in Arbeitsverträgen.

Tarifverhandlungen und Streikrecht untergraben30-11-2008

Die Regierung und manche Arbeitgeber akzeptieren zwar Tarifverhandlungen, halten sich jedoch gewöhnlich nicht an die getroffenen Vereinbarungen, was zu zahlreichen Streiks führt. Im September 2009 gingen Dozenten der Abeokuta University of Agriculture im Staat Ogun auf die Straße, um gegen die beharrliche Weigerung der Regierung zu protestieren, eine Vereinbarung zu unterzeichnen, die sie 2001 mit der Akademikergewerkschaft Academic Staff Union of Universities (ASUU) geschlossen hatte. Vor der Organisierung Organisierung Der auf die Gründung von oder den Beitritt zu einer Gewerkschaft hinauslaufende Prozess bzw. Bemühungen darum, dass andere Beschäftigte eine Gewerkschaft gründen oder einer Gewerkschaft beitreten. eines Streiks ist die Genehmigung der Polizei einzuholen, die jedoch nur selten erteilt wird. Das Streikrecht wird dadurch ernsthaft untergraben, dass Sicherheitskräfte eingesetzt werden, um Streikende einzuschüchtern, zu schikanieren und zu verhaften, und häufig wird vor oder während Streiks oder Protesten gewaltsam gegen Gewerkschafter/innen vorgegangen. Als Ärzte an öffentlichen Kliniken in Lagos im Mai 2009 in einen Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
traten, um gegen schlechte Gehalts- und Arbeitsbedingungen zu protestieren, sahen sie sich brutalen Angriffen ausgesetzt, wie ihr Sprecher Ibrahim Olaifa berichtet. Mindestens ein Arzt befand sich nach einem körperlichen Angriff in kritischem Zustand.

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