3 – Regelmäßige Rechtsverletzungen
Der Globale Rechtsindex des IGB

Israel

Die Mitgliedsorganisation des IGB in Israel ist die HISTADRUT.

Praxis

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Weigerung, Tarifverträge zu registrieren 01-05-2015
Repräsentative Gewerkschaftsorganisationen nicht anerkannt15-04-2015

Gewerkschaftsfeindliche Diskriminierung Gewerkschaftsfeindliche diskriminierung Jede Praxis, die eine/n Beschäftigte/n oder eine Gruppe von Beschäftigten aufgrund einer früheren, gegenwärtigen oder zukünftigen Gewerkschaftsmitgliedschaft, legitimer Gewerkschaftsaktivitäten oder der Inanspruchnahme von Gewerkschaftsdiensten benachteiligt; beinhaltet Entlassungen, Versetzungen, Degradierungen, Belästigungen und Ähnliches

vgl. IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
geht oft Hand in Hand mit der Weigerung, repräsentative Gewerkschaftsorganisationen anzuerkennen. Die Arbeitgeber haben Tarifverhandlungen häufig verzögert, um keinen Vertrag abschließen zu müssen, oder sie haben Klauseln vorgeschlagen, die nicht mit den grundlegenden Arbeitnehmerrechten vereinbar sind, wie dies bei McDonald‘s der Fall war. Domino‘s Pizza hat zunächst Verhandlungen über einen Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
begonnen, sich dann aber ohne eine stichhaltige Begründung aus den Verhandlungen zurückgezogen. Anschließend haben sich beide Unternehmen geweigert, mit ihren jeweiligen repräsentativen Gewerkschaften zu verhandeln. Zudem gab es Fälle, in denen die Unternehmen versucht haben, „gelbe Gewerkschaften“ ins Leben zu rufen, um anschließend Scheinverhandlungen mit ihnen zu führen und die echten Gewerkschaften zu umgehen, wie beispielsweise bei Amdocs. Diese Praxis wurde erfolgreich unterbunden, nachdem das Arbeitsgericht Verhandlungen mit einer nicht unabhängigen Arbeitnehmervertretung untersagt hatte.

Organisierungsarbeit durch gewerkschaftsfeindliche Diskriminierung unterbunden20-12-2015

Als die Beschäftigten der Niederlassung des Unternehmens Bikurei Hashikma (das für die Vermarktung und den Vertrieb von Agrarprodukten für die Supermarktkette Rami Levy im ganzen Land zuständig ist) in Moshav Timorim im Dezember 2015 eine dem Gewerkschaftsdachverband Gewerkschaftsdachverband Dachorganisation auf nationaler, regionaler oder Bezirksebene, die sich aus ihren Mitgliedsgewerkschaften zusammensetzt; bezeichnet häufig einen Verband oder Dachverband eines Landes. Histadrut angeschlossene Arbeitnehmervertretung eingerichtet hatten, reagierte das Unternehmen darauf mit der sofortigen Schließung der Niederlassung. Als die neue Gewerkschaft einen Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
organisierte, stellte das Unternehmen Zeitarbeitskräfte ein, um die Streikenden zu ersetzen. Wer bei dem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
mitmachte, wurde durch die Beschlagnahmung von Firmenwagen bestraft und erhielt eine Kündigungswarnung. Anschließend wurden 180 Beschäftigte in eine andere Niederlassung integriert, bei der es keine Gewerkschaft gab. Das Gerichtsverfahren ist noch anhängig.

Dies ist kein Einzelfall. Entlassungen, Einschüchterungen und die einseitige Änderung der Arbeitsbedingungen sind übliche Arbeitgeberpraktiken, mit denen aktive Gewerkschaftsmitglieder eingeschüchtert werden sollen. Bei McDonald‘s wurden streikende Beschäftigte suspendiert, ihre Schichten wurden verkürzt, und ihre Arbeitsregelungen verschlechterten sich, nachdem sie zur Arbeit zurückgekehrt waren. Die Arbeitszeiten aktiver Gewerkschaftsmitglieder wurden erheblich verkürzt. Zudem wurden sie von den betriebseigenen WhatsApp-Listen gestrichen, die für die interne Kommunikation und die Arbeitsorganisation benutzt werden, auch für die Einteilung der Schichten, was einer fristlosen Kündigung gleichkam. Dieselbe gewerkschaftsfeindliche Strategie hat Domino’s Pizza verfolgt. McDonald’s-Manager haben zudem Beschäftigte routinemäßig daran gehindert, mit Gewerkschaftsorganisatoren zu sprechen, indem sie sie beispielsweise in die Küche schickten und den Organisatoren mit einer Anzeige bei der Polizei drohten.

Gewerkschaftsfeindliche Diskriminierung und Weigerung, Tarifverhandlungen zu führen31-12-2014

Die Beschäftigten von McDonald’s sind regelmäßig gewerkschaftsfeindlicher Diskriminierung ausgesetzt: Die Arbeitszeit von Beschäftigten, die sich an Streiks beteiligten, wurde reduziert, andere wurden suspendiert. Die Geschäftsführung leitete vertrauliche ärztliche Informationen über ein aktives Mitglied der Personalvertretung an etwa 4.000 Personen weiter. Ein Manager, der andere Manager gewerkschaftlich organisiert hatte, wurde in eine entlegene Filiale versetzt. Seine Arbeitszeit wurde reduziert, und es wurde mehrfach versucht, ihn zu entlassen. Eine Mitarbeiterin, die in ihrer Filiale an einem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
teilgenommen hatte, musste aus dem Fernsehen erfahren, dass Anzeige bei der Polizei gegen sie erstattet worden war. Sie wurde mehrere Stunden lang befragt und durfte sich nicht mehr in die Nähe ihres Arbeitsplatzes begeben. Nach langen Verhandlungen mit der Histadrut weigerte sich der Chef von McDonald’s Israel schließlich am 22. April 2014, einen Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
zu unterschreiben. Seither verweigert das Unternehmen jegliche Verhandlungen.

Auch wenn es um Beförderungen geht, werden Gewerkschaftsmitglieder diskriminiert. Der Betrieb „Dr Gav“ reagierte auf gewerkschaftliche Organisierungsversuche, indem er es schwieriger für aktive Gewerkschaftsmitglieder machte, Zulagen zu erhalten, so dass sie weniger verdienten als andere. Seit Dezember 2014 weigert sich das Unternehmen, mit den Gewerkschaftsvertretern zu verhandeln.

Beschäftigte körperlich misshandelt17-07-2014

Leitende Mitarbeiter von McDonald’s Israel haben junge Aktivisten während Streiks und Protesten körperlich misshandelt. Personalvertreter Yaron Sar wurde von Sicherheitskräften und Regionaldirektor Moshe Dahan während eines Streiks in der Filiale in Gan Shmuel gestoßen. Während eines Protestmarsches am 7. Juli 2014 wurde Vladislav Plahotnik, Mitglied der Personalvertretung, vom Filialleiter brutal mit einem Schild beworfen. Der aktive Gewerkschafter Tom Harari, der sich am 17. Juli 2014 an einer Protestaktion außerhalb der Filiale, in der er beschäftigt war, beteiligt hatte, wurde von Managern mit Wasser überschüttet.

Eingriff in Tarifprozess bei Maariv 18-05-2014

Im Juli 2013 hat die Betriebsleitung von Maariv versucht, die Arbeitnehmervertretung zur Unterzeichnung einer Erklärung zu zwingen, mit der der sechs Monate zuvor abgeschlossene Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
aufgehoben werden sollte. Zudem bekamen die Beschäftigten eine E-Mail, in der es hieß, dass der Arbeitnehmerausschuss nicht mehr das Recht habe, sie bei Tarifverhandlungen zu vertreten, und die Beschäftigten wurden einzeln aufgefordert, einen Online-Fragebogen bezüglich Einsparungen bei dem Betrieb auszufüllen.

Eingriffe in Vereinigungsrecht18-05-2014

Im Juli 2013 hat das Sicherheitsunternehmen Modi’in Ezrachi Ltd. seinen Wachleuten an Bahnhöfen per SMS von ihrem direkten Vorgesetzten mitgeteilt, dass eine gewerkschaftliche Organisierung Organisierung Der auf die Gründung von oder den Beitritt zu einer Gewerkschaft hinauslaufende Prozess bzw. Bemühungen darum, dass andere Beschäftigte eine Gewerkschaft gründen oder einer Gewerkschaft beitreten. innerhalb der Histadrut streng verboten sei.

Im September 2013 hat die Betriebsleitung von Electra in einem per Kurier überbrachten Brief etwa 30 Beschäftigten mitgeteilt, dass sie erst dann wieder zur Arbeit eingeteilt würden, wenn sie ein Dokument unterschreiben, in dem sie sich zum Verzicht auf einen Gewerkschaftsbeitritt verpflichten. Gleichzeitig wurden die Mobiltelefone von den Beschäftigten gesperrt, die eine Informationssitzung über eine gewerkschaftliche Organisierung Organisierung Der auf die Gründung von oder den Beitritt zu einer Gewerkschaft hinauslaufende Prozess bzw. Bemühungen darum, dass andere Beschäftigte eine Gewerkschaft gründen oder einer Gewerkschaft beitreten. abgehalten hatten, und ihre Benzinzulage wurde nicht ausgezahlt. Darüber hinaus wurden Wachleute am Eingang zum Betriebsgelände postiert, um die Beschäftigten am Betreten des Betriebes zu hindern.

Das Management der Internet-Nachrichtenseite „One“ hat Or Zilberman entlassen, einen der Gründer der Journalistenvertretung, die Entlassung nach einer Anordnung des Arbeitsgerichtes jedoch wieder rückgängig gemacht. Zudem wurden Beschäftigte, deren Gewerkschaftsmitgliedschaft bekannt war, in weniger Schichten eingeteilt und nicht zu vom Management organsierten gesellschaftlichen Aktivitäten eingeladen. Die Forderungen der Gewerkschaften nach dem Beginn von Tarifverhandlungen wurden abgelehnt, obwohl das Arbeitsgericht entschieden hatte, dass die Journalistenorganisation eine repräsentative Organisation und der Nachrichtendienst „One“ zu Verhandlungen verpflichtet sei.

Gewerkschaftssieg bei Pelephone Communications31-01-2013

Am 9. November 2011 weigerte sich die Betriebsleitung von Pelephone Communications, die Histadrut als repräsentative Arbeitnehmerorganisation anzuerkennen, obwohl mehr als ein Drittel der Beschäftigten ihr beigetreten waren. Zudem diskriminierte das Unternehmen Gewerkschaftsmitglieder. Die Beschäftigten mussten einzeln mit der Geschäftsführung zusammentreffen und wurden unter Druck gesetzt, ihre Gewerkschaftsmitgliedschaft aufzugeben. Das Management bestellte außerdem mehrere Mitglieder des Organisationskomitees zu Anhörungen bezüglich ganz unterschiedlicher angeblicher „Disziplinarvergehen“ ein und verbreitete unwahre Behauptungen über die Gewerkschaft. Darüber hinaus teilten die Abteilungsleiter den Beschäftigten mit, dass das Unternehmen einen „Arbeitnehmerausschuss“ eingerichtet habe, und sie wurden dazu ermutigt, dieser „Gewerkschaft“ beizutreten.

Am 3. September 2012 entschied die zuständige Richterin am Bezirksarbeitsgericht Tel Aviv, Ornit Agasi, dass die Betriebsleitung von Pelephone ihren Beschäftigten drohe und versuche, gewerkschaftliche Organisierungsaktivitäten zu verhindern. Sie erließ eine einstweilige Verfügung Einstweilige Verfügung Eine gerichtliche Anordnung, mit der ein bestimmtes Aktionsmittel wie ein Streikaufruf oder die Fortsetzung eines Streiks verboten oder verhindert werden soll. gegen die Maßnahmen von Pelephone zur Vereitelung von Organisierungsaktivitäten mittels persönlicher Appelle an die Beschäftigten. Da kein Dialog stattfand, die gewerkschaftsfeindlichen Maßnahmen und die Arbeitnehmerrechtsverletzungen fortgesetzt wurden, wandte sich die Histadrut an das höchste israelische Arbeitsgericht, dass zu ihren Gunsten entschied und anordnete, dass Pelephone die Anberaumung persönlicher Treffen mit einzelnen Beschäftigten und Gruppen von Beschäftigten im Zusammenhang mit der Wahrnehmung des Vereinigungsrechtes zu unterlassen habe und dass das Unternehmen die ihm zur Verfügung stehenden Kommunikationsmittel und Kontaktmöglichkeiten nicht dazu nutzen dürfe, um gegenüber seinen Beschäftigten Front gegen eine gewerkschaftliche Organisierung Organisierung Der auf die Gründung von oder den Beitritt zu einer Gewerkschaft hinauslaufende Prozess bzw. Bemühungen darum, dass andere Beschäftigte eine Gewerkschaft gründen oder einer Gewerkschaft beitreten. zu machen, sei es durch SMS oder E-Mails an seine Beschäftigten.

Gewerkschaftsfeindliche Diskriminierung31-10-2012

Am 6. Juni 2012 hat der Vorstandsvorsitzende von Clal Insurance Enterprises Holdings Ltd., Shy Talmon, die Beschäftigten vor einem Gewerkschaftsbeitritt gewarnt. Er wies darauf hin, dass „ein Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
viele Nachteile hat: Er schafft einheitliche Arbeitsbedingungen, die es schwierig und zum Teil unmöglich machen, die Beschäftigten individuell und leistungsbezogen zu vergüten".

Am 21. Oktober 2012 hat der städtische Fahrradverleih Tel-O-Fun in Tel Aviv Berichten zufolge einem führenden Gewerkschaftsvertreter gekündigt und Beschäftigte danach gefragt, ob sie die Absicht hätten, einer Gewerkschaft beizutreten.

Keine Anhörung der Gewerkschaften29-02-2012

Am 19. Februar 2012 hat die israelische Eisenbahngesellschaft ohne Zustimmung der Arbeitnehmervertretung oder der Histadrut eine Outsourcing Outsourcing vgl. Contracting Out -Vereinbarung mit dem kanadischen Schienenfahrzeughersteller Bombardier Inc. abgeschlossen.

Wanderarbeitskräfte missbraucht und ohne Recht auf gewerkschaftliche Vertretung 30-11-2009

Wanderarbeitskräfte, die rund 7% der erwerbstätigen Bevölkerung ausmachen, haben nur begrenzte Arbeits- und Gewerkschaftsrechte. Sie werden häufig misshandelt, mit Ausweisung bedroht oder ausgewiesen, wenn sie sich beschweren oder zu organisieren versuchen. Das Einfangen und Ausweisen von Wanderarbeitskräften ohne Papiere hat mit der Bildung einer Sondereinheit für Einwanderungsfragen und der steigenden Furcht vor den Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den lokalen Arbeitsmarkt zugenommen. Histadrut gab kürzlich die Mitgliedschaft für Wanderarbeitskräfte frei und hat israelische Arbeitgeber dringend aufgefordert, Wanderarbeitskräften dieselben sozialen und Arbeitsrechte wie ihren israelischen Kolleginnen und Kollegen zuzugestehen. Das israelische Arbeitsgericht hat sich zwar der Anwendung dieses Grundsatzes angeschlossen, in der Praxis ist jedoch Missbrauch nach wie vor verbreitet.

Probleme für palästinensische Beschäftigte30-11-2009

Laut Bericht der IAO Internationale Arbeitsorganisation Eine dreigliedrige Organisation der Vereinten Nationen (UN), die 1919 ins Leben gerufen wurde, um die Arbeits- und Lebensbedingungen zu fördern. Sie ist die für die Formulierung und Überwachung internationaler Arbeitsnormenwichtigste internationale Organisation.

vgl. Dreigliedrigkeit, IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
arbeiten 60.000 Palästinenser legal und illegal in Israel. Diese Arbeiter sehen sich täglich mit schweren Problemen beim Grenzübergang zum Westjordanland und zum Gazastreifen konfrontiert und werden gelegentlich von Grenzposten schikaniert und erniedrigt. Darüber hinaus arbeiten rund 20.000 Palästinenser im Westjordanland für sehr niedrige Löhne, viele zählen zu den Randgruppen der palästinensischen Gesellschaft. Es sind oft Witwen oder Frauen mit kranken Angehörigen, die durch die Maschen des sozialen Netzes fallen, wobei doch gerade diese Solidarität vielen Palästinensern erst die Möglichkeit bot, unter den Auswirkungen der israelischen Besatzung zu überleben. Die Situation dieser Arbeitnehmer wird noch dadurch verschärft, dass israelische Behörden die palästinensischen Arbeiter häufig ihren Arbeitgebern überlassen und die Arbeitsbedingungen nicht kontrollieren, insbesondere nicht in den Siedlungen des Westjordanlandes.

Tarifverhandlungen – Angst vor Sanktionen30-11-2009

Die Gewerkschaft Histadrut Transport Workers’ Union streitet mit den Spediteuren wegen deren Weigerung, die Löhne von Kraftfahrern anzuheben, um die langen Arbeitszeiten zu kompensieren. Die Gewerkschaft hat einen Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
ausgehandelt, der jedoch nur für die beim Verband israelischer Straßentransportunternehmen, dem Israel Road Transport Board (ITB), beschäftigten Kraftfahrer gilt. Rund 80% der Fahrer in Israel bleiben unorganisiert, da sie Angst vor Sanktionen seitens der Arbeitgeber haben. Daher führt die Histadrut Transport Workers’ Union eine Kampagne zur Förderung der Organisierung Organisierung Der auf die Gründung von oder den Beitritt zu einer Gewerkschaft hinauslaufende Prozess bzw. Bemühungen darum, dass andere Beschäftigte eine Gewerkschaft gründen oder einer Gewerkschaft beitreten. durch.

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