2 – Wiederholte Rechtsverletzungen
Der Globale Rechtsindex des IGB

Togo

Die Mitgliedsorganisationen des IGB in Togo sind die Confédération Nationale des Travailleurs du Togo (CNTT), die Confédération Syndicale des Travailleurs du Togo (CSTT) und die Union Nationale des Syndicats Indépendants du Togo (UNSIT).

Praxis

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Freie Exportzonen: grundlegende Arbeitnehmerrechte mit Füßen getreten, Gewerkschaftsforderungen ignoriert oder geahndet und schwere Unfälle 01-12-2015

Theoretisch fallen die Tausenden FEZ Freie Exportzone Ein besonderes Industriegebiet eines Landes, in dem importierte Materialien vor ihrer erneuten Ausfuhr verarbeitet werden; soll vor allem ausländische Investoren anziehen, denen besondere Anreize wie die Ausnahme von bestimmten Handelsbarrieren, Steuern, Regeln und/oder arbeitsrechtlichen Bestimmungen geboten werden. -Beschäftigten unter einen angemessenen Rechtsrahmen. Das Arbeitsrecht gilt in den Zonen ohne Einschränkungen, und im Jahr 2013 trat ein Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
in Kraft. In der Praxis zeichnen sich die Zonen jedoch durch kontinuierliche und zunehmende Verletzungen grundlegender Arbeitnehmerrechte aus. Im Jahr 2013 wurden 160 Beschäftigte von Paper Bags, einer Tochter des indischen Konzerns WACEM, entlassen, weil sie bessere Arbeitsbedingungen gefordert hatten. Sie waren Opfer des arbeitnehmerfeindlichen Verhaltens des Unternehmens und des berüchtigten Tâcheronnat-Systems für Leiharbeit und Outsourcing Outsourcing vgl. Contracting Out , das Missbräuchen jeglicher Art Tür und Tor öffnet. Trotz der Mobilisierung nationaler und internationaler Gewerkschaftsorganisationen und togolesischer Menschenrechtsgruppen warteten die Beschäftigten Anfang des Jahres 2016 immer noch darauf, zu ihrem Recht zu kommen. Die Arbeitnehmerforderungen und die wiederholten Warnungen der COSYNTRASOFT, der Organisation, in der die FEZ Freie Exportzone Ein besonderes Industriegebiet eines Landes, in dem importierte Materialien vor ihrer erneuten Ausfuhr verarbeitet werden; soll vor allem ausländische Investoren anziehen, denen besondere Anreize wie die Ausnahme von bestimmten Handelsbarrieren, Steuern, Regeln und/oder arbeitsrechtlichen Bestimmungen geboten werden. -Gewerkschaften zusammengeschlossen sind, in Bezug auf Fragen des Arbeitsschutzes werden gewöhnlich ignoriert.
Am 30. Januar 2015 starb eine Beschäftigte des koreanischen Unternehmens NINA an ihrem Arbeitsplatz. Sie hatte einem Vorgesetzten gesagt, dass es ihr nicht gut gehe, war aber angewiesen worden, weiterzuarbeiten. Die Arbeitsbedingungen in diesem Betrieb waren zuvor bereits als erschreckend bezeichnet worden, und die Frauen müssen oft 10 Stunden lang ununterbrochen im Stehen arbeiten.
Im Juni kamen wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen sechs Beschäftigte der Zementfabrik der WACEM-Gruppe bei einer Treibstofftankexplosion ums Leben. Fast 900 Beschäftigte dieses indischen Konzerns sind im Rahmen des Tâcheronnat-Leiharbeitssystems beschäftigt. Die Geschäftsführung stellt ihnen keine Ausrüstung zur Verfügung und ignoriert ihre Forderungen. Ende 2015 kam schließlich nach langen Bemühungen eine Tarifvereinbarung zustande.

Verzögerung bei der Umsetzung des FEZ-Gesetzes30-11-2011

Die Regierung hat das Gesetz von 1989 über die Freien Exportzonen geändert mit dem erklärten Ziel, einer bessere Einhaltung des Arbeitsrechts in diesem Bereich, doch ihre Umsetzung erfolgt nur langsam. Im Oktober startete ein Zusammenschluss der Freizonengewerkschaften Togos (COSYNTRAZOFT) einen dringenden Appell an die Behörden, damit diese die Umsetzung des Gesetzes anordnen. Die Arbeitsbedingungen in der FEZ Freie Exportzone Ein besonderes Industriegebiet eines Landes, in dem importierte Materialien vor ihrer erneuten Ausfuhr verarbeitet werden; soll vor allem ausländische Investoren anziehen, denen besondere Anreize wie die Ausnahme von bestimmten Handelsbarrieren, Steuern, Regeln und/oder arbeitsrechtlichen Bestimmungen geboten werden. sind geprägt von vielfältigen Verstößen gegen die Rechte der Arbeitnehme/innen: missbräuchliche Entlassungen, Überschreitungen von gesetzlich vorgeschriebenen Höchstarbeitszeiten, Verweigerung von Freizeit an gesetzlichen Feiertagen, fehlende sozialen Absicherung und Behinderung von Gewerkschaftsaktivitäten.

Rechte in den Freihandelszonen missachtet30-11-2011

Drei Gewerkschaften wurden in jüngster Zeit in der Freihandelszone des Landes gegründet. Die Schwierigkeiten, mit denen sie bei ihrer Formierung zu kämpfen hatten, und die Tatsache, dass sie gerade so funktionieren, unterstrichen jedoch die Widersprüche und Ungewissheiten der Regelungen für Arbeiterrechte in der Zone. Die Mehrzahl der 9.000 Arbeitnehmer (60% davon Frauen), die in den 60 Unternehmen der Zone beschäftigt sind, bleiben weiterhin ihrer grundlegendsten Rechte beraubt. Es gibt keinen allgemeinen Rahmen für Konsultation und die Gewerkschaften waren in die Überprüfung der Rechtstexte, die die Freihandelszone betreffen, nicht mit einbezogen. Daher blieben die Ausnahmen mit Bezug auf Entlassungen und Schlichtung Schlichtung Der Versuch einer neutralen dritten Partei, eines Schlichters, bei der Beilegung eines Arbeitskonfliktes behilflich zu sein, indem die Kommunikation verbessert wird, Ratschläge gegeben werden und bei der Interpretation strittiger Fragen geholfen wird, um die Konfliktparteien so weit zu bringen, dass sie ihre Differenzen beilegen können. Ein Schlichter spielt keine so aktive Rolle wie ein Vermittler oder ein Schiedsmann.


vgl. Schiedsverfahren, Vermittlung
zum Nachteil der Arbeitnehmer bestehen.

Gewerkschaft wartet immer noch auf wirklichen sozialen Dialog 31-12-2010

Nationale Gewerkschaftsdachverbände verlangten mehrfach im Verlauf des Jahres eine Wiederaufnahme des sozialen Dialogs sowie die vollständige Umsetzung des im Jahr 2006 von den Sozialpartnern unterzeichneten Protokolls. Von den darin gemachten 125 Zusagen zur Behebung der gravierenden Defizite in Bezug auf wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte wurden gerade einmal 30 umgesetzt. Nur ein Notfall scheint die Behörden wachrütteln und dazu bringen zu können, mit den Gewerkschaften zu verhandeln. Im Juni führte ein steiler Anstieg der Treibstoffpreise zu starken sozialen Unruhen. Nach Ausrufung eines Generalstreiks erreichten fünf Gewerkschaftsdachverbände im Verlauf einer Krisensitzung mit dem Nationalrat für Sozialen Dialog einen leichten Rückgang der Treibstoffpreise. Die Unzufriedenheit besteht jedoch nach wie vor.

Gewerkschaften in der Freihandelszone gegründet, doch es bleiben viele Missstände 31-12-2010

Drei Gewerkschaften wurden in jüngster Zeit in der Freihandelszone des Landes gegründet. Die Schwierigkeiten, mit denen sie bei ihrer Formierung zu kämpfen hatten, und die Tatsache, dass sie gerade so funktionieren, unterstrichen jedoch die Widersprüche und Ungewissheiten der Regelungen für Arbeiterrechte in der Zone. Die Mehrzahl der 9.000 Arbeitnehmer (60 % davon Frauen), die in den 60 Unternehmen der Zone beschäftigt sind, bleiben weiterhin ihrer grundlegendsten Rechte beraubt. Es gibt keinen allgemeinen Rahmen für Konsultation und die Gewerkschaften waren in die Überprüfung der Rechtstexte, die die Freihandelszone betreffen, nicht mit einbezogen. Daher blieben die Ausnahmen mit Bezug auf Entlassungen und Schlichtung Schlichtung Der Versuch einer neutralen dritten Partei, eines Schlichters, bei der Beilegung eines Arbeitskonfliktes behilflich zu sein, indem die Kommunikation verbessert wird, Ratschläge gegeben werden und bei der Interpretation strittiger Fragen geholfen wird, um die Konfliktparteien so weit zu bringen, dass sie ihre Differenzen beilegen können. Ein Schlichter spielt keine so aktive Rolle wie ein Vermittler oder ein Schiedsmann.


vgl. Schiedsverfahren, Vermittlung
zum Nachteil der Arbeitnehmer bestehen.

Gründung eines Gewerkschaftsbundes in der Freien Exportzone (FEZ)08-12-2009
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