5 – Rechte nicht garantiert
Der Globale Rechtsindex des IGB

Simbabwe

Die Mitgliedsorganisation des IGB in Simbabwe ist der Zimbabwe Congress of Trade Unions (ZCTU).

Praxis

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Landesweiter Eisenbahnerstreik wegen Nichtzahlung der Löhne und Gehälter 17-04-2017

Die Beschäftigten der staatlichen Eisenbahngesellschaft National Railways of Zimbabwe (NRZ) begannen einen landesweiten Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
, um die Gesellschaft dazu zu veranlassen, 86 Millionen Dollar an ausstehenden Löhnen und Gehältern auszuzahlen, die NRZ seinen nahezu 7.000 Beschäftigten schuldet, von denen 2.349 im Jahr 2015 mit einer Frist von drei Monaten betriebsbedingt gekündigt worden war. Der Minister für den öffentlichen Dienst, Arbeit und Soziales hat die Beschäftigten daraufhin aufgefordert, unverzüglich an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren. Die Beschäftigten waren jedoch entschlossen, den Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
fortzusetzen, obwohl der Arbeitgeber ihnen mit Entlassung gedroht hatte, weil die meisten von ihnen kein Geld mehr hätten, um Essen zu kaufen, ihre Miete und das Schulgeld für ihre Kinder zu zahlen. Zu einem ähnlichen Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
kam es bei der Getreidevermarktungsstelle (Grain Marketing Board, GMB) in Harare, wo 600 Beschäftigten mit einer Frist von drei Monaten betriebsbedingt gekündigt wurde, denen noch rund 5 Millionen US-Dollar an Löhnen und Gehältern zustanden.

Gericht untersagt Landarbeitergewerkschaftsführer den Zutritt zu einer Farm25-02-2016

Ein Richter am Obersten Gerichtshof hat Raymond Sixpence, dem Vorsitzenden der Landarbeitergewerkschaft Zhagawu (Zimbabwe Horticulture Agro-industries and General Agricultural Workers’ Union), untersagt, Gewerkschaftssitzungen auf der Farm Tavistock Estates in Beatrice abzuhalten, nachdem der Besitzer der Farm, Cristopher Hawgood, einen Prozess gegen Sixpence angestrengt hatte, weil er die Betriebsabläufe gestört habe. Außerdem soll er dem Besitzer die Unterbezahlung seiner Beschäftigten vorgeworfen haben.
Richter Maxwell Takuva erließ dieses Urteil Ende Februar 2016 und untersagte den Besuch bzw. „unnötige Sitzungen auf der Tavistock Farm ohne polizeiliche Genehmigung oder Tavistocks Zustimmung“. Aus Dokumenten geht hervor, dass die Zhagawu der Tavistock Farm Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Wohlergehen der Beschäftigten gemacht hat und behauptet, dass der weiße Farmer seinen Arbeitern einen Gewerkschaftsbeitritt verbietet, was dieser bestreitet.

Angeline Chitambo, die ihre Arbeit wegen ihres Einsatzes für die Arbeitnehmerrechte verloren hat, wurde erneut zur Vorsitzenden der Energiearbeitergewerkschaft ZEWU gewählt 01-01-2016

Angeline Chitambo, Vorsitzende der Zimbabwe Energy Workers Union (ZEWU) und Angestellte der staatlichen Elektrizitätsbehörde (Zimbabwe Electricity Supply Authority, ZESA), wurde vor vier Jahren zusammen mit 135 anderen führenden Vertreter/innen der Gewerkschaft suspendiert, weil sie wegen der Missachtung einer Vereinbarung über Gehaltserhöhungen aus dem Jahr 2012 mit einem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
gedroht hatten. Im September 2012 wurde Chitambo ohne eine faire Anhörung entlassen. Ihr Fall wurde in der Tat ohne ihr Beisein und auch in Abwesenheit ihres Anwalts und ihrer Gewerkschaftsvertreter geprüft.
Obwohl das Gericht zu ihren Gunsten entschieden hat, warte sie nach mehr als vier Jahren nach wie vor auf ein Gerichtsurteil, mit dem ihre Wiedereinstellung angeordnet wird. Dennoch wurde sie im Januar 2016 erneut zur ZEWU-Vorsitzenden gewählt.

Oberster Gerichtshof genehmigt selektive Bestrafung von Beschäftigten01-01-2016

Im Januar 2016 hat der Oberste Gerichtshof die selektive Bestrafung von Beschäftigten zugelassen. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber willkürlich entscheiden kann, wer belangt wird, wenn eine Gruppe von Beschäftigten eine Straftat begeht. Ein solches Urteil gibt den Arbeitgebern erheblichen Spielraum, um gezielt führende Gewerkschaftsvertreter/innen in ihren Betrieben zu bestrafen/entlassen, um von Gewerkschaftsaktivitäten abzuschrecken.

Polizei unterbindet Arbeiterprotest in Harare und besetzt Gewerkschaftsbüros 08-08-2015

Am 8. August 2015 wurden die Büros des Gewerkschaftsbundes Zimbabwe Congress of Trade Unions (ZCTU) in Harare von der Polizei besetzt, die dessen führende Vertreter festnahm, um eine angekündigte Demonstration zu verhindern.
Die Protestierenden wollten ihrer Wut über Arbeitsplatzverluste im Anschluss an zwei Urteile des Obersten Gerichtshofes vom Juli 2015 Ausdruck verleihen. Das erste Urteil erging am 17. Juli und ermöglichte es den Arbeitgebern, einseitig rechtmäßige Entlassungen mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten ohne Zahlung einer Abfindung vorzunehmen. Das zweite Urteil erging am 27. Juli und bezog sich auf die staatliche Eisenbahngesellschaft NRZ und die Eisenbahnergewerkschaft (Railway Artisan Union). Mit diesem Urteil erhielten die Arbeitgeber das Recht, Wohngeld und Ausbildungsbeihilfen zu streichen, da es sich dabei um keine gesetzlichen Rechte oder Ansprüche handele. Diese eklatante Aushebelung der Arbeitnehmerrechte führte zu den am 8. August 2015 in Harare geplanten Protesten. Die Demonstranten wurden von einem massiven, schwer bewaffneten Polizeiaufgebot begleitet, das den Eingang zum ZCTU-Gebäude blockierte, wo Hunderte Aktivisten versammelt waren, und die führenden ZCTU-Vertreter George Nkiwane und Japhet Moyo verhaftete, ebenso wie den Jugendbeauftragten Ian Makoshore; den Koordinator für die informelle Wirtschaft, Elijah Mutemeri; Sekai Manyau, Mitglied des Frauenausschusses der National Engineering Workers Union; Runesu Dzimiri, Generalsekretär der Food Federation, und Raymond Majongwe, Generalsekretär der Progressive Teachers Union of Zimbabwe (PTUZ). Die Polizei lud zudem alle Personen in roter Kleidung (der Farbe des ZCTU) in ihre Fahrzeuge ein und setzte sie an verschiedenen Orten ab, um weitere Versammlungen zu verhindern. Die verhafteten Gewerkschafter/innen wurden kurz darauf wieder freigelassen.

Arbeitgeber verweigern Verhandlungen in gutem Glauben 27-07-2015

Die Gewerkschaften, vor allem in der Landwirtschaft, haben über verbale und tätliche Angriffe seitens der Arbeitgeber bei Verhandlungen berichtet.
Zudem fühlen sich die Arbeitgeber nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofes vom 27. Juli 2015 in Bezug auf die staatliche Eisenbahngesellschaft und die Eisenbahnergewerkschaft, wonach die Beschlüsse von Vermittlern keinerlei juristischen Wert hätten, legitimiert, Verhandlungen zu verzögern oder zu verweigern. Nach Ansicht des Obersten Gerichtshofes sind Vermittler in der Tat in keiner Weise befugt, bei Konflikten im Zusammenhang mit dem Tarifprozess zu intervenieren, so dass die Arbeitgeber Tarifverhandlungen beliebig einseitig boykottieren können.

Gewerkschaftsregistrierung19-06-2015

Im Jahr 2012 hatten 850 Beschäftigte der Schuhfabrik Bata in Gweru ihre Mitgliedschaft bei der Zimbabwe Leather Shoe and Allied Workers Union gekündigt und eine neue Gewerkschaft, die Zimbabwe Footwear Tanners and Allied Workers’ Union (ZFTAWU), gegründet. Am 2. August 2013 wurde der Registrierungsantrag im Staatsanzeiger als Allgemeiner Hinweis 379/2013 veröffentlicht. Die Zimbabwe Leather Shoe and Allied Workers Union erhob Einspruch gegen die Registrierung der neuen Gewerkschaft, aber die ZFTAWU hat die diesbezüglichen Papiere nie erhalten. Am 9. Januar 2015 hat der zuständige Beamte (Registrator) die Anmeldung mit der Begründung abgelehnt, dass die Gewerkschaft nur eine Minderheit der Arbeitnehmer vertreten würde. Am 19. Februar 2015 hat die ZFTAWU eine Beschwerde beim Arbeitsgericht eingereicht.

ZANU-PF behindert Demonstration19-06-2015

Am 11. April 2015 hatten Mitglieder von Robert Mugabes ZANU-PF versucht, ZCTU-Mitglieder während der landesweiten Demonstration in Bulawayo und Gweru einzuschüchtern und Flyer mit falschen Unterschriften verteilt, wonach die Proteste angeblich abgesagt worden waren. Einige ZCTU-Mitglieder mussten sich im Gewerkschaftsgebäude einschließen, als ZANU-PF die Regionalbüros in Bulawayo belagerte. Die Demonstrationen zielten darauf ab, eine Reihe von Themen hervorzuheben, die Arbeitnehmer betreffen, einschließlich der Entscheidung, die Löhne und Gehälter einzufrieren und zu kürzen, Einführung von Arbeitsmarktflexibilität, Nichtzahlung oder verspätete Zahlung der Löhne und Gehälter und das Versäumnis, Mitgliedsbeiträge an die Gewerkschaften zu überweisen - alles Widersprüche zu bestehenden Tarifverträgen.

Marsch von Polizei blockiert19-06-2015

Am 18. Februar 2015 wurde es der Progressive Teachers’ Union of Zimbabwe (PTUZ) nicht gestattet, einen Marsch am vom IGB ausgerufenen globalen Aktionstag für das Recht auf Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
durchzuführen. Die Polizei blockierte den Marsch und forderte die PTUZ auf, eine Genehmigung von der Public Service Commission, Einzelheiten über die Demonstranten und Kennzeichen der verwendeten Fahrzeuge vorzuweisen. Die Gewerkschaft hatte die Polizei sieben Tage im Voraus über den Marsch informiert.

Farai Katsande suspendiert15-10-2013

Farai Katsande, der Vorsitzende der Zimbabwe Banks and Allied Workers’ Union, wurde am 15. Oktober 2013 von der Infrastructure Development Bank of Zimbabwe suspendiert, weil er angeblich unentschuldigt von der Arbeit ferngeblieben war, als er an einer Gewerkschaftsaktivität in Kenia teilgenommen hatte. Zuvor hatte die Bankleitung versucht, Farai Katsande durch eine Beförderung in eine leitende Position, die eine Gewerkschaftsmitgliedschaft ausschließt, an Gewerkschaftsaktivitäten zu hindern.

Polizeigewalt gegenüber Ehefrauen streikender Bergarbeiter in Hwange07-10-2013

Am 7. Oktober 2013 setzte die Polizei Tränengas ein und verprügelte über 100 Frauen, die ihre Kinder bei sich hatten und gegen das Unternehmen Hwange Colliery Company Limited protestierten. Die Frauen hatten 20 km zu Fuß zurückgelegt, um vom Geschäftsführer die Zahlung der seit mehr als fünf Monaten ausstehenden Löhne ihrer Männer zu fordern. Zwei Frauen wurden schwer verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert. Im April 2013 suspendierte das Unternehmen 520 Beschäftigte im Zusammenhang mit Lohnkonflikten und berief sich auf einen Verstoß gegen seinen Verhaltenskodex. Die Beschäftigten hatten im Zusammenhang mit Mitarbeiter-Beteiligungsprogrammen gestreikt, die Hwange Colliery Company nicht wie vereinbart angeboten hatte.

1.500 streikende Diamantarbeiter entlassen 20-08-2013

Das chinesische Diamantenunternehmen Anjin Investments hat 1.500 Beschäftigte entlassen, die sich an einem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen beteiligt hatten.

Die Arbeitgeber schlugen mit Fäusten auf die Beschäftigten ein, traten sie und machten rassistische Bemerkungen.

Viele der Beschäftigten berichteten auch über schwere sexuelle Übergriffe seitens ihrer Vorgesetzten.

21 führende Gewerkschaftsvertreter wegen Streik entlassen19-05-2013

Im Januar wurden 21 führende Gewerkschaftsvertreter entlassen, weil sie angeblich federführend bei einem Arbeitskampf Arbeitskampf Ein Konflikt zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern bezüglich der Arbeitsbedingungen oder -umstände; kann zu Arbeitskampfmaßnahmenführen. bei der Falcon Gold Dalny Mine in Kadoma gewesen waren. Zwei von ihnen wurden unter unklaren Umständen wieder eingestellt, was die Beschwerdeführer als Taktik des „Teilens und Herrschens“ bezeichneten.

Am 15. Mai gingen die übrigen 19 Beschäftigten vor das Arbeitsgericht, um ihre Entlassung anzufechten.

Angaben der National Mine Workers’ Union of Zimbabwe (NMWUZ) zufolge gefährde Falcon Gold Dalny Mine die Existenz einer zugelassenen Gewerkschaft. Nach dem Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
im Januar wurde der gesamte Ortsverband der Gewerkschaft entlassen.

Eingriff in Gewerkschaftsaktivitäten18-01-2013

Die Polizei und die staatlichen Geheimdienste nehmen regelmäßig an Gewerkschaftsaktivitäten teil und bespitzeln die Gewerkschaften. Am 18. Januar 2013 hat die Polizei die Teilnahme an Sitzungen des ZCTU verlangt.

Gewerkschaftsgründung nur mit vorheriger Genehmigung 20-08-2013

Die staatlichen Behörden verweigern der Zimbabwe Metal, Energy & Allied Workers’ Union seit sieben Jahren die Zulassungsbescheinigung.

Arbeitgeber missachtet Tarifvertrag20-08-2013

Die Elektrizitätsgesellschaft Zimbabwe Electricity Supply Authority hat sich geweigert, von einem Schiedsgremium zugesprochene Lohnerhöhungen zu zahlen.

Arbeitgeber behalten Gewerkschaftsbeiträge ein20-08-2013

Die Zimbabwe Security Guards Workers Union hat seit mehr als einem Jahr keine Beiträge erhalten. Einige Unternehmen (wie Trust Me Security, Catiss Security, Greens Security und Cash Talk Security) weigern sich, die Gewerkschaftsbeiträge von den Löhnen abzuziehen. Andere Arbeitgeber (wie Midsec Security, Chitkem Security, Professional Security usw.) ziehen die Gewerkschaftsbeiträge zwar ab, leiten sie aber nicht rechtzeitig an die Gewerkschaft weiter.

Die Zimbabwe Amalgamated Railways Workers’ Union, die Zimbabwe Railway Artisans Union, die Railway Association of Engineman und die Railway Association of Yard Operating Staff haben seit über zwei Jahren keine Gewerkschaftsbeiträge mehr erhalten.

Keine Verhandlungen in gutem Glauben20-08-2013

Die Kraftfahrzeugherstellervereinigung (Motor Vehicle Manufacturers Employers Association) hat Verhandlungen in gutem Glauben verweigert, so dass seit 2007 kein Tarifvertrag Tarifvertrag Eine gewöhnlich schriftliche Vereinbarung, die die Ergebnisse von Kollektiv-/Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern enthält.

vgl. Kollektiv-/Tarifverhandlungen
mehr abgeschlossen wurde.

Eingriff in Tarifprozess20-08-2013

Die Behörden verlangen für die Eintragung von Tarifverträgen eine unverhältnismäßig hohe Gebühr von 1.000 US-Dollar.

Eingriff in Streik28-02-2013
Tarifverträge nicht eingehalten31-12-2011

Im Oktober berichtete Arthur Marar, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Harare, dass Tarifverträge von den Unternehmen nicht eingehalten werden, und dass viele Arbeitgeber ihre Arbeitnehmer gar nicht oder nur mit Verzögerung bezahlen. Darüber hinaus legen sie während der Verhandlungen nicht alle Informationen offen, so wie es gesetzlich vorgeschrieben ist.

IAO-Untersuchungsausschuss deckt schwere Verstöße auf31-12-2010

Ein Untersuchungsausschuss der IAO Internationale Arbeitsorganisation Eine dreigliedrige Organisation der Vereinten Nationen (UN), die 1919 ins Leben gerufen wurde, um die Arbeits- und Lebensbedingungen zu fördern. Sie ist die für die Formulierung und Überwachung internationaler Arbeitsnormenwichtigste internationale Organisation.

vgl. Dreigliedrigkeit, IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
bestätigte im März, dass die simbabwische Regierung für schwere Verstöße gegen Grundrechte verantwortlich war, insbesondere gegen die Freiheit, Gewerkschaften zu organisieren, das Tarifrecht, das Streikrecht und den Schutz von Gewerkschaftern vor Diskriminierung. Der Ausschuss stellte fest, die Verstöße seien sowohl systematisch als auch systemisch, und betonte, es sei ein „klares Schema von Festnahmen, Inhaftierungen, Gewalt und Folter von Seiten der Sicherheitskräfte gegen Gewerkschafter zu erkennen, die mit den nationalen Veranstaltungen des simbabwischen Gewerkschaftsbundes ZCTU zusammenfallen, was die Vermutung nahe legt, dass eine zentrale Anweisung zu solchen Maßnahmen an die Sicherheitskräfte ergangen ist”. Der Ausschuss stellte darüber hinaus fest, es gebe „ein weiteres klares Muster der Kontrolle über Gewerkschaftsversammlungen des ZCTU – seien es interne Treffen oder öffentliche Demonstrationen – durch die Anwendung des Gesetzes für öffentliche Ordnung und Sicherheit (POSA)” und dass „Inhaftierungen und gezielte Gewalt in systematischer und systemischer Weise zur Einschüchterung sowohl von Führern als auch gewöhnlichen Mitgliedern der Gewerkschaft eingesetzt wurden”. Das besagte Gesetz wurde regelmäßig als Scheingrund für gewerkschaftsfeindliche Aktionen des Mugabe-Regime genommen.

Der Bericht des Untersuchungsausschusses formulierte eine Reihe von Empfehlungen an die simbabwischen Behörden, unter anderem einen sofortigen Stopp der Schikanierung von Gewerkschaftern, die Bildung einer wirksamen Menschenrechtskommission für Simbabwe, die Ausbildung der Sicherheitskräfte bezüglich der Einhaltung von Menschenrechten, die Stärkung des Rechtsstaatsprinzips sowie Gesetzesänderungen, die ein Einhalten des internationalen Arbeitsrechts gewährleisten.

Gewerkschaftsaktivitäten von einer Vielzahl von Gesetzen behindert30-11-2009

Das Gesetz für öffentliche Ordnung und Sicherheit (Public Order and Security Act – POSA) von 2002 verbietet jegliche öffentliche Versammlung, die nicht von der Polizei genehmigt wurde. Obwohl öffentliche Versammlungen eingetragener Gewerkschaften zum Zweck echter Gewerkschaftsaktivitäten von dem Gesetz ausgenommen sind, wird es in der Praxis dazu verwendet, Gewerkschaftsaktivitäten zu behindern und Gewerkschafter zu drangsalieren. Nach diesem Gesetz werden Personen, die der Ruhestörung, Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, oder der Verletzung der Rechte anderer Personen für schuldig befunden werden, mit einer Geldstrafe oder Gefängnis bis zu zehn Jahren bestraft.

Das reformierte Strafgesetzbuch von 2006 wird ebenfalls häufig angewandt, um Gewerkschafter festzunehmen und einzusperren. Das Gesetz für verschiedenartige Delikte (Miscellaneous Offence Act, MOA) sieht weniger schwere Strafen vor und wird angewandt, wenn Klagen, die die Störung der öffentlichen Ordnung betreffen, vor Gericht nicht standhalten. Straßenblockaden werden beispielsweise im Rahmen dieses Gesetzes geahndet. Das Arbeitsgesetz sieht für Personen, die an einem illegalen Streik Streik Die gängigste Form einer Arbeitskampfmaßnahme; eine kollektive Arbeitsniederlegung der Beschäftigten für eine bestimmte Zeit; kann vielfältige Formen annehmen.

vgl. Generalstreik, unterbrochener Streik, rollierender Streik, Sitzstreik, Sympathiestreik, wilder Streik, Bummelstreik
teilnehmen, Gefängnisstrafen von bis zu fünf Jahren vor.

Internationale Arbeitsrichtlinien ignoriert30-11-2008

Die Regierung Mugabe hat viele Jahre lang jede Zusammenarbeit mit der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO Internationale Arbeitsorganisation Eine dreigliedrige Organisation der Vereinten Nationen (UN), die 1919 ins Leben gerufen wurde, um die Arbeits- und Lebensbedingungen zu fördern. Sie ist die für die Formulierung und Überwachung internationaler Arbeitsnormenwichtigste internationale Organisation.

vgl. Dreigliedrigkeit, IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
) abgelehnt und sich zwei Jahre in Folge geweigert, vor dem Ausschuss zur Durchführung der Normen im Rahmen der Internationalen Arbeitskonferenz zu erscheinen. Als Folge davon beschloss die IAO Internationale Arbeitsorganisation Eine dreigliedrige Organisation der Vereinten Nationen (UN), die 1919 ins Leben gerufen wurde, um die Arbeits- und Lebensbedingungen zu fördern. Sie ist die für die Formulierung und Überwachung internationaler Arbeitsnormenwichtigste internationale Organisation.

vgl. Dreigliedrigkeit, IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
im November 2008, eine ihrer strengsten Maßnahmen anzuwenden, einen Untersuchungsausschuss zur Prüfung der Klagen bezüglich Zimbabwes Nichtbeachtung der Übereinkommen Nr. 87 (Vereinigungsfreiheit Vereinigungsfreiheit Das Recht auf die Gründung von und den Beitritt zu Gewerkschaften nach eigener Wahl sowie das Recht der Gewerkschaften, ungehindert zu arbeiten und ihre Aktivitäten ohne unzulässige Eingriffe zu verrichten.

vgl. IGB-Leitfaden für internationale Gewerkschaftsrechte
und Schutz des Vereinigungsrechtes, 1948) und Nr. 98 (Anwendung der Grundsätze des Vereinigungsrechtes und des Rechtes zu Kollektivverhandlungen, 1949). Der Untersuchungsausschuss nahm im Februar 2009 seine Arbeit auf.

Schikanierung und Einschüchterung durch ZANU-PF30-11-2008

In der Praxis sehen sich Gewerkschaftsmitglieder immer noch Schikanierungen und Einschüchterungen durch die Behörden und durch Anhänger von Robert Mugabes Partei ZANU-PF ausgesetzt. Der Simbabwische Gewerkschaftsbunds (Zimbabwe Congress of Trade Unions, ZCTU) gilt als der Bewegung für demokratischen Wandel (Movement for Democratic Change, MDC) nahestehend und war deshalb in besonderem Maße das Ziel von Schikanierung, was sich allerdings seit der Regierungsbeteiligung der MDC etwas gebessert hat. Trotzdem kam es im Verlauf des Jahres zu mehreren Vorfällen. Der ZCTU berichtet zum Beispiel, dass Toindepi Tsigo, ein Mitglied der Bezirksleitung in Karoi, von Schlägern der ZANU PF angegriffen wurde, die auf dem Heimweg von einem Treffen der ZANU PF in Harare waren. Die Jugendlichen attackierten Tsigo und rissen ihm sein ZCTU T-Shirt herunter mit dem Kommentar, sie wollten in Karoi kein ZCTU-Mitglied sehen. Lehrer berichten ebenfalls, dass sie im Zusammenhang mit Demonstrationen im Lauf des Sommers von Jugendlichen der ZANU-PF terrorisiert wurden.

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